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Die Erfindung betrifft eine Schranktür mit einer auf ihrer Innenseite befindlichen waagrechten
Arbeitsplatte, die in eine senkrechte parallel zur Schranktür verlaufenden Lage klappbar ist, insbe- sondere Schranktür für einen schliessbaren Schrank zur Aufbewahrung von Postgut.
Den Ausgangspunkt der Erfindung bildet die Überlegung, dass sich die bekannten Mülltonnen- schränke, die üblicherweise an einer Hauswand oder in einem Garten angeordnet sind, nicht nur zum
Abstellen von Mülltonnen eignen. Die Schränke lassen sich vielmehr auch zur Aufbewahrung von Postgut od. dgl. einsetzen, wenn sie mit einer verschliessbaren Schranktür versehen sind. Dadurch wird es beispielsweise möglich, die gesamte auszutragende Briefpost eines bestimmten Zustellbezirks, aber auch
Päckchen und Pakete, zunächst mit einem Postfahrzeug sackweise zu einem solchen "Postschrank", der sich in diesem Bezirk befindet, zu befördern und darin abzustellen.
Danach kann dann der für diesen
Bezirk zuständige Postzusteller mit einem zweiten Schlüssel den Schrank öffnen und die Briefe aus den
Säcken in seine Zustellertasche sortieren, um sie anschliessend auszutragen. Somit hat ein solcher "Postschrank" die Funktion einer Verteüerstelle für den betreffenden Bezirk, mit dem Vorteil, dass der
Postzusteller sein Postgut bereits in seinem Bezirk vorfindet und nicht erst von einem weiter abgelegenen
Zentralpostamt selbst in seinen Bezirk transportieren muss.
Durch die US-PS Nr. 1, 894, 145, von der die Erfindung ausgeht, ist es bekannt, eine waagrechte
Arbeitsplatte an der Innenseite einer Tür vorzusehen und diese Arbeitsplatte in eine senkrechte Lage verschwenkbar auszubilden. Um die Arbeitsplatte in ihrer waagrechten Lage zu halten, sind besondere seitliche Abstützungen vorgesehen, auf denen die Arbeitsplatte aufliegt. Diese bekannte Anordnung leidet jedoch an dem Nachteil einer mangelnden Stabilität, so dass schwere Gegenstände, z. B. grosse und schwere
Postpakete, nicht gefahrlos auf die Arbeitsplatte gelegt werden können. Ausserdem stellen die seitlichen
Abstützungen, die notwendigerweise als separate Bauteile vorgesehen werden müssen, einen zusätzlichen
Aufwand dar, der sich sowohl bei der Herstellung als auch beim Preis der bekannten Vorrichtung niederschlägt.
Sowohl wegen der zu fordernden Stabilität als auch aus Kostengründen ist daher die durch die US-PS Nr. 1, 894, 145 bekannte Anordnung für den mit der Erfindung verfolgten Zweck nicht geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Sortieren des in dem voranstehend erwähnten
Schrank befindlichen Postgutes aus den Säcken in die Zustellertasche auf einfache Weise zu erleichtern und zu diesem Zweck eine leicht herzustellende Schranktür mit einer stabilen Arbeitsplatte vorzusehen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäss bei einer Schranktür der eingangs genannten Gattung dadurch, dass die Arbeitsplatte einteilig als eine zweischenkelige, im Querschnitt rechtwinkelige Konsole aus ringsum mit einer Abkantung versehenem Blech ausgebildet ist, deren erster Schenkel die Arbeitsplatte bildet und deren zweiter Schenkel an der Innenseite der Schranktür anliegt, dass die Konsole durch eine waagrecht angeordnete Welle gehalten ist, die im Abstand parallel zur Innenseite der Schranktür an dieser befestigt ist, dass die Abkantung im Scheitelpunkt der beiden Schenkel der Konsole auf beiden Seiten der Arbeitsplatte je eine halbkreisförmige Ausnehmung aufweist, in welche die Welle eingreift, und dass die Konsole um die Welle schwenkbar als auch parallel zur Schranktür und quer zur Welle verschiebbar ist.
Durch die Arbeitsplatte, die natürlich in einer bequem zugänglichen Höhe über dem Boden angeordnet ist, wird eine Abstellfläche geschaffen, so dass bei geöffneter Schranktür das auszutragende Postgut leicht sortiert werden kann. Die Arbeitsplatte ist in eine senkrechte Lage klappbar, so dass die mit der Arbeitsplatte versehene Schranktür auch dann geschlossen werden kann, wenn der Innenraum des Schrankes mit Postgut gefüllt ist. Die Arbeitsplatte liegt dann etwa parallel zur Schranktür, so dass der Innenraum des Schrankes bei geschlossener Schranktür durch die Arbeitsplatte praktisch nicht beeinflusst wird.
Ein wichtiger Gesichtspunkt besteht darin, dass die Arbeitsplatte ausreichend stabil sein muss, um das Gewicht des zu sortierenden Postgutes tragen zu können. Anderseits soll die Arbeitsplatte aber auch leicht, einfach und preisgünstig sein. Diese Forderungen werden in einfacher und zweckmässiger Weise dadurch erfüllt, dass die Arbeitsplatte einteilig als eine zweischenkelige, im Querschnitt rechtwinkelige Konsole aus ringsum mit einer Abkantung versehenem Blech ausgebildet ist, deren erster Schenkel die Arbeitsplatte bildet und deren zweiter Schenkel an der Innenseite der Schranktür anliegt. Das erwähnte Klappen der Arbeitsplatte lässt sich in vorteilhafter Weise durch die waagrecht angeordnete Welle erreichen, die im Abstand parallel zur Innenseite der Schranktür an dieser befestigt ist.
Die Abkantung weist dabei im Scheitelpunkt der beiden Konsolenschenkel auf beiden Seiten der Arbeitsplatte je eine etwa
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halbkreisförmige Ausnehmung auf, in welche die Welle abgreift. Der Abstand dieser Welle von der
Schranktür ist so gewählt, dass die Konsole zunächst durch Schwenken um die Welle hochgeklappt und dann parallel zur Schranktür und quer zur Welle abgesenkt werden kann. In dieser abgesenkten Position hängt somit die Konsole an der Welle mit an der Schranktür anliegender Arbeitsplatte, wobei ein
Vorsprung, der an der äusseren Kante der Arbeitsplatte angeordnet ist, und sich in der abgesenkten
Position auf der Welle abstützt, dafür sorgt, dass die Konsole nicht verlorengehen kann.
Bei der Erfindung ist also ein wichtiger Gesichtspunkt darin zu sehen, dass die Arbeitsplatte
Bestandteil einer einteiligen Konsole ist, die wegen ihrer einteiligen Ausbildung in sich tragbar ist.
Dadurch wird eine hervorragende Stabilität erreicht, ohne dass besondere zusätzliche seitliche Abstützun- gen erforderlich sind. Die Stabilität wird auch noch durch die ringsum vorgesehene Abkantung erhöht, die zudem im Zusammenhang mit den halbkreisförmigen Ausnehmungen im Scheitelpunkt der beiden
Schenkel der Konsole eine einfache Halterung und ein einfaches Verschwenken der einteiligen Konsole ermöglicht.
An Hand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 einen Teilschnitt einer Schranktür mit einer Arbeitsplatte gemäss einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 und 3 eine Darstellung der in Fig. l gezeigten Arbeitsplatte, Fig. 4 eine Draufsicht auf die Schranktür gemäss Fig. l und Fig. 5 eine Arbeitsplatte gemäss Fig. l, jedoch in ihrer geschwenkten Position.
Bei der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungsform ist die Arbeitsplatte --2-- durch den einen
Schenkel einer einteiligen, im Querschnitt einen rechten Winkel bildenden (also zweischenkeligen) Konsole - gebildet, deren anderer Schenkel --4-- sich an der Innenseite der Schranktür --1-- eines Schrankes --28-- abstützt. Die Schranktür ist mit einem nicht weiter dargestellten Schloss versehen und in einem Rahmen --6-- gelagert, der in der bei Mülltonnenschränken üblichen Weise z. B. in ein Mauerwerk eingelassen ist. Dadurch ist mit der Schranktür-l--der durch die Öffnung im Mauerwerk gebildete Innenraum des Schrankes verschliessbar.
Die Konsole --5--, der Rahmen --6-- sowie die Schranktür-l- bestehen in zweckmässiger Weise aus Blech.
Der Schenkel --4-- und der die Arbeitsplatte --2-- bildende andere Schenkel der Konsole --5-- sind mit einer ringsum verlaufenden Abkantung --7-- versehen, welche beidseitig der Arbeitsplatte im Scheitelpunkt der beiden Konsolenschenkel eine etwa halbkreisförmige Ausnehmung --10-- aufweisen. In diese Ausnehmung --10-- greift eine Welle --8-- ein, die mittels zweier Abstandshalter --14-- in einem Abstand an der Innenseite der Schranktür --1-- befestigt ist.
Der Abstand der Welle --8-- von der Innenseite der Schranktür --1-- ist dabei so gewählt, dass-wie in Fig. 1 durch den Pfeil --A-angedeutet ist - die Arbeitsplatte --2-- durch Hochklappen um die Welle und anschliessendes Absenken quer zur Welle in die in Fig. 5 gezeigte Position gebracht werden kann. An ihrer äusseren Kante ist die Arbeitsplatte --2-- mit einem Vorsprung --12-- versehen, der beispielsweise auch durch eine in diesem Bereich entsprechend breitere Ausbildung der ringsum verlaufenden Abkantung --7-- gebildet sein kann und der in der abgesenkten Position auf der Welle --8-- liegt, so dass die Konsole --5-- unverlierbar ist.
In der abgesenkten Position verläuft die Arbeitsplatte --2-- parallel zur Schranktür --1-- und stört daher nicht, wenn die Schranktür --1-- geschlossen wird und der Innenraum des Schrankes --28-- mit Paketen oder Briefen usw. gefüllt ist. Zwar ist dann der Schenkel --4-- nach innen in den Innenraum des Schrankes gerichtet, jedoch kann dies vernachlässigt werden, da der Schenkel --4-- im Vergleich zur Arbeitsplatte --2-- nur eine geringe Länge aufweist und sich meistens auch dicht oberhalb des Schrankbodens befindet. Die Länge der Arbeitsplatte --2-- ist vorzugsweise dreimal so gross gewählt wie die Länge des Schenkels --4--.
Durch die beschriebene Ausbildung der Konsole --5-- und ihrer Halterung wird bei einfacher, leichter und billiger Gestaltung eine ausreichende Stabilität erreicht. Wenn die Arbeitsplatte --2-- bei geöffneter Schranktür-l-von ihrer in Fig. 5 gezeigten Lage in die in Fig. l dargestellte Position gebracht worden ist, ist damit ein bequemes und sicheres Sortieren des auszutragenden Postgutes auf der Arbeitsplatte --2-- möglich.
Der weiter vorn verwendete Ausdruck "Mauerwerk" ist allgemein zu verstehen. Er umfasst nicht nur einen gemauerten bzw. durch eine Öffnung in einer Mauer (z. B. einer Hauswand) gebildeten Schrank, dessen Innenraum durch die erfindungsgemässe Schranktür abgeschlossen wird, sondern auch einen Betonfertigteilschrank nach Art der bekannten Beton-Müllboxen. Es ist ebenso auch möglich, den Schrank
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- gänzlich aus Metall herzustellen und mit der erfindungsgemässen Tür zu versehen. Weiterhin ist die Erfindung auch für andere Verwendungszwecke als die Anwendung beim Sortieren von Postgut geeignet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schranktür mit einer auf ihrer Innenseite befindlichen waagrechten Arbeitsplatte, die in eine senkrechte parallel zur Schranktür verlaufenden Lage klappbar ist, insbesondere Schranktür für einen schliessbaren Schrank zur Aufbewahrung von Postgut, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsplatte (2) einteilig als eine zweischenkelige, im Querschnitt rechtwinkelige Konsole (5) aus ringsum mit einer Abkantung (7) versehenem Blech ausgebildet ist, deren erster Schenkel die Arbeitsplatte (2) bildet und deren zweiter Schenkel (4) an der Innenseite der Schranktür (1) anliegt, dass die Konsole (5) durch eine waagrecht angeordnete Welle (8) gehalten ist, die im Abstand parallel zur Innenseite der Schranktür (1) an dieser befestigt ist, dass die Abkantung (7) im Scheitelpunkt der beiden Schenkel (2,4) der Konsole (5)
auf beiden Seiten der Arbeitsplatte (2) je eine halbkreisförmige Ausnehmung (10) aufweist, in welche die Welle (8) eingreift, und dass die Konsole sowohl um die Welle (8)
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