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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verlegen von einem oder mehreren länglichen Stütz- bzw. Dichtungskörpern, mit im wesentlichen dreieckförmigem Querschnitt aus elastischem Werkstoff in den Stossbereich von winkelig aneinandergrenzenden Bauwerksflächen.
In der Bautechnik ergibt sich häufig das Problem, im Stossbereich von winkelig aneinandergrenzenden Bauwerksflächen die Stossfuge durch Dichtungsfolien abzudichten. Wird die Dichtungfolie hiebei ohne besondere Massnahmen im Stossbereich verlegt, so besteht die Gefahr, dass die Folie vom Wasserdruck in die Stossfuge hineingedrückt wird und schliesslich zerreisst, so dass der gewünschte Dichtungseffekt nicht mehr gegeben ist. Dieses Problem tritt insbesondere im Fussbereich von Staumauern auf, bei welchen die Fuge im Stossbereich von Staumauern und einem am Boden des Speichers angeordneten Vorbeton abgedichtet werden soll, weil dort Drücke bis zu 200 m Wassersäule herrschen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem in schlecht zugängliche Stoss bereiche insbesondere von spitzwinkelig aneinandergrenzenden Bauwerksflächen Körper verlegt werden können, die zur Abstützung von Abdichtungsfolien zwischen den aneinandergrenzenden Bauwerken dienen.
In Lösung dieser Aufgabe wird beim erfindungsgemässen Verfahren so vorgegangen, dass man die an die Bauwerksflächen anzulegenden Flächen der Stütz- bzw. Dichtungskörper zumindest in ihren, von den im Stossbereich anzuordnenden Kanten des Stütz- bzw. Dichtungskörpers entfernten, äusseren Bereich mit Klebstoff beschichtet, dass man die so vorbereiteten Stütz- bzw. Dichtungskör- per unter Verwendung von mindestens einem schlauchförmigen, aufblasbaren Hohlkörper, der sich auf seiner den Stütz- bzw. Dichtungskörpern gegenüberliegenden Seite gegen an den Bauteilen befestigte Widerlager abstützt, in den Stossbereich der beiden gegebenenfalls durch Sandstrahlen und Entstauben sowie gegebenenfalls durch Ausgleichen von Unebenheiten z.
B. mit Epoxymörtel und Vorbehandlung mit Primerlösungen für den Verlegevorgang vorbereiteten Bauwerksflächen drückt, dass man den Kleber aushärten lässt und dass man hierauf den aufblasbaren Hohlkörper und die Widerlager entfernt.
Da beim erfindungsgemässen Verfahren ein schlauchförmiger Hohlkörper verwendet wird, ist mit Sicherheit gewährleistet, dass der zu verlegende Stütz- bzw. Dichtungskörper auch bei nach mehreren Richtungen gekrümmten Stossbereichen zuverlässig gegen die Bauwerksflächen gedrückt wird. Auch die Abstützung des schlauchförmigen Hohlkörpers an den an den Bauteilen befestigten Widerlagern unterstützt das Anschmiegen des zu verlegenden Stütz- bzw. Dichtungskörpers an die Oberflächen der Bauteile in vorteilhafter Weise.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, in der das erfindungsgemässe Verfahren schematisch in vier Stufen am Beispiel der Verlegung von Stütz- bzw. Dichtungskörpern im Stossbereich zwischen einer Staumauer und einem Vorboden am Fusse derselben veranschaulicht ist.
Vor Beginn der eigentlichen Verlegearbeit wird die Staumauer --3-- und der Vorboden--4-zumindest im in Fig. 1 durch die Pfeile angedeuteten Bereich sandgestrahlt. Zweckmässigerweise wird man an der Staumauer --3-- auch bereits jetzt den Bereich des späteren Dichtungsfolienanschlusses mitstrahlen.
Im Anschluss an das Sandstrahlen werden in der Staumauer-3-und dem Vorboden--4-mit Hilfe einer Schablone die Bohrlöcher für die im seitlichen Abstand von etwa 1 m anzubringenden Widerlager-11- (Fig. 4) gebohrt. Zur Befestigung der Widerlager --11-- können auch Selbstbohrdübel oder ein beliebiges anderes Befestigungssystem verwendet werden.
Nach dem Sandstrahlen und dem Bohren wird das Sandstrahlgut und der Bohrstaub entfernt und die vorbehandelten Flächen der Bauteile (Staumauer-3-und Vorboden-4--) mittels Pressluft gründlich abgeblasen.
Falls im Verlegebereich grössere Unebenheiten (mehr als 3 mm) vorliegen, werden diese entweder abgeschliffen oder mittels Epoxymörtel ausgeglichen. Falls Unebenheiten mit Epoxymörtel ausgeglichen werden, ist mit der Verlegung der Stütz-bzw. Dichtungskörper-l-bis zum Abbinden des Mörtels (z. B. 24 h lang) zuzuwarten.
Die als Abstützung für die später einzubringende Abdichtungsfolie --10-- bzw. zur Dichtung
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vorgesehenen Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- besitzen einen im wesentlichen dreieckförmigen Querschnitt und sind bei Seitenlängen von etwa 50 cm 2 bis 4 m lang. Die der Abdichtungsfolie --10-- zugekehrte Fläche der Körper --1-- ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich, konkav gekrümmt.
Die den Bauteilen zugekehrten Flächen der Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- sind gestuft ausgebildet, wobei der jeweils ausserhalb der Stufen --5-- liegende Abschnitt --6-- in der noch zu beschreibenden Art und Weise mit Klebstoff zu beschichten ist.
Zur Anpassung der Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- an die Krümmungsverhältnisse im Stossbereich --2-- zwischen Staumauer --3-- und Vorboden --4-- werden die Körper-l-abschnittsweise im Stossbereich --2-- ausgelegt. Sie werden sodann durch entsprechende Gehrungsschnitte an die räumlichen Verhältnisse angepasst und können anschliessend bis zu Längen von beispielsweise 10 m zusammengeklebt werden.
Zum Verkleben der einzelnen Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- werden diese aus ihrer endgültigen Lage herausgezogen und im Abstand von zirka 1 m unter die Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- als Gleitschienen --7-- dienends Rundeisenstäbe, die einen Durchmesser von etwa 10 mm und eine Länge von beispielsweise 1100 mm aufweisen, geschoben. Nunmehr wird an den Stirnseiten der miteinander zu verklebenden Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- ein Klebstoff, z. B. ein Epoxy- - Baukleber, beidseitig aufgetragen und die Stirnflächen der Körper --1-- zusammengepresst. Allenfalls ausgequetschter Überschusskleber kann für die nächste Klebestelle wieder verwertet werden.
Beim Aneinanderpressen der Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- empfiehlt es sich, die Fertigteile durch Ansetzen von Keilen miteinander fluchtend auszurichten.
Nachdem die Klebungen an den Stirnflächen der Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- durchgehärtet sind, wird der so zusammengeklebte Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- in die in Fig. 1 gezeigte Lage V-förmig aufgestellt. Nunmehr wird der für die Verklebung des Stütz- bzw. Dichtungskörpers --1-- mit dem Vorboden --4-- vorgesehene Kleber, z. B. ein Epoxy-Baukleber, im vorzugsweise aufgerauhten Abschnitt --6-- des Körpers --1-- in ausreichender Stärke (abhängig von der Rauhigkeit und der Ebenflächigkeit der Unterlage) mittels Stahltraufeln oder Gummihandschuhe
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Epoxy-BauklebersFig. 2 durch den Pfeil angedeutet, wird der Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- dann in die in Fig. 3 gezeigte Stellung geschoben, worauf die Gleitschienen --7-- herausgezogen werden.
Nach dem Herausziehen der Gleitschienen --7-- wird der Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- händisch soweit wie möglich in den Stossbereich --2-- gedrückt. Nach dem händischen Andrücken wird allenfalls herausgedrückter Überschusskleber durch Abstreifen rückgewonnen und vorzugsweise für weitere Verklebungen zurückbehalten.
Hierauf wird auf den händisch angedrückten Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- eine Schutzfolie-10-z. B. aus Polyäthylen, aufgelegt, um ein Anhaften der unter Zwischenlage von Rund- hölzern --9-- und die Stütz-bzw. Dichtungskörper-l-aufgesetzten, unter Druck setzbaren, schlauchförmigen aufblasbaren Hohlkörper --8-- zu vermeiden. Als Schlauchförmige Hohlkörper --8-können sogenannte Pneumoschalungen verwendet werden, wie sie auch für die Herstellung von
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artigen Hohlkörper -8-- werdenHohlkörper --8-- gegebenenfalls unter Zwischenlage von Pfosten od. dgl. abstützen.
Zwecks Anpressung der Stütz- bzw. Dichtungskörper --1-- wird nun der schlauchförmige Hohl- körper --8-- mit einem Druck von etwa 0, 5 bar aufgeblasen. Nach dem Abbinden des Klebers, was je nach der Temperatur und Wahl des Klebers im Durchschnitt aber zirka 5 bis 10 h dauern kann, wird der schlauchförmige Hohlkörper -8-- oder wenn mehrere gleichzeitig verwendet wurden, werden die schlauchförmigen Hohlkörper --8-- entlastet und nach dem Abmontieren der Widerlager--11-- entfernt.
Allenfalls vorhandene Überstände oder Klebereste werden abgeschliffen bzw. verspachtelt und die Bohrlöcher für die Befestigung der Widerlager --11-- z. B. mit Epoxyklobor verschlossen. Hierauf wird die Abdichtungsfolie angebracht und z. B. durch Verklebung mit den an den Stütz- bzw.
Dichtungskörpern --1-- angrenzenden Wandbereichen der Staumauer-3-und des Vorbodens-4-verbunden.
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Unter einem Stütz- bzw. Dichtungskörper mit im wesentlichen dreieckförmigem Querschnitt sind auch Körper mit andern Querschnittsformen als der in den Zeichnungen gezeigten zu verstehen. Wesentlich ist bloss, dass der im Stossbereich --2-- anzuordnende Abschnitt des Körpers, der von den den Bauwerksteilen zugekehrten Flächen (die miteinander einen spitzen oder stumpfen Winkel einschliessen können) begrenzt ist, eine im wesentlichen dreieckförmige, d. h. der Form der Stossfuge angepasste Querschnittsform besitzt. Hingegen ist die Form der im Beispiel konkav ausgebildeten Fläche für das erfindungsgemässe Verfahren von untergeordneter Bedeutung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Verlegen von einem oder mehreren länglichen Stütz- bzw. Dichtungskörpern, mit im wesentlichen dreieckförmigem Querschnitt aus elastischem Werkstoff in den Stossbereich von winkelig aneinandergrenzenden Bauwerksflächen, dadurch gekennzeichnet, dass man die an die Bauwerksflächen anzulegenden Flächen der Stütz- bzw. Dichtungskörper zumindest in ihren, von den im Stossbereich anzuordnenden Kanten des Stütz- bzw. Dichtungskörpers entfernten, äusseren Bereich mit Klebstoff beschichtet, dass man die so vorbereiteten Stütz- bzw. Dichtungskörper unter Verwendung von mindestens einem schlauchförmigen, aufblasbaren Hohlkörper,
der sich auf seiner den Stütz- bzw. Dichtungskörpern gegenüberliegenden Seite gegen an den Bauteilen befestigte Widerlager abstützt, in den Stossbereich der beiden gegebenenfalls durch Sandstrahlen und Entstauben sowie gegebenenfalls durch Ausgleichen von Unebenheiten z. B. mit Epoxymörtel und Vorbehandlung mit Primerlösungen für den Verlegevorgang vorbereiteten Bauwerksflächen drückt, dass man den Kleber aushärten lässt und dass man hierauf den aufblasbaren Hohlkörper und die Widerlager entfernt.