AT369040B - Verfahren und vorrichtung zum innenemaillieren von hohlgefaessen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum innenemaillieren von hohlgefaessenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Innenemaillieren von Hohlgefässen, bei welchem das Hohlgefäss evakuiert, der Emailschlicker mittels des Vakuums in das Hohlgefäss hochgezogen, sodann im Hohlgefäss belassen und schliesslich an der tiefsten Stelle aus dem Hohlgefäss zum Ausfliessen gebracht wird. Einen weiteren Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens, welche eine an die tiefste Stelle des zu emaillierenden Hohlgefässes anschliessbare und über ein Ventil zu einem mit Schlicker gefüllten Vorratsbehälter führende Leitung sowie eine zweite an die obere Seite des Hohlgefässes anschliessbare und über ein Ventil zu einer Vakuumpumpe führende Leitung aufweist. Ein Verfahren der beschriebenen Art ist durch die AT-PS Nr. 250127 bekanntgeworden. Es hat, wie die praktische Auswertung gezeigt hat, gegenüber den früher angewendeten Tauchverfahren wesentliche Qualitätsverbesserungen des Emailüberzuges gebracht. Durch die AT-PS Nr. 288819 ist eine Einrichtung zum Auftragen von Emailschlicker aus einem Vorratsbehälter auf einen zu emaillierenden Gegenstand bekanntgeworden, bei welcher der genannte Gegenstand in eine verschliessbare Wanne eingelegt wird. die bodenseitig durch ein mit Ventil ausgestattetes Ansaugrohr mit dem Vorratsbehälter und deckelseitig mit einer Luftabsaugeinrichtung verbunden ist. Beim Auftragen des Schlickers wird vorerst bei geschlossenem Ventil des Ansaugrohres Luft aus der Wanne abgesaugt, worauf durch Öffnen des Ventils Emailschlicker aus dem Vorratsbehälter in die Wanne eingesaugt wird. Diese Einrichtung erzielt wohl gute Ergebnisse beim Emaillieren der Aussenfläche von Gegenständen, eignet sich aber nicht zum Innenemaillieren von Hohlgefässen, bei welchen ein Einlegen in eine mit Schlicker zu füllende Wanne nicht den gewünschten Effekt bringen würde, und ausserdem die Anlage unwirtschaftlich grosse Abmessungen aufweisen müsste. Schliesslich ist durch die DE-OS 2152008 bekanntgeworden, dass es zum damaligen Zeitpunkt der Konzeption der Patentanmeldung bekannt war zu versuchen, die Innenflächen von Hohlkörpern, deren Schutzschicht besonders dicht und geschlossen sein müssen, weil sie ihrer Verwendung nach ausserordentlichen chemisch-elektrolytischen Reaktionen ausgesetzt sind, durch Vakuum-Ansaugen zu füllen, anschliessend zu entleeren und solcherart zu beschichten. Bei diesem Verfahren wurde auch der Vorschlag gemacht, den Schlicker vor dem Entleeren unter Druck zu setzen. Man will dabei alle Luft, inklusive der kleinsten Luftbläschen aus den Poren und Spalten vor Eintritt des Schlickers absaugen, vergisst jedoch dabei, dass der füllenden Flüssigkeit, dem Schlicker, stets der durch das Vakuum bedingte, sich augenblicklich bildende Wasserdampf vorauseilt, d. h. dass nie ein Vakuum direkt zur Gänze durch eine Flüssigkeit ersetzt werden kann. Der entstehende Wasserdampf setzt zuerst das Vakuum herab, und dann bei weiterem Druckanstieg wieder zu kondensieren. Sackräume, wie sie Poren und kleine Spalten darstellen, werden daher durch ein Vakuum nie gänzlich mit Flüssigkeit gefüllt werden können ; es verbleibt stets eine kleine Luftblase. Erstens ist es technisch-wirtschaftlich nicht tragbar ein verhältnismässig übergrosses Vakuum zu erzeugen, und dann verringert sich der Dampfdruck sowie das Vakuum. Zum gänzlichen Füllen eines Sackraumes mit Flüssigkeit braucht man aber ein vollständiges Vakuum. Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung von Massnahmen, durch welche eine noch grössere Haftung des Emails an der Innenwand des Hohlgefässes erzielbar ist, und ausserdem Fehlstellen durch Lufteinflüsse, wie sie bei komplizierten Einbauten auftreten können, weitestgehend vermieden werden können. Dieses Ziel wird überraschenderweise von einem Verfahren der eingangs erwähnten Art ausgehend, erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass das Hohlgefäss vor dem Hochziehen des Emailschlickers vorevakuiert wird. Dieses Vorevakuieren des Hohlgefässes entlüftet selbst stark zerklüftete Oberflächenporen, enge Spalten, usw., so dass beim nachfolgenden Hochziehen des Emailschlickers dieser in die verstecktesten Winkel hineingezogen wird, ohne dass er in nachteiliger Weise vorerst unter Druck gesetzt wird. Dieser Effekt ist bei dem bekannten Verfahren nicht in dieser Vollkommenheit erzielbar. Ferner bewirkt das Vorevakuieren des Hohlgefässes- ein wesentlich stärkeres Entgasen des Emailschlickers, der, begründet durch sein Aufbereitungsverfahren in Kugelmühlen, mit kleinen Luftblasen durchsetzt ist. Untersuchungen haben ergeben, dass diese Blasenstruktur durch das erfin- <Desc/Clms Page number 2> dungsgemässe Verfahren positiv beeinflusst wird. Es treten kleinere und gleichmässiger verteilte Blasen auf, wodurch die Haftung und die Qualität des Emails verbessert werden. Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, bei welcher erfindungsgemäss in der zur Vakuumpumpe führenden Leitung ein Zwischenbehälter mit einem Schalter zum Schliessen des die Saugwirkung im Hohlgefäss unterbrechenden Ventils vorgesehen ist. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung schematisch dargestellt. Die Vorrichtung enthält einen allenfalls mit einem nicht dargestellten Rührwerk versehenen Vorratsbehälter --1--, in welchem der Emailschlicker --2-- angesetzt und auf entsprechende Konsistenz gebracht wird. An den Vorratsbehälter-l-ist über einen Rohrstutzen --6-- und ein Ventil --4-- das zu emaillierende Hohlgefäss --7-- angeschlossen, von dessen oberer Seite unter Zwischenschaltung eines Ansaugstutzens --8-- eine Schlauchleitung --10-- über einen Zwischenbe- hälter --11-- und ein Ventil --13-- zu einer gegabelten Leitung --9-- führt, die über eine Vakuumbatterie --15-- mit einer Vakuumpumpe --16-- verbunden ist. Das Ventil --4-- ist ein Membranventil, welches Gegenstand der AT-PS Nr. 365318 ist. Der Rohrstutzen --5-- besitzt eine Dichtung --6-- und wird durch hydraulisch oder pneumatisch betätigte Hubzylinder --3-- höhenverstellt. Im Zwischenbehäler --11-- ist ein Schalter --12-- zur Betätigung des Ventils --13-- vorgesehen. Ausserdem ist der Behälter --11-- über eine mit Ventil --14-- versehene Leitung --17-- mit der Atmosphäre verbunden. Die beschriebene Vorrichtung arbeitet in folgender Weise : Sobald das Hohlgefäss --7-- über den Rohrstutzen --5-- gebracht und an den Ansaugschlauch - angeschlossen wurde, wird der Rohrstutzen --5-- mit dem Membranventil --4-- über die Zylinder --3-- mit seiner Dichtung --6-- an das Hohlgefäss --7-- angedrückt. Das Ventil --13-- wird geöffnet und gibt die Verbindung zur Vakuumbatterie --15-- und zur Vakuumpumpe --16-- frei, worauf das Hohlgefäss --7-- über den Ansaugstutzen --8--, den Ansaugschlauch --10-- und den Zwischenbehälter --11-- vorevakuiert wird. Das Vorevakuieren kann auf ein Vakuum von etwa 53 bis 106 mbar erfolgen, wobei die Steuerung über eine Zeitschaltuhr durchgeführt werden kann. Nach Erhalt des gewählten Vakuums öffnet das Membranventil --4-- und der Schlicker-Zu- strömt bei laufender Vakuumpumpe aus dem Behälter-l-in das Hohlgefäss --7-- und weiter in den Zwischenbehälter -11--. Wenn der Schlicker --2-- den Schalter --12-- erreicht hat, schliesst dieser das Ventil-13-. Nach Ablauf einer eingestellten Zeit öffnet das Ventil --14-- zur Aussenluft, wodurch der überschüssige Schlicker -2-- aus dem Hohlgefäss zurück in den Behälter-l- strömt. Der Ansaugschlauch-10-- wird zu einer nicht gezeichneten Auffangtasse geführt, worauf das Ventil --14-- mit Druckluf beaufschlagt wird, so dass der restliche Schlicker --2-- aus dem Behälter --11-- und dem Ansaugschlauch-10-- in die Auffangtasse strömt. Sodann wird der Rohrstutzen --5-- abgesenkt und das Membranventil --4-- geschlossen. Damit ist das Hohlgefäss --7-- freigegeben und kann in die nächste Bearbeitungsstation gebracht werden. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Innenemaillieren von Hohlgefässen, bei welchem das Hohlgefäss evakuiert, der Emailschlicker mittels des Vakuums in das Hohlgefäss hochgezogen, sodann im Hohlgefäss belassen und schliesslich an der tiefsten Stelle aus dem Hohlgefäss zum Ausfliessen gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlgefäss vor dem Hochziehen des Emailschlickers vorevakuiert wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorevakuieren auf ein Vakuum von 53 bis 106 mbar erfolgt.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorevakuieren durch Absaugen der Luft an der höchsten Stelle des Hohlgefässes und Abschluss eines Ventils in einer Emailschlicker zur tiefsten Stelle des Hohlgefässes führenden Leitung mittels eines Ventils erfolgt, welches bis zur Erreichung eines einstellbaren Unterdruckes geschlossen bleibt. <Desc/Clms Page number 3>4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, welche eine an die tiefste Stelle des zu emaillierenden Hohlgefässes anschliessbare und über ein Ventil zu einem mit Schlicker gefüllten Vorratsbehälter führende Leitung sowie eine zweite an die obere Seite des Hohlgefässes anschliessbare und über ein Ventil zu einer Vakuumpumpe führende Leitung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass in der zur Vakuumpumpe (16) führenden Leitung (10) ein Zwischenbehälter (11) mit einem Schalter (12) zum Schliessen des die Saugwirkung im Hohlgefäss (7) unterbrechenden Ventils (13) vorgesehen ist.5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenbehälter (11) über eine durch ein Ventil (14) gesteuerte Leitung (17) mit der Aussenatmosphäre oder einer Druckluftquelle verbindbar ist.
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