<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Dachverwahrung für Kamine und Entlüftungsschächte, bestehend aus einer auf dem Dach aufliegenden, aus einem traufseitigen und aus einem firstseitigen Teil zusammengesetzten Bodenplatte, die einen den Kamin oder Entlüftungsschacht umgebenden hochstehenden Kragen und an ihren beiden senkrecht zur Traufe gerichteten Längsrändern einen die Fuge zwischen der Bodenplatte und der angrenzenden Dacheindeckung abdeckenden Schutz aufweist.
Derartige für Kamine und Entlüftungsschächte mit grossem Durchströmungsquerschnitt verwendete Einfassungen müssen auf Grund ihrer Grösse zweiteilig ausgebildet sein, um eine verhältnismässig einfache Handhabung bei der nachträglich erfolgenden Montage zu gewährleisten.
Bei der bekannten Kamineinfassung nach dem DE-GM 1847575 sind eine Vielzahl von Bauteilen erforderlich, die nicht nur die Herstellungskosten und Montagekosten erhöhen, sondern die auch im zusammengebauten Zustand der Kamineinfassung keine genügende Eigensteifigkeit verleihen können.
Die aus dem DE-GM 1952534 bekannte einteilig ausgebildete Rohreinfassung ist nur für Entlüftungsrohre mit kleinem Querschnitt geeignet, da diese Rohreinfassung bei einem Kamin, der einen verhältnismässig grossen Querschnitt aufweist, zu unhandlich, d. h. zu schwer und zu sperrig sein würde, wodurch sich die Montage unzumutbar schwierig gestalten würde.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Dachverwahrung der eingangs genannten Art so auszubilden, dass sie bei hoher Stabilität besonders einfach einzubauen ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Dachverwahrung der vorstehend genannten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass jeder Bodenplattenteil im Bereich jedes seiner beiden Längsränder mit einer Führungsschiene zum Einschieben einer sich über beide Bodenplattenteile erstreckenden einteiligen Formschiene versehen ist, deren nach oben gerichteter Steg als Anlagefläche der Dachziegel dient.
Das an der Stossfuge zwischen dem Stegteil und den Dachziegeln möglicherweise eindringende Wasser wird auf der Bodenplatte, insbesondere durch eine an ihr vorgesehene Randaufbördelung, in Fallrichtung des Daches abgeleitet.
In der weiteren Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das obere Ende des Steges der Formschiene nach aussen hin abgewinkelt oder abgebogen ist.
Zur satten Auflage der Dachziegel dient eine am Steg der Formschiene befestigte nach aussen hin vorspringende Rippe.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine insbesondere für Ziegelbedachung ausgebildete Dachverwahrung, Fig. 2 einen Teilausschnitt einer Formschiene mit geradlinig verlaufendem nach oben gerichtetem Steg und anliegendem Dachziegel und Fig. 3 einen Teilausschnitt einer Formschiene mit abgebogenem Steg als Abdeckschürze und auf einer Längsrippe aufliegendem Dachziegel.
Die in der Fig. 1 dargestellte Dachverwahrung für einen Entlüftungsschacht besteht aus einer zweiteiligen Bodenplatte, nämlich aus einem traufseitigen Bodenplattenteil-l-und aus einem firstseitigen Bodenplattenteil --2--. Der firstseitige Bodenplattenteil --2-- ist mit beidseitigen Randaufkantungen --3-- in Randaufkantungen --4-- des traufseitigen Bodenplattenteils --1-- verschieb- bar.
Die beiden Bodenplattenteile --1 und 2-- besitzen etwa mittig je zur Hälfte einen Ausschnitt, welcher der Form eines einzuschliessenden Entlüftungsschachtes --5-- entspricht. Die beiden Teile - l und 2-- der Bodenplatte weisen am Rand des Ausschnittes schräg nach oben verlaufende Ver- kleidungsbleche --6, 6'- auf, die mit Verschlussklemmen --7, 7'-- versehen sind. Auf der Oberseite des Bodenplattenteils-l-und auf der Oberseite des Bodenplattenteils --2-- sind im Abstand zu ihren seitlichen Aufkantungen-3, 4-- Führungsschienen-8, 8'-zur Aufnahme von sich über beide Bodenplattenteile --1, 2-- einteilig erstreckenden einschiebbaren Formschienen --10-- befestigt.
Die Führungsschienen 8'-besitzen einen durchgehenden Längsschlitz und umfassen mit ihrem oberen abgekanteten Schenkel das Fussstück der Formschiene --10--.
Entsprechend der Fig. 2 besitzt die in die Führungsschienen --8, 8, -- einschiebbare Formschiene --10-- einen umgekehrt T-förmigen Querschnitt, deren Steg --14-- sich im wesentlichen senkrecht über die Oberseite der Bodenplatte erstreckt und zur seitlichen Anlagefläche der Dachziegel dient.
Gemäss der Fig. 3 ist das freie Ende --16-- des Steges --14-- abgebogen und die Abwinklung übergreift die Stossfuge der Dachziegel an der Anlagefläche zum Steg --14-- der Formschiene --10--.
<Desc/Clms Page number 2>
Gleichzeitig besitzt die Formschiene --10-- zwischen dem freien Ende --16-- des Steges --14-- und dem Flansch der Formschiene eine nach aussen hin vorspringende Rippe --17--, die zur seitlichen Auflage bei Spezialformziegeln verwendbar ist.
Bei der Montage der Dachverwahrung wird zunächst der traufseitige Teil-l-der Boden-
EMI2.1
--11-- herausragenden Entlüftungsschacht --5-- geschoben.- in die seitliche Aufkantung --4-- des traufseitigen Teils-l-der Bodenplatte eingeschoben und bis zum Anschlag an den Entlüftungsschacht --5-- gedrückt. Dabei übergreift das Verkleidungs- blech --6'-- des firstseitigen Teils --2-- das Verkleidungsblech --6-- des traufseitigen Teils - der Bodenplatte.
Durch Schliessen der beidseitigen Verschlussklemmen 7'-werden die beiden Bodenplattenteile--1, 2--an den Entlüftungsschacht --5-- angeklemmt. Durch Einschieben der Formschienen --10--, die unter Spannung in die Führungsschienen --8, 8'-- eingeklemmt werden,
EMI2.2
2--gegeneinanderausgesteift. Dertraufseitige- -12--, an welcher ein Abdeckstreifen --13-- befestigt sein kann, der einen fugenlosen Übergang zu den traufseitigen Dachplatten schafft.
Die Abkantungen --12-- und Abdeckstreifen --13-- können auch in Form von Abdeckschürzen aus flexiblem Material oder aus Bleistreifen gebildet sein.
PATENTANSPRCHE :
1. Dachverwahrung für Kamine und Entlüftungsschächte, bestehend aus einer auf dem Dach aufliegenden, aus einem traufseitigen und aus einem firstseitigen Teil zusammengesetzten Bodenplatte, die einen den Kamin oder Entlüftungsschacht umgebenden hochstehenden Kragen und an ihren beiden senkrecht zur Traufe gerichteten Längsrändern einen die Fuge zwischen der Bodenplatte und der angrenzenden Dacheindeckung abdeckenden Schutz aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Bodenplattenteil (l, 2) im Bereich jedes seiner beiden Längsränder mit einer Führungsschiene (8, 8') zum Einschieben einer sich über beide Bodenplattenteile (1, 2) erstreckenden einteiligen Formschiene (10) versehen ist, deren nach oben gerichteter Steg (14) als Anlagefläche der Dachziegel dient.