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Das in der AT-PS Nr. 216666 angegebene Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen Präparaten aus Humanplazenta wurde, wie folgt, erweitert :
Durch mehrfaches Einfrieren und Auftauen eines filtrierten Extraktes aus humanen, gesunden Gesamtplazenten, durch Kryosedimentation, konnte ein Kjeldall-negativer, ein wesentlich eiweissfreier niedermolekularer Extrakt gewonnen werden, der in Spuren das humane Aminosäurespektrum, Progesteron und in geringster Menge Östriol enthielt. (Prof. Dr. W. Stöckl, Institut für Biochemie der Tierärztlichen Hochschule Wien.) Weiters wurden nach UV-Aufnahmen (Prof. Dr. G. Kellner, Histolog. Univ. Institut, Wien) Nukleinsäuren und nach neuesten Untersuchungen auch energiereiches Phosphate-Adenosintriphosphat als mögliche therapeutische Faktoren zur Diskussion gestellt.
(Prof. Dr. A. Pischinger, em. Ord. Histol. Univ. Institut Wien.)
In eigenen Versuchen konnte eine Beeinflussung viraler Infektionen (Mäuseversuch mit Semliki-Forest-Viren, Prof. Dr. Ch. Kunz, Virologische Lehrkanzel der Univ. Wien), sowie virusbedingter Mäuse-Mamma-Tumoren (Bundesstaatliche Impfstoffgewinnungsanstalt Wien) beobachtet werden. Die Manipulierbarkeit des Auftretens der Pockeneffloreszenzen und die verstärkte Borkenbildung nach zusätzlicher Therapie mit dem Extrakt am Modell des Kaninchen-Pocken-Versuches lässt nach Prof. Dr. H. Stickl, Leiter der Bayerischen Landesimpfanstalt, München, eine therapeutisch verstärkte Interferon-Induktion vermuten. (Lit. : Ackermann, G. : Induktion der körpereigenen Abwehr beim Krebs ? Verlag f-Medizin Dr. E.
Fischer, Heidelberg, 1975, Ackermann G., Ars Medici, 1973, Heft 2.)
Der therapeutische Einsatz kennt kaum Kontraindikationen, er wird weniger durch den Charakter der Erkrankung, als vielmehr durch den Zustand des kranken Organismus und seiner Abwehrlage, im Einklang mit dem System der Grundregulation nach Pischinger bestimmt.
Das Präparat kann mit allen andern Heilmethoden ohne Schwierigkeiten kombiniert werden.
Das erfindungsgemäss hergestellte Präparat kann sowohl als flüssiger Extrakt (im Gefrierschrank bei-12 C aufzubewahren) oder als Lyophilisat in Ampullen parenteral, oral, lokal, vaginal und rektal verabreicht werden. Während der native, flüssige Frischextrakt bei Gefrierhaltung bis zu sechs Wochen unbedingt wirksam bleibt, kann der sterile, lyophilisierte Trockenextrakt in Ampullenform jahrelang verwendet werden. Bisher kontrollierte Verwendbarkeit : 10 Jahre, er benötigt keine Gefrierhaltung und ist gegen jede Aussentemperatur beständig.
Nähere Beschreibung des erfindungsgemässen Verfahrens :
Humane Gesamtplazenten werden innerhalb von ungefähr 1 bis 2 h nach der Gewinnung der gesunden, reifen Nachgeburt, abhängig von der herrschenden Aussentemperatur und Jahreszeit, in sterile Tücher und sterile Gefässe verpackt, in den Kühlschrank gebracht und dort bei einer
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übersteigen) übergossen. Unter streng aseptischen Kautelen werden die obersten geweblichen Begrenzungsschichten entfernt, aus dem Inneren der Plazenten werden kleine und kleinste gewebliche Plazentarteilchen herausgeschnitten und entblutet.
Dabei werden die einzelnen Teilchen in heissen Wasser (maximal 57 C) kurz geschüttelt und in bereitgestellte sterile Petrischalen gebracht, dort ohne Anwendung von Druck und Zug mechanisch feinst geschabt und mit einem sterilen Lösungsmittel versetzt, das je nach Indikation und therapeutischen Erfordernissen aus sterilem Aqua dest., aus physiologischer Ringerlösung oder aus keimfrei gemachten Mineralwasser, das zweiwertige Metallionen als Enzymaktivatoren enthält. Das homogene Gemisch von Plazentabrei und Lösungsmittel wird durch entsprechende Filtration (von Papierfiltern bis zu Seitzfiltern je nach Bedarf reichend) von korpuskulären Gewebeteilchen befreit und zusätzlich werden durch Anwendung von technischen Saugwirkungen (etwa Wasserstrahlpumpe usw. ) plazentare, gewebliche Inhaltsstoffe gewonnen, die in den flüssigen Extrakt gelangen.
Dieser wird nun tiefgefroren (maximal-12 G) und nach einem oder nach zwei Tagen der Kryosedimentation unterworfen. Das Verfahren des Einfrierens und des allmählichen Wieder-Auftauens des Rohextraktes führt allem Anschein nach zur Entstehung oder zur Induktion biologisch aktiver Substanzen, die teilweise heute unter verschiedenen Namen bekannt sind. Beim Auftauen des Extraktes wird der zuerst flüssig werdende, rötliche-sanguinolente, hochmolekulare Anteil in ein anderes Gefäss verbracht, so dass letztlich - nach oft tagelang dauernder Tätigkeit - ein fast wasserklarer Extrakt als niedermolekularer Plazentaextrakt resultiert.
Der
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anfänglich verflüssigte Teil wird wieder eingefroren und nach etwa 24 h neuerlich teilweise wieder aufgetaut, der flüssige Anteil wieder eingefroren usf. bis letztlich der beschriebene Extrakt entsteht.
Die ganze Präparation und die sich immer wiederholende Umschichtung des teilweise aufgetauten Extraktes in ein anderes, steriles Gefäss geschieht unter ständiger Ultraviolettbestrahlung.
Die Gewinnung von haltbaren Präparaten erfolgt durch Lyophilisation nach den üblichen Methoden und Aufbewahrung in sterilen Ampullen, deren Haltbarkeit bis zu 10 Jahre beträgt.
Die Keimfreimachung und die bakteriologischen Kontrollen geschehen nach den für biologische Präparate üblichen Regeln.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung therapeutisch wirksamer Präparate aus niedermolekularem Humanplazentaextrakt, dadurch gekennzeichnet, dass man reife, frische und gesunde Gesamtplazenten nach einer etwa 20 min dauernden Aufbewahrung bei Temperaturen unter 0 C zunächst durch heisses Wasser von maximal 570C grob reinigt, die obersten Begrenzungsschichten entfernt und das Innere der Plazenten unter möglichst wenig Druck-und Zuganwendung fein zerkleinert und den Brei mit sterilem Aqua dest., und/oder physiologischer Ringerlösung und/oder keimfreiem, 2wertige Metallionen enthaltendem Mineralwasser homogenisiert, die entstehende Suspension filtriert und einfriert,
worauf der hochmolekulare Extrakt zur Gewinnung eines niedermolekularen Extraktes mit properdin- ähnlicher unter interferoninduzierender Wirkung einer Kryosedimentation unterzogen wird und worauf man langsam auftaut und die zuerst sich verflüssigenden hochmolekularen und korpuskulären Teile steril absaugt und wieder einfriert, von restlichen hochmolekularen Teilen befreit und man so eine niedermolekulare, Kjeldahl-negative Lösung erhält, die unter anderem auch in Spuren alle im menschlichen Blut vorkommenden freien Aminosäuren enthält.
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The process specified in AT-PS No. 216666 for the production of therapeutically active preparations from human placenta was expanded as follows:
By freezing and thawing a filtered extract from human, healthy whole placentas several times, by cryosedimentation, a Kjeldall-negative, a substantially protein-free, low molecular weight extract could be obtained, which contained traces of the human amino acid spectrum, progesterone and in the smallest amount of estriol. (Prof. Dr. W. Stöckl, Institute of Biochemistry at the University of Veterinary Medicine in Vienna.) Furthermore, after UV pictures (Prof. Dr. G. Kellner, Histolog. University of Applied Sciences, Vienna) nucleic acids and, according to the latest studies, also high-energy phosphate Adenosine triphosphate discussed as possible therapeutic factors.
(Prof. Dr. A. Pischinger, em. Ord. Histol. University of Vienna.)
In our own experiments, we were able to influence viral infections (mouse experiment with Semliki Forest viruses, Prof. Dr. Ch. Kunz, Virological Chair of the University of Vienna), and virus-related mouse breast tumors (Vienna State Vaccine Extraction Institute). The manipulability of the occurrence of smallpox fluorescence and the increased bark formation after additional therapy with the extract on the model of the rabbit-smallpox test allows according to Prof. Dr. H. Stickl, head of the Bavarian State Vaccination Center, Munich, suspect a therapeutically enhanced interferon induction. (Lit.: Ackermann, G.: Induction of the body's defense against cancer? Verlag f-Medizin Dr. E.
Fischer, Heidelberg, 1975, Ackermann G., Ars Medici, 1973, issue 2.)
The therapeutic use has hardly any contraindications, it is determined less by the nature of the disease than by the condition of the sick organism and its immune system, in accordance with the Pischinger basic regulation system.
The preparation can be combined with all other healing methods without difficulty.
The preparation produced according to the invention can be administered both as a liquid extract (to be stored in the freezer at −12 ° C.) or as a lyophilisate in ampoules parenterally, orally, locally, vaginally and rectally. While the native, liquid fresh extract remains absolutely effective for up to six weeks when kept in the freezer, the sterile, lyophilized dry extract in ampoule form can be used for years. Previously controlled usability: 10 years, it does not require freezing and is resistant to any outside temperature.
Detailed description of the method according to the invention:
Total human placenta are packed in sterile towels and sterile containers within about 1 to 2 hours after the healthy, mature afterbirth has been obtained, depending on the prevailing outside temperature and season, and are placed in the refrigerator at one
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pour over). The uppermost tissue boundary layers are removed under strictly aseptic cauldrons, and the smallest and smallest tissue placental particles are cut out of the interior of the placenta and exsanguinated.
The individual particles are briefly shaken in hot water (max. 57 C) and placed in the sterile Petri dishes provided, where they are mechanically scraped without using pressure or tension and mixed with a sterile solvent that, depending on the indication and therapeutic requirements, is made from sterile aqua dest ., from physiological Ringer's solution or from sterilized mineral water, which contains divalent metal ions as enzyme activators. The homogeneous mixture of placenta and solvent is freed of corpuscular tissue particles by appropriate filtration (ranging from paper filters to Seitz filters as required) and, in addition, technical technical effects (such as water jet pumps, etc.) are used to obtain placental, tissue ingredients that are contained in the liquid Extract.
This is now deep-frozen (maximum -12 G) and subjected to cryogenization after one or two days. The process of freezing and gradually thawing the crude extract apparently leads to the formation or induction of biologically active substances, some of which are known today under different names. When the extract is thawed, the reddish-sanguinolent, high-molecular-weight portion, which first becomes liquid, is transferred to another vessel, so that - after many days of activity - an almost water-clear extract ultimately results as a low-molecular placenta extract.
The
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the initially liquefied part is frozen again and partially thawed again after about 24 hours, the liquid part is frozen again and so on until the extract described is finally obtained.
The whole preparation and the repetitive repositioning of the partially thawed extract into another, sterile vessel is done under constant ultraviolet radiation.
Durable preparations are obtained by lyophilization according to the usual methods and stored in sterile ampoules, the shelf life of which is up to 10 years.
Germination and bacteriological controls are carried out according to the usual rules for biological preparations.
PATENT CLAIMS:
1. A process for the preparation of therapeutically effective preparations from low molecular weight human placenta extract, characterized in that after a storage period of about 20 minutes at temperatures below 0 ° C., ripe, fresh and healthy whole placentas are first roughly cleaned by hot water of a maximum of 570 ° C., the uppermost boundary layers are removed and finely chopped the inside of the placentas with as little pressure and tension as possible and homogenized the slurry with sterile aqua dest. and / or physiological Ringer's solution and / or aseptic mineral water containing 2-valent metal ions, the resulting suspension was filtered and freezed,
whereupon the high-molecular extract for obtaining a low-molecular extract with properdin-like and interferon-inducing effect is subjected to a cryosection and what is slowly thawed and the first liquefying high-molecular and corpuscular parts are sterile sucked and re-frozen, freed from remaining high-molecular parts and thus a low-molecular part , Kjeldahl-negative solution, which contains traces of all free amino acids found in human blood.