AT3651U1 - Füllrohr für den kraftstofftank eines kraftfahrzeuges - Google Patents
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Abstract
Ein Füllrohr (3) für den Kraftstofftank eines Kraftfahrzeuges mit einem ORVR-System, das zur Verringerung des Querschnittes mindestens eine längsgerichtete Sicke (10) aufweist, die an ihren beiden Enden (11) strömungsgünstig sanft in die anschließenden zylindrischen Teile (5, 6) des Füllrohres (3) übergeht. Vorzugsweise sind drei Sicken (10) gleichwinkelig verteilt.
Description
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FÜLLROHR FÜR DEN KRAFTSTOFFTANK EINES
KRAFTFAHRZEUGES Die Erfindung betrifft ein Füllrohr für den Kraftstofftank eines Kraftfahr- zeuges mit einem Kraftstoffdampf-Aufnahmesystem, welches Füllrohr über einen Teil seiner Länge einen verringerten Querschnitt aufweist. Un- ter Kraftstoffdampf-Aufnahmesystem ist ein System zu verstehen, das die beim Tanken aus dem Kraftstofftank verdrängten Kraftstoffdämpfe auf- nimmt und einem regenerierbaren Filter zuführt. Es ist in der Fachwelt als ORVR System (Onboard Refuellmg Vapour Recovery) bekannt.
Um diese Funktion ordentlich zu erfüllen, muss sichergestellt sein, dass die Kraftstoffdämpfe beim Tanken nicht durch das Füllrohr ausströmen, son- dern zur Gänze durch den Filter strömen. Dazu muss der während des Tankvorganges durch das Füllrohr strömende Kraftstoff eine dichtende Flüssigkeitssäule ("Liquid Seal") aufbauen, die eine Flüssigkeitsdichtung bildet und so ein Entweichen von Kraftstoffdämpfen durch das Füllrohr verhindert.
Das wird gemäss dem Stand der Technik durch eine kreissymmetrische Einschnürung des Füllrohres über einen Teil semer Länge erreicht. Damit wird ein venturidüsenartiger Effekt erzeugt. Diese Flüssigkeitsdichtung versagt jedoch, wenn sich im Füllrohr eine Drallströmung ausbildet, sei es
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durch eine schief eingeführte Zapfpistole, sei es durch die Coriolis Kraft ähnlich einem Badewannenablauf. Bei einer so entstehenden schraubenlinienförmigen Strömung legt sich die Flüssigkeit durch die Fliehkraft seitlich an der Rohrwand an und in der Umgebung der Längsachse bildet sich ein nicht mit Flüssigkeit gefüllter Raum, durch den Kraftstoffdämpfe ins Freie entweichen.
Diese bekannte Ausführung hat auch den Nachteil, dass die Durchmesser-Verringerung eines aus Metall bestehenden Rohres in der Fertigung aufwendig ist, weil sie normalerweise durch Erweiterung der benachbarten Teile erfolgt.
Es ist Ziel der Erfindung, ein Füllrohr bei geringem Fertigungsaufwand so zu gestalten, dass die Bildung und Aufrechterhaltung einer dichtenden Flüssigkeitssäule unter allen Umständen sichergestellt ist. Das wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass das Füllrohr mindestens eine längsgerichtete Sicke aufweist.
Die mindestens eine Sicke verhindert die Bildung einer Drallströmung mit einem luftdurchlässigen Loch in der Mitte und gestattet ausserdem eine Verringerung des Querschnittes ohne aufwendige Verformung. Beim Eindrücken einer Sicke entsteht ja keine Dehnung des Rohres in Umfangsrichtung.
Die Unteransprüche haben vorteilhafte Ausgestaltungen zum Gegenstand: Der strömungsgünstig sanfte Übergang zwischen Sicke und den zylindrischen Teilen des Füllrohres bringt eine Verringerung des Strömungswiderstandes bei unverminderter Steifigkeit des Füllrohres. Bei Anbringung von zwei oder drei Sicken ist die drallverhindernde Wirkung bei geringer Verformungstiefe besser.
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Zwei vorteilhafte Ausführungsformen bestehen darin, dass die Sicken entweder von dem Durchmesser der zylindrischen Teile aus eingedrückt sind oder von einem kleineren Durchmesser ausgehen. In der ersten Form ist gar keine Veränderung des Rohrdurchmessers erforderlich, im zweiten bleibt sie und die Eindrücktiefe der Sicke gering, was in bestimmten Fällen - etwa wenn das Rohr aus Kunststoff besteht - auch fertigungstechnisch vorteilhaft ist. Die Länge der Sicken ist optimal, wenn sie das zwei- bis dreifache des Durchmessers des Füllrohres beträgt.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Abbildungen beschrieben und erläutert. Es stellen dar: Fig. 1: Den Längsschnitt eines erfindungsgemässen Füllrohres in einer ersten Ausführungsform,
Fig.2 : den Längsschnitt eines erfindungsgemässen Füllrohres in einer zweiten Ausführungsform,
Fig.3 : einen Querschnitt nach CC m Fig.l, vergösstert,
Fig.4 : einen Querschnitt nach DD in Fig. 2, vergrössert.
In Fig.ist der Einfüllstutzen eines Kraftfahrzeuges strichliert angedeutet und mit 1 bezeichnet. In ihn wird von aussen eine ebenfalls nur angedeutete Zapfpistole Z eingeführt. Es handelt sich um ein Kraftfahrzeug mit einem Kraftstoffdampf-Aufnahmesystem, welches auch nicht dargestellt ist. Zwischen dem Einfüllstutzen 1 und einem Kraftstofftank 2 erstreckt sich ein summarisch mit 3 bezeichnetes Füllrohr, das für die Verwendung im Zusammenwirken mit einem Kraftstoffdampf-Aufnahmesystem gedacht ist.
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Das Füllrohr 3 besitzt an seinem oberen Ende eine trichterförmige Erweiterung 4, die mit dem Einfüllstutzen 1 verbunden ist und bis zu der die Zapfpistole Z vordringt. An diesen schliesst ein oberer zylindrischer Teil 5 an, der gebogen sein kann, wie dargestellt.
Ein unterer zylindrischer Teil 6 ist mit dem nur angedeuteten Kraftstofftank 2 verbunden. Zwischen den beiden zylindrischen Teilen 5,6 ist ein mittlerer Teil 7 geringeren Durchmessers, der über konische Erweiterungen 8 in den oberen bzw unteren zylindrischen Teil grösseren Durchmessers übergeht. Dieser mittlere Teil 7 weist mindestens eine in Längsrichtung verlaufende Sicke 10 auf, an deren oberem und unterem Ende sanfte Übergänge 11in den kreisförmigen Querschnitt des mittleren Teils 7 vorgesehen sind.
Fig. 3 zeigt den Querschnitt durch diesen mittleren Teil 7 mit drei um gleiche Winkel gegeneinander versetzten Sicken 10. Deren Breite in Umfangsrichtung ist etwa gleich der des dazwischenliegenden nicht eingedrückten Teiles. Ihre Tiefe 14 beträgt ungefähr ein Zehntel des Rohrdurchmessers.
Die Ausführungsform der Figuren 2,4 ist einfacher und unterscheidet sich von der vorhergehenden dadurch, dass der mittlere Teil 17 nicht eingeschnürt ist, das Füllrohr somit über seine gesamte Länge den gleichen Durchmesser hat. Die Sicken 20 sind hier länger und tiefer und gehen bei 21 auch sanft in den zylindrischen Teil über. Gemäss Fig.4 sind auch hier wieder drei Sicken 20 vorhanden, deren Breite 23 etwa das Doppelte der dazwischenliegenden nicht eingedrückten Umfangteile 22 beträgt. Ihre Tiefe 24 beträgt etwa ein Viertel des nicht eingedrückten Rohrdurchmessers.
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Diese Sicken verhindern den Aufbau einer Drallströmung im Füllrohr und stellen somit die Dichtfunktion des durchströmenden Kraftstoffes sicher und sind ausserdem, ausgehend von einem zylindrischen Rohr aus Metall oder Kunststoff, leicht zu fertigen.
Claims (6)
- PATENTANSPRUCHE 1. Füllrohr für den Krafstofftank eines Kraftfahrzeuges mit einem Kraftstoffdampf-Aufnahmesystem, welches Füllrohr über einen Teil seiner Länge einen verringerten Querschnitt aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllrohr (3) mindestens eine längsgerichtete Sicke (10;20) aufweist.
- 2. Füllrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Sicke (10;20) an ihren beiden Enden (11;21) strömungsgünstig sanft in die zylindrischen Teile (5,6) des Füllrohres (3) übergeht.
- 3. Füllrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Sicken (10;20) vorgesehen sind, die gleichwinkelig über den Umfang des Füllrohres verteilt sind.
- 4. Füllrohr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicken (10,20) von dem Durchmesser der zylindrischen Teile (5,6) aus eingedrückt sind. <Desc/Clms Page number 7>
- 5. Füllrohr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicken von einem Mittelteil (7) mit einem Durchmesser ausgehen, der kleiner als der Durchmesser der zylindrischen Teile (5,6) ist.
- 6. Füllrohr nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (15;25) der Sicken (10:20) das zwei- bis dreifache des Durchmessers des mit den Sicken versehenen Teiles (7:17) beträgt.
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