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Die Erfindung bezieht sich auf ein Statorgehäuse für elektrische Kältemaschinen, insbesondere
Kältekompressoren, das Kanäle zum Hindurchleiten eines Kühlmittels, insbesondere Wasser, auf- weist.
Ein Statorgehäuse, das durch Hindurchleiten von Wasser gekühlt werden kann, wurde bereits vorgeschlagen. Diese Konstruktion sieht einen zweischaligen Statormantel vor, dessen Zwischenraum wassergekühlt ist. Die Herstellung eines solchen zweischaligen Mantels ist aber praktisch nur aus tiefgezogenen Blechteilen möglich, was aufwendig ist. Die Herstellung dünnwandiger Gussteile ist in der Praxis nicht möglich. Weiters treten bei der bekannten Konstruktion innerhalb des zwei- schaligen Mantels unkontrollierbare Wirbelungen auf, so dass die Kühlwirkung nicht überall gleich und auch nicht zeitlich konstant ist. Ausserdem ist es schwierig, die Kühlwirkung zu regeln. Zwar hat man versucht, durch einen mit Kerben versehenen Ring das Kühlwasser zu führen, jedoch bedeu- tet dies einen zusätzlichen Aufwand und das Ergebnis ist nach wie vor unzuverlässig.
Schliesslich entstehen bei der bekannten Konstruktion Schwierigkeiten bei der Hindurchführung des Strom- kabels.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, ein Statorgehäuse der eingangs beschriebenen Art zu verbessern, insbesondere hinsichtlich der Herstellbarkeit, der Kühlwirkung, der Dichtprobleme und der Hindurchführung des Stromkabels. Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Kanäle von zumindest einer Rohrschlange, vorzugsweise aus Kupfer, gebildet sind, die in das, vorzugsweise von Aluminium gebildete, giessbare Grundmaterial des Statorgehäuses eingegossen ist. Bei der Her- stellung eines solchen Statorgehäuses braucht nur die Rohrschlange in die gewünschte Form gebogen und sodann in einer Gussform mit dem giessbaren Material des Statorgehäuses umgossen zu werden.
Dies ist problemlos durchführbar, insbesondere dann, wenn die bevorzugten Materialien, Kupfer für die Rohrschlange und Aluminium für das Statorgehäusegrundmaterial, verwendet werden. Die
Mantelstärke des Statorgehäuses kann den Erfordernissen entsprechend beliebig gewählt werden, solange nur der gewünschte Wärmeübergang vom Grundmaterial des Statorgehäuses auf das Material der Rohrschlange und somit auf das Kühlmittel sichergestellt ist. Die Ausbildung des Zu- und Ab- fuhrstutzens für die Kühlmittelzufuhr wird erleichtert und die Dichtprobleme sind wesentlich geringer als bei der beschriebenen bekannten Konstruktion, da ja das Kühlmittel durch die Rohrschlange dicht geführt ist und kein Kühlmittelaustritt stattfinden kann, solange die Rohrschlange dicht und auch dicht angeschlossen ist.
Durch die Rohrschlange ergibt sich eine Kühlmittelführung entlang einer von vorneherein festgelegten Bahn, somit also ein zwangsweiser Verlauf des Kühlmittels, so dass die Kühlwirkung in gewünschter Weise über den Mantel des Statorgehäuses verteilt werden kann und vor allem zeitlich konstant ist. Es ist leicht möglich, die Kühlwirkung zu regeln. Der im Vergleich zur eingangs geschilderten bekannten Konstruktion verhältnismässig dickwandige Statormantel ergibt eine bessere Wärmekonvektion von dem von diesem Mantel umschlossenen Innenraum zur Rohrschlange, wogegen bei der eingangs beschriebenen bekannten Konstruktion die Närmekonvek- tion nur auf den dünnwandigen Innenteil des zweischaligen Mantels beshränkt ist.
Schliesslich bereitet die Hindurchführung des Stromkabels durch das Statorgehäuse keine Schwierigkeiten und kann durch jedwede Durchbrechung dieses Statorgehäuses erfolgen, die schon beim Gussvorgang des Statorgehäuses mit eingeformt werden kann. Es ist jedoch auch möglich, diese Durchbrechung nach dem Gussvorgang an beliebiger Stelle zu erzeugen, solange nur die Rohrschlange nicht verletzt wird.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Rohrschlange allseitig vom Grundmaterial des Statorgehäuses abgedeckt und nur mit ihrem Zulaufstutzen und ihrem Ablaufstutzen aus dem Grundmaterial herausgeführt. Dadurch wird die grösstmöglichste Wärmeaufnahme sichergestellt und zugleich die Rohrschlange den Blicken entzogen. Selbst wenn jedoch, z. B. als Folge nicht sorgfältiger Arbeitsweise, die Rohrschlange stellenweise aus dem Grundmaterial des Statorgehäuses heraustritt, bedeutet dies keine wesentliche Beeinträchtigung der Funktion, da ja die Dichtheit in bezug auf das Kühlmittel nach wie vor erhalten bleibt. Ausserdem ist es gemäss einer Weiterbildung der Erfindung möglich, auf die Aussenfläche des Statorgehäuses eine Wärmeisolierschicht, z. B. aus Kunststoff, aufzubringen.
Dies ist in mehrfacher Hinsicht vorteilhaft : Einerseits werden allfällige Sichtstellen der Rohrschlange abgedeckt, anderseits entstehen keinerlei Wär- meverluste nach aussen, so dass alle vom innerhalb des Statorgehäuses angeordneten Motor abgegebene
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bei Wärmepumpen sind auch geringe Mehranteile an zugeführter Wärme entscheidend. Die Anordnung der Rohrschlange bzw. Rohrschlangen kann den Erfordernissen entsprechend gewählt werden. Am günstigsten ist es gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, wenn die Gänge der Rohrschlange bzw. der Rohrschlangen um die Achse des Statorgehäuses herumgewunden sind. Dadurch wird eine übersichtliche, platzsparende Konstruktion erzielt und eine gleichmässige Wärmeaufnahme über den Umfang des Statorgehäuses sichergestellt.
Vorzugsweise ist die Rohrschlange auch im eingezogenen Kopfteil des haubenartigen Statorgehäuses angeordnet, so dass also auch die dort vom Statorgehäuse aufgenommene Wärme abgeführt wird.
Hinsichtlich der Anordnung des Zulauf- und Ablaufstutzens für das Kühlmittel ist man bei der erfindtingsgemässen Konstruktion völlig frei. Eine besonders günstige Anordnung ergibt sich jedoch im Rahmen der Erfindung dann, wenn, bezogen auf die Einbaulage des Statorgehäuses, der Zulaufstutzen oben, vorzugsweise im achsnahen Bereich, und der Ablaufstutzen unten angeordnet sind. Es ergibt sich dadurch ein Gegenstrom des Kühlmittels zur aufsteigenden Wärme und es werden Kreuzungen der Rohrschlange im Statorgehäuse vermieden, insbesondere bei Anordnung des Zulaufstutzens im achsnahen Bereich des Statorgehäuses.
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Grundmaterial des Statorgehäuses am vorteilhaftesten ist. so könnte im Rahmen der Erfindung auch hievon abgegangen werden. Beispielsweise wäre Stahlguss als Grundmaterial des Statorgehäuses durchaus verwendbar, ebenso Kupfer.
Es wäre auch denkbar, die Rohrschlange aus Aluminium oder einem andern Buntmetall auszubilden.
In den Zeichnungen ist das erfindungsgemässe Statorgehäuse an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch dargestellt. Fig. l zeigt einen Vertikalschnitt durch die Achse des Statorgehäuses
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Das Statorgehäuse-l-dient zur Aufnahme des nur schematisch mit strichlierten Linien angedeuteten Stators --2-- des Motors einer elektrischen Kältemaschine, insbesondere eines Kältekom- pressors, welcher Stator --2-- im Statorgehäuse --1-- in beliebiger an sich bekannter Weise befe-
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- versehen, an die sich das Statorpaket anlehnt.
Das Statorgehäuse besteht aus einem giessbaren Grundmaterial --4--, insbesondere aus Alu-
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schlange allseits vom Grundmaterial --4-- des Statorgehäuses --1-- abgedeckt ist und nur mit ihrem Zulaufstutzen --6-- und mit ihrem Ablaufstutzen --7-- aus dem Grundmaterial --4-- heraustritt. Der Zulaufstutzen --6-- ist oben im achsnahen, eingezogenen Kopfteil --8-- des Statorgehäuses - angeordnet und parallel zur Achse --9--des Statorgehäuses --1-- gerichtet. Der Ablaufstutzen - ist hingegen unten am Befestigungsrand --10-- des Statorgehäuses --1-- angeordnet und führt radial von der Achse --9-- weg.
Die einzelnen Gänge der Rohrschlange --5-- sind um die Achse
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wird und sodann der zylindrische Seitenbereich --11-- des Statorgehäuses, in dessen unteren Randbereich der Ablaufstutzen --7-- austritt. In diesem Seitenbereich --11-- sind im Bereich des Befestigungsrandes --10-- um den Umfang des Statorgehäuses-l-verteilt mehrere Durchbrechungen - vorgesehen, deren jede ein parallel zur Achse --9-- zum Unterrand des Statorgehäuses - verlaufendes Loch --13-- hat, durch das eine nur strichliert dargestellte Schraube --14-hindurchgesteckt werden kann, deren Kopf in der Durchbrechung --12-- versenkt angeordnet ist. Durch diese Schrauben --14-- kann das Statorgehäuse z. B. an einer Montageplatte, befestigt werden.
Die Strömungsrichtung des durch die Rohrschlange --5-- strömenden Kühlmittels, insbesondere Wasser, ist durch Pfeile --15-- angedeutet.
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stellte Wärmeisolierschicht, insbesondere aus Kunststoff, abgedeckt sein, wodurch Wärmeverluste nach aussen vermieden werden.