<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Testen von Gleitmitteln, insbesondere von wachs- artigen Laufflächenbeschichtungen für Schier, bestehend aus einem in umlaufende Bewegung ver- setzbaren und mit einer vorzugsweisen stationären Bezugsfläche in Kontakt bringbaren Prüfkörper, wobei zwischen Prüfkörper und Bezugsfläche das Gleitmittel einbringbar und eine Einrichtung zur Bestimmung der Umlaufbewegung bzw. -zeit des Prüfkörpers vorgesehen ist, welche vorzugsweise die Verzögerung der Umlaufbewegung als Parameter für die Güte des Gleitmittels auswertet.
Um ein optimales Gleiten von Schiern od. dgl. auf Schneeflächen zu erreichen, ist es not- wendig, deren Laufflächen mit einer Wachsbeschichtung zu versehen. Die Zusammensetzung und die Art des Wachses muss dabei der Schneeart und der Schneetemperatur angepasst sein. Bislang bedurfte es meist aufwendiger Tests und Vergleichsfahrten sowie grosser Erfahrung für die richtige
Wahl der Wachsmischung und der jeweiligen Komponenten.
Es ist eine Vorrichtung zur Ermittlung der Schmierfähigkeitseigenschaften von Ölen und Fetten bekanntgeworden, die aus einem Lager für eine in Drehung versetzbare, mit einer Schwungscheibe gekoppelte Welle besteht. Für die Untersuchung der Güte des Gleitmittels wird dieses Lager mit dem Gleitmittel geschmiert, die Welle in Drehung versetzt und die Verzögerung der Welle durch die Reibungsverluste im Lager gemessen.
Eine derartige Vorrichtung ist jedoch nicht zum Testen von wachsartigen Laufflächenbe- schichtungen für Schier geeignet. Dies liegt daran, dass die Bezugsfläche für den in Drehung ver- setzbaren Prüfkörper stets dieselbe ist, bzw. nur äusserst schwierig zu ändern ist. Ausserdem kann das Gleitmittel nicht bei unterschiedlichen Bedingungen, insbesondere bei unterschiedlichen Drücken geprüft werden. Eine leichte Änderung der Bezugsfläche und die Prüfung bei unterschiedlichen
Drücken sind jedoch unabdingbare Voraussetzungen für die Prüfung von wachsartigen Laufflächen- beschichtungen für Schier.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, welche eine objektive Ermittlung der Gütekriterien von Gleitmitteln, insbesondere von wachsartigen Laufflächen- beschichtungen für Schier od. dgl. unter den genannten Bedingungen ermöglicht.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass zur Bildung der Bezugsfläche eine Wanne vorgesehen ist, welche mit Schnee, Kunstschnee od. dgl. füllbar ist, und dass der um eine normal zur Bezugsfläche liegende Achse drehbar gelagerte Prüfkörper mit vorgegebener Drehzahl antreibbar und mit vorbestimmter Kraft auf die Oberfläche des Schnees aufsetzbar ist.
Bevorzugt ist der Prüfkörper als Scheibe ausgebildet und weist günstig eine der Bezugsfläche zugewendete, aus einem Kunststoffschibelag bestehende Seite auf, auf welcher das wachsartige Gleit- mittel in herkömmlicher Weise aufbringbar ist. Vorteilhafterweise ist der Trägerkörper an einer motorisch in umlaufende Bewegung versetzbaren Welle gelagert. Es ist ebenso eine exzentrische oder translatorische Bewegung denkbar.
Es ist von Vorteil, die Welle mit einem Schwungrad zu versehen.
Weiters ist es vorteilhaft, wenn zur Bildung der Bezugsfläche eine mit Schnee füllbare Wanne vorgesehen ist. Dadurch können am jeweiligen Einsatzort Schneeproben entnommen werden und zur
Emittlung der Gleiteigenschaften verschiedener Wachsmischungen dienen. Weiters ist es günstig, den Trägerkörper mit vorbestimmtem Druck gegen die Bezugsfläche zu pressen.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispiels und unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, ohne dass dem einschränkende Bedeutung beikommen soll.
EMI1.1
-7-- einschiebbarBezugsfläche bildet. Der Prüfkörper-l-ist als an einer Welle --5-- drehbar gelagerte Scheibe ausgebildet, deren dem Schnee -8-- zugewendete Seite mit einem Kunststoffbelag --4-- versehen ist. Dieser Kunststoffbelag kann vollflächig oder kreisringförmig ausgebildet sein. Der als Scheibe ausgebildete Prüfkörper-l-ist über einen Absenkhebel --13-- normal zur Bezugsfläche --2-- bewegbar.
Weiters ist die Welle 5-- mit einem Schwungrad -6-- verbunden und über einen Keilriementrieb --10-- von einem Motor -11-- antreibbar. Die Drehzahl des Motors --11-- kann über
EMI1.2
Zeiteinheit bzw. die gesamte Umdrehungszahl kann mit einem aus einem Geber --3'-- und einem Zähler --3''-- bestehenden Drehzahlmesser --3-- bestimmt werden.
<Desc/Clms Page number 2>
Für die Ermittlung der Gleiteigenschaften eines Schiwachses wird nun die gewünschte Schneeart in die Wanne --7-- eingefüllt, das Wachs auch auf den Kunststoffbelag --4-- aufgetragen und
EMI2.1
hungszahl des angetriebenen Motors --11-- und nach Abschalten des Motors --11--, die Anzahl der Umdrehungen der Welle --5-- bis zum Stillstand. Die Anzahl der Umdrehungen bildet im Zusammenhang mit dem jeweiligen Anpressdruck des Prüfkörpers ein objektives und reproduzierbares Mass für die Gleiteigenschaften des Wachses.
Weiters können mit einer derartigen Vorrichtung auch die Verschleisseigenschaften von Gleitmitteln getestet werden. Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich möglich, dem Prüfkörper eine andere Art der Bewegung zu erteilen. Beispielsweise könnte dieser bandförmig ausgeführt werden und eine Translationsbewegung durchführen. Es ist neben der Rotationsbewegung des scheibenförmigen Prüfkörpers auch eine exzentrische Bewegung möglich.
Auch können mit der erfindungsgemässen Vorrichtung die Gleiteigenschaften von andern Laufflächenbelägen wie Kunststoff, Holz- und Metall, insbesondere in Abhängigkeit von der Oberflächenbeschaffenheit bzw. von etwaigen Oberflächenprofilierungen ermittelt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Testen von Gleitmitteln, insbesondere von wachsartigen Laufflächenbeschichtungen für Schier, bestehend aus einem in umlaufende Bewegung versetzbaren und mit einer vorzugsweisen stationären Bezugsfläche in Kontakt bringbaren Prüfkörper, wobei zwischen Prüfkörper und Bezugsfläche das Gleitmittel einbringbar und eine Einrichtung zur Bestimmung der Um- laufbewegung bzw. -zeit des Prüfkörpers vorgesehen ist, welche vorzugsweise die Verzögerung der Umlaufbewegung als Parameter für die Güte des Gleitmittels auswertet, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der Bezugsfläche (2) eine Wanne (7) vorgesehen ist, welche mit Schnee, Kunstschnee od. dgl.
füllbar ist, und dass der um eine normal zur Bezugsfläche (2) liegende Achse drehbar gelagerte Prüfkörper (l) mit vorgegebener Drehzahl antreibbar und mit vorbestimmter Kraft auf die Oberfläche des Schnees aufsetzbar ist.
EMI2.2