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Die Erfindung bezieht sich auf ein Getriebe für eine Treibstange, bestehend aus einem verschiebbar in einem Gehäuse gelagerten, mit der Treibstange verbindbaren Kupplungsstück, das mit in Verschieberichtung hintereinander angeordneten Zapfen eine Zahnstange bildet, die mit einer durch einen Betätigungsgriff verdrehbaren Zahnscheibe mit auf einen Umfangsbereich beschränkter Zahnlückenanordnung kämmt.
Werden bei derartigen Getrieben vergleichsweise grosse Treibstangenhübe verlangt, so ergeben sich Schwierigkeiten, weil einerseits der Verdrehwinkel der Zahnscheibe und anderseits der Zahnscheibendurchmesser beschränkt sind. Dazu kommt noch, dass auf Grund der geforderten Belastbarkeit die Zähne der Zahnscheibe eine bestimmte Mindeststärke aufweisen müssen, so dass auch die Anzahl der möglichen Zahnlücken und der Zapfen der Zahnstange begrenzt ist. Wegen dieser Bedingungen werden daher üblicherweise Zahnstangen mit vier Zapfen verwendet, die in entsprechende Zahnlücken der Zahnscheibe eingreifen. Zufolge der Beschränkung des Drehwinkels für die Zahnscheibe auf 1800 ergibt sich ein Hub, der der Länge des halben Teilkreises entspricht.
Ein grösserer Hub ist mit einer solchen Anordnung kaum zu verwirklichen, weil, wie bereits ausgeführt, der Zapfenabstand wegen der Beschränkung des Verdrehwinkels und der Mindeststärke der Zähne und Zapfen vorgegeben ist. Unter diesen Voraussetzungen kann die Zapfenanzahl nicht erhöht, sondern höchstens verringert werden. Werden aber nur drei Zapfen verwendet, so lässt sich mit der üblichen Zahnlückenanordnung keine Vergrösserung des Treibstangenhubes erreichen, weil wieder der volle Drehwinkel der Zahnscheibe kaum ausgenutzt werden kann. Die Zapfen dürfen ja nicht ausser Eingriff mit den äusseren Zahnlücken kommen.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, ein Getriebe für eine Treibstange der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass ein Treibstangenhub erreicht werden kann, der über der Länge des halben Teilkreises liegt.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Zahnscheibe entsprechend der Zapfenanzahl zwei äussere Zahnlücken und eine innere Zahnlücke aufweist und dass die äusseren Flanken der äusseren Zahnlücken von der jeweils durch die Drehachse der Zahnscheibe und die jeweilige äussere Zahnlücke gerichtete Teilungsebene weggeneigt und die inneren Flanken dieser Teilungsebene zugeneigt sind. Durch diese besondere Neigung der äusseren Flanken wird der Berührungspunkt zwischen diesen Flanken und den Zapfen auf der Flanke gegenüber dem üblichen Zahnflankenverlauf radial einwärts verlegt, so dass die Zahnscheibe um einen grösseren Winkel verdreht werden kann, bis der Zapfen ausser Eingriff mit der Lücke kommt. Dadurch wird es möglich, den vollen Drehwinkel auszunutzen, wobei auch ein grösserer Hub erreicht wird.
Da zufolge der Neigung der äusseren Flanken der beiden äusseren Zahnlücken auch der Abstand dieser Flanken zu der entsprechenden Flanke der mittleren Lücke grösser wird, kann auch die Teilung zwischen den Zapfen etwas grösser gewählt werden, was wieder eine Hubvergrösserung ergibt. Die inneren Flanken der äusseren Zahnlücken müssen selbstverständlich entsprechend geneigt sein, damit der geforderte Eingriff auch in den Endstellungen gewahrt. bleibt und die Zapfen wieder zurück verschoben werden können. Die Flanken müssen ausserdem in jeder Eingriffsstellung quer zur Verschieberichtung der Zapfen stehen, falls eine einwandfreie Zapfenmitnahme gewährleistet werden soll.
Zusammenfassend kann demnach festgehalten werden, dass durch eine zusätzliche Neigung der äusseren Zahnlücken gegenüber den sonst üblichen rein radialen Zahnlücken eine Hubvergrösserung für die Treibstange dadurch erreicht wird, dass die Zapfen im Bereich der jeweiligen Endstellungen des Getriebes zusätzlich entlang der entsprechend geneigten äusseren Flanken der Zahnlücken nach aussen verschoben werden, so dass nicht der Teilkreisdurchmesser, sondern der Durchmesser der Zahnscheibe wirksam wird.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
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des Gehäuses --1-- durchtretende Mitnehmergabel --5-- für eine nicht dargestellte Treibstange trägt. Auf dem Kupplungsstück-2-- sind in Verschieberichtung hintereinander drei Zapfen --6--
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vorgesehen, die mit einer Zahnscheibe --7-- kämmen. Diese Zahnscheibe --7-- sitzt auf einer Mit- nehmerwelle --8--, auf die ein Bedienungsgriff --9-- aufgesteckt ist.
Entsprechend den Zapfen --6-- sind in der Zahnscheibe --7-- drei Zahnlücken --10 und 11-- vorgesehen, von denen die beiden äusseren Lücken --10-- gegenüber der sonst üblichen radialen
Lage von der mittleren Lücke --11-- weggeneigt sind, so dass die äusseren Flanken --12-- dieser Zahnlücken --10-- gegenüber der jeweiligen durch die Drehachse der Scheibe verlaufenden Tei- lungsebene-13-weggeneigt sind, während die inneren Flanken --14-- dieser Teilungsebene --13-zugeneigt sind.
Durch diese besondere Neigung der äusseren Flanken --12-- liegt der Berührungspunkt mit dem entsprechenden Zapfen --6-- gegenüber symmetrisch zur Teilungsebene --13-- ausgebildeten Zahnlücken --10-- weiter innen, so dass auch die Zapfen --6-- bei einer Scheibendrehung länger im Eingriff mit den Lücken --10-- bleiben, wobei sich allerdings die Zapfen --6-- entlang der Flanken --12-- radial nach aussen schieben. Dies bewirkt aber eine Hubverlängerung für die Treibstange, weil für den Verschiebeweg nicht der Teilkreisdurchmesser, sondern im wesentlichen der Scheibendurchmesser zur Wirkung kommt.
Ausserdem kann zufolge dieser Flankenneigung die Teilung der Zapfen --6-- grösser gewählt werden, weil die Flanken --12-- weiter aussen liegen und die Zapfen --6-- noch sicher mitnehmen können, wenn dies bei üblichen Getrieben bereits unmöglich ist.
Um die einzelnen Getriebestellungen fühlbar festlegen zu können, ist eine federnde Kugelrast --15-- vorgesehen, die mit entsprechenden, kugelkalottenförmigen Rastausnehmungen --16-der Zahnscheibe -7-- zusammenwirkt.