AT35723B - Schaltungsweise für Wechselstromkollektormotoren. - Google Patents

Schaltungsweise für Wechselstromkollektormotoren.

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  Schaltungsweise für Wechselstromkollektormotoren. 
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 Motoren auftretenden Geschwindigkeitsänderungen bequem und verlässlich entsprechend ge-   6ebenen   Betriebsbedingungen regeln zu können. 



   Die Zeichnungen stellen in Fig. 1 bis   H   schematisch verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dar. Der Anker des Motors ist mit 1, seine Feldwickelung mit 2 bezeichnet ; der Motor   erhält   Strom von einem Transformator, dessen wirksame   Windungs-   zahl durch einen Schalter 4 geregelt werden kann. 



     Hei   Einphasen-Kollektormotoren mit Reihenschaltung ist die Kraftliniendichte im   Feldmagnet   gewöhnlich gering und die   Amperewindungszahl der Fctdwickelung   ist gleichfalls gering gegenüber jener der Ankerwickelung, namentlich, wenn man die korrespondierenden Worte bei   Gleichstrommotoren   in Vergleich zieht.   Da ein grosser Teil der Ampere-   windungen der   Foldwicketung   dazu dient die Reluktanz des Luftzwischenraumes zwischen Feldmagnet und Anker zu überwinden, so läuft der Anker in einem   verhältnismässig   
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 was unter gewissen Bedingungen recht wünschenswert ist.

   Ist aber der Motor so bemesesen, dass ein von ihm getriebener Wagen bei hoher Belastung mässig schnell lauft, so kann er übermässig schnell laufen, wenn der Wagen   nur wenig betastet   ist. Unter solchen Betriebsbedingungen ist es natürlich   wünschenswert, dass die Ucschwindigkeitscharakteristik   etwas flach ist,   d.   h. dass sich die geschwindigkeit bei Belastungsänderungen nicht allzusehr ändert.

   Um bei einem solchen Motor   bei geringen Hptastungen   kleinere Geschwindigkeiten zu erzielen, sollte das Feld   starker sein,   als   gewöhnlich.   Dem steht kein Einwand 
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 für hohe Belastungen kann   aber die Heaktanz   der Feldwirkeiung übermässig gross werden. so dass der Motor einen niedrigen Leistungsfaktor hat und auch die Bedingungen für das Anlassen ungünstig sind. 



   Man kann einem Motor eine Geschwindigkeitscharakteristik solcher Art geben, dass er bei starker Belastung mit hoher Geschwindigkeit läuft und bei geringer Belastung eine   vorbestimmte Geschwindigkeitsgrenze nicht überschreitet, wenn der Motor so gebaut ist, dass ein Teil seiner magnetischen Schliessung bei hoher Belastung stark gesättigt, bei geringer Belastung dagegen ungesättigt oder schwach gesättigt ist. Ist der Motor in der eben angegebenen Weise gebaut, so kann die Kraftliniendichte nicht proportional der lie-   
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   Sättigungen voneinander abweichen können,   so dass Motoren derselben Grösse bei starker Belastung in der Geschwindigkeit   beträchtlich   voneinander   abweichen können.   



   Nach vorliegender Erfindung wird die -gewünschte Geschwindigkeitscharakteristik dadurch erhalten, dass man eine Drosselspule oder Impedanzvorrichtung im   Nebenschluss   zur Feldwickelung des Motors anordnet und sie so bemisst, dass, wenn der Motor wenig belastet ist, der Kern derselben noch nicht oder eben erst gesättigt ist und bloss ein schwacher Strom durch den Nebenschluss   der Feldwickelung geht.   Bei wachsender Belastung nimmt auch der Spannungsabfall in der Feldwickelung zu und es geht dann ein viel stärkerer Strom durch den Nebenschluss, weil der Kern der   Impedanzvorrichtung   sich viel rascher sättigt als die Magnete des Motors.

   Die wesentliche Bedingung ist die, dass die Ströme in der Feldwicklung und im Anker sich bei Änderungen der Belastung nicht proportional zueinander ändern, da sonst keine Vorteile durch die Einrichtung erreicht werden. Wenn beispielsweise der   Ankerstrom   des stark belasteten Motors dreimal so stark ist, wie der des wenig belasteten, so hätte die Impedanzvorrichtung praktisch genommen, keine Wirkung auf die   Ergehnisse,   wenn der durch sie gehende Strom proportional zum   Ankerstrom   und   Feldwickelungsstrom wüchse.   Wenn dagegen der Strom in der Impedanzvorrichtung rascher   wiichst   als der Strom in der   Anker- und Feldwiclielung,

     so ist die Wirkung auf die Arbeitsweise des Motors gleichwertig mit einer Verringerung der Windungszahl der Feldwickelung bei zunehmender Belastung. Der Motor arbeitet dann so, als ob seine magnetische Schliessung bei geringer Belastung ungesättigt und bei starker Belastung stark gesättigt wäre ; d. h. die Geschwindigkeitscharakteristik des Motors kann ähnlich gemacht werden derjenigen eines Motors, der bei starker Belastung ein stark gesättigtes magnetisches Feld hat. Die Verwendung der Impedanzvorrichtung gestattet den Motor auch für geringe Sättigung oder Kraftliniondichton und kleine elektrische Verluste einzurichten.

   Ein weiterer 
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 ihrer Bewickelung oder der Abmessungen und der Beschaffenheit ihrer magnetischen   Schliessung   die Gestalt der Geschwindigkeitscharakteristik des Motors geändert und so ein und derselbe Motor leicht verschiedenen Betriebsbedingungen angepasst werden kann. Selbstverständlich werden in der Impedanzvorrichtung elektrische Verluste auftreten, aber sie sind bei weitem nicht so gross als jene, die sich aus der Sättigung einzelner Teile der magnetischen Schliessung des stark belasteten Motors ergeben. Die von diesen elektrischen   Verlusten herrührende   Wärme kann von der   Impedanzvorrichtung   leichter abgeleitet werden, 
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 Eintauchen in   Öl)   besser geeignet sein kann. 



   Ein weiterer durch die Anwendung der Impedanzvorrichtung gegenüber einem Motor, von dessen magnetischer Schliessung ein Teil gesättigt worden ist, erzielbarer Vorteil ist der, dass die Impedanzvorrichtung einen   beträchtlichen Teil   des Stromes von der Feld-   wickelung   ableitet, wenn der Motor stark belastet ist ; es kann somit in   der Feldwickelung   ein schwächerer Draht benützt werden und das Kupfergewicht kann bei gegebener Windungszahl verringert werden. Man kann so der   Feldmagnetwickelung   eine verhältnismässig grosse Windungszahl geben, um boi geringen Belastungen die gewünschte Feldstärke zu erzielen und bei starken Belastungen leitet die Impedanzvorrichtung hinreichend viel Strom von   der der Feldwickelung ab, um   eine Überhitzung hintanzuhalten.

   Man erkennt natürlich, dass, wenn ein Wagen von zwei oder mehr dauernd in Reihe geschalteten Motoren getrieben wird. die Feldwicklungen der Motoren untereinander verbunden sein können und eine einzige Impedanzvorrichtung im   Nebenschluss wu   ihnen angeordnet sein kann. Die   Schaltungen können offenbar auch ohne vom   Wesen der Erfindung abzuweichen, geänder worden', wenn mehr als   ein Motor benutzt   wird. 



   In Fig. 2 und 3 sind Einrichtungen dargestellt, bei weichen die   Stromstärke   bei der 
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   Massgabe des die Maschine durchüiessenden   Stromes. Dadurch wird die ausgleichende Wirkung der   Impedanzvorrichtung   auf die Erregung der Maschine erhöht, indem bei wachsendem   Maschinenstrom   die   magnetische   Sättigung des Kernes der Impedanzvorrichtung viel rascher erreicht wird als durch einfache Wahl der Abmessungen der   Impedanzvorrichtung mög-   lich ist. 
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 und durch einen   Stromschlussarm   19, der über   Stromschlussstücke   in diesen Zuleitungsdrähten schleift, kann ein6 grössere oder geringere Zahl Windungen der Wickelung 11 an die Feldmagnetwickelung 6 angeschlossen werden.

   Der   Stromschlussarm   19 wird durch 
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 ist. Eine Verstärkung dos   Maschincnstromos   ruft somit eine Verringernung der zur Fold-   magnetwiekelung 6 parallel geschaltoton Windungszahl der Bewickelung 11 horvor, wodurch   mehr Strom von der Feldmagnetwickelung abgelenkt und so die Erregung der Maschine   angenähert konstant erhalten wird. In Fig. 3 ist eine Abänderung dargestellt, bei weicr die Änderung des Stromes in der Bewickelung der Impedanzvorrichtung durch Änderung   der   Reluktanz   der magnetischen Schliessung des Kernes 12 hervorgebracht wird.

   Es wird nämlich ein Luftzwischenraum 21 in dieser Schliessung durch ein   Brückenstuck   20 mehr oder weniger geschlossen, das durch eine elektromagnetische Vorrichtung 23 nach Mass- gabe der Änderungen des Maschinenstromes betätigt wird. Eine Zunahme dieses Stromes 
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   PATENT-ANSPRÜCHE    :   
1. Schaltungsweise für Wechselstromkellektormotoren mit   Reihenschaltung,   dadurch gekennzeichnet, dass im Nebenschluss zur Feldwickelung eine Impedanzvorrichtung angeordnet ist, deren Kern so bemessen ist, dass er rascher gesättigt wird als der Feld- 
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   schwindigkoitscharakteristik   des Motors den Betriebsbedingungen desselben anzupassen.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Änderung der Stromstärke, bei welcher der Kern (12) der Impedanzvorrichtung (10) gesättigt ist bestehend aus einer elektromagnetischen Vorrichtung (Solenoid, 19, 22), welche die wirksame Windungszahl in der Bewickelung (11) der Impedanzvorrichtung (10) nach Massgabe der Stärke des durch den Motor gehenden Stromes ändert.
    3. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Änderung der Stromstärke, bei welcher der Kern (J der Impedanz- vorrichhing (10) gesättigt ist, bestehend aus einer magnetischen Vorrichtung (Solenoid 20, 23), welche die magnetische Reluktanz des Kernes 12 nach Massgabe des den Motor durchfliessendenStromesändert.
AT35723D 1906-12-29 1906-12-29 Schaltungsweise für Wechselstromkollektormotoren. AT35723B (de)

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