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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Pressen und/oder Gären von Beerenfrüchten, wie Weintrauben, Johannisbeeren usw., mit einem Behälter zur Aufnahme der Beerenfrüchte, der mit einem abnehmbaren Verschluss versehen ist.
In jüngster Zeit ist auch ein immer stärkerer Trend dahingehend festzustellen, Gartenflächen, auch wenn sie nicht allzu gross sind, als Nutzflächen zum Ziehen von Obst und auch Beerenfrüchten zu verwenden, um so Obst und Beerenfrüchte, wenn auch in kleinen Mengen, jedoch immer frisch zur
Verfügung zu haben. In Zusammenhang damit ist oft auch eine weitere Verwertung der gezogenen Früchte erwünscht, wie etwa eine Fruchtsaftbereitung, jedoch gibt es kaum geeignete Vorrichtungen, mit denen eine solche Fruchtverwertung in kleinem Rahmen bewerkstelligt werden kann. Es sind hier praktisch nur
Küchengeräte in Verwendung, mit denen Saft aus den Früchten gewonnen werden kann, wobei diese
Küchengeräte die Früchte zerkleinern und, zumeist auf dem Zentrifugalprinzip beruhend, entsaften.
Diese
Küchengeräte sind dabei verhältnismässig aufwendig und teuer, wobei überdies zur Aufbewahrung des ge- wonnenen Saftes gesonderte Behälter notwendig sind. Dieser Nachteil trifft auch auf weitere bekannte
Pressen zu (DE-PS Nr. 679582, US-PS Nr. 700, 668), bei denen die auszupressenden Früchte in einem
Beutel unter Druck gesetzt werden, wobei der ausgepresste Saft den Beutel durchsetzt und in einem 'eigenen Behälter aufgefangen wird. Ferner ist aus der FR-PS Nr. 54. 581, l. Zusatz zur FR-PS Nr. 931. 045, eine Presse bekannt, bei der ein dichter Beutel innerhalb eines abgeschlossenen Siebgefässes hydraulisch aufge"bläht" wird und so ebenfalls im Siebgefäss enthaltenes Gemüse durch die Sieböffnungen passiert wird.
Es sei schliesslich noch erwähnt, dass in den DE-PS Nr. 670436 und Nr. 670744 Abgabevorrichtungen für teigige Massen, wie z. B. Senf, Pasten, beschrieben sind, wobei diese Massen aus einem dichten
Beutel innerhalb eines Gefässes gedrückt werden, indem der Beutel um ein Abgaberohr gewickelt wird.
Das Abgaberohr besitzt dabei eine seitliche Eintrittsöffnung für die teigige Masse, die von hier durch das
Abgaberohr nach aussen gelangt. Es ist offensichtlich, dass sich diese bekannten Vorrichtungen nicht zum
Pressen und/oder Gären von Beerenfrüchten eignen, abgesehen davon, dass diese Vorrichtungen verhältnismässig kompliziert und teuer sind.
Ziel der Erfindung ist es nun, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen, die ausserordentlich preiswert und einfach ist und mit der in kleinem Rahmen in wirtschaftlicher Weise Beerenfrüchte ausgepresst und/oder zum Vergären angesetzt werden können.
Hiezu ist die erfindungsgemässe Vorrichtung der eingangs angeführten Art dadurch gekennzeichnet, dass der flaschenartig ausgebildete Behälter in seinem unteren Bereich eine mittlere Einziehung unter Bildung von beispielsweise zwei Füssen aufweist und aus flexiblem, elastischem Kunststoffmaterial besteht und dass im Inneren des Behälters ein perforierter Schlauch vorgesehen ist, der beispielsweise ebenfalls aus elastischem Kunststoffmaterial besteht und der sich, wie an sich bekannt, nach aussen in ein mit einem lösbaren Verschluss versehenes Auslaufrohr fortsetzt, welches dicht durch den Verschluss des Behälters hindurchgeführt ist. Der Behälter kann dadurch, dass er aus flexiblem, elastischem Kunststoffmaterial besteht, leicht manuell zusammengedrückt werden, wobei das eingefüllte Pressgut, wie Weintrauben usw., gepresst wird.
Der flaschenartige Behälter kann dabei ein Volumen von beispielsweise 5 bis zu 20 l und mehr aufweisen. Der im Behälter befindliche ausgepresste Saft kann durch den Schlauch und das Auslaufrohr aus dem Behälter geleert werden. Der perforierte Schlauch hat dabei die Funktion eines Siebes, so dass der Pressrückstand im Behälter zurückgehalten wird, während doch eine Entnahme des Saftes möglich ist. Die erfindungsgemässe Vorrichtung eignet sich aber nicht nur zum Auspressen von Beerenfrüchten, sondern auch zum Ansetzen und Gärenlassen von Beeren, etwa zur Gewinnung von Sturm oder Wein aus Weintrauben, oder aber eines weinartigen, vergorenen Getränks aus Johannisbeeren. Der Behälter mit dem eingesetzten Schlauch ist dabei äusserst preiswert herstellbar.
Zu erwähnen ist noch, dass durch die Einziehung im unteren Bereich des Behälters das Pressen des Behälters mit dem darin enthaltenen Pressgut erleichtert bzw. in zufriedenstellendem Masse überhaupt erst ermöglicht wird. Zweckmässig weisen dabei die durch die Einziehung gebildeten Füsse im Schnitt gesehen einen möglichst abgerundeten Verlauf auch im Bereich des Bodens auf, so dass keine scharfen Kanten vorliegen, die ein Pressen erschweren würden.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn sich die Einziehung bis ungefähr in die halbe Behälterhöhe erstreckt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass bei dieser Dimensionierung ein optimales Verhältnis zwischen erzielbarem Volumen - das ja möglichst gross sein soll - und guter Pressfähigkeit erhalten werden kann.
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des Durchmessers des zylindrischen flaschenartigen Behälters betragen.
Der perforierte Schlauch kann ferner einfach in einem Stück mit dem Auslassrohr gefertigt sein.
Anderseits kann es aus fertigungstechnischen Gründen auch günstig sein, wenn zur Verbindung des perforierten Schlauches mit dem Auslaufrohr eine im Verschluss des Behälters dicht eingesetzte Rohrmanschette vorgesehen ist, in die von unten der Schlauch und von oben das Auslaufrohr dicht eingesteckt sind.
Zweckmässig ist das Auslaufrohr gekrümmt. Als Verschluss für das Auslaufrohr kann beispielsweise ein an sich bekannter Kappenverschluss dienen, der mit einem Kunststoffband am Auslaufrohr unverlierbar befestigt ist. Selbstverständlich könnte aber auch ganz einfach ein Korkverschluss vorgesehen werden usw. Im Falle der Verwendung der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Vergären von Beerenfrüchten kann, um die Gärgase abzuführen und einer zu hohen Druckentwicklung entgegenzuwirken, im Verschluss des Auslaufrohres, eventuell auch im Verschluss des Behälters selbst, ein offenes Röhrchen eingesetzt werden.
Der in den Behälter eingesetzte perforierte Schlauch soll an seinem unteren Ende verschlossen sein, so dass keine Beeren in das Schlauchinnere gelangen können.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen noch weiter erläutert. Im einzelnen zeigen in den Zeichnungen : die Fig. 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung in einer schematischen Seitenansicht, teilweise im Schnitt ; die Fig. 2 einen Querschnitt gemäss der Linie 2-2 in Fig. 1 und die Fig. 3 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zum Pressen und/oder Gären von Beerenfrüchten besteht aus einem flaschenartig ausgebildeten zylindrischen Behälter --1--, der in seiner unteren Hälfte eine mittlere Einziehung --2-- aufweist, so dass zwei seitliche Füsse --3-- gebildet sind. Die flache, ungefähr elliptische Querschnittsform dieser Füsse-3-- ist aus dem Querschnitt gemäss Fig. 2 ersichtlich. Der Behälter-l- kann somit stabil auf seinen Füssen --3-- stehen.
Der Behälter-l-weist weiters an seinem oberen Ende einen Hals --4-- auf, auf den beispielsweise eine Verschlusskappe --5-- aufgeschraubt ist. Während der Behälter --1-- aus einem elastischen,
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--5-- ausSchlauch --7-- dicht eingeschoben bzw. eingesetzt ; dieser Schlauch --7-- ist dabei perforiert, d. h. mit einer Vielzahl von Löchern --8-- versehen, und reicht bis zum Boden des Behälters --1--. Von oben ist in die Rohrmanschette --6-- ein Auslaufrohr --9-- dicht eingesetzt.
Das Auslaufrohr --9-- ist zur Erleichterung der Entnahme des gewonnenen Saftes, Mostes usw. gekrümmt und weist an seinem Ende einen Verschluss-10-- auf, beispielsweise in Form einer mit dem Auslaufrohr --9-- unverlierbar verbundenen Verschlusskappe, die unter elastischer Verformung über einen Ringwulst am Auslaufrohr - aufgesetzt werden kann. Selbstverständlich könnte anstatt dessen ein anderer Verschluss, wie etwa im einfachsten Fall ein Korkverschluss, vorgesehen sein.
Bei der Verwendung werden in den Behälter-l-frische Beerenfrüchte eingefüllt, wozu die Verschlusskappe --5-- abgeschraubt und danach wieder aufgesetzt wird. Sodann können die eingefüllten Früchte beispielsweise gepresst werden, indem der Behälter händisch, gegebenenfalls auch unter der Achsel, zusammengedrückt wird. Der in Fig. 1 schematisch bei --11-- veranschaulichte Pressrückstand, nämlich Schalen und Kerne, schwebt im gewonnenen Saft --12-- bzw. steigt darin allmählich nach oben, wobei es u. a. bei bestimmten Früchten zweckmässig sein kann, den Behälter-l-von Zeit zu Zeit etwas zu schütteln, um eine eventuelle essigsaure Gärung zu vermeiden, wenn der angepresste Saft zur Vergärung stehen gelassen wird.
Der ausgepresste Saft kann über den Schlauch --7-- mit den Löchern - entnommen werden.
Wenn die Vorrichtung, wie erwähnt, zum Ansetzen und Vergären von Früchten verwendet wird, kann gegebenenfalls eine Gärhefe, eventuell auch Zucker, zu den eingefüllten Früchten zugesetzt werden. Vor allem eignet sich die Vorrichtung vorzüglich zur Erzeugung von Rotwein.
In Fig. 3 ist eine andere Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Pressen und/oder Gären von Beerenfrüchten dargestellt, wobei in dieser Figur für die Teile, die den Teilen gemäss der
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Ausführungsform nach Fig. l und 2 entsprechen, die gleichen Bezugsziffern verwendet sind. Im einzelnen ist bei der Ausführungsform gemäss Fig. 3 ein Behälter --1-- mit drei Füssen --3-- vorgesehen, die durch eine mittlere Einziehung des Flaschenbodens gebildet sind, wobei sich diese Einziehung an drei gegeneinander um 1200 versetzten Stellen zum Behälterrand hin fortsetzt. Bei dieser Ausbildung wird eine weiter erhöhte Standfestigkeit erzielt, wobei doch ein leichtes Pressen des Behälters mit dem darin enthaltenen Pressgut ermöglicht ist.
Im Inneren des Behälters befindet sich wieder ein mit Löchern --8-- versehener Schlauch --7--, der sich bei dieser Ausführungsform jedoch in einem Stück in das Auslaufrohr - fortsetzt. Das Auslaufrohr --9-- ist wieder gekrümmt und mit einem Verschluss-10-, im dargestellten Ausführungsbeispiel nunmehr ein Korkverschluss, versehen. Das Auslaufrohr --9-- bzw. der
Schlauch --7-- erstreckt sich wieder durch eine Öffnung in einer Verschlusskappe-5-, die auf den Hals - -4-- des Behälters --1-- beispielsweise aufgeschraubt ist. Selbstverständlich sind im Schlauch --7-- nur so weit Löcher angebracht, als sich dieser im Inneren des Behälters befindet.
Es sei noch erwähnt, dass es, um das Einfüllen der Früchte bzw. die Entnahme des Pressrückstandes zu erleichtern, von Vorteil ist, wenn der Hals --4-- des Behälters möglichst breit ist, wie in den Fig. l und 3 veranschaulicht ist. Selbstverständlich kann jedoch prinzipiell auch ein flaschenartiger Behälter mit einem engeren Hals verwendet werden.
In einem praktischen Ausführungsbeispiel, mit dem aus Trauben ein vorzüglicher Wein gewonnen werden konnte, fasste der Behälter 15 1, wobei der Schlauch --7-- einen Innendurchmesser von zirka 1 cm und eine Löcherdichte von zirka 2 bis 3 Löchern pro cm Schlauchlänge aufwies. Die Löcher hatten dabei einen Durchmesser von zirka 2 mm. Als Kunststoffmaterial eignen sich die verschiedensten Kunststoffe, wobei jedoch zu beachten ist, dass der verwendete Kunststoff von dem Pressgut bzw. gewonnenen, gegebenenfalls vergorenen Saft nicht angegriffen werden darf, also insbesondere säurefest sein muss.
In Fig. 3 ist ferner mit strichlierten Linien ein Röhrchen --13-- veranschaulicht, das sich durch den Korkverschluss-10-erstreckt und zur Ableitung von Gärgasen dient.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Pressen und/oder Gären von Beerenfrüchten, wie Weintrauben, Johannisbeeren usw., mit einem Behälter zur Aufnahme der Beerenfrüchte, der mit einem abnehmbaren Verschluss versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der flaschenartig ausgebildete Behälter (1) in seinem unteren Bereich eine mittlere Einziehung (2) unter Bildung von beispielsweise zwei Füssen (3) aufweist und aus flexiblem, elastischem Kunststoffmaterial besteht und dass im Inneren des Behälters (1) ein perforierter Schlauch (7) vorgesehen ist, der beispielsweise ebenfalls aus elastischem Kunststoffmaterial besteht und der sich, wie an sich bekannt, nach aussen in ein mit einem lösbaren Verschluss (10) versehenes Auslaufrohr (9) fortsetzt, welches dicht durch den Verschluss (5)
des Behälters (1) hindurchgeführt ist.
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