<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft einen Balkon, der durch eine Maueröffnung geschoben werden kann, dort temporär montierbar ist, jederzeit wieder entfernbar, leicht bewegbar und transportierbar ist. Ausser Gebrauch ist der Balkon als Möbel verwendbar.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass ein Balkongestell (1) durch eine Maueröffnung nach aussen schiebbar ist und am Gebäude wieder lösbar auflagerbar und verankerbar ist. Durch ein mit Rollen ausgestattetes Untergestell, auf dem das Balkongestell (1) in die Vertikale schwenkbar, lagerbar und fixierbar ist, ist es möglich, den Balkon herumzurollen oder zu transportieren. Ausser Gebrauch und am Untergestell fixiert ist der Balkon mit Regalböden ausgestattet als Möbel verwendbar.
EMI1.1
EMI1.2
EMI1.3
7Massstab.
Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine Aussenwand eines Gebäudes mit einem nach innen öffenbaren Fenster, wobei die unteren Fensterflügel in geöffnetem Zustand gezeigt werden. In der Figur ist ein durch eine Maueröffnung geschobenes Balkongestell (1), das mit einem Zugelement (2) in Form von miteinander verbundenen Stangen, deren untere Enden mit Haken versehen sind, ausgebildet ist und mit diesen wieder lösbar an einem Anker (3) am Gebäude befestigbar ist, dargestellt. Der Anker (3) ist an der Rauminnenseite montiert und als Stange ausgebildet. Nicht in der Zeichnung dargestellt ist ein Anker in Form einer Öse, sowie ein Zugelement mit Ketten oder Seilen statt Stangen, die auch zur Anwendung bringbar sind.
Am Zugelement (2) sind Leitersprossen (9) befestigt, die es ermöglichen, auf das gegenüber dem Innenraumniveau höherliegend Balkonniveau zu gelangen.
Die unterste der Leitersprossen (9) ist so positioniert, dass sie das Zugelement (2) bei Druckbelastung von oben gegen Aushaken vom Anker (3) hindert. Das Zugelement (2) ist wegschwenkbar und ist in unterschiedlichen Positionen am Balkongestell (1) fixierbar.
Nicht dargestellt ist die Möglichkeit, falls das Zugelement (2) auf Grund der Bausubstanz nicht zur Anwendung bringbar ist, das Balkongestell (1), mit einem oder mehreren Druckelementen, die gegebenenfalls schwenkbar am Balkongestell (1) montierbar sind und zum Beispiel L-förmig abgewinkelt sind, gegen die über oder unter der Maueröffnung befindliche Wand und/oder Decke abzustützen, statt es mit einem Zugelement (2) an einem Anker (3) zu befestigen. Ebenso nicht dargestellt ist eine Leiter, die am Balkongestell (1) einhängbar ist, die im Falle des Druckelementes nötig ist.
<Desc/Clms Page number 2>
Das Balkongestell (1) liegt auf einem in der Maueröffnung angebrachten Auflager (13), das als Stange dargestellt ist, wobei es auch möglich ist, ein punktförmiges oder ein als Gleit- oder Kugellager ausgebildetes Auflager vorzusehen. Falls es die baulichen Gegebenheiten, zum Beispiel, wenn die Fensterflügel nach aussen aufschlagen, erfordern, kann das Auflager (13) auch ausserhalb oder innerhalb der Mauer bzw. innen oder aussen in der Maueröffnung angebracht werden.
An der Unterseite des Balkongestelles (1) ist ein Keil (4) (Fig. 10) der sich gegen das Auflager (13) stützt, befestigt, der das Balkongestell (1) gegen den Anschlag (5) (Fig. 9) presst. Der Anschlag (5) ist als Stange, die in der Maueröffnung befestigt ist, dargestellt. Falls es die baulichen Gegebenheiten erfordern zum Beispiel, wenn die Fensterflügel nach aussen aufschlagen, kann der Anschlag (5) auch ausserhalb oder innerhalb der Mauer bzw. innen oder aussen in der Maueröffnung angebracht werden. Das Balkongestell (1) ist mit einem Stopper (6) (Fig. 9) versehen, der gegen einen in der Maueröffnung fixierten Anschlag (7) zur Anlage bringbar ist, der bei der Montage des Balkons in die Bewegungsbahn des Stoppers (6) ragt und ein zu weites Ausschieben des Balkons verhindert (siehe auch Detail Fig. 9).
Falls es die baulichen Gegebenheiten erfordern, kann der Anschlag (7) auch inner- oder ausserhalb der Mauer sein. Die Position des Stoppers (6) muss mit der Position des Anschlages (7) abgestimmt werden, und letzterer kann gegebenenfalls auch seitlich oder innerhalb der Maueröffnung sein. Das Balkongestell (1) wird mit einem zusätzlichen Stopper (8) (siehe auch Detail Fig. 10) versehen, der an einem bestehenden Fensterrahmen anschlägt und zusätzlich ein zu weites Ausschieben des Balkons verhindert. Falls es die baulichen Gegebenheiten erfordern, kann der Stopper auch am Mauerwerk oder an einer anderen fixen Stelle des vorhandenen Gebäudes anschlagen.
Fig. 2 zeigt das Balkongestell (1) nach innen geschoben und mit einem Untergestell (10) verbunden, auf dem es in einer Halterung (14) arretierbar ist und beispielsweise mittels eines Zapfengelenkes schwenkbar ist. Auf dem Untergestell (10) fixiert ist der Balkon rollbar und bewegbar, was auch bei der Justierung vor der Maueröffnung von Nutzen ist.
Fig. 3 zeigt die Situation wie Fig. 2 mit dem Unterschied, dass das Zugelement (2) nach oben geschwenkt ist und dort fixiert ist.
Fig. 4 zeigt, wie das Balkongestell (1) vom Auflager (13) weggeschoben ist und in horizontaler Position mit dem Untergestell (10) verbunden ist.
Fig. 5 zeigt das Balkongestell (1) so verschwenkt, dass der Balkonboden vertikal geschwenkt ist und das Balkongestell (1) gegenüber dem Untergestell (10) mit einer Arretierung (11) fixiert ist. Die Arretierung (11) ist beispielsweise als Stift, der durch eine Öffnung des Untergestells (10) und durch eine Öse, die am Balkongestell (1) befestigt ist, führbar ist, ausgebildet.
Fig. 6 zeigt einen entlang der Schnittlinie VI-VI in Fig. 1 geführten Schnitt durch eine Aussenwand eines Gebäudes mit nach innen geöffneten Fensterflügeln mit einer Draufsicht auf das durch eine Maueröffnung geschobene Balkongestell (1), das am Gebäude befestigt ist.
Fig. 7 zeigt eine Stirnansicht in Richtung B in Fig. 6 mit den nach innen geöffneten Fensterflügeln und dem durch eine Maueröffnung geschobenen Balkongestell (1), das am Gebäude befestigt ist.
<Desc/Clms Page number 3>
Fig. 8 zeigt den Balkon und das Untergestell (10) in seiner vertikalen Position in einer Stirnansicht in Richtung A in Fig. 5. Der Balkon ist mit Regalböden (12), die in dafür vorgesehenen Halterungen des Balkongestelles (1) befestigbar sind, bestückt und ist als Möbel verwendbar.
Fig. 9 und 10 zeigen die schon unter Fig. 1 beschriebene Anschlag- und Auflagersituation.
Um das vertikal am Untergestell (10) fixierte Balkongestell (1) als Balkon nützen zu können, wird die Arretierung (11) gelöst, das Balkongestell (1) um 900 gedreht und das hintere Ende des Balkongestelles (1) am Auflager (13) in der Maueröffnung aufgelagert. Das Zugelement (2) wird nach unten geklappt und das Balkongestell (1) soweit aus dem Fenster geschoben, bis es sich durch den Keil (4) gegen den Anschlag (5) presst. Durch die Stopper (6 und 8) wird verhindert, dass der Balkon zu weit hinaus geschoben werden kann. Das Zugelement (2) wird an dem Anker (3) befestigt und fixiert das Balkongestell (1).