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Beschreibung Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kasten und ein Regal. Herkömmliche Regale haben meist horizontale Regalböden mit der Möglichkeit, in der Höhe verstellt zu werden. Die vertikalen Trennwände sind nicht verstellbar.
Um darin flache Gegenstände wie Zeitschriften, Papierblätter, Bücher, Langspielplatten und dergleichen senkrecht zu lagern und vor dem Umfallen oder Umknicken zu schützen, müssen entsprechende Stützmassnahmen getroffen werden, Zubehörteile wie z. B. Buchstützen hinzugefügt werden.
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Es gibt ebenfalls Regale, die im Baukastensystem aufgebaut sind. Im einfachsten Fall werden einzelne Kästen nur lose aufeinander gestellt oder nebeneinander aufgereiht. Es gibt auch Kästen, die mittels einer Steck- oder Schraubvorrichtung fest miteinander verbunden werden, um erweiterbare Systeme zu bilden. Die Anordnung der Kästen ist dann horizontal oder vertikal und nicht verstellbar.
Es sind zwar verstellbare Anordnungen bekannt, die jedoch aufwendige Zusatzteile wie Schienen und Rollen oder Schwenklagerungen erfordern und die zeitraubend im Zusammenbau sind.
Zudem sind Regale oft von sperrigem Ausmass und damit umständlich zu transportieren. Bei einem Ortswechsel müssen Regalinhalt und Regal separat transportiert werden.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Regal anzubieten, das beliebig erweiterbar ist, das ohne teures Zubehör verstellbar ist und in dem flache Gegenstände wie z. B. Zeitschriften oder dergleichen ohne zusätzliche Zubehörteile ohne Risiko eines Umfallens oder Umknickens gelagert und ggf. transportiert werden können.
Diese Aufgabe lösen ein Kasten gemäss Anspruch 1 und ein Regal gemäss Anspruch 14.
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Der erfindungsgemässe Kasten bildet eine kleine handliche Einheit. Durch den Zusammenbau mehrerer Kästen entsteht ein modulares Regalsystem.
Das Zusammenfügen zweier benachbarter Kästen erfolgt einfach durch das Einschieben einer äusseren Gratleiste des einen Kastens in die entsprechende erste Gratnut des zweiten Kastens, wobei die Gratleiste in der Gratnut gleitet. Der Zusammenbau erfolgt somit Seitenwand gegen Seitenwand, wobei die Seitenwände durch das nut-federartige System Gratleiste/Gratnut, welche beide durch ihren Schrägschnitt einen schwalbenschwanzförmigem Querschnitt aufweisen, Aussenfläche gegen Aussenfläche zusammengehalten werden. Das Regal kann auf eine beliebige Anzahl von Kästen erweitert werden. Die Kästen können aufeinander gestapelt oder nebeneinander aufgestellt werden.
Da die Gratleiste in der ersten Gratnut gleiten kann, können die Aussenflächen der Seitenwände zweier benachbarter Kästen aufeinander gleiten, so dass die Kästen bzw. die ganze das Regal bildende Reihe von Kästen gegeneinander verschoben und versetzt werden können. Bei im Wesentlichen senkrecht nebeneinander aufgestellten Kästen ist somit eine Schräglage der Seitenwände durch Verschieben möglich. Die darin befindlichen flachen Gegenstände wie Zeitschriften oder Langspielplatten liegen somit leicht schräg auf den
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leicht schrägen Seitenwänden auf und tendieren nicht mehr zum Umkippen oder Einknicken.
Das System Gratleiste/Gratnut ist einfach und billig in der Herstellung. Bei Kästen aus Holz kann die Gratnut sehr einfach durch Einfräsen hergestellt werden ; die Leiste wird aufgeklebt. Das Zusammenbauen oder Auseinandernehmen der einzelnen Kästen erfolgt durch eine sehr einfache Handhabung, die keine Werkzeuge erfordert.
Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden nun anhand der Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform und eines Ausführungsbeispiels, unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung, weiter erläutert, wobei Figur 1 zwei benachbarte Kästen, vertikal versetzt, vor ihrem Zusammenbau ; Figur 2 die zwei Kästen der Fig. 1 im zusammengebauten
Zustand ; Figur 3 die zwei Kästen der Fig. 1 im schräggestellten
Zustand ;
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Figur 4 fünf Kästen, übereinander aufgestapelt ; Figur 5 fünf Kästen, nebeneinander senkrecht zusammengebaut ; und Figur 6 die fünf Kästen in schräggestellter Anordnung zeigen.
Die in der Fig. 1 gezeigten Kästen 8a und 8b weisen jeweils eine nach vorne gerichtete offene Öffnungsseite 5 auf. Die erste, rechts an der Öffnungsseite 5 angrenzende Seitenwand 6 weist eine Gratnut 2 auf. Die Gratnut 2 kann, insbesondere bei dünnen Seitenwänden, wie es in den Figuren 1 bis 3 dargestellt ist, als offene Spalte bzw. Langloch durch Fräsen ausgebildet sein. Die Gratnut 2 erstreckt sich vom unteren Rand der Seitenwand 6 aus bis in den oberen Bereich dieser Seitenwand 6, jedoch nicht bis zum oberen Rand dieser Wand. Wie aus den Figuren 1 bis 3 ersichtlich ist, verläuft die Achse der Gratnut 2 parallel zur Öffnungsseite 5.
Auf der, der ersten Seitenwand 6 gegenüberliegenden zweiten Seitenwand 7 verläuft jeweils eine äussere Gratleiste 1, deren Längsachse parallel zur Längsachse der Gratnut und zu der Öffnungsseite 5 verläuft. Wie aus den Figuren 2 und 3
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ersichtlich ist, sind die Abstände der Achsen der Gratnut und der Gratleiste zur Öffnungsseite 5 gleich.
Die äussere Gratleiste 1 und die erste Gratnut 2 weisen den gleichen Querschnitt auf, so dass die Gratleiste 1 des Kastens 8b in der ersten Gratnut 2 des Kastens 8a in Richtung des Pfeiles A einschiebbar ist und darin gleiten kann. Die Fig. 2 zeigt die Kästen 8a und 8b im zusammengesetzten Zustand, wobei die Gratleiste 1 in der ersten Gratnut 2 eingeschoben ist. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist die Gratleiste 1 etwas kürzer als die erste Gratnut 2.
Wenn nun die zwei Kästen 8a und 8b etwas nach rechts, in Richtung des Pfeiles B schräggestellt werden, so wie es in der Fig. 3 dargestellt ist, kommt das abgerundete Ende der Gratleiste 1 in Anschlag gegen das abgerundete Ende der ersten Gratnut 2, so dass die beiden Kästen 8a und 8b leicht schräggestellt sind, jedoch nicht weiter gegeneinander verrutschen können. Enthalten nun diese Kästen flache Gegenstände wie Zeitschriften oder Langspielplatten, so liegen diese gegen die inneren Flächen der Seitenwände 6 an. Da sie auf diesen Seitenflächen ruhen, tendieren sie nicht zum Umkippen oder Umknicken. Die Kästen können ebenfalls nach links schräggestellt werden, jedoch ohne Anschlag.
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Wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich ist, erstrecken sich. die Gratleiste 1 und die erste Gratnut 2 über mehr als die Hälfte der Höhe der Seitenwände 6 und 7. Obwohl sie prinzipiell auch kürzer ausgebildet werden können, bietet die längere Ausführungsform einen besseren Halt und Widerstandsfähigkeit gegen Scherkräfte.
Die Fig. 5 und 6 zeigen jeweils von hinten gesehen fünf miteinander verbundene senkrecht bzw. schräggestellte Kästen. Die Fig. 4 zeigt fünf übereinander gestapelte, ebenfalls miteinander verbundene Kästen.
Wie am besten aus den Fig. 4 bis 6 ersichtlich ist, weisen die Seitenwände 6 und 7 jeweils eine zweite Gratnut 9 und eine dritte Gratnut 3 auf, welche symmetrisch bezüglich der, zu den genannten Seitenwänden 6 und 7 parallelen mittleren Ebene ausgebildet sind. Wie aus den Figuren ersichtlich ist, sind die zweite und die dritte Gratnut nicht parallel zur ersten Gratnut, sondern verlaufen senkrecht zur ersten Gratnut. In den Anordnungen der Kästen wie sie in den Fig. 4 und 5 dargestellt sind, liegen sich die dritte Gratnut 3 eines Kastens und die zweite Gratnut 9 des benachbarten Kastens genau gegenüber und bilden somit eine gemeinsame Ausnehmung zwischen zwei Kästen, mit einem schwalbenschwanzartigen Querschnitt, in die ein Schieber 4
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mit konjugiertem Profil eingeschoben werden kann.
Durch das Einschieben des Schiebers 4, da dieser nicht parallel zu der Leiste 1 liegt, sind zwei benachbarte Kästen gegeneinander verriegelt. Da die zweite Gratnut 9 und die dritte Gratnut 3 und der Schieber 4 nur zu dieser Verriegelung dienen, können sie viel kürzer ausgebildet sein als die Gratleiste 1 und die erste Gratnut 2. Somit treffen und schneiden sich die Nuten 9 und 2 nicht. Bei dünnen Seitenwänden 6,7 können auch die zweite und dritte Gratnut als längliche Löcher bzw. offene Spalten ausgebildet sein.
Beispiel 1 Ein zur Aufnahme von Blättern des Formats A4 vorgesehener flacher Kasten hat eine Öffnungsseite mit den Massen 32 cm x 8 cm und eine Tiefe von 24 cm. Somit haben die erste und die zweite Seitenwand die grösste Fläche, nämlich von 32 cm x 24 cm. Der Kasten ist aus parallel verleimtem Sperrholz gebildet mit einer Dicke von 0, 6 cm. Die Gratleiste misst ungefähr 20 cm und die erste Gratnut ungefähr 23 cm, so dass, wenn das abgerundete Ende der Gratleiste im Anschlag im abgerundeten Ende der Gratnut liegt, eine Schrägstellung von ca. 13 0 - 15 0 erreicht wird.
Die zweite und dritte Gratnut haben jeweils eine Länge von 7 cm und der Schieber hat eine Länge von 9 cm, so dass bei eingeschobenen
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Schiebern diese aus der Hinterwand der Kastenreihe hervorstehen und sehr leicht ergreifbar zum Herausziehen und Verstellen sind. Die Gratnuten werden durch Fräsen von Sperrholzplatten mit einem stumpfkegelförmigen Werkzeug gebildet.
Zahlreiche Varianten stehen dem Fachmann im Rahmen der beanspruchten Erfindung zur Verfügung : Der erfindungsgemässe Kasten kann auch aus anderen Materialien als Sperrholz oder massivem Holz hergestellt werden. Er kann auch aus Kunststoff geformt, z. B. formgegossen werden, wobei die Leiste und die Nuten im selben Arbeitsgang geformt werden. Bei Verwendung von Kunststoff wird der Kasten vorzugsweise dünnwandig ausgestaltet, mit den in der Kunststofftechnologie üblichen zusätzlichen Profilen, Verstrebungen und sonstigen Versteifungen.
Die Gratnuten sind in der dargestellten Ausführungsform als Langlöcher ausgebildet. Bei dickeren Wandungen der Seitenwände könnten diese Gratnuten ebenfalls als nicht durchgehende Vertiefungen der Seitenwände ausgebildet sein.
Die Gratnuten 3 und 9 brauchen nicht senkrecht zur ersten Gratnut 2 verlaufen, sondern können auch schräg verlaufen.
Die erste Gratnut 2 braucht nicht unbedingt an einem Rand
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der sie tragenden Seitenwand beginnen, sie kann auch nur im mittleren Teil der Seitenwand verlaufen, mit einem verbreiterten Abschnitt, der das Einfügen der entsprechenden Gratleiste des benachbarten Kastens erlaubt, und einem Abschnitt, wo die Querschnitte gleich sind. Die äussere Gratleiste und die erste Gratnut brauchen auch nicht notwendigerweise parallel zur Öffnungsseite verlaufen. Wenn sie schräg verlaufen, so werden beim Schrägstellen zwei benachbarte Kästen nicht nur seitlich, sondern auch nach vorne bzw. nach hinten versetzt. Die Öffnungsseite kann einen Deckel oder eine Schublade, bei Stapelung von Kästen übereinander, erhalten.
Die zwei anderen Seitenwände eines Kastens können ebenfalls ein System Gratleiste/Gratnut bzw. Einfräsung aufweisen, so dass ein Aufbau mit Verankerung in zwei zueinander senkrechten Richtungen erfolgen kann.