AT363938B - Verfahren zur herstellung von neuen bispidinderivaten und deren salzen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von neuen bispidinderivaten und deren salzen

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Aus der DE-OS 2428792 ist es bereits bekannt, dass bestimmte Bispidinderivate gute Anti- arrhythmika sind. Es wurden nun neue Derivate des Bispidins gefunden, die im Vergleich mit be- kannten Substanzen eine noch bessere Wirkung besitzen. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen Bispidinderivaten der i allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin   R1 ein   Wasserstoffatom oder eine Phenylgruppe, R2 ein Wasserstoff- oder Chloratom oder eine Trifluormethylgruppe, R3 ein Wasserstoff-, Fluor- oder Chloratom und x die Zahl 0 oder 1 bedeuten, sowie deren Salzen mit physiologisch verträglichen Säuren. 



   Das Verfahren ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass man N-Benzylpiperidon-4 mit Formaldehyd und einem Amin der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 worin R',   R2,     R3 und   x die obengenannte Bedeutung besitzen, nach Mannich umsetzt und in dem erhaltenen Bispidon-Derivat die Ketogruppe reduziert, und die so erhaltenen Verbindungen gege- benenfalls in ihre Salze mit physiologisch verträglichen Säuren überführt. 



   Als physiologisch verträgliche Säuren kommen   z. B.   in Frage : Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Fumarsäure, Maleinsäure, Zitronensäure, Weinsäure, Milchsäure und Diamidosulfonsäure. 



   Die Mannich-Reaktion kann in üblicher Weise vorgenommen werden. Als Lösungsmittel eignen sich z. B. Tetrahydrofuran, Chloroform, Methylenchlorid und besonders gut Methanol, Äthanol und Isopropanol. Als Säuren kommen für die Reaktion vorzugsweise Eisessig und Salzsäure in Frage. Der Formaldehyd kann auch als Paraformaldehyd in die Reaktion eingesetzt werden. Es ist zweckmässig, die Reaktion bei erhöhten Temperaturen vorzunehmen, wie   z. B.   bei den Siedepunkten der verwendeten Lösungsmittel. Die Reduktion der so erhaltenen Ketoverbindungen gelingt am besten nach Kishner-Wolff. 



   Die neuen Verbindungen und deren Salze besitzen eine gute antiarrhythmische Wirkung und eine geringe Toxizität. 



   Zur Bestimmung ihrer antiarrhythmischen Wirksamkeit wurden die Substanzen Ratten (Stamm : Sprague Dawley, Gewicht : 200 bis 250 g) 45 min vor Beginn einer Thiobutabarbital-Narkose (100 mg/kg i. p.) oral appliziert. Als Arrhythmien erzeugende Substanz'diente Akonitin, das 60 min nach Substanzapplikation   i. v.   infundiert wurde (Dosierungsgeschwindigkeit 0, 005 mg/kg pro min). Bei nicht behandelten Tieren treten nach durchschnittlich 3, 32 min Arrhythmien auf,   deren Eintritt durch Antiarrhythmica dosisabhängig verzögert werden kann. Die ED 50% ist die Dosis,   welche die Infusionsdauer bis zum Auftreten von Arrhythmien um 50% verlängert.   R. W.   ist die relative Wirkung bezogen auf Chinidin = 1, 00. Die maximale Wirkung ist diejenige, die erzielt wird, wenn man die maximal tolerierte Dosis appliziert. 



     11%   gibt an, um wieviel Prozent die Akonitininfusionsdauer verlängert werden kann.   R. M. W.   ist die relative maximale Wirksamkeit, bezogen auf Chinidin = 1, 00. Die Dosis bei der toxiziden Wirkung gibt die Menge (mg/kg) an, bei der die ersten toxischen Symptome wie Zyanose oder EKG-Veränderungen auftreten. Q ist der Quotient aus toxischer Dosis und ED 50%'
Daneben besitzen die neuen Verbindungen und deren Salze kalziumantagonistische, antiphologistische und thrombyctenaggregationshemmende Eigenschaften. Sie werden gut resorbiert und 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 sollen oral und parenteral verabfolgt werden. Die tägliche Dosis liegt bei etwa 1 bis 20 mg/kg bei oraler Gabe und bei etwa 0,05 bis 1,0 mg/kg bei intravenöser oder intramuskulärer Gabe. 



  Zur Applikation eignen sich z. B. Tabletten, Dragées und Lösungen. 



  Tabelle 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Substanz <SEP> Wirksame <SEP> Dosis <SEP> Maximale <SEP> Wirkung <SEP> Toxische <SEP> Wirkung
<tb> R1 <SEP> R2 <SEP> R3 <SEP> X <SEP> ED50% <SEP> R.W. <SEP> Dosis <SEP> #% <SEP> R.M.W. <SEP> Dosis <SEP> Q
<tb> H <SEP> Cl <SEP> H <SEP> 0 <SEP> 16, <SEP> 6 <SEP> 2, <SEP> 57 <SEP> 46, <SEP> 4 <SEP> 123 <SEP> 0, <SEP> 92 <SEP> 100 <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> C.

   <SEP> H, <SEP> H <SEP> H <SEP> 0 <SEP> 20, <SEP> 4 <SEP> 2, <SEP> 09 <SEP> 215 <SEP> 205 <SEP> 1, <SEP> 54 <SEP> 464 <SEP> 22, <SEP> 8 <SEP> 
<tb> H <SEP> H <SEP> F <SEP> 0 <SEP> 20, <SEP> 2 <SEP> 2,11 <SEP> 100 <SEP> 240 <SEP> 1,80 <SEP> 215 <SEP> 10, <SEP> 6 <SEP> 
<tb> H <SEP> CF, <SEP> H <SEP> 0 <SEP> 25, <SEP> 4 <SEP> 1, <SEP> 68 <SEP> 100 <SEP> 242 <SEP> 1, <SEP> 82 <SEP> 215 <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> H <SEP> Cl <SEP> Cl <SEP> 0 <SEP> 15, <SEP> 6 <SEP> 2, <SEP> 74 <SEP> 215 <SEP> 283 <SEP> 2, <SEP> 13 <SEP> 464 <SEP> 29, <SEP> 7 <SEP> 
<tb> C6H5 <SEP> H <SEP> H <SEP> 1 <SEP> 13, <SEP> 0 <SEP> 3, <SEP> 28 <SEP> 46, <SEP> 4 <SEP> 203 <SEP> 1, <SEP> 53 <SEP> 100 <SEP> 7, <SEP> 7 <SEP> 
<tb> Chinidin <SEP> 42, <SEP> 7 <SEP> 1,00 <SEP> 215 <SEP> 133 <SEP> 1,00 <SEP> 464 <SEP> 10, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Beispiel :

   165 ml Eisessig werden mit 165 ml Methanol vermischt und unter Rühren und Eis- kühlung nacheinander 65 g   (0, 33 Mol) 2, 2-Diphenyläthylamin, 62, 4   g (0, 33 Mol) N-Benzylpiperi- don-4 und 24, 6 g (0, 82 Mol) Paraformaldehyd zugegeben und das Gemisch anschliessend 3 h unter
Rühren unter Rückfluss gekocht. Nach dem Abkühlen wird der Eisessig und das Methanol im Vakuum   i bei 50 C   weitgehend abgezogen, der Rückstand in 1000 ml Methylenchlorid aufgenommen und unter
Rühren und Eiskühlung mit 20% iger Natronlauge bis zur stark alkalischen Reaktion versetzt. Die organische Phase wird abgetrennt, die wässerige Phase mit 200 ml Methylenchlorid extrahiert. 



   Die vereinigten organischen Phasen werden über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Man erhält 135 g rotes   N-Benzyl-N'-2, 2-diphenyläthylbispidon.   Dieses wird in 500 ml Triäthylenglykol   I gelöst.    



   Nach Zugabe von 55 g 85% igem Kaliumhydroxyd werden bei 60 bis   80 C   unter Rühren
36, 6 g 80% iges Hydrazinhydrat zugetropft. Danach wird langsam auf 200 bis   210 C   erwärmt und
3 h bei dieser Temperatur gehalten, während Wasser über eine 20 cm-Vigreux-Kolonne abdestilliert wird. Nach dem Abkühlen wird das Reaktionsgemisch mit 2   l   Wasser verdünnt und fünfmal mit je 200 ml Diäthyläther extrahiert. Die vereinigten Extrakte werden über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird im Hochvakuum destilliert, wobei als Hauptfraktion 32, 2 g eines zähen gelben Öls vom Kp. = 225 bis 250 C/0, 2 mbar erhalten wurden. 10 g Fumarsäure werden in wenig siedendem Isopropanol gelöst und mit dem erhaltenen Destillat versetzt.

   Beim langsamen
Abkühlen kristallisiert   N-Benzyl-N'-2, 2-diphenyläthylbispidin-Fumarat x H2 0   aus, welches abgesaugt, mit wenig kaltem Isopropanol gewaschen und aus Isopropanol/Wasser umkristallisiert wird. 



   Ausbeute : 17, 2 g (=   9, 6%),   Fp. 142 bis   143 C.   



   Analog können hergestellt werden :
N-Benzyl-N'- (4-chlorbenzyl)-bispidin-fumarat, Fp. = 137 bis 139 C,
N-Benzyl-N'- (4-fluorbenzyl)-bispidin-fumarat, Fp. =   170 C,   
 EMI3.1 
 

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Claims (1)

  1. (3-trPATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von neuen Bispidinderivaten der allgemeinen Formel EMI3.2 worin RI ein Wasserstoffatom oder eine Phenylgruppe, Ra ein Wasserstoff- oder Chloratom oder eine Trifluormethylgruppe, R3 ein Wasserstoff-, Fluor- oder Chloratom und x die Zahl 0 oder 1 bedeuten, sowie deren Salze mit physiologisch verträglichen Säuren, dadurch gekennzeichnet, dass man N-Benzylpiperidon-4 mit Formaldehyd und einem Amin der allgemeinen Formel EMI3.3 worin RI, R', R3 und x die obengenannte Bedeutung besitzen, nach Mannich umsetzt und in dem erhaltenen Bispidon-Derivat die Ketogruppe reduziert und die so erhaltenen Verbindungen gegebenenfalls in ihre Salze mit physiologisch verträglichen Säuren überführt.
    **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT355180A 1977-06-13 1980-07-08 Verfahren zur herstellung von neuen bispidinderivaten und deren salzen AT363938B (de)

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