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Die Erfindung bezieht sich auf einen Spülapparat für, einen durch eine Öffnung zugänglichen Hohlraum aufweisendes Spülgut, z. B. Gefässe, wie Urinflaschen od. dgl., vorzugsweise für Steckbecken, mit einer, zweckmässig an der Rückwand des einen Spülraum umfassenden Spülgehäuses gegenüber einer Einführöffnung für das Spülgut, drehbar gelagerten Sprühdüsenanordnung für die Innenreinigung des Hohlraumes mittels eines Spül- bzw. Desinfektionsmittels, insbesondere mit einem Sprüharm, die eine die Spülflüssigkeit in das Innere des Hohlraumes des Spülgutes an die ihrer Drehwelle abgewendeten Wandungsteile heranbringende Länge bzw. Ausrichtung aufweist, wobei sie insbesondere mit gegenüber der Drehachse exzentrisch angeordneten Düsen versehen ist.
Derartige Spülapparate, wie sie beispielsweise aus der AT-PS Nr. 275022 bekanntgeworden sind, werden vor allem für sanitäre Reinigungszwecke eingesetzt, wobei der Druck der durch die Sprühdüsenanordnung geleiteten Flüssigkeit nach Art eines Segner'sehen Wasserrades auch für den Drehantrieb desselben genutzt wird. Bei einem solchen Antrieb ist die Rotationsgeschwindigkeit von verschiedenen Faktoren, insbesondere vom Wasserdruck und der Lagerreibung abhängig, welch letztere wieder durch Temperaturschwankungen, vom Verschmutzungsgrad infolge von Ablagerungen (vor allem Kalkablagerungen) u. dgl. beeinflusst wird.
Versuche und Studien haben aber gezeigt, dass ein optimaler Reinigungseffekt bei gegebenem Flüssigkeitsdruck nur unter Beibehaltung einer
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paraten bewegt sich nämlich der Spülstrahl, insbesondere bei hohem Druck, so rasch über das Spülgut, dass die Spülflüssigkeit in einer Art"Aquaplaning-Effekt"über die verschmutzte Oberfläche streicht, ohne die Schmutzteile zu entfernen, wogegen bei zu geringer Geschwindigkeit infolge zu geringen Flüssigkeitsdruckes einerseits derselbe für das Abspülen des Schmutzes nicht ausreicht und anderseits die Drehgeschwindigkeit der Sprühdüsenanordnung so gering ist, dass sich die Spülzeit entweder verlängert oder innerhalb einer vorbestimmten Zeit der angestrebte Reinigungseffekt nicht erreicht werden kann.
Hiezu kommt, dass bei dem bekannten Rückstossantrieb ein Teil der kinetischen Energie der Spülflüssigkeit in mechanische Energie - und noch dazu mit sehr schlechtem Wirkungsgrad - umgesetzt wird und daher für den Reinigungseffekt verloren geht. Deshalb können gewisse Reinigungsarbeiten bei vorgegebenem Druck innerhalb einer vorbestimmten Zeit überhaupt nicht durchgeführt werden, sondern es verlängert sich die Spülzeit, was zu Wasser- und Energieverlusten führt.
Durch die Erfindung sollen sowohl ein optimaler Reinigungseffekt unter Einhaltung von hiefür günstigen Druck- bzw. Geschwindigkeitsverhältnissen erzielt, als auch Wasser- und Energieverluste vermieden und mithin eine rationelle Reinigung erreicht werden. Überraschend einfach gelingt dies erfindungsgemäss dadurch, dass für die drehbare Sprühdüsenanordnung ein annähernd drehzahlkonstanter, gegebenenfalls mit Hilfe einer Regeleinrichtung geregelter, Antrieb vorgesehen ist.
Der annähernd drehzahlkonstante Antrieb könnte dabei durch Anordnung einer entsprechenden Regeleinrichtung, wie eines Fliehkraftreglers, auch an einem bekannten Rückstossantrieb erzielt werden, wodurch wenigstens einer der für den Reinigungseffekt bestimmenden Parameter auf einen günstigen Wert eingestellt werden kann.
Gemäss einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann aber eine gesonderte Regeleinrichtung dadurch entfallen, dass der Antrieb einen im wesentlichen synchron mit der Netzfrequenz laufenden Wechselstrommotor, wie einen Asynchron- oder einen Synchronmotor, aufweist. Damit geht nämlich auch kein Anteil der Flüssigkeitsenergie für den Antrieb verloren, und es kann ihr gesamter Energieinhalt für die Reinigung eingesetzt werden, was besonders dort wichtig ist, wo nur ein begrenzter Flüssigkeitsdruck zur Verfügung steht. Obwohl für den Motor zusätzliche elektrische Energie erforderlich ist, scheint es auf den ersten Blick überraschend, dass sich in der Praxis die Energiebilanz insgesamt bei dieser Ausbildung verbessert.
Mit einem vorzugsweise vorgesehenen abgekröpften Sprüharm wird zwar der Spülstrahl ohne Druckverlust auf die zu spülende Fläche im Inneren des Gefässes aufgebracht, doch entsteht gerade bei Spülgut mit einer länglichen Öffnung, insbesondere bei Steckbecken, das Problem, dass der abgekröpfte Sprüharm wegen der Verschmutzungsgefahr und/oder wegen der Enge des Schlitzes nur in jenen beiden Stellungen (oder gar nur in einer davon) in das Gefäss einbringbar ist, in denen die Abkröpfung parallel zur Achse des Schlitzes liegt.
Deshalb ist gemäss einer Weiterbildung der Erfindung die Ausbildung so getroffen, dass eine an sich bekannte Rückführeinrichtung für die
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Rückführung des Sprüharmes in wenigstens eine vorbestimmte und vorzugsweise nach oben gerich- tete Lage beim Einführen des Spülgutes, insbesondere schon beim Abschalten des annähernd dreh- zahlkonstanten Antriebes, vorgesehen ist. Diese Rückführeinrichtung kann beispielsweise von am
Deckel des Spülapparates vorgesehenen bzw. von ihm betätigten Führungseinrichtungen gebildet sein, durch die der Sprüharm in die jeweilige vorbestimmte Lage gebracht wird. Aus verschiedenen
Gebieten der Technik, beispielsweise aus dem Kinokamerabau, sind Rückführeinrichtungen bekannt, durch die ein Drehteil beim Abschalten in eine vorbestimmte Lage gelangt.
Diese Einrichtungen sind dann als mechanische Abfangeinrichtung in Form einer beim Abschalten in eine Nut des Drehteiles in vorbestimmter Stellung desselben einfallende Halteklinke, als elektromechanische Motorbremse und/oder als von einem Positionsgeber für den Drehteil gesteuerte Abschalteinrichtung für den Motorantrieb ausgebildet.
Um die oben erwähnten optimalen Druckverhältnisse auch bei mehreren, insbesondere zueinander parallel geschalteten, Düsen aufrechtzuerhalten, ist zweckmässig zur Steuerung der Düsen bzw. des annähernd drehzahlkonstanten Antriebes eine Programmsteuereinrichtung vorgesehen, durch die die Düsen bzw. der Antrieb in einer vorbestimmten Reihenfolge nacheinander in Betrieb setzbar sind. Obwohl dadurch die einzelnen Düsen oder Düsengruppen aufeinanderfolgend zum Einsatz gebracht werden und man daher eine Verlängerung der Reinigungszeit erwarten müsste, hat sich in der Praxis gezeigt, dass dadurch die eingangs besprochenen Verhältnisse soweit optimiert werden, dass sich sogar eine Verkürzung der notwendigen Spülzeit und damit eine Einsparung an Spülflüssigkeit und Energie ergibt.
Wie bereits ausgeführt wurde, ist die richtige Wahl des Druckes von nicht unerheblicher Bedeutung, weshalb nach einer Weiterbildung der Erfindung während wenigstens eines Teils des Spülbetriebes der annähernd drehzahlkonstant angetriebenen Sprühdüsenanordnung ein Fliessdruck von wenigstens 2 bar, vorzugsweise 3 bar, aufrechterhaltbar ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich an Hand der nachfolgenden Beschreibung von in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen. Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemässen Spülapparat in einem Längsschnitt, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 veranschaulicht eine mögliche Ausführungsform der zugehörigen Steuerung, Fig. 4 stellt eine Variante gegenüber Fig. 1 in einer Einzelheit dar, wogegen Fig. 5 eine Stirnansicht einer weiteren Ausführung eines Düsenkopfes ist.
Ein Spülgehäuse --1-- (Fig.1) ist mit einem Deckel --2-- versehen, an dem eine nicht dargestellte Halterung, z. B. aus Drahtklammern, für das von einem Steckbecken --3-- gebildete Spülgut angeordnet ist. An der dem Deckel --2-- gegenüberliegenden Rückwand --la-- des Spülgehäuses - ist ein Lagerblock --4-- mit einem Lagerschild befestigt. Durch diesen Lagerblock --4-- läuft ein Ende einer Zuleitung --10-- für die Spülflüssigkeit in einen Ringkanal --11--, von wo die Flüssigkeit einem Düsenkopf --12-- zugeleitet wird.
Mit der Zuleitung --10-- oder entsprechenden weiteren Leitungen sind gerätefeste Düsen --6b bis 6e-- verbunden, wovon die Düse --6b-- aus später ersichtlichen Gründen als Abräumdüse bezeichnet wird. Wie Fig. 2 zeigt, handelt es sich ferner um eine Gruppe von drei Düsen --6c-- im unteren Bereich des Spülraumes, eine Gruppe von
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--6d-- an- -6e--. Überdies ist wenigstens eine Abräumdüse --6b--, vorzugsweise zwei, im Bereiche der Rückwand --la-- vorgesehen.
Sämtliche Düsen sind so ausgebildet, dass sich ein Spülstrahl von der mit strichlierten Linien angedeuteten Breite ergibt, wobei der Strahl der später noch besprochenen Düsen --6f-- wenigstens zum Teil die dem Düsenkopf --12-- abgewandte Fläche im Inneren des Steckbeckens überströmen soll.
Im Lagerblock --4-- ist der Düsenkopf --12-- drehbar gelagert und über eine Welle --5-und ein Keilriemengetriebe --8-- von einem Motor --7-- antreibbar. Der Motor --7-- ist zur Erzielung eines wenigstens annähernd drehzahlkonstanten Antriebes vorzugsweise von einem Synchronoder einem Asynchronmotor gebildet.
In Achsrichtung der Drehwelle --5-- verläuft im Düsenkopf --12-- eine zentrale Düse --6a--, wogegen an seinem Aussenumfang über eine Abokröpfung --13-- ein Sprüharm --6-- befestigt ist, der an seinem Ende zumindest eine, vorzugsweise zwei Sprühdüsen --6f-- trägt. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass der Sprüharm --6-- eine solche Länge aufweist, dass seine Düsen --6f-- in der mit
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vollen Linien dargestellten Betriebslage in das Innere des Steckbeckens --3-- ragen und dort infolge der seitlichen Ausrichtung (vgl.
Fig. 2) und der exzentrischen Anordnung des Sprüharmes --6-- bezüglich seiner Drehachse die Spülflüssigkeit besonders an die schwer zugänglichen Stellen im Bereiche des Innenwulstes bzw. des inneren Randes ohne Druckverlust unmittelbar heranbringen.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, besitzt das Steckbecken --3-- eine längliche Öffnung --3a--, und die Düsen-Bf-beschreiben auf Grund der Exzentrizität des Sprüharmes --6-- einen strichpunktiert angedeuteten Kreis --14--. Um eine Verschmutzung der Düsen --6f-- am Ende des Sprüharmes --6-- durch im allgemeinen in der Mitte des Steckbeckens --3-- angesammelte und beim Abräumen mittels der Düse --6b-- herabfallenden Exkremente zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn beim Einschwenken des in die (nicht dargestellte) Halterung des Deckels --2-- eingesetzten Steckbeckens --3-der Sprüharm --6-- möglichst nach oben ragt.
Die gleiche Forderung, nämlich die Einhaltung einer vorbestimmten Lage des Sprüharmes mindestens beim Einschwenken, bestünde auch bei Spülgut mit einer so engen Schlitzöffnung, dass ein entsprechend abgekröpfter Sprüharm nur in einer von zwei Stellungen in das Innere des Spülgutes gelangen könnte, in denen seine Abkröpfung --13-- parallel zum Schlitz liegt.
Zum Rückführen des Sprüharmes --6-- in eine vorbestimmte Lage entsprechend den Fig. 1 und 2 ist eine Steuerung für den Motor --7-- vorgesehen, durch die der Sprüharm --6-- beim Abschalten des Motors -7-- noch so weit gedreht wird, bis er diese Lage erreicht hat. Wie Fig. 2 an Hand des Kreises --14-- und der Umrisslinien der Öffnung --3a-- zeigt, ist dies zwar prinzipiell in mehreren Stellungen möglich, doch ist die dargestellte, nach oben gerichtete Lage aus den genannten Gründen bevorzugt. Die Steuerung hiezu wird später noch an Hand der Fig. 3 im einzelnen beschrieben.
Um den Flüssigkeitsdruck für alle Düsen optimal ausnützen zu können, werden sie vorzugsweise nach einem vorgegebenen Programm nacheinander in Betrieb gesetzt. Da der Antrieb über den Motor --7-- drehzahlkonstant ist, kann die Welle --5-- über eine Kupplung an das nur angedeutete Untersetzungsgetriebe --8-- angeschlossen sein, wogegen der Motor --7-- selbst entweder ein Nocken aufweisendes Programmsteuerwerk treibt oder, z. B. über einen an seiner Welle befestigten Magneten und einen Reedkontakt, über eine an seiner Welle angeordnete und periodisch in eine Lichtschranke eintauchende Blende (vgl. --22 bis 25-- in Fig. 3), als Taktsignalgenerator dient.
Fig. 3 veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel eines elektronischen Programmsteuerwerks in Digitaltechnik, an Hand dessen der Betrieb des erfindungsgemässen Spülapparates erläutert werden soll.
Beim Schliessen eines Schalters --15-- wird Strom von einer Klemme --16-- einerseits über einen normalerweise geschlossenen Schalter --17-- einem Magneten --18-- zur Betätigung eines Haupt- ventiles -19-- für den Zustrom von Spülflüssigkeit im Sinne des Pfeiles 20 in die Leitung --10-zugeführt, anderseits zu einem Taktgenerator --21--, der an seinem Ausgang ein Taktsignal TS liefert.
Der Taktgenerator --21-- kann ein frei laufender elektronischer Taktoszillator sein, er kann aber, wie bereits erwähnt, auch so ausgebildet sein, dass von einem Motor, gegebenenfalls dem Motor --7-- selbst, eine Scheibe --22-- angetrieben wird, deren Rand in einer von einer Licht- quelle -23-- und einem lichtelektrischen Wandler --24-- gebildeten Lichtschranke liegt und diese unterbricht. Die Scheibe --22-- besitzt an ihrem Umfang mindestens eine Ausnehmung --25--, durch die der Strahl der Lichtquelle --23-- bei jeder Umdrehung der Scheibe --22-- einmal auf den Wand- ler 24-- fällt und so am Ausgang dieses Wandlers das Taktsignal TS ergibt.
Von der Klemme --16-- wird beim Einschalten über einen Koppelkondensator --C--, dem vorzugsweise eine von einem nicht dargestellten Flip-Flop gebildeten Impulsformerstufe nachgeschaltet ist, um den Ausschaltimpuls vom Schalter --15-- später sicher zu unterdrücken, ein Einschaltimpuls einem Flip-Flop-FF l-zugeführt, wodurch ein Haltemagnet --26-- für den Schalter --15-bzw. für seine Sperrung in eingeschalteter Lage erregt wird.
Das Taktsignal TS des Taktgenerators --21-- wird dem Takteingang --T-- einer binären Zähl- stufe --Z-- zugeführt, die binär zählende Ausgänge --A1 bis An-besitzt. An diese Ausgänge
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ist- N- (bei-Ul-ist beispielshalber eine solche Stufe --N-- dargestellt) angeschlossen ist.
Am Ausgang jedes der UND-Gatter --U1 bis U7-- ist ein Flip-Flop --FF 2 bis FF 7 bzw.
FF l-vorgesehen. Somit wird unmittelbar nach dem Schliessen des Schalters --15-- und mit dem Beginn der Zählung der Zählstufe UND-Gatter --U1-- durchgeschaltet, wodurch über das Flip-Flop --FF 2-- ein Magnet --27-- für die Betätigung eines Ventiles --28-- erregt wird, so dass zu Beginn des Reinigungsprozesses bei stillstehendem Sprüharm --6-- (vgl. Fig. l) das Steckbecken - vorerst über die Abräumdüse --6b-- innen gereinigt und so vom gröbsten Schmutz befreit wird, damit nicht etwa die Düsen --6f-- durch ihn verstopft werden können.
Nach diesem Reinigungsvorgang hat die Zählstufe --Z-- einen Zählerstand erreicht, durch den das UND-Gatter --U2-- einen Zählimpuls durchlässt, der das Flip-Flop --FF 2-- ab- und das Flip-Flop --FF 3-- einschaltet. Dadurch wird ein Magnet --29-- erregt, der einerseits eine Sperrklinke --30-- aus einer Ausnehmung --31-- einer Scheibe --22a-- aushebt und anderseits einen Schalter --32-- im Stromkreis des Motors --7-- schliesst. Die Scheibe --22a-- wird vom Motor --7-mitgedreht.
Falls, wie oben erwähnt, der Motor --7-- jedoch während des gesamten Programmes laufen soll und die Welle --5-- über das UND-Gatter --U2-- und das Flip-Flop --FF 3-- nur angekuppelt wird, ist die Scheibe --22a-- auf der Welle --5-- vorzusehen, und die Kupplung wird entweder unmittelbar vom Magneten --29-- oder über einen weiteren, statt des Motors --7-- im Stromkreis des Schalters --32-- liegenden Magneten eingeschaltet. In diesem Fall kann der annähernd drehzahlkonstante Motor --7-- unmittelbar im Stromkreis des Schalters --15-- liegen und beispielsweise die Scheibe --22-- - im Falle eines mechanischen Programmwerkes mit Nocken, Kontaktscheiben od. dgl. dieses Programmwerk, allenfalls über ein Untersetzungs-, z. B. ein Klinkengetriebe, antreiben, um so einen Synchronismus zwischen Programmablauf und Antrieb herzustellen.
Mit dem Schliessen des Schalters --32-- wird auch ein Magnet --29a-- erregt, der ein Ventil - -33-- zu den Düsen --6a und 6f-- öffnet. Somit wird während dieser Programmstufe der Sprüharm - durch den Motor --7-- gedreht und gleichzeitig Spülflüssigkeit über die Düsen --6a und 6f-versprüht. Die Funktion des Magneten --29a-- kann gegebenenfalls auch vom Magneten --29-mit erfüllt werden, so dass hiefür der Magnet --29a-- eingespart wird.
Auch kann die Anordnung so getroffen sein, dass die Düse --6b-- während des Betriebes der Düsen --6a und 6f-- weiterhin eingeschaltet bleibt (soferne es die Druckverhältnisse zulassen, für die der Apparat auszulegen ist), in welchem Falle das ihr zugeordnete Flip-Flop-FF 2-- nicht vom Ausgang des UND-Gatters --U2--, sondern von dem eines nachgeordneten Gatters, z. B. vom UND-Gatter --U3--, abzuschalten ist.
Sobald der Sprüharm --6-- seine Reinigungsarbeit beendet hat, hat die Zählstufe --Z-- einen Zählerstand erreicht, durch den das UND-Gatter --U3-- einen Impuls durchlässt. Durch diesen Impuls wird das Flip-Flop --FF 3-- abgeschaltet und damit der Magnet --29-- stromlos. Somit legt sich die Klinke --30-- gegen den Umfang der Scheibe --22a--. Solange ihr aber nicht die Ausnehmung - gegenüberliegt, hält die mechanisch mit dem Schalter --32-- verbundene Klinke --30-- diesen Schalter in seiner Geschlossenstellung, so dass der Motor --7-- sich noch so lange dreht, bis der Sprüharm-6-- in die aus den Fig. 1 und 2 ersichtliche Stellung gelangt ist.
In dieser Position liegt auch die Ausnehmung --31-- der Klinke --30-- gegenüber, diese kann einfallen und öffnet damit den Schalter --32--, so dass der Motor --7-- stromlos wird.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass die Abschaltstellung für den Sprüharm-6-- nicht sehr kritisch ist. Es kann daher die Ausnehmung --31-- wesentlich breiter als die einfallende Nase der Klinke - sein, was schon deshalb vorteilhaft ist, weil andernfalls die Klinke --30-- nach dem Abschalten des Motors --7-- noch wirksame Massenkräfte aufzunehmen hätte. Sie wäre dann vorzugsweise elastisch zu lagern. Falls weniger verschmutztes Spülgut zu reinigen wäre, könnte der Sprüh- arm --6-- auch in seiner abwärts ragenden Stellung abgeschaltet werden, in welchem Falle die Scheibe --22a-- zwei zueinander um 180 gegenüberliegende Ausnehmungen --31-- aufzuweisen hätte oder zwei Klinken --30-- vorzusehen sind.
Der Impuls des UND-Gatters --U3-- wurde ausser dem Flip-Flop-FF 3-- auch einem Speicher-
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glied-t-, z. B. einer monostabilen Kippstufe, zugeleitet, die ihn für eine einer Umdrehung der Scheibe --22a-- entsprechende Zeit am Eingang eines NAND-Gatters-34-gespeichert hält. Auch hiefür ist also die Drehzahlkonstanz des Antriebes --7-- wichtig. Der andere Eingang dieses Gat- ters-34-ist mit dem Stromkreis des Motors --7-- verbunden, so dass das NAND-Gatter-34- dann durch-und das Flip-Flop --FF 4-- einschaltet, wenn das UND-Gatter --U3-- einen zugehörigen Impuls durchgelassen hat und der Motor --7-- abgeschaltet ist.
Sodann wird über das Flip-Flop-FF 4-- ein Magnet-35-- zur Betätigung eines Ventiles --36-- in der Leitung der Düsen --6c-- erregt. Das Steckbecken --3-- (Fig. 1, 2) wird daher während dieser Programmstufe durch die drei Düsen --6c-- von unten her gereinigt.
Anschliessend wird das Flip-Flop --FF 4-- vom UND-Gatter --U4-- ab- und das Flip-Flop - -FF 5-- eingeschaltet. Dadurch wird ein Magnet --37-- für ein Ventil --38-- eingeschaltet und damit die Düsen --6d und 6e-- für die seitliche Reinigung und die Spülung von oben in Betrieb gesetzt. Nach dieser Programmstufe wird über das UND-Gatter --U5-- das Flip-Flop --FF 5-- abund das Flip-Flop --FF 6-- eingeschaltet. Der Ausgang dieses Flip-Flops --FF 6-- ist mit den Magneten --27, 29a, 35 und 37-- verbunden, so dass nun noch alle Düsen für einen Schwemmgang in Betrieb gesetzt werden. Gegebenenfalls kann über das Flip-Flop --FF 6-- auch der Magnet - erregt werden, um den Sprüharm-6-- nochmals in Bewegung zu setzen.
In diesem Fall ist die Schaltung zwischen den Flip-Flops --FF 6 und FF 7-- ähnlich aufzubauen, wie zwischen den Flip-Flops --FF 3 und FF 4--, um ein stellungsgerechtes Abschalten des Motors --7-- zu erzielen. Gegebenenfalls kann dann die Schaltung mit dem NAND-Gatter-34-- zwischen den Flip-Flops --FF 3 und FF 4-- entfallen, wenn man davon ausgeht, dass das Steckbecken --3-- während des Programmablaufes nicht gegen ein anderes, verschmutztes ausgetauscht werden kann bzw. soll.
In der dargestellten Schaltung bewirken von Dioden --D-- gebildete Stromventile in der Verbindungsleitung --39-- zwischen den Magneten, dass die gemeinsame Einschaltung aller Düsen nur über den Ausgang des Flip-Flops --FF 6-- erfolgen kann.
Hierauf ist das eigentliche Spülprogramm beendet. Beim Weiterzählen der Zählstufe --Z-- wird daher über das UND-Gatter --U6-- das Flip-Flop --FF 6-- ab- und das Flip-Flop --FF 7-eingeschaltet, wodurch ein Magnet --40-- erregt wird. Durch diesen Magneten --40-- wird einerseits der Schalter --17-- im Stromkreis des Magneten --18-- geöffnet, so dass das Hauptventil --19-schliesst, anderseits wird ein weiteres Hauptventil --41-- in einer Zufuhrleitung --42-- für Heisswasser und/oder eine Desinfektionsflüssigkeit geöffnet, die im Sinne des Pfeiles 43 zufliesst. Gleichzeitig mit der Erregung des Magneten --40-- wird über ein Stromventil-Dl-auch Strom den übrigen Magneten zugeführt, so dass die Desinfektion durch alle Düsen --6a bis 6f-- erfolgen kann.
Auch hier kann durch elektrische Verbindung zum Magneten --29-- nochmals der Motor --7-- in Betrieb gesetzt werden, was zur besseren Desinfektion des Innenrandes des Steckbeckens --3-- vorteilhaft ist. Bezüglich der stellungsgerechten Abschaltung des Motors --7-- sind dann wieder die oben gegebenen Hinweise zu beachten.
Am Ende des Programmes lässt das UND-Gatter --U7-- den letzten Zählimpuls der Zählstufe - durch und schaltet damit einerseits das Flip-Flop --FF 7-- ab, so dass alle vorher erregten Magnete stromlos werden, anderseits auch das Flip-Flop-FF l-, um über den Magneten --26-den Schalter --15-- frei zu geben und so zu öffnen. Der dabei entstehende Ausschaltimpuls am Koppelkondensator --C-- erreicht das Flip-Flop entweder erst nach dem Ausschalten desselben und kann es daher nicht mehr kippen (soferne es durch den negativen Impuls triggerbar ist), oder es ist zur Unterdrückung des Ausschaltimpulses in der oben geschilderten Weise noch ein weiteres Flip-Flop zwischengeschaltet.
Gleichzeitig mit der Freigabe des Schalters --15-- wird durch den Ausgangsimpuls des UND-Gatters --U7-- auch die Zählstufe --Z-- über ihren Rückstelleingang - auf Null zurückgestellt.
Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche verschiedene Ausführungen denkbar ; beispielsweise kann ein Programmtastenfeld --44-- mit einem Programmeingang --P-- der Zählstufe --Z-- verbun- den sein, um so einzelne Programmstufen des oben besprochenen Programmes unter Überspringung anderer Programmstufen durch rasche Eingabe von Zählimpulsen bei abgeschalteter Stromversorgung für die elektromechanischen Teile der Schaltung auszuwählen. An Stelle der hier nur beispielshalber gezeigten Magnetventile kann auch ein einziges (oder mehrere), durch einen Schrittantrieb antreib-
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bares Mehrwegventil vorgesehen sein, um nacheinander die einzelnen Düsen in Betrieb zu setzen.
Die Zuleitungen zu diesen Düsen liegen gemäss Fig. 3 in Serie an der Zuleitung --10--, wobei die Düsen zueinander parallel geschaltet sind. Es ist daher verständlich, dass durch ihre aufeinanderfolgende Einschaltung wenigstens zu Beginn des Spülprogrammes jeder Düse bzw. Düsengruppe der volle, optimal ausgelegte Fliessdruck von wenigstens 2 bar, vorzugsweise von 3 bar, aufrechterhalten wird.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Sprüharm --6'-- zwar nicht bis in das Innere des Steckbeckens-3-- ragt, jedoch eine solche Richtung aufweist, dass sein Spülstrahl --45-- in. die Rundung --3c-- der Seitenwand des Steckbeckens --3-- einströmt, von dieser umgelenkt wird
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entnehmen, wobei die Sprühdüsenanordnung ohne einen Sprüharm ausgebildet ist. Hier ist die zentrale Düse --6a-- im Querschnitt etwa keilförmig, so dass der aus ihr austretende Strahl bei der Drehung des Düsenkopfes --12-- am Steckbecken einen kleinen Kreis beschreibt. Die Düse --6f-- ist dagegen als konische Ringdüse geformt, deren Strahl den Mantel eines Kegelstumpfes bildet, dessen kleinere Kreisfläche von der Ringdüse --6f-- umschlossen ist.
Die Neigung der Kegelmantelfläche entspricht etwa der des Strahles --45-- in Fig.4, so dass auch hier die Spülflüssigkeit durch Umlenkung an der Rundung --3c-- zu der dem Düsenkopf --12-- abgekehrten Innenfläche --3d-gelangt.
Die beiden zuletzt beschriebenen Figuren zeigen, dass es nicht unbedingt erforderlich ist, einen abgekröpften Sprüharm --6-- gemäss den Fig. 1 und 2 zu verwenden, um auch die Innen- fläche --3d-- zu reinigen. Der Sprüharm --6-- ist aber insoferne günstiger, als die für den Strahl - nötige Umlenkung einen gewissen Energieverlust des Strahles mit sich bringt und man dabei auch vom vorhandenen Spüldruck abhängig ist, weil bei schwankenden Druckverhältnissen sich die Auftreffstelle des Strahles --45-- am Steckbecken --3-- entsprechend ändert und so den Reinigungseffekt beeinflussen kann.
Obwohl oben auch die Verwendung eines mechanischen Programmwerkes beschrieben wurde, bietet eine elektronische Programmsteuereinrichtung, insbesondere in Digitaltechnik, vor allem hinsichtlich der Kosten, des räumlichen Aufwandes u. dgl. grössere Vorteile. Insbesondere kann die elektronische Programmsteuereinrichtung von einem Mikroprozessor gebildet sein, wobei das Programm beispielsweise in wenigstens einem Lesespeicher (ROM) gespeichert vorliegt. Die Abrufbarkeit einzel-
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soferne wenigstens zu Beginn des Reinigungsprozesses optimale Verhältnisse eingehalten werden. Falls nötig, können also beispielsweise auch drei oder mehr Düsen --6f-- vorgesehen sein.
Auch braucht der Sprüharm-6-- nur während seines Betriebes in das Innere des Steckbeckens --3-ragen und kann gewünschtenfalls teleskopartig oder über einen Schlauchanschluss aus-und einfahr-
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Schliesslich kann statt des erwähnten, aber nicht dargestellten Flip-Flops, das dem Koppelkondensator-C-zur Unterdrückung des Ausschaltimpulses nachgeschaltet sein soll, natürlich auch jede andere Kippstufe (auch in Verbindung mit dem Flip-Flop --FF 1--) eingesetzt werden, die ausschliesslich durch den Einschaltimpuls, nicht jedoch durch den Ausschaltimpuls betätigbar ist.
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