<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Backform, mit mindestens einem der Gestalt des herzustellenden dreidimensionalen Backwerkes entsprechenden Formteil, der eine in einem dünn- bis zähflüssigen Teig eintauchbare Oberfläche aufweist.
Backformen zur Herstellung von dreidimensionalem Backwerk, also von einem Backwerk, das sich nicht wie beispielsweise Kekse in nur einer Ebene erstreckt, sind bereits bekannt. Diese Backformen weisen zumindest einen, in der Regel mehrere Formteile auf, die eine der Gestalt des herzustellenden Backwerkes entsprechende Oberfläche besitzen. Bei Anordnung mehrerer Formteile sind diese über Stege miteinander verbunden und an einem Handgriff befestigt. Die Formteile werden zunächst in ein auf etwa 190 bis 210 C erhitztes Backfett zirka 10 s eingetaucht, wodurch sich die aus Metall bestehenden Formteile erhitzen. Diese heissen Formteile werden nun in einen flüssigen Teig getaucht, der etwa einem Teig entspricht, wie er zur Herstellung vom Omeletten verwendet wird, wobei der Teig an der Oberfläche der Formteile haften soll.
Hierauf wird die Form mit dem an den Formteilen anhaftenden Teig wieder in das heisse Fett versenkt. Nach kurzer Zeit löst sich der inzwischen zumindest teilweise verfestigte Teig von den Formteilen, so dass die Form wieder aus dem Fett herausgenommen werden kann. Die gelösten Teigstücke, welche die Gestalt des herzustellenden Backwerkes besitzen, lässt man nun im heissen Fett ausbacken, mit der erhitzten Form wird der eben beschriebene Vorgang zur Herstellung weiteren Backwerkes wiederholt.
Bei den bisher bekannten Backformen ist die Oberfläche der Formteile durchwegs glatt. Dadurch entstehen zahlreiche Nachteile. Bei diesen Backformen muss beispielsweise der Teig eine ganz bestimmte Konsistenz haben. Ist der Teig zu dünnflüssig, so rinnt er nach dem Eintauchen der Formteile sofort wieder von der glatten, durch das Backfett gleichsam mit einem Schmierfilm versehenen Oberfläche ab. Ist der Teig zu zähflüssig, so bleibt zuviel Teig an den Formteilen haften. Vor allem aber erfolgt infolge der starken inneren Bindung des zähflüssigen Teiges eine ungleichmässige Haftung an der Oberfläche der Formteile, so dass auch das hergestellte Backwerk eine ungleichmässige Wandstärke aufweist.
Dies beeinträchtigt nicht nur das Aussehen, sondern führt auch zu Schwierigkeiten beim Ausbacken des Backwerkes, da dann die Partien geringer Wandstärke bereits eine braune Färbung annehmen, wenn die Partien grosser Wandstärke noch nicht vollständig ausgebacken sind.
Ein weiterer Nachteil bei den bekannten Backformen ist darin zu erblicken, dass auch das heisse Fett von der glatten Oberfläche der Formteile rasch abrinnt, so dass sich der Teig im heissen Fett teilweise nur schwer von den Formteilen löst, da keine hinreichende Fettschicht an der Oberfläche der Formteile vorhanden ist. Dies führt zu einem Zerbrechen des herzustellenden Backwerkes beim Ablösevorgang von den Formteilen.
Da bei der bekannten Backform die Oberfläche aller Teile glatt ist, so haftet der Teig an allen Teilen in gleicher Weise. Wenn nun, wie dies in der Regel der Fall ist, die Backform mehrere über Stege miteinander verbundene Formteile besitzt, so haftet dann, wenn die Backform zu weit in den Teig eingetaucht wird, was häufig vorkommt, der Teig ebenso wie an den Formteilen auch an den diese Formteile miteinander verbindenden Stegen. Dieser an den Stegen haftende Teig bildet beim Ausbacken teilweise unschöne Fortsätze am Backwerk, teilweise selbständige im heissen Fett schwimmende Backteile, welche aus dem heissen Fett nur schwer entfernt werden können, bei zu langem Verweilen im heissen Fett jedoch verbrennen und im Fett zerfallen, wodurch die Qualität des herzustellenden Backwerkes beeinträchtigt wird. Ausserdem bewirken diese Teigteile einen vergrösserten Teigbedarf.
Der gleiche Nachteil tritt auch auf, wenn schüsselförmige Formteile Verwendung finden und bei einem zu weiten Eintauchen der Backform in den Teig sich das Innere dieser schüsselförmigen Formteile gleichfalls mit Teig füllt.
Es ist auch bereits eine Backform zur Herstellung von Pilzen ähnlich sehendem Gebäck bekannt, die aus einem mit einem Handgriff versehenen Hohlkörper besteht, der sich nach oben tellerförmig erweitert, wobei in dieser Erweiterung radial verlaufende Riffelungen vorgesehen sind.
Diese Riffelungen dienen lediglich dazu, dem Gebäck ein pilzähnliches Aussehen zu verleihen, eine bessere Teighaftung wird durch diese verhältnismässig grossen Riffelungen nicht bewirkt.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die Nachteile der bekannten Backformen zu
<Desc/Clms Page number 2>
vermeiden und eine Backform zu schaffen, welche auf einfache Weise die Herstellung von Backwerk mit gleichmässiger Wandstärke bei geringem Teigbedarf ermöglicht. Die Erfindung geht hiebei aus von einer Backform der eingangs beschriebenen Art und besteht im wesentlichen darin, dass die in den Teig eintauchbare Oberfläche zumindest teilweise gerauht ausgebildet ist. Hiebei wird dieser Teil der Oberfläche gerauht, an welcher der Teig haften soll.
Durch diese Rauhung, die beispielsweise durch Sandstrahlung der zu rauhenden Oberfläche hergestellt werden kann, erfolgt zunächst eine bessere Haftung des heissen Backfettes, wenn die Backform zwecks Erhitzung in dieses Backfett eingetaucht wird, da sich das Fett in den Vertiefungen der rauhen Oberfläche festsetzt und nicht sofort abfliesst wie bei einer vollkommen glatten Oberfläche. Dadurch wird der Vorteil erzielt, dass die Oberfläche mit einer solchen Fettschicht versehen ist, dass ein gleichmässiges Ablösen des teilweise verfestigten Teiges von den Formteilen sichergestellt ist.
Durch die Rauhung wird aber auch die Teighaftung verbessert, das sich der Teig auch in den Vertiefungen festsetzt. Aus diesem Grunde kann mit einem dünnflüssigeren Teig gearbeitet werden, da dieser nicht sofort wieder abrinnt. Das Arbeiten mit einem dünnflüssigeren Teig bringt den Vorteil mit sich, dass eine gleichmässige Wandstärke des herzustellenden Backwerkes erzielt wird, da dünnflüssiger Teig nicht einen solchen inneren Zusammenhang besitzt wie zähflüssiger Teig.
Da aber selbstverständlich auch mit einem zähflüssigeren Teig gearbeitet werden kann, weil ja dieser auch auf den Formteilen haftet, wenngleich hinsichtlich der Wandstärke nicht so gute Resultate damit erzielt werden können, so ist es bei Verwendung der erfindungsgemässen Backform möglich, die Konsistenz des Teiges in weiten Grenzen zu verändern, wobei immer noch brauchbare Ergebnisse hinsichtlich des herzustellenden Backwerkes erzielt werden, wogegen bei den bekannten glatten Backformen zur Herstellung solcher brauchbaren Backergebnisse der Teig eine ganz bestimmte Konsistenz haben muss.
Die Erfindung ermöglicht auch die differenzierte Teigaufnahme der Backform, d. h. die Ausbildung der Backform in einer Weise, dass an bestimmten Teilen der flüssige Teig gut, an andern
EMI2.1
form zu tief in den flüssigen Teig eingetaucht, so dass flüssiger Teig in das Innere der schüsselförmigen Formteile gelangt. Durch die erfindungsgemässe Ausbildung wird nun ermöglicht, durch Umdrehen der Backform diesen Teig wieder aus dem Inneren der schüsselförmigen Formteile herausfliessen zu lassen, da er an der glatten inneren Oberfläche kaum haftet, wogegen der Teig an der rauhen äusseren Oberfläche haftenbleibt.
Dadurch wird vermieden, dass aus dem in das Innere der schüsselförmigen Formteile eingedrungenen Teig gebildete, unverwendbare Teigstücke im Fett herumschwimmen und es wird auch der Teigbedarf nicht in unnötiger Weise vergrössert.
Solche unverwendbaren Backteile entstehen auch dann, wenn bei Anordnung mehrerer über Stege miteinander verbundener Formteile durch zu weites Eintauchen der Form in den flüssigen Teig dieser an den Stegen haftenbleibt. Es ist daher von Vorteil, wenn gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung die Stege mit einer glatten Oberfläche versehen sind, so dass die Haftung an diesen Stegen gering ist, dort jedoch, wo der Teig haften soll und wo sich daher die gerauhte Oberfläche befindet, die Haftung gross ist.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels schematisch veranschaulicht. Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Backform und Fig. 2 stellt einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 dar.
Die in den Zeichnungen dargestellte Form besteht aus vier Formteilen--1, 2,3, 4-- ver- schiedener Gestalt. Alle diese vier Formteile-l, 2,3, 4-- sind jedoch schüsselförmig ausgebildet. Diese Formteile sind über Stege-5, 6, 7-- miteinander verbunden. Am Steg --7-- ist eine Griffstange --8-- mit einem Handgriff --9-- befestigt. Die Teile bis bis 8-- sind aus Metall, der Griff --9-- hingegen aus einem wärmeisolierenden Material, beispielsweise aus Holz oder aus Kunststoff. Die Teile-l bis 7-- sind zweckmässig im Spritzgussverfahren hergestellt, die Griffstan-
<Desc/Clms Page number 3>
ge --8-- mit dem Handgriff --9-- ist gesondert gefertigt, die Befestigung am Steg --7-- erfolgt beispielsweise durch Einschrauben des mit einem Gewinde versehenen Endes der Griffstange --8-in ein Gewindeloch.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Mittelpunkte der Formteile - l bis 4-- etwa in den Ecken eines Rechteckes angeordnet, selbstverständlich ist aber auch eine Ausführung mit einer andern Anordnung möglich. So können beispielsweise die Mittelpunkte der Formteile auf einem Kreis liegen, wobei die Formteile über radial verlaufende Stege mit einem Zentrum verbunden sind, an dem die Griffstange --8-- befestigt ist.
Die äussere Oberfläche --10-- der Formteile --1 bis 4-- ist gerauht ausgebildet, damit der Teig dort gut haftet. Die Oberfläche der Innenseite --11-- und der Stege-5, 6, 7-- ist glatt.
An dieser glatten Oberfläche haftet der flüssige Teig sehr schlecht und rinnt daher in der gewünschten Weise ab bzw. kann durch Umdrehen der Form aus dem Inneren der schüsselförmigen Formteile --1 bis 4-- ausgeleert werden.
Selbstverständlich ist es möglich, an Stelle der schüsselförmigen Formteile auch solche zu verwenden, die nicht die Gestalt einer Schüssel besitzen.
Die Herstellung der erfindungsgemässen Backform erfolgt zweckmässig derart, dass zunächst eine Backform mit allseits völlig glatter Oberfläche z. B. durch Spritzgiessen angefertigt wird und anschliessend diejenigen Bereiche der Oberfläche, an denen der Teig haften soll, mit der Rauhung versehen werden. Diese Rauhung wird beispielsweise durch Beschiessen der zu rauhenden Bereiche mit kleinen Teilchen aus Stahl, mineralischen Stoffen od. dgl. verursacht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Backform, mit mindestens einem der Gestalt des herzustellenden dreidimensionalen Backwerkes entsprechenden Formteil, der eine in einen dünn- bis zähflüssigen Teig eintauchbare Oberfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Oberfläche (10) zumindest teilweise gerauht ausgebildet ist.
EMI3.1