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Die Erfindung bezieht sich auf eine feuerfeste Auskleidung für Industrieöfen, wie etwa Wärmebehandlungsöfen, Glühöfen und Vergüteöfen, mit Isolierplatten aus feuerfestem, wärmeisolierendem Material, in die ein Armierungsgitter, z. B. aus Maschendraht, eingebettet ist und die durch Verankerungselemente am Ofengerüst verankert sind.
Es ist bekannt, die feuerfeste Auskleidung von Industrieöfen, z. B. von Wärmebehandlungs- öfen für Stähle, andere Metalle, Keramik, von Glühöfen, Vergüteöfen und andern industriellen Öfen, aus Isolierplatten herzustellen. Diese Platten bestehen aus feuerfesten, wärmeisolierenden Materialien wie Tonerdesilikaten oder Metalloxyden in Form von festen oder porösen Körnungen, künstlich hergestellten Fasern oder einer Kombination aus diesen Materialien mit hydraulischer, chemischer oder kombiniert hydraulisch-chemischer Bindung. Zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit werden Armierungsgitter, insbesondere Maschendraht oder Stahlgewebe, in das meist leichte und poröse Isoliermaterial eingebettet.
Die Verwendung solcher Isolierplatten für die Feuerfestauskleidung von Öfen hat sich allgemein bewährt. Sie ermöglichen einerseits eine rasche und rationelle Ofenzustellung und anderseits eine fabriksmässige Fertigung der Auskleidung mit hoher und gleichmässiger Qualität. Dagegen ergeben sich bei der Verankerung der Isolierplatten mit der Tragkonstruktion des Ofens Schwierigkeiten. Dies gilt insbesondere für die Befestigung von Hängedecken im Ofen, aber auch für die Verkleidung von Ofenwänden, wobei die durch die Erwärmung bedingten Dehnungen der Platten und Aufhängungen Schubspannungen verursachen, die zum Bruch der Aufhängung führen können. Bisher ist es nicht gelungen, diese Schwierigkeiten in zufriedenstellender Weise zu überwinden.
Die bisher verwendeten Befestigungsanordnungen lassen den Isolierplatten entweder eine zu geringe Bewegungsfreiheit für die Wärmedehnungen oder sie besitzen eine sehr aufwendige und teure Konstruktion.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bisher bekannten feuerfesten Auskleidungen für Industrieöfen mit Isolierplatten so zu verbessern, dass eine einfache und billige Verankerung der Isolierplatten am Ofengerüst erreicht wird, ohne dass die Wärmedehnungen der Isolierplatten trotz der festen Verankerung derselben behindert werden.
Die erfindungsgemässe feuerfeste Auskleidung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Armierungsgitter (2) auf der dem Ofengerüst zugewendeten Rückseite der Isolierplatten (1) stellenweise aus diesen unter Bildung von Befestigungsschlaufen (3) herausragt, die mit den Verankerungselementen (4,6) verbunden sind. Diese Ausbildung ermöglicht eine einfache und billige Verankerung der Isolierplatten mit der Tragkonstruktion des Ofens, wobei ausreichend Raum für die Wärmedehnungen der Isolierplatten gelassen werden kann, gleichzeitig aber eine sichere Verankerung der Isolierplatten erzielt wird. Insbesondere erlaubt es die erfindungsgemässe Verankerung, dass sich die Isolierplatten den auf sie einwirkenden Kräften entsprechend in ihrer Ebene verschieben können, so dass keine nachteiligen Schubspannungen entstehen.
Das Armierungsgitter kann mit eigenen Vorsprüngen, z. B. mit Drahtbügeln, versehen sein, die auf der Rückseite der Isolierplatten aus diesen herausragen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Armierungsgitter wellenförmig gebogen und ragen die Bogen an der Rückseite der Isolierplatten aus diesen als Befestigungsschlaufen heraus. Es ist dann nicht notwendig, das Armierungsgitter zur Bildung der Befestigungsschlaufen mit eigenen Vorsprüngen zu versehen.
Die aus den Isolierplatten herausragenden Schlaufen ermöglichen eine einfache Befestigung der Platten an einer passenden Verankerungskonstruktion im Ofen. Wenn nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Befestigungsschlaufen in Reihen ausgerichtet sind, können sie von Befestigungsdornen durchsetzt werden, die in am Ofengerüst befestigten Aufhängeschlaufen gehalten sind. Es ist hiebei für die Aufhängung der Isolierplatten lediglich erforderlich, an der Tragkonstruktion des Ofens Schlaufen aus Draht zu befestigen.
Eine weitere Verbesserung der Aufhängung kann erfindungsgemäss dadurch erreicht werden, dass die Befestigungsschlaufen von Verankerungsdornen durchsetzt sind, unter die dazu quer verlaufende Befestigungsdorne eingreifen, die am Ofengerüst mit Hilfe von Aufhängeschlaufen, Haken, Ringen oder Schrauben befestigt sind. Die Befestigungsschlaufen müssen dann nicht unbedingt zu den Aufhängeschlaufen passend angeordnet sein, weil die Aufhängung mit Hilfe der Befestigungs-
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dorne und der dazu quer verlaufenden Verankerungsdorne eine freie Verschiebung der Platten in zwei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen ihrer Ebene gestattet. Die nebeneinander angeordneten Isolierplatten können dann gegenseitig so ausgerichtet werden, dass sie fest aneinander anliegen, ohne aber die erforderliche Wärmeausdehnung gegenseitig zu beeinträchtigen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die in den Zeichnungen dargestellt sind. In diesen zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch eine als feuerfeste Auskleidung an einem Ofengerüst verankerte Isolierplatte nach der Linie I-I in Fig. 2 und Fig. 2 dazu einen Schnitt durch die Aufhängung mit einer Draufsicht auf die Isolierplatte. Die Fig. 3 und 4 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel, u. zw.
Fig. 3 eine Seitenansicht und Fig. 4 die Draufsicht auf eine Isolierplatte einschliesslich der an ihr angreifenden Verankerungselemente.
In allen Ausführungsbeispielen sind die Isolierplatten aus feuerfestem Material mit-l- bezeichnet. In den Isolierplatten-l-ist ein Armierungsgitter --2-- eingebettet, das an der Rückseite der Isolierplatten-l-stellenweise aus diesen herausragt und so Befestigungsschlaufen --3-- bildet. Am Ofengerüst, das in den Fig. l und 3 durch Schienen --4-- angedeutet ist, sind Verankerungselemente befestigt, mit denen die Befestigungsschlaufen --3-- unter Verwendung von diese durchsetzenden Befestigungsdornen --5-- verbunden sind.
Wie aus den Fig. l und 2 hervorgeht, ist bei diesem Ausführungsbeispiel das Armierungs- gitter --2-- wellenförmig gebogen. An der Rückseite der Isolierplatte --1-- ragen die Bogen aus der Platte heraus und bilden die Befestigungsschlaufen --3--. Diese sind gemäss Fig. 2 in Reihen ausgerichtet, so dass jeder Befestigungsdorn --5-- in mehrere Befestigungsschlaufen --3-- eingreift. Die Befestigungsdorne --5-- werden durch Aufhängeschlaufen --6-- gehalten, die im gleichen Abstand wie die Reihen von Befestigungsschlaufen --3-- über diesen an den Schienen --4-des Ofengerüstes befestigt, z. B. festgeschweisst sind. Die Isolierplatten-l-sind bei dieser Anordnung sehr einfach zu befestigen.
Sie brauchen nur in die richtige Position gebracht werden, worauf dann die Befestigungsdorne --5-- durch die Befestigungsschlaufen --3-- und die Aufhängeschlaufen --6-- hindurchgesteckt werden können. Entlang der Befestigungsdorne --5-- ist die Isolierplatte-l-in einem verhältnismässig grossen Ausmass verschiebbar, so dass allfällige Ungenauigkeiten in der Anordnung der Befestigungsschlaufen --3-- und der Aufhängeschlaufen --6-- ausgeglichen werden können. Auch ermöglicht diese Beweglichkeit Wärmedehnungen während des Betriebes, so dass in den Platten keine nachteiligen Spannungen auftreten.
Auch im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 sind die Isolierplatten-l-mit Hilfe von aus der Armierung --2-- gebildeten Schlaufen --3-- an der Drahtkonstruktion des Ofens aufgehängt. Diese besteht auch in diesem Ausführungsbeispiel aus Schienen --4-- mit Aufhängeschlaufen --6--, in die Befestigungsdorne --5-- eingreifen. Die Befestigungsdorne --5-- durchsetzen jedoch nicht wie im Ausführungsbeispiel nach den Fig. l und 2 die Befestigungsschlaufen --3--, sondern es sind in den Befestigungsschlaufen --3-- zusätzliche Verankerungsdorne --7-- vorgese- hen. Die Befestigungsdorne --5-- greifen unter die zu ihnen quer verlaufenden Verankerungsdorne --7-- und bewirken so eine feste Aufhängung.
Es handelt sich bei dieser Ausführungsform um eine Aufhängung der Isolierplatten-l-mit noch grösserem Freiheitsgrad, weil die Verwendung von zueinander quer verlaufenden Dornen --5 und 7-- eine Verschiebung der Platten in den beiden Achsrichtungen der Dorne zulassen. Die Isolierplatten-l-können daher in die jeweils richtige Lage einjustiert werden, und es sind Wärmeausdehnungen in allen Richtungen möglich. Die Befesti- gungsschlaufen --3-- der IsoIierplatten --1-- brauchen nicht mit den Verankerungselementen räumlich abgestimmt werden. An Stelle der Aufhängeschlaufen --6-- können insbesondere im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 auch Haken, Ringe oder Schrauben verwendet werden.
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