AT372622B - Verfahren zur rueckgewinnung von saeure - Google Patents

Verfahren zur rueckgewinnung von saeure

Info

Publication number
AT372622B
AT372622B AT49582A AT49582A AT372622B AT 372622 B AT372622 B AT 372622B AT 49582 A AT49582 A AT 49582A AT 49582 A AT49582 A AT 49582A AT 372622 B AT372622 B AT 372622B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
exhaust gas
acid
cellulose
gas
absorber
Prior art date
Application number
AT49582A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA49582A (de
Original Assignee
Waagner Biro Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Waagner Biro Ag filed Critical Waagner Biro Ag
Priority to AT49582A priority Critical patent/AT372622B/de
Publication of ATA49582A publication Critical patent/ATA49582A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT372622B publication Critical patent/AT372622B/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46Removing components of defined structure
    • B01D53/48Sulfur compounds
    • B01D53/50Sulfur oxides

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Rückgewinnung von Säure, insbesondere der schwefeligen Säure aus den gasförmigen Verbrennungsprodukten der Abfallstoffe bei der Zuckerherstellung aus Zellulose bzw. der weiteren Alkoholherstellung aus diesen Zuckern und Einbindung eines Teiles der Abfallwärme in den Zuckerherstellungsprozess. 



   Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt einen industriellen Prozess, wie es beispielsweise die Alkoholherstellung aus Zellulose erfasst, energetisch in einen geschlossenen Kreislauf zu führen und auch dabei die verwendeten Chemikalien rückzugewinnen. Die Erfindung geht dabei von dem Stand der Technik aus, dass der beim Prozess anfallende Abfall verbrannt wird und die dabei entstehende Wärme in den Prozess eingebracht wird. Neben dieser Wärmerückgewinnung fällt aber auch Abwärme und in den Verbrennungsprodukten Chemikalien an, die erfindungsgemäss direkt in den Prozess eingebunden werden. 



   Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Abgase aus dem mit den Abfallstoffen beheizten Dampfkessel nach einer Abgaskonditionierung in einem Absorber mit dem zu verarbeitenden, zellulosehaltigen Material in Berührung gebracht werden und das erhitzte zellulosehaltige Material nach Aufnahme von Säureanhydrid aus dem Gasstrom und aus einer zusätzlichen Säurequelle in an sich bekannter Weise ein-oder mehrstufig hydrolisiert wird und dass das Produkt aus der Hydrolysestufe in eine feste und flüssige Phase getrennt wird, wobei die feste Phase als Brennstoff in den Dampfkessel zur Verbrennung eingeleitet wird und insbesondere die flüssige Phase nach ihrer Vergärung und Abscheidung des Alkohols ausgefault, sowie das Faulgas als zusätzlicher Brennstoff für die Kesselfeuerung verwendet wird.

   Vorzugsweise werden als zellulosehaltiges Material gehäckselte Einjahrespflanzen, wie z. B. Stroh, und/oder zerkleinerte Abfallhölzer eingesetzt, die im Absorber mit dem   säureanhydridhaltigem.   Abgas in Kontakt gebracht werden, wobei sowohl die Wärme als auch Säure aus dem Rauchgas in das zellulosehaltige Material eingebracht werden, welches anschliessend mit wässeriger Säurelösung getränkt der Hydrolysestufe zugeführt wird. 



   Der Erfindung ist in den Zeichnungen an Hand eines Schaltbildes beispielsweise beschrieben. 
 EMI1.1 
 l,- mit zu verbrennenden, festen Gütern und über die Leitung-18-mit Faulgas beschickt wird, welche beide Komponenten als Brennstoff im Dampfkessel-l-verbrannt werden. Das hiebei entstehende Abgas wird über die   Leitung --6-- zunächst   einem   Entstauber --2- zugeführt,   der beispielsweise als Zyklon ausgebildet ist und die mitgerissenen, trockenen Aschenteilchen vom Gasstrom trennt. Der gereinigte Gasstrom wird in einer Abgaskonditioniereinrichtung --3-- inertisiert, indem der im Abgas vorhandene Sauerstoff durch Zuführung von Brennstoff aufgebraucht wird. 



  Das inerte noch Schwefeloxyde enthaltende Abgas wird nun einem   Absorber -4- zugeführt,   indem das zu behandelnde Material, wie z. B. Ernteabfälle aus gehäckselten Einjahrespflanzen wie Stroh und/oder zerkleinertes Abfallholz, in den Gasstrom über die   Zuführungsleitung --20- eingebracht   wird. Dieses Material absorbiert einen Teil der im Abgas enthaltenen Schwefeloxyde und wird 
 EMI1.2 
 nun der   Hydrolysestufe -8-- zugeführt,   wobei aus der Zellulose durch Wasseranlagerung mit Hilfe der Säure ein biologisch abbaufähiger Zucker in Wasser gelöst erzeugt wird. Diese Zuckerlösung wird einer   Trennstufe-9-zugeführt,   in welcher die Zuckerlösung von unlöslichem, säurehaltigem Lignin und andern festen Bestandteilen gereinigt wird.

   Die festen Stoffe werden durch die Lei-   tung --12-- abgeführt,   während die gereinigte Lösung über die Leitung --13-- der Gärstufe - und schliesslich der   Destillation --15- zugeführt   wird. In der Destillation --15-- erfolgt die Trennung des Alkohols, welcher über die   Leitung --16-- abgeführt   wird, von der Schlempe, die in einer   Fauleinrichtung --17- aus gefault   wird, wobei das Faulgas über die Leitung --18-- 
 EMI1.3 
 die   Abwasserleitung --19- abgeführt   wird. 



   Entsprechend dem Schwefelgehalt des Abgases in der Leitung --6--, welcher im wesentlichen durch den Schwefelgehalt des verbrannten Lignins und/oder Faulgases sowie der benötigten Zusatz- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 brennstoffe bestimmt ist, sowie entsprechend den Umweltvorschriften für das an den Abgaskamin abgegebene Abgas bestimmt sich die Ausbildung des Absorbers --4--, wie es beispielsweise in Fig. 2 dargestellt ist.

   Der Absorber -4-- besteht im wesentlichen aus einem   Rauchgassättiger --21--,   der eigentlichen   Absorptionsstufe --22-,   dem   Rauchgaswäscher --23-- und   dem   Tröpfchenabscheider     ; --24--,   sowie dem   Saugzuggebläse --25-.   Je nach dem, inwieweit die Absorptionsstufe --22-- zur
Vorwärmung des zu behandelnden Materials, welches durch die   Leitung --20-- herangeführt   wird, verwendet wird, kann der   Rauchgassättiger --21-- vor   oder nach der Absorptionsstufe --22-- ange- ordnet werden.

   Im   Rauchgaswäscher --23-- wird   Wasser eingespritzt, welches entsprechend der gewünschten Reingasqualität die im Abgas vorhandenen Schwefeloxyde bindet, und im beladenen
Zustand der   Zuführungsleitung --11'-- für   die Frischsäure zugemischt wird. Ein Teil der verbrauch- ten Waschflüssigkeit wird über den   Sättiger --21-- dem   Rauchgas eingesprüht, um dieses für die
Rauchgaswäsche entsprechend zu konditionieren. Das aus dem   Rauohgaswäscher-23-entweichende  
Abgas enthält feinste Tröpfchen, die im nachgeschalteten   Tröpfchenabscheider   abgeschieden werden und nach ihrer Sammlung ebenfalls der Frischsäure zugeführt werden. 



   Das geoffenbarte Verfahren eignet sich in erster Linie für die Rückgewinnung der schwefeligen
Säure, wie sie beispielsweise bei der Holzverzuckerung verwendet wird und sie kann aber auch, wenn salz-oder salpetersäurehaltiges Lignin verbrannt wird, zur Rückgewinnung der   Salz-und/oder  
Salpetersäure verwendet werden, indem die Rauchgaswäscher entsprechend ausgebildet werden. 



   Wesentlich ist nur ; dass das zu erhitzende Material, welches später hydrolisiert wird, einen Teil 
 EMI2.1 
 die mit andern Säuren getränkt werden, ohne dass die bei der Holzverzuckerung bzw. Schlempe- faulung anfallenden, schwefelhaltigen Brennstoffe verbrannt werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Rückgewinnung von Säure, insbesondere der schwefeligen Säure aus den gasförmigen Verbrennungsprodukten der Abfallstoffe bei der Zuckerherstellung aus Zellulose bzw. der weiteren Alkoholherstellung aus diesen Zuckern und Einbindung eines Teiles der Abfallwärme in den Zuckerherstellungsprozess, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgase aus dem mit den Abfallstoffen beheizten Dampfkessel nach einer Abgaskonditionierung in einem Absorber mit dem zu verarbeitenden, zellulosehaltigen Material in Berührung gebracht werden und das erhitzte zellulosehaltige Material nach Aufnahme von Säureanhydrid aus dem Gasstrom und einer zusätzlichen Säurequelle in an sich bekannter Weise ein-oder mehrstufig hydrolisiert wird und dass das Produkt der Hydrolysestufe in eine feste und eine flüssige Phase getrennt wird,

   wobei die feste Phase als Brennstoff in den Dampfkessel zur Verbrennung eingeleitet wird und insbesondere die flüssige Phase nach ihrer Vergärung und Abscheidung des Alkohols ausgefault, sowie das Faulgas als zusätzlicher Brennstoff für die Kesselfeuerung verwendet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als zellulosehaltiges Material gehäckselte Einjahrespflanzenteile, wie z. B. Stroh und/oder zerkleinerte Abfallhölzer eingesetzt werden, die im Absorber mit dem säureanhydridhaltigen Abgas in Kontakt gebracht werden, wobei sowohl Wärme als auch Säure aus dem Rauchgas in das zellulosehaltige Material eingebracht werden, welches anschliessend mit wässeriger Säurelösung getränkt der Hydrolysestufe zugeführt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgas nach dem Absorber gewaschen und das zellulosehaltige Material mit der ausgewaschenen und allenfalls zusätzlichen Säure getränkt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgas nach seinem Austritt aus dem Dampfkessel zu seiner Konditionierung in an sich bekannter Weise entstaubt und inertisiert wird. <Desc/Clms Page number 3>
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgas nach seiner Inertisierung an Feuchtigkeit gesättigt wird, wobei als Sättigungsflüssigkeit ein Teil der gebrauchten Waschflüssigkeit Verwendung findet, die in einer nachgeschalteten Waschanlage die Säure aus dem Abgas wäscht.
    6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zellulosehaltige Material vor seiner Aufgabe in den Abgaskontaktapparat gewaschen wird.
AT49582A 1982-02-10 1982-02-10 Verfahren zur rueckgewinnung von saeure AT372622B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT49582A AT372622B (de) 1982-02-10 1982-02-10 Verfahren zur rueckgewinnung von saeure

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT49582A AT372622B (de) 1982-02-10 1982-02-10 Verfahren zur rueckgewinnung von saeure

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA49582A ATA49582A (de) 1983-03-15
AT372622B true AT372622B (de) 1983-10-25

Family

ID=3492115

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT49582A AT372622B (de) 1982-02-10 1982-02-10 Verfahren zur rueckgewinnung von saeure

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT372622B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ATA49582A (de) 1983-03-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3428502C2 (de)
WO1981002428A1 (fr) Procede et installation d&#39;hydrolyse en continu d&#39;une substance biologique vegetale a base de cellulose pour la production de sucre
CH676437A5 (de)
DE3729695A1 (de) Verfahren und einrichtung zum entfernen von oxiden aus dem abgasstrom eines zementofens und zur gleichzeitigen herstellung nuetzlicher produkte hieraus
DE3314969C1 (de) Verfahren zur Entfernung bzw. Isolierung von Schadstoffen aus Abgasen
AT392909B (de) Verfahren zur behandlung von rauchgas mit einer alkaliinjektion und einem elektronenstrahl
DE4404284A1 (de) Anordnung und Verfahren zur umweltverträglichen Rauchgasreinigung
AT372622B (de) Verfahren zur rueckgewinnung von saeure
CH677885A5 (de)
DE3235020C2 (de)
EP0393402A1 (de) Verfahren zur Reinigung von schwermetallhaltigem Abgas mit hohem Chloridgehalt
DE1037833B (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Ammoniumsulfitablauge aus dem Holzaufschluss auf frische Kochlauge
EP0672020B1 (de) Verfahren und anlage zur trocknung und anschliessender spaltung
WO1987001963A1 (fr) Procede pour diminuer la teneur en matieres deleteres de gaz de fumees ou de procedes contenant des poussieres
DE2657758A1 (de) Verfahren zum entfernen schwefelhaltiger gase aus abgas
AT382793B (de) Verfahren zur abscheidung von schadstoffen aus verbrennungsabgasen und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
WO1986000243A1 (fr) PROCEDE DE SEPARATION DE SO2 et NOx
DE2109096C3 (de) Verfahren zum Entfernen von Schwefeldioxid mit mitgerissenen Feststoffteilchen aus Abgasen
DE1692838C3 (de) Verfahren und Anordnung zur Wiedergewinnung von Chemikalien aus einem Zellstoffkochprozeß auf Bisulfit-Basis
DE2808935B1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung der aufgestärkten Kochsäure für den Zellstoffaufschluß
DE2736488B2 (de) Verfahren zum Entfernen von Schwefeloxiden aus Rauchgasen
DE856287C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkohol aus anfallender Sulfitablauge der Zellstoffindustrie
DE890633C (de) Verfahren zum Auswaschen von Verunreinigungen aus Gasen, insbesondere aus Gärungskohlensäure
AT395830B (de) Verfahren zum reinigen von verbrennungsabgasen
DE1953426C3 (de) Verfahren zum Regenerieren einer zur Zellulosegewinnung benutzten sauren Magnesiumbisulfit-Kochflüssigkeit

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee
UEP Publication of translation of european patent specification
REN Ceased due to non-payment of the annual fee