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Die Erfindung bezieht sich auf einen Unterbau mit Sockelblende, der einen Teil beliebigster
Schrankmöbel von Haushaltsgeräten, wie Waschmaschinen, Kühlschränken, Geschirrspülmaschinen, Gas- oder Elektroherden od. dgl. bildet.
Bei einem bisher bekannten, mit einem Unterbau ausgestatteten Korpus von Schrankmöbeln,
Haushaltsgeräten od. dgl. ist die Sockelblende fester Bestandteil des Unterbaus, so dass bei unterschied- lichen Tiefen der Schränke bzw. Geräte im aneinandergereihten Zustand die Sockelblenden mehr oder weniger weit gegeneinander zurückspringen und somit keine einheitliche Flucht im Sockelbereich gegeben ist. Stellvertretend für den bekannten Stand der Technik auf dem angeführten Sektor soll die AT-PS
Nr. 332591 genannt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, den Korpus für Schrankmöbel, Haushaltsgeräte od. dgl. an ihrem
Unterbau mit einer Sockelblende auszustatten, mit der in einfacher Weise ein fluchtender Sockelbereich bei aneinandergereihten Schränken bzw. Geräten erzielbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Sockelblende an dem Schrankmöbel- bzw. Haushaltsgeräte-Unterbau durch Führungsstege stufenlos in Richtung normal zur Ebene ihrer
Frontleiste verstellbar und durch Klemmeinrichtungen in der eingestellten Lage festlegbar angeordnet ist.
Ein weiteres Merkmal nach der Erfindung ist darin zu erblicken, dass die Sockelblende mit Führungsstegen in Schlitzen des Unterbaus verschiebbar gelagert ist und an dem Unterbau zur Festlegung der Lage der Sockelblende für jeden Führungssteg eine diesen gegen eine Unterbau-Seitenwandung pressende Klemmeinrichtung in Form eines in sich verformbaren Klemm- (Quetsch-) elementes oder eines exzentrischen Spannstückes angeordnet ist.
Die Führungsstege sind hochkantstehend ausgebildet und an den beiden Längenendbereichen der Rückseite der Sockelblenden-Frontleiste befestigt und in der Frontleiste ist neben jedem Führungssteg eine mittels eines Stopfens od. dgl. verschliessbare Durchstecköffnung für ein Werkzeug, wie Schraubendreher, zur Betätigung der Klemmeinrichtung ausgenommen.
Die Frontwandung des Unterbaus weist die Führungsstege aufnehmende Schlitze auf, während in den Unterbau-Eckbereichen je ein die Schlitze verlängerndes, durch eine Aussparung mit der Unterbau-Seitenwandung einen zweiten Schlitz bildendes und die Klemmeinrichtung haltendes Lager, vorzugsweise Winkelstück, befestigt ist.
Weiterhin soll angeführt werden, dass die Klemmeinrichtung eine in dem vorbenannten Lager verdrehsicher und verschiebbar gelagerte Spannbüchse für ein von einem hohlzylindrischen Gummi- oder Kunststoffkörper gebildetes, elastisch verformbares Klemmelement und eine die Unterbau-Frontwandung und das Klemmelement durchsetzende und in die Spannbüchse eingreifende Spannschraube aufweist.
Die Spannbüchse ist als topfartige, das Klemmelement mindestens teilweise aufnehmende Hülse mit einem mantelseitigen, das Heraustreten des Klemmelementes zulassenden Ausschnitt und einem am Hülsenboden vorgesehenen, in eine Aussparung des Lagers verdrehsicher, jedoch in Spannschrauben-Längsrichtung verschiebbar eingreifenden und eine Gewindebohrung besitzenden Ansatz, z. B. in Quaderform, ausgebildet.
Im Gegensatz zur vorbenannten Klemmeinrichtung weist die andere Klemmeinrichtung ein zylindrisches mit einem Mantel aus elastisch-nachgiebigem Material ausgestattetes Spannstück auf, an dessen Stirnseiten exzentrisch angeordnete Lagerzapfen angeordnet sind, von denen ein Lagerzapfen in der Lager-Aussparung und der andere Lagerzapfen, ausgestattet mit einer Werkzeugaufnahme, in einer Bohrung der Unterbau-Frontwandung drehbar gelagert ist.
Die Sockelblende besitzt an beiden Längenenden ihrer Frontleiste jeweils eine den Unterbau überfassende, vorzugsweise in eine Aussparung des Unterbaus eingreifende Seitenblende.
Der Erfindungsgegenstand erstreckt sich nicht nur auf die Merkmale der einzelnen Ansprüche, sondern auch auf deren gleichzeitige Anwendung.
Die erfindungsgemässe, mit dem Korpus eines Schrankmöbels, eines Haushaltsgerätes od. dgl. einen festen Bestandteil bildende Sockelblende ist in vorteilhafter Weise durch einfach aufgebaute, leicht zu handhabende und mittels dauerhaft sicher wirkender Mittel in Tiefenrichtung stufenlos verstellbar an dem Unterbau festgelegt, so dass hiedurch in günstiger Weise bei aneinandergereihten Schränken und/oder Geräten eine geradlinige Flucht im Sockelbereich erreicht werden kann.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung wird in den seitlichen Blendenteilen der Sockelblende gesehen, die insbesondere bei freistehenden oder die Reihe abschliessenden Schränken bzw. Geräten die Seitenbereiche
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des Unterbaus nach innen hin unzugänglich überfassen, so dass hiedurch keine Gegenstände in den
Unterbau gelangen können, Kinder unter Vermeidung von Verletzungen nicht in den Unterbau hineingreifen können und des weiteren auch die Verschmutzung als solche verringert worden ist.
An Hand der Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele gemäss der Erfindung näher erläutert. Dabei zeigen : Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Korpus eines Haushaltsgerätes mit verstellbarer
Sockelblende ; Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Geräte-Unterbaues mit Sockelblende im gelösten
Zustand der Sockelblende ; Fig. 3 eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, auf den Unterbau mit Sockelblende und Führungs- sowie Klemmeinrichtung zur Sockelblendenbefestigung ; Fig. 4 eine perspektivische Ansicht in "Explosionsdarstellung" einer Klemmeinrichtung ; Fig. 5 eine perspektivische Rückansicht im teilweisen
Schnitt und in "Explosions darstellung" des Unterbaus mit Sockelblende und Klemmeinrichtung im unverbundenen Zustand, und Fig. 6 eine perspektivische Ansicht einer von einem Exzenter gebildeten
Klemmeinrichtung.
Der Korpus --10-- eines Schrankmöbels ; Haushaltsgerätes, wie Waschmaschinen, Kühlschränke,
Elektro- oder Gasherde od. dgl., der mit einem sockelartigen Unterbau --11-- ausgerüstet ist, hat erfindungsgemäss eine einstellbare Sockelblende --12--, die ein geradliniges und fluchtendes Anordnen der
Unterbauten --11-- mehrerer in Reihe stehender Schrankmöbel bzw. Haushaltsgeräte ermöglicht.
Dabei ist die Sockelblende --12-- an dem Unterbau --11-- durch Führungsstege --13-- stufenlos in
Richtung normal zur Ebene ihrer Frontleiste --16-- verstellbar und durch Klemmeinrichtungen --14, 15-- in der eingestellten Lage festlegbar angeordnet.
Die Sockelblende --12-- weist an der Rückseite ihrer Frontleiste --16-- die beiden Führungsstege - mit rechteckigem Querschnitt auf, die in den beiden Längenendbereichen der Frontleiste --16-hochkantstehend und rechtwinkelig zur Längsrichtung der Frontleiste --16-- verlaufend befestigt sind.
Diese beiden Führungsstege --13-- greifen mindestens nahezu formschlüssig in je einen Schlitz --21-- des Unterbaus --11-- ein und werden durch jeweils eine Klemmeinrichtung --14, 15-- in Form eines in sich verformbaren Klemmelementes --17-- oder eines exzentrischen Spannstückes --18-- gegen eine Seitenwandung --19-- des Unterbaus --11-- gedrückt.
Der Unterbau --11-- hat in den beiden Breitenendbereichen seiner Frontwandung --20-- jeweils einen Schlitz --21-- für den Führungssteg --13-- und ein hinter der Unterbau-Frontwandung --20-- im Eckbereich mit der seitlichen Wandung --19-- des Unterbaus --11-- festgelegtes Lager --22--, vorzugsweise ausgebildet als Winkelstück, setzt den Schlitz fort, indem dieses Lager --22-- im Abstand zu dem Schlitz --21-- mit der Seitenwandung --19-- einen weiteren Schlitz --23-- bildet, so dass diese beiden Schlitze --21, 23-- eine sichere Schlitzführung für den Führungssteg --13-- ergeben. Das Lager --22-bildet weiterhin mit der Frontwandung --20-- des Unterbaus --11-- die Halterung für die Klemmeinrichtungen-14, 15--.
Die mit Quetschspannung arbeitende Klemmeinrichtung --14-- gemäss Fig.3 bis 5 setzt sich aus einer Spannbüchse --24--, dem Klemmelement --17-- und einer Spannschraube --25-- zusammen. Dabei ist das Klemmelement --17-- von einem hohlzylindrischen Körper aus einem flexiblen und/oder elastischen Material, wie Gummi, Kunststoff od. dgl., gebildet und besitzt eine Durchstecköffnung --26-- für die Spannschraube - -25--. Die Spannbüchse --24-- ist topfartig ausgebildet und in sie ist das Klemmelement --17-mindestens teilweise eingesetzt.
Mantelseitig zeigt die hülsenförmige Spannbüchse --24-- einen Ausschnitt - -27--, aus dem das Klemmelement --17-- bei der Verformung heraustreten und auf den Führungssteg - einwirken kann. Am Hülsenboden ist die Spannbüchse --24-- mit einem eine Gewindebohrung --28-für die Spannschraube-25-aufweisenden Ansatz-29-, z.
B. in Quaderform, versehen, mit dem die Spannbüchse --24-- in eine Lageraussparung --30-- des Lagers --22-- verdrehsicher eingreift. Die Spannschraube --25-- ist durch eine Bohrung --31-- in der Frontwand --20-- des Unterbaus --11-gesteckt, durchfasst das Klemmelement --17-- und greift in die Gewindebohrung --28-- des Ansatzes --29-- an der Spannhülse-24-- ein. Die Spannschraube --25-- stützt sich mit ihrem Kopf an der Unterbau-Frontwandung --20-- ab, so dass beim Verdrehen der Spannschraube --25-- in Anzugsrichtung
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dieses eine Verformung erhält, teilweise aus dem Ausschnitt --27-- der Spannbüchse --24-- heraustritt und gegen den Führungssteg --13-- zu dessen Lagefixierung drückt.
Die Spannbüchse --24-- ist durch ihren Ansatz --29-- im Lager --22-- verschiebbar gehalten.
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Die Betätigung der Spannschraube --25-- erfolgt von der Aussenseite der Sockelblende --12-- her, indem hiefür in der Frontleiste --16-- der Sockelblende --12-- jeweils eine Durchstecköffnung --32-- für ein Werkzeug, wie Schraubendreher, ausgenommen ist ; diese Durchstecköffnung --32-- wird nach der
Sockelblendenbefestigung durch einen Stopfen, eine Kappe od. dgl. verschlossen.
Die Klemmeinrichtung --15-- nach Fig. 6 ist als Spannexzenter ausgebildet und hat an einem zylindrischen, einen flexiblen und/oder elastischen Mantel --18a-- aufweisenden Spannstück --18-- zwei exzentrische Lagerzapfen --33, 34--, von denen der Zapfen --34-- in die Lageraussparung-30- eingreift und der Zapfen --33-- in der Bohrung --31-- der Frontwandung gehalten ist. Dieser Zapfen - ist mit einer Werkzeugaufnahme --33a--, wie Schraubendreherschlitz, ausgestattet.
Durch
Verdrehen des Spannstückes --18-- mittels eines Werkzeuges, welches ebenfalls durch die Durchsteck- öffnung --32-- in der Sockelblende --12-- hindurchgesteckt wird, wird das Spannstück --18-- mit seinem weichen Mantel --18a-- gegen den Führungssteg --13-- gedrückt, so dass hiedurch eine Lagefixierung des Führungssteges --13-- erfolgt. Um den beiden Führungsstegen --13-- noch eine Kippsicherung in
Höhenrichtung zu geben, kann oberhalb des Lagers --22-- an der Wandung --19-- des Unterbaus --11-- ein Führungssteg --35-- angeordnet sein.
Die Sockelblende --12-- ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung an ihren beiden Längenenden jeweils mit einer seitlichen, rechtwinkelig zur Frontleiste --16-- stehenden Seitenblende --36-- ausgestattet, so dass die Sockelblende --12-- hiedurch eine U-förmige Form erhält. Mit diesen seitlichen Blenden --36-- greift die Sockelblende --12-- über die Seiten des Unterbaus --11-- ; vorzugsweise fassen die seitlichen Blenden --36-- in Aussparungen --37-- der Seitenwandungen --19-- des Unterbaus --11-- ein.
Dabei sind die Aussparungen --37-- aussenseitig an den Unterbau-Wandungen --19-- vorgenommen worden und die seitlichen Blenden --36-- haben eine der Tiefe der Aussparungen --37-- entsprechende Stärke, so dass sie bündig mit der Aussenseite der Wandungen --19-- abschliessen und nicht nach aussen vorstehen.
Durch die seitlichen Blenden --36-- wird ein Zugang zum Inneren des Unterbaues von der Seite her vermieden, wodurch Gegenstände in den Unterbau --11-- nicht hineinfallen, Kinder nicht hineingreifen und sich verletzen können und des weiteren die Verschmutzung stark verringert wird.
Die Sockelblende --12-- lässt sich einteilig aus Kunststoff herstellen ; des weiteren kann sie aus Holz oder einem andern geeigneten Material gefertigt sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Unterbau mit Sockelblende an Schrankmöbeln, Haushaltsgeräten od. dgl., dadurch ge- k e n n z e i c h n e t, dass die Sockelblende (12) an dem Schrankmöbel- bzw. Haushaltsgeräte-Unterbau (11) durch Führungsstege (13) stufenlos in Richtung normal zur Ebene ihrer Frontleiste (16) verstellbar und durch Klemmeinrichtungen (14,15) in der eingestellten Lage festlegbar angeordnet ist.