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Die Erfindung betrifft einen Briefkasten oder eine Brief- kastenanlage mit wenigstens einem Briefkastengehäuse und einer Briefkastenverkleidung, die das Briefkastengehäuse wenigstens an der Oberseite und gegebenenfalls an den beiden Seitenflächen umgreift und wenigstens aus einem Dachelement und zwei Seitenelementen besteht.
Es ist bekannt, dass Briefkästen eine Blechverkleidung besitzen, in welcher ein Briefkastengehäuse untergebracht ist. Die Blechverkleidung dient in der Regel als Wetterschutz für das Briefkastengehäuse und zu dessen Stabilisierung. In der Regel bestehen die Blechverkleidungen aus einem relativ dicken Aluminiumblech mit 2 mm Wandstärke, welches mit Schweissbolzen versehen wird, über die das Blech am Brief- kastengehäuse befestigt wird. Diese Verkleidungsbleche beste- hen in der Regel aus drei Teilen, nämlich einem Oberteil und zwei Seitenteilen, oder sie werden aus einem Stück her- gestellt, welches in U-form abgekantet wird.
Die Verbindung der Bleche mit Schweissbolzen hat den Nachteil, dass beim Lackieren oder Pulverbeschichten dieser Bleche die Gewinde der Schweissbolzen sich zusetzen, so dass ein anschliessendes Aufschrauben von Muttern nur noch schwer oder nicht mehr mög- lich ist. Ausserdem kann das Anschweissen der Schweissbolzen an den Verkleidungsblechen zu Verformungen an der Oberfläche führen. Auf jeden Fall führt es zu Verfärbungen, weshalb ein anschliessendes Lackieren unverzichtbar ist. Da die Schnitt- kanten bei diesen Verkleidungsblechen sichtbar sind, muss eine relativ grosse Blechdicke gewählt werden, um einerseits eine ausreichende Stabilität zu erreichen, andererseits einen gewissen Schutz vor Verletzungen zu gewährleisten.
Derartige
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Verkleidungsbleche ragen nicht oder nur unzureichend über die Briefkastentür hinweg, so dass kein Wetterschutz gegen ein- dringendes Regenwasser erzielt wird. Ausserdem müssen die in den Wandungen des Briefkastengehäuses vorgesehenen Löcher, über die einzelne Briefkastengehäuse miteinander verschraubt oder vernietet werden, für die Schraubbolzen aufgebohrt wer- den.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Briefkasten der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass dieser besser gegen Regenwetter geschützt ist und die Befestigung der Briefkastenverkleidung am Briefkastengehäuse einfacher möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Seitenelemente mit ihren Oberkanten in hierfür vorgesehene Aufnahmen in das Dachelement steckbar sind, dass die Elemente über einstückig mit diesen ausgebildeten Auflageschenkeln auf dem Briefkastengehäuse aufliegen und dass der die Aussenfront bildende Teil der Elemente auf Abstand zum Briefkastengehäuse gehalten ist.
Die erfindungsgemässe Briefkastenverkleidung besteht aus drei Elementen, nämlich einem Dach- und zwei Seitenelementen.
Die Seitenelemente werden in seitliche Ausnehmungen des Dach- elements eingesteckt, so dass sie zusammen eine U-förmige, nach unten offene Verkleidung bilden. Aufgrund des Übergriffs des Dachelements über die Seitenelemente wird in diesem Kan- tenbereich ein Eindringen von Regenwasser verhindert. Durch die Ausbildung von auf dem Briefkasten aufliegenden Auflage- schenkeln an den einzelnen Elementen wird ausserdem ver- hindert, dass sich das Dachelement bzw. die Seitenelemente bei
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einer Briefkastenanlage an die einzelnen Briefkastengehäuse anschmiegen und dadurch eine Wellenform annehmen. Es liegt lediglich der Auflageschenkel an, wohingegen der die Aussen- front bildende Teil der Elemente einen Abstand zu den einzel- nen Briefkastengehäusen aufweist.
Der Abstand der Aussenfront zu den einzelnen Briefkastengehäusen bildet einen weiteren Vorteil, da nun die Elemente auf andere Weise als mit Steh- bolzen mit den Briefkastengehäusen verbunden werden können.
So kann z. B. jedes Element direkt über die Auflageschenkel mit dem Briefkastengehäuse vernietet werden, ohne dass von aussen die Vernietung sichtbar ist. Dies erfolgt insbesondere über Hohlnieten, die vom Innenraum des Gehäuses gesetzt wer- den. Hierfür werden die standardmässig vorhandenen Löcher für die gegenseitige Verbindung einzelner Briefkastengehäuse ver- wendet.
Ein weiterer Vorteil wird dadurch erzielt, dass die Aussen- front des Dachelements in eine Tropfleiste übergeht. Diese Tropfleiste ist nach vorne und nach unten geneigt. An der freien Kante dieser Tropfleiste kann das Regenwasser abtrop- fen, so dass es nicht an der Unterseite der Tropfleiste zurück und in den Briefkasten hineinfliesst. Dabei kann bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel die Aussenfront des Dachele- ments eben in die Tropfleiste übergehen.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Vorderseite des Briefkastengehäuses vom Dachelement und/oder den Seitenelementen überragt wird. Auf diese Weise wird ein Vordach geschaffen, das eine direkte Beregnung der Vorderseite des Briefkastengehäuses und dadurch ein direktes Eindringen von Regenwasser in den Briefkasten verhindert.
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Bei einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Sei- tenelemente eine schräg verlaufende vordere Kante aufweisen und in ihrem oberen Bereich die Vorderseite des Briefkasten- gehäuses weiter überragen als in ihrem unteren Bereich. Auf diese Weise wird auch eine seitliche Abschirmung erzielt, wobei diese Ausgestaltung der Briefkastenverkleidung ausserdem noch ästhetisch ansprechend ist.
Um zu verhindern, dass sich auf dem Dach des Briefkastens Pfützen bilden, ist das Dachelement als Schrägdach oder als Satteldach ausgebildet. Schrägdächer werden bevorzugt bei an einer Wand montierten Briefkästen verwendet, wohingegen Sat- teldächer bei freistehenden Briefkästen bzw. für Briefkasten- anlagen Einsatz finden.
Eine optimale Versteifung der Elemente wird dadurch erzielt, dass das Dachelement seitlich und/oder die Seitenele- mente oben und unten L-förmig abgekantet sind. Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung sind die Vorderkante der Elemente Z-förmig und die Hinterkante C-förmig abgekantet. Neben der Versteifung der Elemente wird durch deren Abkantung auch ein Hohlraum geschaffen, welcher z. B. die Vernietung der Brief- kastenverkleidung mit dem Briefkastengehäuse erlaubt.
Mit Vorzug weisen die Elemente ein Rastermass auf. Auf diese Weise ist es möglich, die Lagerhaltung zu minimieren und die Serienfertigung zu optimieren. Da die Dach- und Seitenele- mente einzeln, d. h vor ihrem Zusammenbau, lackiert oder pul- verbeschichtet werden, kann ein besserer Rostschutz erzielt werden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter
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Bezugnahme auf die Zeichnung besonders bevorzugte Ausfüh- rungsbeispiele im einzelnen dargestellt sind. Dabei können die in der Zeichnung dargestellten und in der Beschreibung sowie in den Ansprüchen erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Briefkastens mit einem Satteldach ; Fig. 2 eine schematische Ansicht eines Briefkastens mit Schrägdach ; 3 eine Frontansicht eines freistehenden Briefkastens mit waagerechtem Dach ; 4 einen Schnitt IV - IV durch den Briefkasten gemäss Fig. 3; Fig. 5 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines Dachelements ; Fig. 6 eine Seitenansicht eines Seitenelements; Fig. 7 einen Zuschnitt für ein Dachelement gemäss Fig. 5; Fig.
8 einen Zuschnitt für ein Seitenelement gemäss Fig. 6 ; 9 eine Frontansicht auf ein Dachelement gemäss Fig. 5 in Rich- tung des Pfeils IX ; 10 eine perspektivische Teilansicht einer Briefkastenverkleidung mit den Elementen gemäss der Fig.
5 und 6 im Zusammenbau mit Blickrichtung von vorne unten nach oben ; und Fig. 11 eine perspektivische Teilansicht einer anderen Ausführungsform einer Briefkastenverkleidung mit gleicher Blickrichtung.
In der Fig. 1 ist ein insgesamt mit 1 bezeichneter Brief- kasten in Seitenansicht schematisch dargestellt. Dieser Briefkasten 1 besitzt eine Briefkastenverkleidung 2, die aus einem Dachelement 3 sowie zwei Seitenelementen 4 (von denen lediglich eines sichtbar ist) zusammengesetzt ist. Das Dach- element 3 bildet ein Satteldach und überragt das Seitenele- ment sowohl nach vorne (rechts) als auch nach hinten (links).
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Ein derartiger Briefkasten 1, wie er in der Fig. 1 darge- stellt ist, kann als freistehender Briefkasten 1 verwendet werden.
Die Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform eines Brief- kastens 1, der z. B. als wandhängender Briefkasten Einsatz findet. Hier ist das Dachelement 3 als Schrägdach ausgebildet und überragt das Seitenelement 4 lediglich nach vorne (rechts).
Die Fig. 3 zeigt einen freistehenden Briefkasten 1, der mit Stützen 5 versehen ist, die im Erdreich oder am Boden verankert sind. Der Briefkasten 1 weist ebenfalls eine aus Dachelement 3 sowie zwei Seitenelementen 4 bestehende Brief- kastenverkleidung 2 auf, die ein Briefkastengehäuse 6 umge- ben. Das Briefkastengehäuse 6 kann beliebig ausgestaltet sein, wobei in der Fig. 3 das Briefkastengehäuse 6 ein Aufbe- wahrungsfach 7 und ein verschliessbares Postfach 8 mit Ein- wurfklappe 9 bildet. Das Dachelement 3 ist mit einer Tropf- leiste 10 versehen, welche, wie in Fig. 4 dargestellt, die Vorderseite 11 des Briefkastengehäuses 6 überragt.
Der in Fig. 4 dargestellte Schnitt IV - IV gemäss Fig. 3 durch den Briefkasten 1 zeigt ausserdem die Befestigung des Dachelements 3 an der Oberseite des Briefkastengehäuses 6 mittels Nieten 12. Diese Nieten 12 werden vom Innenraum des Briefkastengehäuses 6 gesetzt und greifen an Auflageschenkeln 13 und 14 des Dachelements 3 an. Diese Schenkel 13 und 14 werden über Abkantungen an der Rückseite 15 bzw. der Vorder- seite 16 des Dachelementes 3 gebildet, wie in Fig. 5 näher dargestellt ist. Aufgrund dieser Auflageschenkel 13 und 14
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wird die Aussenfront 17 des Dachelements 3 auf Abstand zum Briefkastengehäuse 6 gehalten.
In der Fig. 5 ist ein Schnitt durch eine andere Ausfüh- rungsform des Dachelements 3 dargestellt, wobei hier deutlich die Abkantungen an der Vorderseite 16 bzw. Rückseite 15 erkennbar sind. Die Aussenfront 17, die das eigentliche Dach bildet und in Fig. 5 als Schrägdach fungiert, geht an der Vorderseite 16 in die Tropfleiste 10 über, die von einer U- förmigen Biegung des Blechzuschnitts erzeugt wird. An die Tropfkante 18 schliesst sich eine Z-förmigung Abkröpfung 19 an, die den unteren Teil der Tropfleiste 10 und den Auflage- schenkel 14 bildet. Die Rückseite 15 ist C-förmig abgekantet, so dass der Auflageschenkel 13 gebildet wird. Die beiden Schenkel 13 und 14 fluchten in einer Ebene und bilden die Auflage- und Befestigungsfläche des Dachelements 3.
Ausserdem ist ein vertikal nach unten gebogenes Seitenteil 20 erkenn- bar, welches die Oberkante eines eingesteckten Seitenelements 4, wie in Fig. 10 dargestellt, überdeckt.
Die Fig. 7 zeigt einen Teil des Zuschnitts 21 für das Dach- element 3, wobei lediglich der für den Kantenbereich rele- vante Abschnitt dargestellt ist. Mit den Falzen 22 bis 26 sind mit gestrichelter Linie die entsprechenden Biegekanten 22' bis 26' gemäss Fig. 5 dargestellt. Somit bilden die beiden Abschnitte 13' und 14' die beiden Auflageschenkel 13 und 14.
Der Abschnitt 20' bildet das Seitenteil 20 und der Abschnitt 17' die Aussenfront 17.
Die Fig. 6 zeigt ein Seitenelement 4 im Schnitt, welches ebenfalls mit einer der Tropfleiste 10 entsprechenden Leiste 27 versehen ist. Auch hier schliesst sich an die Leiste 27
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eine Abkröpfung 28, die in den Auflageschenkel 114 ausläuft, an. Gegenüberliegend und in der gleicher Ebene befindet sich der Auflageschenkel 113. Das Seitentell 29 weist im mittleren Bereich eine Aussparung 30 auf, so dass dort die Stütze 5 auf- genommen werden kann.
Die Fig. 8 zeigt einen Teil eines Zuschnitts 31 für das Seitenelement 4, wobei die Falze 32 bis 36 die in Fig. 6 dargestellten Biegelinien 32' bis 36' bilden. Ferner bilden die Abschnitte 113', 114' und 29' die Auflageschenkel 113 und 114 bzw. das Seitenteil 29.
Die Fig. 9 zeigt eine Frontansicht des Dachelements 3 in Richtung des Pfeils IX gemäss Fig. 5, wobei das Seitenelement 4 in die mit 37 gekennzeichnete Aufnahme in Richtung des Pfeils 38 eingeschoben wird. Eine perspektivische Darstellung des Dachelements 3 mit eingeschobenem Seitenelement 4 ist in Fig. 10 dargestellt, und es ist deutlich erkennbar, dass das Seitenteil 20 die Oberkante des Seitenelements 4 überlappt.
Ausserdem ist deutlich erkennbar, dass bei diesem als Schräg- dach ausgebildeten Dachelement 3 die Rückseite 15 deutlich höher ist als die Vorderseite 16. Dieser Höhenunterschied wird jedoch vom keilförmigen Seitenteil 20 ausgeglichen.
Bei dem in der Fig. 11 dargestellten Ausführungsbeispiel ist in ein Dachelement 3 ebenfalls ein Seitenelement 4 ein- gesteckt, wobei jedoch das Dachelement 3 mit ebener Aussen- front 17 ausgebildet ist. Die Tropfleiste 10 ist gegenüber der Ebene der Aussenfront 17 geringfügig nach vorne und nach unten geneigt. Auch hier überlappt das Seitenteil 20 den obe- ren Bereich des eingeschobenen Seitenelements 4 geringfügig.
Die Breite der Auflageschenkel 13 und 14 bzw. 113 und 114 ist
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so gewählt, dass ohne weiteres eine Vernietung mit dem Brief- kastengehäuse 6 erfolgen kann, wobei hierfür im Briefkasten- gehäuse 6 bereits vorhandene Öffnungen verwendet werden kön- nen.
Als vorteilhaft hat sich herausgestellt, dass die Dachele- mente 3 und Seitenelemente 4 vor dem Zusammenfügen lackiert bzw. pulverbeschichtet werden können, ohne dass dadurch der spätere Fügevorgang beeinträchtigt wird. Ausserdem können für die Dachelemente 3 und Seitenelemente 4 relativ dünne ver- zinkte Stahlbleche verwendet werden, da diese Bleche ihre Steifigkeit durch die Abkantungen bzw. Abkröpfungen erhalten.
Durch die Aufteilung der Briefkastenverkleidung 2 in Dachele- mente 3 und Seitenelemente 4 können diese in verschiedenen Rastergrössen vorgefertigt werden, wodurch sowohl die Herstel- lung als auch die Lagerhaltung vereinfacht wird.