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Die Erfindung bezieht sich auf eine Messeinrichtung zum Messen des Stromes oder der Spannung an federnd aneinander anliegenden elektrischen Kontaktstellen.
Die Messung des Stromes und der Spannung ist gerade innerhalb eines elektrischen Gerätes sehr schwierig durchzuführen, da dann in der Regel Teile abgeklemmt oder losgeschraubt werden müssen, damit dann die Anschlussklemmen für das Messgerät angebracht werden können. Auch bei Schwachstromgeräten ist die Messung der Stromaufnahme und beispielsweise der Spannung der Batterien sehr schwer durchzuführen.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Messeinrichtung zu schaffen, mit welcher solche Messungen in einfacher Weise durchgeführt werden können, ohne dass es dazu der Anschaffung besonders teurer Instrumente bedarf.
Erfindungsgemäss gelingt dies durch ein platten-, streifen- oder stiftartiges, aus einem mittigen Isolierkörper und an zwei einander gegenüberliegenden Seiten desselben vorgesehener Metallbeschichtung bestehendes, zwischen zwei Kontaktstellen einschieb-oder einsteckbares Kontaktelement, an dessen Metallbeschichtungen ein Strom- oder Spannungsmessgerät anschliessbar ist.
Durch die erfindungsgemässen Massnahmen muss lediglich noch dieses Kontaktelement an der gewünschten Kontaktstelle eingesetzt werden, so dass der Stromfluss an dieser Stelle durch den Isolierkörper unterbrochen wird. Da jedoch die beiden Metallbeschichtungen mit den beiden unterbrochenen Kontaktstellen in Berührung stehen, kann durch Anschluss eines Messgerätes an diese beiden Metallbeschichtungen der Stromdurchfluss gemessen werden. Eine solche Messeinrichtung kann besonders günstig im Spannungsbereich bis zirka 100 V eingesetzt werden, beispielsweise zur Messung der Stromaufnahme eines Rundfunkempfängers bzw. Rechners oder zur Messung der Spannung der eingesetzten Batterien. Ohne also diese Batterien auszubauen und ohne eine Klemmstelle lösen zu müssen, kann durch die erfindungsgemässe Messeinrichtung der Strom bzw. die Spannung gemessen werden.
Weitere erfindungsgemässe Vorteile und besondere Merkmale werden in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen : Fig. l eine schematische Darstellung einer durch Batterien gebildeten Stromquelle und eines elektrischen Gerätes, wobei ein Messgerät an das Kontaktelement angeschlossen ist ; Fig. 2 eine Ausführungsform des Kontaktelementes in Schrägsicht.
Das in Fig. 2 dargestellte Kontaktelement-l-besteht aus einem mittigen Isolierkörper --2-und einer beidseitig auf diesen Isolierkörper --2-- aufgebrachten Metallbeschichtung --3--, welche zweckmässigerweise als Kupferfolie ausgebildet ist. Das Kontaktelement-l-ist bei dieser Ausführungsform platten-oder streifenförmig ausgebildet und kann beispielsweise aus einem beidseitig mit einer Metallbeschichtung versehenen Bahnenmaterial gefertigt werden. An den Metallbeschichtungen --3-- des Kontaktelementes --1-- sind die Enden von Anschlussschnüren --4-- durch eine Lötstelle --5-- fest verbunden. Zur Zugentlastung können zusätzliche Klammern --6-- vorgesehen werden, damit die Lötstelle --5-- keiner mechanischen Belastung ausgesetzt wird.
Die Klammern - können durch Bohrungen in dem Kontaktelement-l-hindurchgeführt werden. Um das Kontaktelement-l-leichter zwischen die Kontaktstellen einführen zu können, ist das Einsteckende des Kontaktelementes-l-ein-oder beidseitig abgeschrägt oder zugespitzt ausgeführt.
In Fig. 1 ist ein Messbeispiel dargestellt, wobei hier ein Satz von Batterien --7-- und ein elektrisches Gerät --8'--, beispielsweise ein Kleinrechner, vorgesehen sind. Die Batterien --7-liegen in Serie hintereinander und sind einerseits an der Kontaktstelle-8-- und anderseits an der Kontaktstelle-9-- abgestützt. Durch eine Feder --10-- werden diese Kontaktstellen-8 und 9--
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schlossen werden. Für eine exakte Messung der Batteriespannung werden zwei solcher Kontaktelemente-l-verwendet, wobei das eine der Kontaktstelle-8-- und das andere der Kontaktstelle - und den entsprechenden Kontaktstellen der Batterien --7-- zugeordnet werden.
Es wird dann das Messgerät --11-- mit der einen Anschlussschnur --4-- des einen Kontaktelementes und der andern Anschlussschnur --4-- des andern Kontaktelementes verbunden. Um eine Spannungsmessung bei Belastung durchführen zu können, werden die beiden Anschlussschnüre jeweils eines Kontaktelementes
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miteinander kurzgeschlossen, so dass ein Stromdurchfluss gewährleistet ist. Nun kann an diesen Anschlüssen ein Spannungsmessgerät angeschlossen werden. Zu diesem Zweck werden vorteilhafterweise Anschlussstecker mit einer Querbohrung verwendet, so dass der eine Anschlussstecker durch den andern Anschlussstecker hindurchgestossen werden kann, um dadurch einen Kurzschluss zu erreichen.
Im vorstehenden wurde lediglich als Ausführungsbeispiel ein Schwachstromgerät aufgezeigt.
Selbstverständlich ist eine derartige Messeinrichtung überall dort einsetzbar, wo federnd aneinander anliegende Kontaktstellen vorgesehen sind. Es ist in einem solchen Fall lediglich ein Einschieben des dünnen Kontaktelementes erforderlich, ohne dass Verschraubungen gelöst oder in sonst einer Form der Stromkreis unterbrochen werden muss.
Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlilch auch möglich, an Stelle eines plattenoder streifenförmigen Kontaktelementes-l-ein stiftartiges Kontaktelement vorzusehen, wobei dann an zwei einander gegenüberliegenden Flächen entsprechende Metallbeschichtungen vorgesehen sind.
Die entsprechenden Kontaktstellen können dann so ausgebildet sein, dass sie in Ruhestellung federnd aneinander anliegen, jedoch durch das Einstecken des Stiftes voneinander getrennt werden.
Ferner besteht die Möglichkeit, das Kontaktelement fest mit einem Messgerät zu verbinden, so dass dieses sozusagen als Fortsatz an dem Messgerät angeordnet ist. Bei einem mehrfachen Gebrauch solcher Messungen wäre dies eine durchaus mögliche Ausführungsform, da dann lediglich das Kontaktelement in eine entsprechende Kontaktstelle eingesteckt werden muss, wobei dann sofort der Messwert abgelesen werden kann.
Die erfindungsgemässe Messeinrichtung bringt neben einer konstruktiv einfachen Ausführungsform vielfältige neue Möglichkeiten in der Messtechnik mit sich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Messeinrichtung zum Messen des Stromes oder der Spannung an federnd aneinander anliegenden elektrischen Kontaktstellen, gekennzeichnet durch ein platten-, streifen- oder stiftartiges, aus einem mittigen Isolierkörper (2) und an zwei einander gegenüberliegenden Seiten desselben vorgesehener Metallbeschichtung (3) bestehendes, zwischen zwei Kontaktstellen einschieb-oder einsteckbares Kontaktelement (1), an dessen Metallbeschichtungen (3) ein Strom- oder Spannungsmessgerät (11) anschliessbar ist.