AT3638U1 - Betriebseinheit zur kunststoffverarbeitung mit einer spritzgiessmaschine - Google Patents
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Abstract
Eine Betriebseinheit zur Kunststoffverarbeitung mit einer Spritzgießmaschine (1) mit einer ortsfesten und einer bewegbaren Formaufspannplatte (3), einer Schließeinrichtung und einem Einspritzaggregat (5) mit einem Stopfzylinder (7). Oberhalb des Stopfzylinders (7) ist ein Hydraulikzylinder (8) mit einem Stopfkolben angeordnet. Weiters umfaßt die Betriebseinheit einen Roboter (2) mit einem Greiferarm (10) für die Entnahme von Spritzteilen aus der Form der Spritzgießmaschine (1). Der Greiferarm (10) des Roboters (2) ist zusätzlich zur Bestückung des Stopfzylinders (7) mit Kunststoffmaterial ausgebildet.
Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Betnebseinheit zur Kunststoffverarbeitung mit einer Spritzgiessmaschine mit einer ortsfesten und einer bewegbaren Formaufspannplatte, einer Schliesseinrichtung und einem Einspntzaggregat mit einem Stopfzylinder, wobei oberhalb des Stopfzylinders ein Hydraulikzylinder od. dgl. mit einem Stopfkolben angeordnet ist und die Betnebseinheit einen Roboter mit Greifarm für die Entnahme von Spritzteilen aus der Form der Spritzgiessmaschine umfasst.
Mit derartigen Spritzgiessmaschinen werden beispielsweise duromere Werkstoffe, insbesondere BMC ("bulk molding compounds") verarbeitet. Dabei können die günstigen Eigenschaften derartiger Kunststoffe, wie einwandfreie Formgebung, auch bei grossflächigem Formteil die Nichtbrennbarkeit der Kunststoffe sowie deren hohe Isolationsfähigkeit genutzt werden Aufgabe der Erfindung ist es, die Bestuckung des Stopfzyhnders bei einer derartigen Spritzgiessmaschine zu erleichtern.
Die erfindungsgemasse Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Greifarm des Roboters zusätzlich zur Bestückung des Stopfzylinders mit Kunststoffmaterial ausgebildet ist.
Vorteilhaft ist vorgesehen, dass der Greifarm des Roboters das Kunststoffmaterial aus einem neben der Spritzgiessmaschine angeordneten Vorratsbehalter entnimmt.
Um den Zugang zum Stopfzylinder zu erleichtern, ist in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, dass der Hydraulikzylinder zwischen einer Arbeitsposition und einer Nachfüllposition versetzbar ist. Vorteilhaft ist dabei der Hydraulikzylinder auf Schienen horizontal verfahrbar gelagert.
Nachfolgend wird ein Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Aufriss einer erfindungsgemässen Spritzgiessmaschine und Fig 2 zeigt schematisch eine Draufsicht auf eine erfindungsgemasse Spntzgiessmaschine.
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Die erfindungsgemasse Betriebseinheit besteht aus einer Spritzgiessmaschine 1 und einem
Roboter 2.
Die Spritzgiessmaschine 1 weist eine ortsfeste und eine bewegbare Formaufspannplatte 3, eine Schliesseinheit 4 und eine Einspritzeinheit 5 auf.
Die Einspritzeinheit 5 besteht aus einem Plastifizierzylinder 6, in dem in herkömmlicher Weise eine Plastifizierschnecke angeordnet ist und einen oberhalb des Plastifizierzylinders angeordneten Stopfzylinder 7.
Auf dem Stopfzylinder 7 lagert ein Hydraulikzylinder 8 mit einem Stopfkolben 9. Mittels des Stopfkolbens 9 wird der im Stopfzylinder 7 befindliche Kunststoff in den Plastifizierzylinder 6 gedrückt Der Roboter 2 weist einen um eine vertikale Achse schwenkbaren Greiferarm 10 auf. Dieser Greiferarm 10 dient dazu, wie bei herkömmlichen Spritzgiessmaschinen, den frisch gespritzten Formling aus der wieder geöffneten Form zu entwenden. Diese Stellung des Greiferarms 10 ist in der Fig. 2 strichliert eingezeichnet und mit dem Bezugszeichen 10' gekennzeichnet.
Die erfindungsgemasse Betriebseinheit ist, wie eingangs erwähnt, insbesondere für die Verarbeitung von BMC-Kunststoffen geeignet. Diese Kunststoffe werden in der Form von Klumpen in den Stopfzylinder 7 eingeführt. Da diese Kunststoffe u. a. Glasfasern enthalten und ausserdem stark ätzend sind, ist eine händische Manipulation nur schwer möglich.
Diese Kunststoffe werden der Betriebseinheit in einem Behälter 11zugeführt. Aus diesem Behalter werden sie vom Greiferarm 10 entnommen, der die einzelnen Kunststoffklumpen direkt in den Stopfzylinder 7 abgibt.
Um den Zugnff des Greiferarms 10 zum Stopfzylinder 7 nicht zu behindern, ist der Hydraulikzylinder 8 auf Schienen 11horizontal verfahrbar.
In der in der Fig. 2 gezeigten Position des Hydraulikzylinders 8 können die Kunststoffklumpen vom Greiferarm 10 in den Stopfzylinder 7 abgegeben werden. Diese
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Position des Greiferarms 10 ist stnchliert eingezeichnet und mit dem Bezugszeichen 10" gekennzeichnet.
Um die Reichweite des Greiferarms 10 zu erhöhen, ist dieser vorzugsweise teleskopisch ausziehbar ausgeführt.
Der Hydraulikzylinder 8 ist auf den Schienen 11 im rechten Winkel zur Bewegungsnchtung der bewegbaren Formaufspannplatte 3 verschiebbar.
Die Bewegung des Greiferarms 10 wird vorzugsweise uber einem Sensor im Stopfzylinder 7 gesteuert, so dass ein vollautomatischer Betneb der Betriebseinheit möglich ist.
Claims (8)
- Ansprüche 1. Betriebseinheit zur Kunststoffverarbeitung mit einer Spritzgiessmaschine mit einer orts- festen und einer bewegbaren Formaufspannplatte, einer Schliesseinrichtung und einem Einspritzaggregat mit einem Stopfzylinder, wobei oberhalb des Stopfzylinders ein Hydraulikzylinder od. dgl. mit einem Stopfkolben angeordnet ist und die Betriebseinheit einen Roboter mit Greiferarm für die Entnahme von Spritzteilen aus der Form der Spritz- giessmaschine umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Greiferarm (10) des Roboters (2) zusätzlich zur Bestückung des Stopfzylinders (7) mit Kunststoffmaterial ausgebildet ist, das er ausserhalb des Formenbereiches der Spritzgiessmaschine, beispielsweise aus einem neben der Spritzgiessmaschine (1) angeordneten Vorratsbehälter (11) entnimmt.
- 2. Betriebseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Greiferarm (10) um eine lotrechte Achse drehbar gelagert ist.
- 3. Betriebseinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Roboter (2) seitlich versetzt zwischen den Formaufspannplatten (3) und dem Einspritzaggregat (5) der Spritzgiessmaschine (1) angeordnet ist.
- 4. Betriebseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (8) zwischen einer Arbeitsposition und einer Nachfüllposition versetzbar ist.
- 5. Betriebseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (8) auf Schienen (11) horizontal verfahrbar gelagert ist.
- 6. Betriebseinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (8) senkrecht zur Verfahrrichtung der bewegbaren Formaufspannplatte (3) verfahrbar ist.
- 7. Betriebseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifarm (10) teleskopisch verfahrbar ist.
- 8. Betriebseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Greiferarmes (10) über einen Sensor im Stopfzylinder (7) gesteuert wird.
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