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Die Erfindung betrifft eine Aufhängevorrichtung mit einer Verstellvorrichtung für Schiebe- türflügel mit oben an einem Schrank auf nebeneinanderliegenden Schienen laufenden Laufrollen und sich unten an dem Schrank in Führungen abstützenden Führungsrollen, wobei die Laufrollen durch die Verstellvorrichtung zu den Schiebetürflügeln verschiebbar angeordnet sind.
Es sind Beschläge bekannt (DE-OS 2234677), mit denen Führungen für Schiebetürflügel ge- bildet werden können. Die Führungen sind verschiebbar, so dass der Ein- und Ausbau der Schie- betürflügel leicht vorgenommen werden kann. Eine Einstellung des Schiebetürflügels gegenüber dem Rahmen ist jedoch nicht möglich.
Mit weiterbekannten Beschlägen (DE-OS 2034668) kann zwar der Rollenwagen eines dritten
Aufhängepunktes an Schiebetürflügeln wechselweise verriegelt werden, jedoch ist eine Einstellung des Schiebetürflügels bezüglich des Türrahmens nicht möglich.
Bei weiterbekannten Beschlägen für Schiebetüren (US-PS Nr. 3, 650, 071) sind die Laufrollen an den Schiebetürflügeln verstellbar angeordnet, die dadurch gegenüber dem Rahmen justierbar sind. Die Einstellvorrichtung benötigt verhältnismässig viel Platz auf der Rückseite des Schiebe- türflügels und ist schlecht zugänglich.
Bei weiterbekannten Beschlägen für Schiebetürflügel (US-PS Nr. 2, 904, 821) ist die Schiene, auf der die Laufrollen der Schiebetürflügel laufen, in der Höhe einstellbar. Auch bei dieser Lö- sung ist der Platzbedarf und der zeitliche Aufwand zum Justieren der Schiebetürflügel verhältnis- mässig gross.
Hier setzt die Erfindung ein, der die Aufgabe zugrundeliegt, eine Aufhängevorrichtung für
Schiebetürflügel so auszugestalten, dass sie bei geringem Platzbedarf leicht zugänglich ist, so dass eine Justierung in einfacher Weise und mit geringem Zeitaufwand bei zuverlässiger Kontrolle und Einstellung der Aushängesicherung ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die Laufrollen auf einem ge- meinsamen Profil mit unterschiedlicher Schienenhöhe abgestützt sind und jede Laufrolle in einem ersten, U-förmig ausgebildeten Dreharm drehbar geführt ist, dessen Drehachse in einem an den
Schiebetürflügeln befestigten zweiten U-förmigen Profil gelagert ist und der einen im zweiten U-förmigen Profil abgestützten Verstellbolzen aufweist, und dass die Führungsrollen an mit den Schiebetürflügeln verbundenen, einen einstellbaren Anschlag aufweisenden Lagersockeln gelagert sind.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel gezeigt und nachfolgend beschrieben. Es zeigen Fig. l einen Vertikalschnitt durch die Vorderseite eines Wandschrankes mit Schiebetürflügeln, Fig. 2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eines Schiebetürflügels für den Anbau an die Schrankvorderseite nach Fig. 1 und Fig. 3 eine Ansicht von oben, teilweise im Schnitt, des Schiebetürflügels nach Fig. 2.
In Fig. l ist die Vorderseite-l-eines Schrankes mit einem Fuss --2-- und einer oberen Anschlusswand --3-- gezeigt, die gegenüber dem Fuss --2-- und der oberen Abschlusswand --3-- vor- steht. Auf der vorstehenden Deckenpartie-4-ist ein U-förmiges Profil --5-- befestigt, dessen Schenkel zwei ungleich hohe Schienen --6, 7-- bilden, auf denen mit einer Umfangsrille --8-- versehene Laufrollen-9-laufen, an denen Schiebetürflügel --10, 11-- abgestützt sind.
Auf der Unterseite des vorstehenden Bodens --12-- der Schrankvorderseite ist ein Führung- profil -13-- befestigt, dessen Schenkel --14-- zwei nach unten offene Rinnen --15-- bilden, in denen Führungsrollen --16-- mit einer am Rollenumfang angeordneten Auflage --17-- aus einem Elastomeren laufen. Die Schiebetürflügel --10, 11-- weisen innenseitig am unteren Rand befestigte Tragarme --18, 19-- auf, die an ihrem freien Rand mit die Führungsrollen --16-- lagernden Lagersockeln --20, 21-- fest verbunden sind. Die Lagersockel --20, 21-- weisen eine axiale Gewindebohrung auf, in die ein Sicherungsbolzen --22--, z. B. aus Kunststoff, eingeschraubt ist.
Mit den Sicherungsbolzen --22-- kann eine zuverlässige Sicherung gegen das Aushängen der Schiebetürflügel erreicht werden, indem die Sicherungsbolzen bis zum Anschlag an das Führungsprofil eingeschraubt und dann um das Spiel zurückgeschraubt werden, das kleiner sein muss als die Rillentiefe der Umfangsrillen --8-- der Laufrollen --9--. Dieses Spiel kann jederzeit kontrolliert und, falls erforderlich, nachgestellt werden.
Die Laufrollen --9-- weisen ein Wälzlager --23-- auf, das auf einem Lagerbolzen --24-- ge-
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lagert ist, der in den Schenkeln eines U-förmig ausgebildeten Dreharmes --25-- abgestützt ist. Der Dreharm --25-- ist mittels eines Bolzens --26-- in einem zweiten U-förmigen Profil --27-- drehbar gelagert und mittels eines Verstellbolzens --28-- einstellbar, der mit einem Gewindebolzen- teil --29-- in einer in dem Dreharm --25-- gelagerten Welle --30-- senkrecht zu dessen Achse eingeschraubt ist und an seinem andern Ende eine Ringnut --31-- aufweist, mittels welcher der Verstellbolzen --28-- in einem im Steg des zweiten U-förmigen Profils angeordneten Schlitz --32-- formschlüssig geführt ist.
Der Schlitz --32-- weist eine schlüssellochförmige Erweiterung --33-- auf, durch die der Verstellbolzen --28-- eingeführt und in die Welle --30-- eingeschraubt werden kann.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist für den Schiebetürflügel --10-- das zweite U-förmige Profil am oberen Rand innenseitig befestigt, so dass die in dem dazugehörigen Dreharm --25-- gelagerte
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--9-- aufkels --34-- den Schiebetürflügel --10--, und der Tragwinkel --34-- ist an seinem freien Rand mit einem weiteren zweiten U-förmigen Profil --27-- so verbunden, dass der dazugehörige Dreharm --25-- sich mit seiner Rolle --9-- auf der inneren höheren Schiene --7-- abstützen kann.
Auf der Oberseite des mit dem inneren Schiebetürflügel --10-- verbundenen zweiten U-förmi- gen Profils --27-- ist ein mit einem Bolzen --35-- befestigter Mitnehmer --36-- angeordnet, u zw. an derjenigen Seite des Schiebetürflügels, die bei geschlossenem Schrank von dem benachbarten
Schiebetürflügel abgewendet ist. Der Mitnehmer --36-- besteht zweckmässig mindestens teilweise aus einem Elastomeren.
Auf der Innenseite der Schienen --6, 7-- ist je eine Leiste --37-- angeordnet, die zusammen mit den übrigen Teilen des Profils --5-- eine schwalbenschwanzförmige Nut bildet, in die An- schläge --38-- mit einem entsprechend ausgebildeten Fuss einschiebbar sind, so dass sie formschlüssig geführt sind. Die Anschläge --38-- können mittels Spannschrauben --39-- am Ende des Profils --5-- fixiert werden und weisen einen Dämpferteil --40-- aus einem Elastomeren sowie zwei Brems- und Haltefedern --41-- auf. Die Brems- und Haltefedern --41- umfassen, s.Fig.3, in der Schliessstellung eines Schiebetürflügels den einen Schenkel des zweiten U-förmigen Profils --27-und halten damit den Schiebetürflügel fest.
Wird in dem Schenkel eine Bohrung --42-- vorgesehen, in die die Brems- und Haltefedern --41-- eingreifen können, ist der Schiebetürflügel noch etwas fester gehalten.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, sind die Schiebetürflügel --10, 11-- mit Randleisten - -43, 44-- versehen, wobei die Leisten --43-- als Griffleisten ausgebildet sind. In den Randleisten --44-- sind Anschlagpuffer --45-- befestigt, die ein hartes Zusammenprallen zweier auf der gleichen Schiene laufender Schiebetüren verhindern.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aufhängevorrichtung mit einer Verstellvorrichtung für Schiebetürflügel mit oben an einem Schrank auf nebeneinanderliegenden Schienen laufenden Laufrollen und sich unten an dem Schrank in Führungen abstützenden Führungsrollen, wobei die Laufrollen durch die Verstellvorrichtung zu den Schiebetürflügeln verschiebbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrollen (9) auf einem gemeinsamen Profil (5) mit unterschiedlicher Schienenhöhe abgestützt sind und jede Laufrolle (9) in einem ersten, U-förmig ausgebildeten Dreharm (25) drehbar geführt ist, der mittels eines Bolzens (26) in einem an den Schiebetürflügeln (10,11) befestigten zweiten U-förmigen Profil (27) gelagert ist und der einen im zweiten U-förmigen Profil (27) abgestützten Verstellbolzen (28) aufweist, und dass die Führungsrollen (16) an mit den Schiebetürflügeln (10,11)
verbundenen, einen einstellbaren Anschlag aufweisenden Lagersockeln (20,21) gelagert sind.