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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Zuführen von Kraftstoffdampf zu einem Vergaser einer Brennkraftmaschine, wobei in einem teilweise gefüllten Kraftstoffbehälter unter dem Kraft- stoffspiegel ein perforierter Ausströmteil zur Luftzuführung angeordnet ist, welcher an der Druck- seite eines Kompressors angeschlossen ist und oberhalb des Kraftstoffspiegels eine Verbindungslei- tung zur Überleitung des Kraftstoffdampfes zum Vergaser vorgesehen ist, welche an eine oberhalb des Kraftstoffspiegels vorgesehene Kammer angeschlossen ist.
Aus der US-PS Nr. 2, 742, 886 ist eine Einrichtung der genannten Art bekannt, welche einen
Kraftstoffbehälter aufweist, der von einer Luftzuführungsleitung in senkrechter Richtung durchsetzt ist. Ein von der Brennkraftmaschine angetriebener Kompressor liefert über ein Luftfilter angesaugte verdichtete Luft in die Luftzuführungsleitung und von dort über den perforierten Boden des Kraft- stoffbehälters in das Innere desselben. Der über den Kraftstoffspiegel des Behälters aufsteigende
Kraftstoffdampf gelangt über eine Tropfen- bzw. Spritzersperre in den oberen Teil des Behälters und wird von dort dem Vergaser der Brennkraftmaschine zugeführt.
Diese bekannte Einrichtung hat. den Nachteil, dass bei stillstehender Brennkraftmaschine und damit auch stillstehendem Kompressor der Druck des Kraftstoffdampfes im System nicht erhalten bleibt, was insbesondere beim Starten der Brennkraftmaschine zu Schwierigkeiten mit der Kraft- stoffversorgung führt und damit die Anordnung einer eigenen Kraftstoffzuführung für den Start- vorgang erforderlich macht.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass die ausreichende Versorgung des Vergasers der Brennkraftmaschine mit Kraftstoffdampf auch während des Startvorganges der Brennkraftmaschine gesichert ist. Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass die Kammer mit dem übrigen Raum oberhalb des Kraftstoffspiegels im Kraft- stoffbehälter über ein Rückschlagventil verbunden ist, dass in die Verbindungsleitung ein Absperr- und Regelventil eingeschaltet ist, das vorzugsweise elektrisch steuerbar ist und die Verbindungsleitung bei stillstehender Brennkraftmaschine absperrt und dass zwischen Kompressor und perforiertem Ausströmteil in an sich bekannter Weise ebenfalls ein Rückschlagventil eingeschaltet ist.
Auf Grund des Rückschlagventils zwischen der Kammer und dem übrigen Raum oberhalb des Kraftstoffspiegels und der bei stillstehender Brennkraftmaschine geschlossenen Verbindungsleitung zum Vergaser der Brennkraftmaschine stellt die Kammer oberhalb des Kraftstoffspiegels einen Vorratsbehälter für unter Druck stehenden Dampf dar, aus welchem beim Starten der Brennkraftmaschine praktisch sofort Kraftstoffdampf dem Vergaser zugeführt werden kann. Die elektrische Steuerung des Absperr- und Regelventils in der Verbindungsleitung zum Vergaser kann z. B. vom Gaspedal der Brennkraftmaschine betätigt sein.
Weiters ist auch in der Verbindungsleitung zwischen der Druckseite des Kompressors und dem perforierten Ausströmteil ein Rückschlagventil eingeschaltet, welches den Druckabfall im Kraftstoffbehälter auch ausserhalb der mit dem Vergaser der Brennkraftmaschine in Verbindung stehenden Kammer bei abgestellter Brennkraftmaschine verhindert.
Es ist also mit dieser Einrichtung ermöglicht, dass der im Kraftstoffbehälter und in der Verbindungsleitung zum Vergaser aufgebaute Druck auch nach dem Abstellen der Brennkraftmaschine erhalten bleibt, wodurch beim Wiederanlassen derselben sofort Kraftstoffdampf am Vergaser zur Verfügung steht. Die Anordnung von zusätzlichen Vorrichtungen, welche für die Zuführung von Kraftstoff zum Vergaser während des Startvorganges dienen, kann somit in vorteilhafter Weise entfallen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand des in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die Brennkraftmaschine-l-weist eine Abtriebswelle --2-- auf, welche an einem Ende eine Kupplung --3-- für den Anschluss von nicht näher dargestellten anzutreibenden Einheiten und am andern Ende eine Flanschkupplung --4-- für den Anschluss der Antriebswelle --5-- eines Kompressors --6-- aufweist. Der Kompressor --6-- hat einen Ansaugstutzen --7--, welcher in nicht näher dargestellter Weise z. B. mit einem Luftfilter verbunden ist, sowie einen Anschlussstutzen --8--, an welchen eine Druckleitung --9- angeschlossen ist.
Die Druckleitung --9--, welche an ihrem andern Ende am Kraftstoffbehäler --10-- angeschlossen ist, weist ein Rückschlagventil --11- auf, welches im dargestellten Beispiel als federbelastetes Kugelventil ausgeführt ist.
Der Kraftstoffbehälter --10-- ist mit flüssigem Kraftstoff --11'-- gefüllt, welcher über die
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te Luft in das Innere des Kraftstoffbehälters --10-- eintreten kann.
Der Raum --16-- oberhalb des Kraftstoffspiegels --13-- ist mittels eines weiteren Rückschlagventils --17--, welches z. B. ebenfalls als federbelastetes Kugelventil ausgeführt ist, mit einer Kammer --18-- verbunden.
Von der Kammer --18-- des Kraftstoffbehälters --10-- führt eine Verbindungsleitung --19-zum Vergaser --20--. In die Verbindungsleitung --19-- ist ein Absperr- und Regelventil --21-eingeschaltet, das über eine elektrische Ventilbetätigung --22-- gesteuert wird. Die über die Steuerleitung --23-- an die Ventilbetätigung --22-- gelieferten elektrischen Signale werden in nicht näher dargestellter Weise z. B. über eine Vorrichtung am Gaspedal der Brennkraftmaschine erzeugt.
Der Vergaser --20-- weist in üblicher Weise einen Luftanschluss --24-- auf, über welchen in nicht dargestellter Weise Frischluft vom Luftfilter der Brennkraftmaschine angesaugt wird und wird über ein Bedienungsgestänge --25-- je nach gewünschtem Betriebszustand der Brennkraftmaschine eingestellt. Zur Zuführung des Kraftstoff-Luft-Gemisches vom Vergaser --20-- zur Brennkraftmaschine-l-ist eine Anschlussleitung --26-- vorgesehen, welche am Einlassflansch --27-- der Brennkraftmaschine befestigt ist. Weiters ist noch ein Stück der Auslassleitung --28-- zu sehen, welche in nicht dargestellter Weise zum Schalldämpfer und Auspuffrohr führt.
Die Wirkungsweise der dargestellten erfindungsgemässen Einrichtung ist die folgende :
Bei laufender Brennkraftmaschine-l-und damit angetriebenem Kompressor --6-- wird Luft über die Druckleitung --9-- und das bei Erreichen eines gewissen Druckes offene Rückschlagventil
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Verteilung als Gas über den Spiegel --13-- des Kraftstoffes mitgenommen und auf Grund des zufolge des entstehenden Überdruckes im Raum --16-- öffnenden Rückschlagventils --17-- in die Kam- mer --18-- gelangen.
Die Entnahme von Kraftstoffdampf aus der einen Vorratsraum darstellenden Kammer --18-erfolgt nur dann, wenn das Absperr- und Regelventil --21-- in der Verbindungsleitung --19-- von der elektrisch gesteuerten Betätigungsvorrichtung --22-- geöffnet wird. Dies erfolgt entweder über die Betätigung des Gaspedals der Brennkraftmaschine oder durch eine andere entsprechende Vorrichtung. Der Kraftstoffdampf strömt sodann über die Verbindungsleitung --19-- weiter zum Vergaser --20-- und wird hier in üblicher Weise mit Luft gemischt und von der Brennkraftmaschine über die Leitung --26-- angesaugt.
Bei stillstehender Brennkraftmaschine-l-wird über den Kompressor --6-- kein Druck mehr in der Druckleitung --9-- erzeugt, was zum Schliessen der beiden Rückschlagventile-11 und 17-- führt. Da bei stillstehender Brennkraftmaschine auch das Ventil --21-- in der Verbindungsleitung --19-- geschlossen ist, ist insbesondere die Kammer --18-- im Kraftstoffbehälter --10-- hermetisch abgeschlossen, was einen Druckabfall des in der Kammer --18-- befindlichen Kraftstoffdampfes verhindert. Dadurch steht bei Wiederinbetriebnahme der Brennkraftmaschine, also bei Öffnen des Ventils --21-- in der Verbindungsleitung --19--, sofort wieder Kraftstoffdampf für die Zuführung zum Vergaser --20-- und damit zur Brennkraftmaschine-l-zur Verfügung, was den Startvorgang ohne zusätzliche Kraftstoffzuführung ermöglicht.
Selbst nach einer längeren Betriebsunterbrechung, wenn ein Teil der dampfförmigen Kraftstoffteilchen in der Kammer --18-- des Kraftstoffbehälters --10-- bereits kondensiert ist, wird beim Anlassen der Brennkraftmaschine durch die vom Kompressor --6-- in den Kraftstoffbehälter geförderte Luft sehr rasch wieder Kraftstoffdampf in der Kammer --18-- gebildet, zumal der Kraftstoffbehälter vor dem Anlassen noch unter Druck steht und die Dampfbildung vom genauen Spiegel des Kraftstoffes im Kraftstoffbehälter fast unabhängig ist.