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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Galvanisieren von Draht mit einem Be- handlungsbecken, wobei der Draht waagrecht durch das Becken mehrfach über Umlenkrollen mit senkrecht ausgerichteten Achsen geführt ist.
Es ist z. B. aus der DE-OS 2034751 bekannt, einen Draht mehrfach auf-auf einer waagrech- ten Achse angeordneten Umlenkrollen - spiralenförmig, aber auch über nebeneinander auf getrennten
Achsen angeordneten Umlenkrollen, die eine waagrechte Achse aufweisen, durch ein Bad zu führen, wobei üblicherweise mindestens ein Teil der Umlenkrollen im Bad angeordnet sind.
Es ist weiter dabei bekannt, ausser dem Bad befindliche Umlenkrollen als Kathode zu ver- wenden.
Bei einer Anordnung sind die Umlenkrollen so höhenversetzt, dass der Draht annähernd senk- recht über die Rollen geführt ist, wobei die Anoden senkrecht im Bad angeordnet sind. Dies hat den Vorteil, dass die senkrecht stehenden Anoden leicht und einfach in das Bad einzuhängen sind und sich eine gute Stromlinienverteilung ergibt und auch Störfelder am Rand vermieden werden.
Jedoch ist das Einführen der Drähte wegen der im Elektrolytbecken angeordneten Leitrollen kompli- ziert. Dabei ist es bekannt, auch mehrere Drähte parallel laufend durch das Bad zu führen.
Weiter ist es bekannt, auf zur Gänze im Becken befindlichen Leitrollen einen Draht spiralen- förmig über auf waagrechten Achsen angeordneten Leitrollen in einem Becken zu führen, wobei die Schlaufen waagrecht nebeneinander liegen. Die Anoden sind dabei waagrecht im Becken angeordnet und schlecht einhängbar und zugänglich, wodurch es zu schlechten Feldverteilungen und ungleichmässigen Beschichtungen der Galvanisationsschichte auf dem Draht kommen kann. Die
Anoden sind schlecht zugänglich, desgleichen die im Elektrolyt befindlichen Rollen.
Weiter ist es bekannt, waagrecht nebeneinander mehrere Drähte durch ein Elektrolytbecken zu führen, wobei Rollen sich im Becken befinden und Einlenkrollen ausserhalb des Beckens. Auch dabei müssen die Elektroden waagrecht eingeführt werden und sind schlecht zugänglich.
Gemäss der DE-OS 2306778 und der CH-PS Nr. 606506 sind ebenfalls Einrichtungen zum Aufbringen eines Metallüberzuges auf einen sich in Längsrichtung bewegenden Draht bekannt. Die Anoden sind dabei an einer Seite des Drahtes angeordnet. Infolge des Einführens lediglich eines einzigen Drahtes in das Bad sowie der einseitigen Anordnung der Anoden können bei geringer Produktivität lediglich Drähte mit ungleichmässig dicker Beschichtung erhalten werden.
Die Erfindung ist bestrebt, eine Vorrichtung zum Galvanisieren von Drähten zu schaffen, bei welcher eine gute Galvanisierungskapazität gegeben ist, also viele Drähte nebeneinander gleichzeitig behandelt werden können, gleichzeitig aber eine gute Zugänglichkeit aller Teile, also ein leichtes Einhängen und Justieren der Elektroden und ein Einführen und Durchführen der Drähte und Umleiten über die Walzen gegeben ist.
Dieses Ziel wird dadurch erreicht, dass mehrere Drähte senkrecht übereinander durch das Becken geführt sind und im Becken jeweils zu beiden Seiten der übereinander angeordneten Drähte bzw. Drahtabschnitte senkrecht stehende Anoden angeordnet sind, welche sich wenigstens über die gesamte Höhe dieser Obereinanderanordnungen erstrecken, und dass die Umlenkrollen zweckmässig angetrieben sind. Dadurch, dass die Drähte senkrecht übereinander durch das Becken geführt sind, ist es leicht und einfach möglich, die Anoden beidseits der Drähte senkrecht einzuhängen und zu justieren. Auch das Auflegen der Drähte auf die senkrecht stehenden Walzen lässt sich leicht bewerkstelligen.
Zweckmässig ist es dabei, dass die Umlenkrollen, wie an sich bekannt, als den Drähten Strom zuführende Kathoden ausgebildet sind. Zur Durchführung der Drähte durch das Becken werden die senkrecht stehenden Umlenkrollen angetrieben und die senkrecht übereinander angeordneten Drähte von Umlenkrolle zu Umlenkrolle waagrecht geführt. Durch diese vorteilhafte symmetrische Anordnung der Anoden an einem"Stapel"von mehreren übereinander angeordneten Drähten wird eine weitgehend gleichmässige Beschichtung bei hohem Durchsatz erreicht.
Zur Erzielung einer konstanten Zugspannung wird vorgeschlagen, dass die Umlenkrollen mit gleicher Geschwindigkeit angetrieben sind, jedoch die Durchmesser um die Galvanisierungsstärke abnehmen oder dass die Umlenkrollen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, jedoch gleichem Antriebsmoment zur Erzielung einer gleichen Zugspannung angetrieben sind.
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Die Erfindung ist an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert, ohne sich darauf zu beschränken. Fig. l zeigt eine Seitenansicht mit Schnitt durch ein Becken und Fig. 2 eine Ansicht von oben. Fig. 3 zeigt in Ansicht von oben eine Variante einer Anlage, bei welcher drei Drahtbahnen zu je sechs Drähten nebeneinander in verschiedene Behandlungsstationen hintereinander angeordnet sind.
Wie aus den Zeichnungen zu ersehen ist, ist ein Elektrolytbecken-l-mit Elektro- lyt --9-- gefüllt, an welches sich zwei Auffangbecken --2', 211-- anschliessen, in welchem Umlenkund Antriebsrollen --3-- mit senkrecht stehenden Achsen angeordnet sind, die von auf Trägern --10-- angeordneten Motoren --11-- angetrieben sind. Drähte-4-, u. zw. sechs Drähte, werden senkrecht übereinander über die Umlenkrollen --3-- durch Durchlässe --7-- durch das Becken-l-zwischen senkrecht eingehängten Anoden --5-- hin und her geführt, so dass sich eine
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--7--,pen --8-- wieder in das Becken-l-zurückgepumpt. Die Umlenkrollen --3-- sind angetrieben und ziehen die Drähte --4-- durch das Elektrolytbad im Becken --1--.
Gleichzeitig dienen sie als Kathode und führen Strom zu, so dass sich das Galvanisierungsmetall von den Anoden --5-- auf den durchgeführten Drähten --4-- anlagern kann. Die Umlenkrollen --3-- sind ausserhalb des Elektrolytbades, so dass sich der Draht gut und rasch einführen und umlenken lässt. Das Führen der Drähte durch das Becken-l-und durch die Durchlässe --7-- lässt sich z. B. mit Führungslehren leicht bewerkstelligen, das Einführen durch die Durchlässe wird dadurch vereinfacht, dass die Durchlässe
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--12-- erlaubenDrähte --4-- in die Auffangbecken.
Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 und 2 sind auf jeder Seite zwei Umlenkrollen bzw. Antriebsrollen gezeigt, wobei der Draht die Antriebsrollen einmal umschlingt.
In der Ausführung gemäss Fig. 3 ist ein Teil einer kompletten Galvanisierungsanlage detaillierter gezeigt. In dieser Anlage sind parallel drei Drahtbahnen mit je sechs Drähten übereinander vorgesehen, wobei mehrere Bäder hintereinander angeordnet sind. Der Draht durchläuft zunächst analoge Entfettungsstationen, danach mit geradlinigem Durchlauf eine Dekapierungsstation, die mit 10%iger Salzsäure bei 200C gefüllt ist. Diese Stationen sind nicht gezeigt. Von dort läuft der Draht in die Unterkupferungsstation --13--, in welcher bei 40 C mit 800 A bei einer Tauchlänge von 4, 5 m 1 p Kupfer aufgebracht wird.
In der folgenden Dekapierungsstation --14-- wird der Draht mit Sulfamidsäure behandelt und kommt weiter in ein Nickelbad --15--, wo eine Nickelschicht von 2 p mit 2000 A und einer Tauchlänge von 9 m aufgebracht wird, wobei die Anoden-Kathoden-Spannung 12 V beträgt. Weiter gelangt der Draht über eine weitere Dekapierungsstation in ein nicht gezeigtes analoges Zinnbad, in welchem eine 4 p starke Zinnschicht mit 2000 A und einer Tauchlänge von 12 m aufgebracht wird. Nach einer Behandlung mit Heisswasser wird der Draht auf Rollen aufgespult. Das Ausgangsdrahtmaterial ist dabei ein Eisendraht, das Endprodukt ein lötfähiger Draht.
Selbstverständlich lassen sich auch mehrere Umlenkrollen anordnen und der Draht sich öfter durch das Becken führen, ohne dass dadurch die Vorteile der Erfindung verlorengehen. Gleichgeartete Becken können für das Beizen und Vor- und Nachbehandeln des Drahtes in einem Zuge verwendet werden und im Zuge eines Fertigungsprozesses hintereinander aufgestellt werden. Dadurch, dass gleichzeitig viele Drähte übereinander angeordnet sind, wird eine hohe Kapazität und Auslastung der Vorrichtung erreicht. Selbstverständlich ist es möglich, statt sechs Drähten mehr oder weniger Drähte gleichzeitig durch die Anlage durchzuführen, wobei es möglich ist, mehr Durchlässe in den Seitenwänden des Beckens vorzusehen und die nichtbenötigten Durchlässe für den Fall, dass weniger Drähte gleichzeitig galvanisiert werden sollen, zu schliessen, wenn sie nicht benötigt werden.
Um eine gleichmässige Zugspannung bei allen Rollen gleichen Durchmessers zu erzielen, sind alle Rollen mit gleichem Drehmoment, jedoch zum Ausgleich der aufgebrachten Schichtstärke unterschiedlicher Drehgeschwindigkeit, angetrieben. Es ist auch möglich, den Durchmesser der Rollen um die aufgalvanisierte Schichtstärke zu vermindern und die Rollen mit gleicher Winkelgeschwindigkeit laufen zu lassen.