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Die Erfindung betrifft einen Ventilsatz für die Speisung von einzelnen Bergbau-Hydraulik- stempeln, der zum Einsetzen bzw. Spreizen und Entfernen der einzelnen Stempel eines zentralge- steuerten hydraulischen Berg-Ausbaus bestimmt ist.
Ein bekannter, von der Fabryka Maszyn Wiertniczych i Górniczych (Fabrik von Bohr- und 5 Bergwerksmaschinen) GLINIK, Gorlice, hergestellter Ventilsatz enthält ein in der Flüssigkeitszufüh- rungsleitung installiertes Kugelventil, dessen Kugel an den Ventilsatz mittels einer Schraubenfeder angedrückt ist. In der Achse des Kugelventils enthält der Ventilsatz ausflussseitig einen mittels einer Feder angedrückten Ventilschaft. Über dem Schaft ist drehbar ein Hebel mit einem mit dem
Schaft in Berührung stehenden Nocken eingesetzt. Die ausflussseitige Kammer des Kugelventils ist Z mit der das Medium zum Stempel zuführenden Leitung verbunden. Die das Medium zum Stempel zufüh- rende Leitung weist ein dem Stutzen des Stempels angepasstes Endstück auf und ist mit einem den
Ventilsatz an dem Stempel befestigenden Riegel versehen.
Ein Nachteil der bekannten Lösung besteht darin, dass mittels dieses Ventils die ausfliessende
Flüssigkeit nicht dosiert werden kann, es kann nur der Ausfluss geschlossen oder geöffnet werden.
'Dieser Nachteil ergibt sich daraus, dass auf die Kugel ein Druck in der Grössenordnung von einigen hundert Atmosphären wirkt und somit auch bei einem geringen Durchmesser der Kugel auf diese eine beträchtliche Kraft ausgeübt wird.
Das Öffnen des Ventils besteht in der Verstellung dieser Kugel und daher in der Überwindung einer vom Flüssigkeitsdruck erzeugten bedeutenden Kraft. Die Kugel wird von einem durch den Hebel über einen Nocken betätigten Schaft verstellt. Jedoch ist das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Hebel und dem Nocken zu klein und der Bedienende muss auf den Hebel mit einer verhältnis- mässig grossen Kraft, die bereits in der Nähe der physiologischen Möglichkeiten der Hand liegt, einwirken. Dadurch ist der Bedienende nicht imstande, den Ausfluss zu regeln.
Ein anderer Nachteil des bekannten Ventilsatzes besteht darin, dass der ausflussseitige Raum des Ventilsatzes mit der Umgebung mittels einer Bohrung mit kleinem Durchmesser verbunden ist, durch welche die Flüssigkeit nach aussen ausfliesst, wodurch eine Reduktion des Druckes der zu dem Stempel zugeführten Flüssigkeit nach Schliessen des Flüssigkeitszuflusses bewirkt werden soll.
Eine solche Lösung bewirkt das Aussickern der Flüssigkeit in die Umgebung in grossen Mengen bei geöffnetem Ventil, wobei diese Flüssigkeit nicht rückgewonnen werden kann.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Ventilsatzes, der ein Kugelventil, einen auf die
Ventilkugel einwirkenden und in der Achse des Kugelventils angeordneten Schaft und einen den
Schaft verstellenden Hebel enthält, wobei es der Ventilsatz ermöglichen soll, die Flüssigkeit zu dem Stempel zu dosieren und der darüber hinaus eine entlastete, die Flüssigkeit zu dem Stempel nach Schliessen des Ventils zuführende Leitung aufweist, so dass im offenen Zustand des Ventils die Flüssigkeit nicht in die Umgebung ausfliesst.
Dieses Ziel wurde im erfindungsgemässen Ventilsatz erreicht, der ein System von hintereinan- derliegenden mittels eines Bolzens an dem Bügel befestigten Hebeln enthält, wobei beide Hebel in einer Ebene schwenkbar sind und einen innerhalb des Ventilsatzgehäuses angeordneten Schaft auf- weist. In dem Schaft ist ein zur Schaftachse geneigter Kanal vorgesehen, der beim geschlossenen Kugel ventil die Zuführungskammer in dem Ventilsatzgehäuse mit der Hülsenöffnung, in welcher der Schaft steckt, verbindet.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden. Die Zeichnung zeigt den Querschnitt des erfindungsgemässen Ventilsatzes.
Der erfindungsgemässe Ventilsatz für die Speisung von einzelnen Bergbau-Hydraulikstempeln enthält ein in der die Flüssigkeit zuführenden Leitung-c-installiertes Kugelventil-20-. Die Kugel --22- des Ventils -20-- ist an den Sitz mittels der Schraubenfeder --23-- angedrückt. In der Achse des Ventils -20-- weist der Speiseventilsatz ausflussseitig einen mit der Feder --6-unterstützten und in der Hülse --3-- untergebrachten Schaft -4-- auf. In dem Schaft --4-- ist
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der Schaft-4-in der Hülse-3-steckt, ausserhalb der Dichtung --7--, welche den Schaft --4-in der Hülse -3-- abdichtet, verbindet.
Die Hülse --3-- ist drehbar in dem Gehäuse --2-- mittels eines Gewindes in solcher Weise montiert, dass zwischen dem Ventil --20-- und der Hülse-3-
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--3-- eingesetzterungskammer --1-- mit der Dichtung --8-- abgedichtet. Aus der Zuführungskammer --1-- ist der auf dem Stutzen des Hydraulikstempels aufgesetzte Ausflusskanal-b-ausgeführt. Über dem
Schaft --4-- befindet sich der auf den Schaft einwirkende Hebel --9--, in dessen Arm eine Regel- schraube --12-- angeordnet ist, welche zwischen dem Hebel --9-- und dem Schaft --4-- vermittelt.
Der Hebel --9-- ist an einem Ende mittels des Bolzens --14-- mit dem Bügel --13-- verbunden, und an dem andern Ende ist er mit dem in der Ausnehmung --17-- des Verbindungsstückes --11-- steckenden Bolzen --15-- beendet. Die Stellung des Bolzens --15-- ist mit der Regelschraube --18-- einstellbar. Das Verbindungsstück --11-- ist mittels der Schraube --19-- gelenk artig an dem He- bel --10-- befestigt, der mit seinem Ende mittels des Gelenkes --16-- an dem mit dem Speiseventil- satzgehäuse --2-- verbundenen Bügel --13-- befestigt ist. Die Hebel --9 und 10-- sind in einer
Ebene schwenkbar.
Die Spülung des Speiseventils des Stempels und Vorauslösung des Flüssigkeitsdruckes auf die Kugel --22-- des Kugelventils --20-- erfolgt durch Eindrücken des Hebels --10--. Nach Durch- spülung des Speiseventils des Stempels wird daran das Endstück des Speiseventilsatzes angeschlos- sen. Nachher wird der Hebel --9-- betätigt, der auf den Schaft --4-- aufdrückend diesen nach unten verstellt. Das Endstück des Schaftes --4-- drückt auf die Kugel --22-- des Kugelventils --20--. Infolgedessen beginnt die unter hohem Druck in den Kanal-c-einfliessende Flüssigkeit in die zuführungskammer --1-- ein- bzw. durchzufliessen, und nachher über den Kanal-b- in den Hydraulikstempel, worin sie dessen Spreizen zwischen dem First und der Sohle des Abbauraums bewirkt.
Das Schliessen des Zuflusses der Flüssigkeit in den Stempel erfolgt durch Rückkehr des Hebels --9-- in dessen Ausgangsstellung. Dann, unter Einwirkung der Feder --6--, verstellt sich der Schaft --4-- nach oben und die Kugel --22-- wird von dem Andruck freigegeben. Die Ku- gel --22-- schliesst den Zufluss der Flüssigkeit in die Zuführungskammer --1--. Die restliche Flüssigkeit fliesst aus der Zuführungskammer-l-durch den Kanal-a-in dem Schaft --4-- ausserhalb der Dichtung --7-- und weiter, längs dem Schaft --4-- in die Kammer, worin sich die Feder --6-befindet, und noch weiter durch den Spalt zwischen dem Schaft --4-- und der Mutter --5-- in die Atmosphäre.
Der Hebel --10-- erlaubt den Stempel mit einem kleineren als dem maximalen Strom zu speisen, weil er das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Hebel --9-- und dem Schaft --4-vergrössert. Die Vergrösserung des Übersetzungsverhältnisses ergibt sich daraus, dass ein Produkt der Übersetzungen der mit dem Verbindungsstück --11-- gekoppelten Hebel --10 und 9-- gebildet wird.
Zusammenfassend lässt sich die Erfindung wie folgt beschreiben :
Der Speiseventilsatz für individuelle Bergbau-Hydraulikstempel ist zum Spreizen und Rauben von Stempeln eines individuellen Bergbau-Hydraulikausbaus mit Zentralspeisung vorgesehen.
Der Vorteil des erfindungsgemässen Speiseventilsatzes besteht in der Möglichkeit die Zuflussstärke der Flüssigkeit zu dem Stempel zu regeln.
Der Speiseventilsatz enthält ein System von mittels eines Bolzens --14-- hintereinander an dem Bügel --13-- befestigten Hebeln --9, 10--, wobei beide Hebel --9, 10-- in einer Ebene schwenkbar sind, und enthält einen in dem Speiseventilsatzgehäuse --2-- angeordneten Schaft --4--.
Im Schaft --4-- ist ein schräg zur Achse des Schaftes-4-ausgeführter Kanal-a-vorge- sehen, der bei geschlossenem Kugelventil --20-- die Zuführungskammer --1-- in dem Speiseventil- satzgehäuse --2-- mit der Öffnung der Hülse --3-- verbindet, in welcher Öffnung der Schaft --4-untergebracht ist.
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