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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Abfall mit einem eine Einfüllöffnung aufweisenden Gehäuse, mit einem Paar von gegenläufig sich drehenden Walzen, die jeweils aus mehreren, mit axialem Abstand zueinander auf einer Antriebswelle angeordneten Scheiben bestehen, von deren Umfang Reisszähne radial abstehen, wobei jeweils eine Scheibe einer Walze zwischen zwei Scheiben der andern Walze eingreift, und mit gehäusefesten Abstreifern, die sich jeweils zwischen zwei Scheiben bis zur Antriebswelle erstrecken, und jeweils eine im stumpfen Winkel zur Umfangsfläche der Antriebswelle gerichtete Leitfläche bilden.
Derartige Vorrichtungen werden zur Zerkleinerung von beliebigem, insbesondere auch brennbarem Abfall verwendet, wobei der Abfall in die Einfüllöffnung eingebracht, von den Reisszähnen der Scheiben erfasst und durch die gegenläufige Bewegung der Walzen zwischen diesen hindurchgefördert, wobei sie in kleinere Teile zerbrochen bzw. zerrissen werden. Dabei verkeilen sich je nach Art des Abfalles in einem mehr oder minder grossem Ausmass Abfallreste zwischen den Scheiben, die die Funktion stark beeinträchtigen. Es werden daher gehäusefeste Abstreifer vorgesehen, die zwischen die Scheiben eingreifen. Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise der AT-PS Nr. 339705 zu entnehmen. Die Abstreifer stehen dort horizontal von der vertikalen Seitenwand des Gehäuses ab und füllen dadurch den zwischen den Walzen und der Gehäuseseitenwand bestehenden Freiraum zu einem Grossteil aus.
Sie verhindern damit auch, dass zerkleinertes, an den Scheiben haftendes Material wieder zurück nach oben befördert wird. Dies ist jedoch insbesondere bei nicht oder nur wenig spröden Abfällen von Nachteil, da sich im Wandbereich unterhalb der Walzen ein Stauraum bildet, der sich mit teilzerkleinertem Material füllt und nach verhältnismässig kurzer Betriebsdauer zu hoher Belastung und schliesslich zur Blockierung der Anlage führt. Dies wirkt sich auch schädlich auf die Reisszähne und den Antrieb aus. Es wurde daher versucht, durch besondere Ausbildung der Reisszähne, durch unterschiedliche, variierbare Antriebsgeschwindigkeiten usw., sicherzustellen, dass nur vollständig zerkleinertes Material die Walzen verlässt, das spätestens nach der Abstreifung zwischen den Scheiben lose nach unten fällt und nicht angestaut wird.
Dies ist jedoch in den seltensten Fällen erzielbar.
Die Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, eine derartige Einrichtung so zu verbessern, dass die Ausbildung von Stauräumen möglichst hintangehalten wird und sie gegen Störungen wenig anfällig ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zwischen den Endbereichen der Abstreifer Verbindungsbrücken parallel zur Antriebswelle ausgebildet sind, und die Abstreifer einerseits über die Verbindungsbrücken am Gehäuse und anderseits mit einer dem Wellenumfang angepassten bogenförmigen Fläche auf der Antriebswelle abgestützt sind.
Hiebei wird von der Überlegung ausgegangen, dass es zwar unbedingt erforderlich ist, sich verkeilendes Material zwischen den Scheiben zu entfernen, jedoch nicht notwendig, ja sogar ungünstig ist, die Rückführung des Materials nach oben zu unterbinden. Der von den Abstreifern zu lösende Teil besteht im wesentlichen nur aus teilzerkleinertem Material, dessen nochmalige Durchführung durch die Zerkleinerungswalzen ohnedies günstig ist. Durch die erfindungsgemässe Ausbildung gelingt es nun, eine Anstauung dieses Materials zwischen der Seitenwand, den Abstreifern und den Walzen zu vermeiden, da dieser Raum im wesentlichen frei ist und das sich ablösende Material ohne grösseren Widerstand nach oben zurückgeführt wird.
Dabei kann jegliche Verbindung der Abstreifer mit der Gehäuseseitenwand vermieden werden, wenn alle Abstreifer fortlaufend über die Verbindungsbrücken aneinander gehalten sind und eine gemeinsame Befestigung an den beiden Stirnseiten des Gehäuses vorgesehen ist. Beispielsweise können die Endbereiche der Abstreifer in diesem Fall an einem sich parallel zur Antriebswelle erstreckenden Stab aufgefädelt sein.
Bei näheren Untersuchungen hat es sich herausgestellt, dass die Anstauung des Materials im Stauraum nicht gleichmässig erfolgt, sondern dass eine wesentlich grössere Materialansammlung jeweils im Bereich zwischen zwei Scheiben erfolgt, während im Bereich der Scheibe selbst geringe Materialansammlungen eintreten, die sich vor allem erst auf Grund der grösseren Materialansammlungen im Zwischenscheibenbereich ausbilden. Dies bedeutet, dass eine seitliche Abstützung im Scheibenbereich vorgesehen sein kann, wenn der Zwischenscheibenbereich, in dem sich die Abstreifer erstrecken, freigehalten wird. Eine seitliche Abstützung hat auch den Vorteil, dass die Verbin-
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dungsbrücken geringer dimensioniert sein können, auf die vor allem im Mittelteil der Walzen relativ hohe Kräfte wirken.
Die erfindungsgemässe Ausbildung von Verbindungsbrücken ermöglicht nun auch die seitliche Abstützung im Scheibenbereich, da eine derartige Stütze an der Verbindungsbrücke angreifen kann, und sich daher ausschliesslich innerhalb der Breite der zwischen den Abstreifern angeordneten Scheibe erstreckt, ohne über deren seitliche Berührungsebenen vorzustehen.
Es ergibt sich daraus in bevorzugter Ausführung, dass die Abstreifer paarweise durch je eine Verbindungsbrücke verbunden sind, und sich von jeder Verbindungsbrücke eine Stützplatte innerhalb der Breite der zwischen den beiden Abstreifern angeordneten Scheibe zur Seitenwand des Gehäuses erstreckt.
Diese Ausführung hat nicht nur den Vorteil, dass jeder Zwischenscheibenbereich des Stauraumes völlig frei ist, sondern dass auch jeder zweite Scheibenbereich völlig frei ist, da die Verbindungsbrücken zwischen den paarweise verbundenen Abstreifern unnötig sind, wenn an der Verbindungsbrücke jedes Paares die Stützplatte angreift.
Die Abstreifer sind weiters bevorzugt so angeordnet, dass der Abstand zwischen der Seitenwand des Gehäuses und der Leitfläche jedes Abstreifers zum Endteil des Abstreifers hin zunimmt, so dass auch hier keine Verengung, sondern eine Erweiterung des Stauraumes nach oben ausgebildet ist. Die der Scheibe zugewendete Stirnfläche jeder Stützplatte ist weiters in Anpassung an die Scheibe konkav ausgebildet, so dass zwischen den Reisszähnen und der Stirnfläche nur ein kleiner Spalt verbleibt, so dass auch hier die Materialansammlung vermieden wird. Gegebenenfalls kann es von Vorteil sein, die Drehrichtung der Walzen vorübergehend umzukehren, um das zu zerkleinernde Material besser zu erfassen und etwaige trotzdem auftretende Materialstauungen aufzulösen.
Hiebei ist es günstig, die Abstreifer beidseitig wirksam auszubilden, so dass in einer weiteren bevorzugten Ausführung vorgesehen ist, dass jeder Abstreifer eine Platte mit von der Antriebswelle zur Verbindungsbrücke hin abnehmender Breite ist, deren der Leitfläche gegenüberliegende Stirnseite ebenfalls eine im stumpfen Winkel von der Umfangsfläche der Antriebswelle abstehende zweite Leitfläche bildet.
Nachstehend wird nun ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein. Die Fig. l zeigt einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemässe Einrichtung nach der Linie I-I der Fig. 2, und die Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach der Linie II-II der Fig. l.
Eine erfindungsgemässe Vorrichtung weist ein Gehäuse --1-- auf, das mit einer oberen Ein- füllöffnung --14-- versehen ist, die sich nach oben erweitert und daher durch geneigte Seiten- wände --10-- begrenzt ist. In den beiden Stirnseiten --16-- des Gehäuses --1-- sind zwei An-
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Abfall zwischen den Scheiben --4-- der Walzen hindurchgeführt und dabei zerkleinert wird. Unterhalb der Walzen ist ein Gitter oder Sieb --13-- vorgesehen, das der gewünschten Grösse der zerkleinerten Materialteilchen entsprechende Öffnungen aufweist. Die Zerkleinerung des Abfalles führt nun je nach Art des Materials nicht ausschliesslich zu Materialteilchen, die durch die Sieböffnungen durchfallen.
Insbesondere bei der Zerkleinerung von Kartonschachteln, Kunststoffabfällen usw. kommt es vor, dass das Material in zu grosse, längliche Teile zerteilt wird, die das Sieb - nicht passieren können. Weiters kommt es vor, dass das Material zwischen den Scheiben - verkeilt und verklemmt wird und daher daran haftend mitgenommen wird und in die Räume - zwischen den Walzen und die Seitenwände --10-- eindringt. Eine Ansammlung dieses Materials in den Räumen --15-- wird nun dadurch verhindert, dass zwischen den Scheiben --4-Abstreifer --6-- vorgesehen sind, die an der Antriebswelle 3--anliegen und eine von der Umfangsfläche der Antriebswelle --2, 3-- im stumpfen Winkel abstehende Leitfläche --11-- an ihrer Stirnseite bilden,
entlang der das zwischen den Scheiben --4-- verkeilte Material zwangsläufig abgestreift und in den Raum --15-- zwischen die Walzen und die Seitenwand --10-- überführt wird. Dabei divergieren die Leitflächen --11-- der Abstreifer und die Seitenwand --10--, so dass der Raum sich nach oben erweitet, um einen Materialstau zu vermeiden.
Die Abstreifer
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- überragen die Reisszähne --5-- der Scheiben --4-- radial nur geringfügig in einem Ausmass, dass zwischen den Endbereichen --7-- der Abstreifer --6-- paarweise Verbindungsbrücken - vorgesehen werden können, die nicht über die Leitflächen --11-- vorstehen. Zur gehäusefesten Fixierung jedes Paares von Abstreifern --6-- ist eine Stützplatte --9-- vorgesehen, die einerseits an der Verbindungsbrücke --8-- und anderseits an der Seitenwand --10-- befestigt ist. Die Dicke jeder Stützplatte --9-- entspricht dabei höchstens der Dicke einer Scheibe --6--, ist jedoch vorzugsweise geringer. Sie erstreckt sich daher in jedem Fall innerhalb der Breite bzw.
Dicke der Scheibe --4-- durch den Raum --15--, die zwischen den beiden Abstreifern --6-liegt. Jeder Zwischenscheibenbereich des Raumes --15--, in dem ein Abstreifer --6-- angeordnet ist, ist daher völlig frei vom teilzerkleinerten Material passierbar. Materialansammlungen in den Scheibenbereichen des Raumes --15--, von denen nur jeder zweite durch eine Stützplatte --9-- unterbrochen ist, treten kaum auf, da ja das Material zwischen den Scheiben --4-- in den Raum - eingebracht bzw. in diesen Zwischenscheibenbereich von den Abstreifern --6-- aus den Walzen entfernt wird, so dass die Stützplatten --9-- keine Hindernisse bilden.
Die zur Scheibe - weisende Fläche --18-- jeder Stirnplatte --9-- ist weiters konkav kreisbogenförmig gewölbt und liegt in einem sehr kleinen Abstand zu den Reisszähnen --5--, so dass auch hier sich kein Material stauen kann. Das teilzerkleinerte Abfallmaterial wird daher sowohl zwischen den Scheiben --4-- durch die Abstreifer --6-- ohne Schwierigkeiten entfernt, als auch ohne Stauungen durch den Raum --15-- wieder nach oben zurückgefördert, wo es wieder in den Zerkleinerungsprozess eingegliedert wird. Dieser Vorgang wiederholt sich fortlaufend, bis das gesamte Abfallmaterial eine die Öffnungen des Siebes --13-- passierende Grösse aufweist.
Sollten dennoch Materialstauungen auftreten, wird die Drehrichtung der Walzen für kurze Zeit gewechselt, wobei jeder Abstreifer --6-- auch bei geänderter Drehrichtung dadurch wirksam ist, dass er eine zweite Leitfläche --12-- aufweist, die ebenfalls im stumpfen Winkel von der Umfangsfläche der Antriebswelle --2, 3-- absteht. Die Abstreifer --6-- haben daher eine im wesentlichen gleichschenklig dreieckige Form, wobei die Verbindungsbereiche --8-- im aus den Walzen vorstehenden, spitzwinkligen Endbereich --7-- befestigt sind.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung und Ausbildung der Abstreifer --6-- werden Materialstauungen, die zu grossen Belastungen der Reisswerkzeuge und des Antriebs führen und die Vorrichtung blockieren könnten, vermieden, so dass die Vorrichtung über lange Zeit störungsfrei und materialschonend arbeitet. Der bei bekannten Vorrichtungen unvermeidliche häufige Stillstand zur Entfernung der Materialstauungen und zur Reparatur bzw. Erneuerung der Zerkleinerungswerkzeuge entfällt.
An Stelle der paarweisen Verbindung der Abstreifer --6-- und einzelnen gehäusefesten Abstützung jedes Paares mittels der Stützplatten --9-- können auch alle Abstreifer --6-- fortlau- fend durch Verbindungsstücke --8-- gekoppelt sein, und an den beiden Stirnseiten --16-- des Gehäuses-l-fixiert sein, indem sie beispielsweise an einem durchgehenden, parallel zur Antriebswelle --2, 3-- verlaufenden Stab fixiert sind. Dieser muss jedoch ausreichend dimensioniert sein, da insbesondere im Mittelbereich der Vorrichtung grosse Kräfte auf den durchgehenden Stab einwirken.
Selbstverständlich könnte auch in diesem Fall zumindest im Mittelbereich eine Stützplatte --9-- in der beschriebenen Weise zwischen einem Verbindungsstück --8-- und der Seitenwand --10-- vorgesehen werden, die den Raum --15-- ebenfalls nur in einem Scheibenbereich durchquert.
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