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Die Erfindung bezieht sich auf einen Wärmeumsetzer, insbesondere Sonnenenergieabsorber, der von Strömungskanälen durchsetzt, mit Zu- und Ableitungsanschlüssen versehen, nach aussen dicht abgeschlossen und von einem Wärmeträgermedium, vorzugsweise von einer Flüssigkeit, durch- strömbar ist, wobei im stabilen Betriebszustand in den Strömungskanälen Unterdruck gegenüber der benachbarten äusseren Umgebung des Wärmeumsetzers herrscht.
Wärmeumsetzer, insbesondere Sonnenenergieabsorber erlangen für die wirtschaftliche Energienutzung bzw. Energiegewinnung zunehmend an Bedeutung, jedoch stehen einer breiten Anwendung häufig die hohen Anschaffungskosten der bisher zur Verfügung stehenden Geräte und Anlagen entgegen.
Grundsätzlich wird zwischen konzentrierenden und nicht konzentrierenden Systemen unterschieden. Zu letzteren zählen die sogenannten Flachkollektoren, die auf eine absorbierende Fläche auftreffende Strahlungsenergie, insbesondere Sonnenstrahlung, an ein Wärmeträgermedium abgeben, welches die gewonnene Wärme direkt oder über Wärmetauscher ihrem Verwendungszweck zuführt.
Als Absorber dienen zumeist Metallplatten mit aufgebrachten Rohrschlangen, verschweisste Stahlbleche mit eingepressten Strömungskanälen oder sogenannte"Rollbond"-Absorber aus Aluminium.
Alle diese Systeme arbeiten im Normalbetrieb mit Überdruck des Wärmeträgermediums, der bei Verwendung eines flüssigen Wärmeträgermediums schon durch dessen Eigengewicht bedingt ist und sich bei höheren Temperaturen durch Dampfbildung bzw. den steigenden Dampfdruck noch erhöht.
Die Absorber müssen daher entsprechend stabil gebaut sein, was zusammen mit der Forderung nach geringem Wärmewiderstand und guter Verarbeitbarkeit in den üblichen Fertigungsverfahren relativ grosse Materialstärken und-mengen notwendig macht, was oft zu unerwünscht grosser Wärmekapazität und relativ hohem Materialverbrauch führt. Aus den genannten Gründen sind die bekannten Absorber auch verhältnismässig teuer und schwer.
Es ist zwar auch ein Absorber bekanntgeworden (DE-OS 2601976), bei welchem das dichte System bei Umgebungstemperatur auf einem Druck unterhalb des Umgebungsdruckes gehalten wird, so dass Sieden der Wärmeübertragungsflüssigkeit und dadurch Wärmeübertragung auftritt. Damit sind aber die eingangs geschilderten Nachteile nicht vermieden worden.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, einen Wärmeumsetzer der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass die geschilderten Nachteile vermieden sind und ein Wärmeumsetzer geschaffen wird, der im Vergleich zu bekannten Systemen wesentlich leichter und billiger ist, was in der Folge unter anderem gesenkte Transportkosten und eine verbesserte Ansprechgeschwindigkeit bei vergleichbarer mittlerer Temperaturdifferenz zwischen Oberfläche und Wärmeträgermedium bedeutet.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Strömuhgskanäle begrenzende flächige, insbesondere in an sich bei Sonnenkollektoren bekannterweise mit Profilierungen versehene Bauteile an den Rändern des Wärmeumsetzers miteinander verbunden sind und diese Bauteile sich unter der Wirkung des Unterdruckes aufeinander bzw. auf weitere, im Abstand voneinander angeordnete Bauteile, die Abstandhalter darstellen und einen Teil der Wandung des jeweiligen Strömungskanals bilden, abstützen, wobei diese Abstandhalter gemeinsam mit einem Teil der flächigen Bauteile oder die Profilierungen der flächigen Bauteile den Strömungskanalquerschnitt begrenzen und an die Strömungskanäle eine Einrichtung zur Aufrechterhaltung bzw. Erzeugung des Unterdruckes anschliessbar ist, die einen tiefer als der Wärmeumsetzer angeordneten Behälter für das Wärmeträgermedium aufweist.
Das erfindungsgemässe System arbeitet daher im stabilen Betriebszustand mit Unterdruck, wobei dieser Unterdruck dazu ausgenutzt wird, die bei Überdruck entstehenden grossen Zugkräfte zwischen den Wärmeumsetzerbauteilen zu vermeiden. Auf diese Weise können die verwendeten Materialstärken wesentlich geringer gehalten werden und die Verbindung der Wärmeumsetzerbauteile bedeutend einfacher gestaltet werden, als dies bisher möglich war. Der Unterdruck in den Strömungskanälen des Wärmeumsetzers gewährleistet automatisch die Zusammenhaltung der Wärmeumsetzerbauteile derart, dass die gewünschten Strömungsquerschnitte für das Wärmeträgermedium im Normalbetrieb aufrecht erhalten werden.
Ist der Wärmeumsetzer nicht in Betrieb, so braucht dieser Unterdruck nicht aufrecht erhalten zu werden, soferne statt dessen nicht zerstörende Überdrücke auftreten. Die Strömungskanäle können praktisch beliebige Form haben und z. B. von dünnen, einfach zu gestaltenden Blechen gebildet sein, wobei ein weitgehender Verzicht auf feste Verbindungen zwischen denselben mit Ausnahme der Ränder möglich ist. Dies bedeutet eine gleich-
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zeitige Verbesserung der Qualität derartiger Wärmeumsetzer in wärmetechnischer Hinsicht, da die Ansprechgeschwindigkeit infolge der geringeren Wärmekapazitäten gesteigert wird. Selbstverständlich ist es möglich, zwischen den Rändern der die Strömungskanäle begrenzenden flächenförmigen Bauteile des Wärmeumsetzers einzelne feste Verbindungen dieser Bauteile, z.
B. zwecks Steigerung der mechanischen Stabilität, vorzusehen, wenn dies erforderlich ist.
Diese erfindungsgemässen Wärmeumsetzer, insbesondere Sonnenkollektoren sind bei geringem Gewicht in grossen Dimensionen auf viel einfachere Weise herstellbar, als dies bisher möglich war und können in zahlreichen Anwendungsgebieten eingesetzt werden. So können solche Sonnenkollektoren bei geeigneter Isolierung und Abdeckung infolge ihres geringen Gewichtes praktisch von jedem Dachstuhl, selbst von Dachstühlen in Leichtbauweise in klimatisch begünstigten Zonen getragen werden. Es ist jedoch auch möglich, die erfindungsgemässen Wärmeumsetzer in einer Flüssigkeit zu verwenden, wenn z. B. ein Flüssigkeit-Flüssigkeit-Wärmetausch gewünscht ist.
Die die Strömungskanäle begrenzenden flächenförmigen Bauteile müssen nicht eben sein, wenngleich diese Ausführungsform für übliche Flachkollektoren die zumeist vorliegende ist. Es ist auch möglich, die erfindungsgemässen Wärmeumsetzer aus die Strömungskanäle begrenzenden flächenförmigen, aber aufgerollten Bauteilen zu bilden, was aus Transportgründen, insbesondere bei
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der Absorberfläche.
Die an die Strömungskanäle anschliessbare Einrichtung zur Erzeugung bzw. Aufrechterhaltung des Unterdruckes steht mit dem Innenraum des Wärmeumsetzers in, das Wärmeträgermedium leitender, Verbindung. Für ein gasförmiges Wärmeträgermedium genügt z. B. ein die Luft durch den Wärmeumsetzer hindurchsaugender Ventilator zur Erzeugung des Unterdruckes. Bei vollkommen dichter Anlage und beim Fehlen eines unzulässigen Druckanstieges durch Sieden des flüssigen Wärmeträgermediums arbeitet die Erfindung nach einmaliger Erzeugung des Unterdruckes dauernd einwandfrei.
Der tiefer als der Wärmeumsetzer angeordnete Behälter für das Wärmeträgermedium soll gewährleisten, dass im Wärmeumsetzer auch dann der Unterdruck aufrecht erhalten bleibt, wenn das Wärmeträgermedium aus dem Wärmeumsetzer verdrängt wird, sei es durch Erhitzung des Wärmeumsetzers bis zur Dampfbildung oder durch ein Umgebungsmedium, welches durch ein Leck infolge des Unterdruckes in den Wärmeumsetzer eindringt. Das verdrängte Wärmeträgermedium wird vom Behälter aufgenommen, ohne dass im Wärmeumsetzer ein unzulässiger Druckanstieg entsteht. Der Behälter wird daher im allgemeinen einen offenen oder durch eine Membran abgedeckten Flüssigkeitsspiegel aufweisen.
Seine Ausbildung ist als eigener Behälter im engeren Sinne möglich, jedoch kann der Behälter auch von einem Schwimmbad, einem Wärmetauscherschlauch oder einem sonstigen Flüssigkeitsreservoir gebildet sein.
Infolge des dünneren Querschnittes der die Strömungskanäle begrenzenden flächigen Bauteile können beim Erfindungsgegenstand viel feinere Strömungskanäle als bei den gebräuchlichen Systemen ausgebildet werden. Dies ist in vielen Anwendungsfällen von Vorteil. Ferner besteht eine weitgehende Umströmbarkeit verstopfter Stellen, insbesondere wenn mit nur geringem Unterdruck in den Strömungskanälen gearbeitet wird.
Ferner ergeben sich beim Erfindungsgegenstand betriebstechnische Vorteile dahingehend, dass bei Auftreten eines Lecks im Unterdruckteil kein Wärmeträgermedium austreten und bei höherer Temperatur im Absorber auftretende Dampfbildung nicht schaden kann. Es ist möglich, den Erfindungsgegenstand so auszubilden, dass sich der Unterdruck mit Hilfe des Gewichtes einer Flüssigkeitssäule derart erzeugt, dass sich der Absorber bei Dampfbildung teilweise und reversibel und im Falle eines Lecks irreversibel von selbst in den Behälter entleert. Da die Leitungen des Absorberkreislaufes überdruckfrei sind, können sie einfach und billig ausgeführt werden. Die Umwälzung des Wärmeträgermediums kann wie bei konventionellen Anlagen durch Konvektion oder Pumpen erfolgen.
Um allfällige, z. B. durch Undichtheiten, in die Strömungskanäle eintretende Luft abzuscheiden und damit sicherzustellen, dass der Betrieb nicht gestört wird, hat gemäss einer Weiterbildung der Erfindung die Einrichtung zur Aufrechterhaltung bzw. Erzeugung des Unterdruckes Leitungen für das Wärmeträgermedium, in die eine Umwälzpumpe eingeschaltet ist, wobei zwischen
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der Druckseite der Umwälzpumpe und dem Wärmeumsetzer an die Leitungen eine zu einer Vorrichtung zur Abscheidung von Gasen aus dem flüssigen Wärmeträgermedium führende Abzweigung angeschlossen ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie einer Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die in den Zeichnungen schematisch dargestellt sind. Die Fig. 1 bis 3 zeigen in Schrägansicht, teilweise im Schnitt, drei Ausführungsvarianten eines Wärmeumsetzers, insbesondere eines Sonnenenergieabsorbers. Fig. 4 zeigt im Schema eine als Sonnenenergieabsorber dienende Wärmeumsetzeranlage. Fig. 5 zeigt die Weiterentwicklung einer Anlage zur Wiederherstellung verlorengegangenen Unterdruckes. Fig. 6 zeigt eine Ausführungsvariante zu Fig. 5 und Fig. 7 zeigt eine Anlage, die im Bereich des Absorbers mit durchgehend geringem Unterdruck arbeitet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 sind Strömungskanäle-l-eines Sonnenenergieabsorbers von zwei aus Blech ausgebildeten flächigen Bauteilen 3-- begrenzt, von denen der eine Bauteil --2-- eben ist und der andere Bauteil --3-- Strömungskanäle bildende Profilierungen hat.
Die beiden Bauteile --2, 3-- sind an ihren Längsrändern --4-- miteinander dicht verbunden, z. B. verschweisst. Die Querränder --5-- der beiden Bauteile -2, 3-- sind durch um diese Ränder - 5-- herumgebördelte Blenche --6-- überlappt, wodurch die Strömungskanäle-l-verbindende Sammelkanäle bzw. Vertielerkanäle --7-- gebildet werden, an die Zu- und Ableitungen --8-angeschlossen sind. Die Bleche --6-- sind mit ihren Rändern --9-- an den Bauteilen --2, 3-dicht angeschweisst, so dass das System nach aussen dicht ist. In den Strömungskanälen --1-kann daher im Betriebszustand des Sonnenenergieabsorbers Unterdruck, gegenüber der benachbarten äusseren Umgebung, aufrechterhalten werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die beiden die Strömungskanäle begrenzenden Bauteile --2, 3-- an allen vier Rändern 5-- miteinander dicht verschweisst. Um die Bauteile --2, 3--zur Bildung der Strömungskanalquerschnitte voneinander im Abstand zu halten, sind Abstandhalter --10-- in regelmässigen Abständen voneinander vorgesehen. Für diese Abstandhalter sind alle Bauformen möglich, welche die Bauteile --2, 3-- derart auf Distanz voneinander halten, dass zwischen ihnen vom Wärmeträgermedium durchströmbare Zwischenräume verbleiben. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die Abstandhalter --10-- von einem einzigen, entsprechend strukturierten Bauteil gebildet, der die Form eines Netzrasters hat. Linienraster mit Leisten oder Punktraster mit Noppen sind dafür mit Vorteil verwendbar. An die so gebildeten Strömungskanäle sind die Zu- bzw.
Ableitungen --8-- in beliebiger nicht näher dargestellter Weise angeschlossen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind die Srömungskanäle --1-- in eine den einen Bauteil --2-- bildende Platte eingearbeitet, die durch den als glattes, flaches Blech ausgebildeten andern Bauteil --3-- abgedeckt ist. Die beiden Bauteile --2, 3-- sind an den Rändern miteinander dicht verschweisst. Die Strömungskanäle --1-- sind an den Bauteil --2-- durchsetzende Zu- bzw.
Ableitungen --8-- angeschlossen.
Infolge der Aufrechterhaltung des Unterdruckes in den Strömungskanälen-l-und des dichten Abschlusses des von ihnen gebildeten Kanalnetzes können (ausser der Randverbindung der Bauteile --2, 3--) feste Verbindungen zwischen diesen beiden Bauteilen eingespart werden.
Fig. 4 zeigt ein System, bei welchem die auf einen als Sonnenenergieabsorber ausgebildeten Wärmeumsetzer --11--, der z. B. in der Art der Ausführungsbeispiele nach den Fig. 1 bis 3 ausgebildet sein kann, einfallende Sonnenstrahlung --12-- hinsichtlich ihres Wärmeenergieinhaltes dadurch ausgenutzt wird, dass die im Wärmeumsetzer --11-- gewonnene Wärmeenergie durch Konvektion zur Weiterverwendung an einen Wärmetauscher --13-- übertragen wird, der über Leitungen --14, 15-- an die Zu- bzw. Ableitungen --8-- des Wärmeumsetzers --11-- angeschlossen ist. An die obere Leitung --15-- ist über eine Abzweigung --18-- ein Ventil --19-- angeschlossen.
An die untere Leitung --14-- ist über eine weitere Abzweigung --16-- ein tiefer als der vom Sonnenkollektor gebildete Wärmeumsetzer --11-- angeordneter Behälter --17-- für das flüssige Wärmeträgermedium angeschlossen. Der Umlauf des Wärmeträgermediums ist durch Pfeile 20 dargestellt und kann durch blosse Konvektion, aber auch durch Pumpen mittels einer nicht dargestellten Pumpe hervorgerufen werden.
Der in den Strömungskanälen des Wärmeumsetzers --11-- herrschende Unterdruck kann mit Hilfe des Gewichtes der Flüssigkeitssäule derart erzielt werden, dass zunächst
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der Behälter --17-- mit Flüssigkeit gefüllt wird und anschliessend bei geöffnetem Ventil --19-am offenen Ende der Abzweigung --18-- Unterdruck erzeugt wird, bis die aus dem Behälter --17-- über die Leitung --16-- hochsteigende Flüssigkeit das Niveau des Ventils --19-- erreicht hat, wobei Luft über eine Öffnung --21-- in den Behälter --17-- nachströmt, worauf das Ventil --19-geschlossen wird.
Fig. 5 zeigt eine Anlage, bei der eine zur Umwälzung des Wärmeträgermediums dienende Um- wälzpumpe --22--, die in das Leitungssystem zwischen Wärmeumsetzer --11-- und Wärmetauscher - eingeschaltet ist, auch zur Wiederherstellung verlorengehenden oder verlorengegangenen
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--19-- istventil --24-- eine Vorrichtung zur Abscheidung von Gasen aus dem flüssigen Wärmeträgermedium bildet. Der Ersatz mangelnden Unterdruckes im System, hervorgerufen beispielsweise durch Eindringen von Gasen an einer Leckstelle, erfolgt hiebei derart, dass sich die Gase infolge ihres Auftriebes im Behälter --23-- abscheiden, wodurch in diesem das Flüssigkeitsniveau sinkt.
Dadurch schliesst das Ventil --19--, wodurch im Behälter --23-- der Druck erhöht wird, das Rück-
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--24-- geöffnetUmwälzpumpe --22-- über die Leitungen --16 und 15-- Flüssigkeit aus dem Behälter --17-- in den Behälter --23-- gefördert, wodurch der Anfangszustand wiederhergestellt wird.
Kleine Undichtheiten in der Anlage stören daher nicht.
Wird ferner der Wärmeumsetzer --11-- bei Nichtbetrieb mit Luft oder einem andern Gas gefüllt, so wird Dampfbildung im Sonnenkollektor --11-- verhindert und eine Ventilwirkung erzielt, die eine Wiederabgabe bereits durch den Wärmeumsetzer --11-- gewonnener Wärme vermeidet. Sammelt man dabei das flüssige Wärmeträgermedium in einem nicht frostgefährdeten Bereich der Anlage, so benötigt man keinerlei Frostschutzmittel. Eine hiefür besonders geeignete Anlage ist in Fig. 6 dargestellt, bei welcher zusätzlich zu der Ausführungsform nach Fig. 5 in den Kreislauf des durch
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WärmeträgermediumsVorrichtung --23, 24-- zu Abscheidung von Gasen.
Bei allen oben angeführten Betriebssystemen treten im Laufe des Betriebes oder bei Einoder Ausschaltvorgängen sehr verschiedene und umso grössere Materialbelastungen im Absorberteil des Wärmeumsetzers --11-- auf, je grössere Höhendifferenzen dieser überbrücken muss. Aber auch im Falle grosser Höhendifferenzen lassen sich für den Bau des Absorbers unverhältnismässig dünne Materialstärken verwenden, wenn die Anlage im Sinne der Erfindung so ausgelegt wird, dass im Inneren des Absorberteils nur geringere Druckdifferenzen auftreten können, wie sie allein durch den statischen Druck des Wärmeträgermediums in dem gefüllten Wärmeumsetzer erzeugt werden. Im Idealfall sind diese Druckdifferenzen gleich Null, was bedeutet, dass im Absorberteil der Strömungswiderstand nur durch das Gewicht des Wärmeträgermediums überwunden wird.
Dies ermöglicht es z. B., einen 7 m langen Sonnenenergieabsorber, der auf einem schrägen Hausdach 4 m Höhe überbrückt, mit einem Unterdruck von durchgehend nur 0,03 bar zu betreiben und entsprechend materialsparend auszulegen. Fig. 7 zeigt eine hiefür geeignete Anlage, die im Bereich
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Ausgangszustand automatisch wieder herstellt, unabhängig von Temperatureinflüssen, von der durch Undichtheiten eingedrungenen Luftmenge oder von andern Einflüssen, ohne dass dabei der als Sonnenenergieabsorber ausgebildete Wärmeumsetzer aufgebläht wird.
Die Funktionsweise ist hiebei wie folgt : Zu Beginn ist die Anlage bis zum Niveau H im Behälter --25-- mit dem Wärmeträgermedium gefüllt und oberhalb dieses Niveaus H über einen weiteren, an die Druckseite der Umwälzpumpe --22-- über eine Abzweigung --26-- angeschlossenen Behälter --27-- belüftet, der über eine Öffnung --28-- mit der umgebenden Atmosphäre in Verbindung steht. Das Ventil --19--
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ist bei dieser Ausführungsform an den Behälter --25-- angeschlossen und zu Betriebsbeginn (Einschalten der Umwälzpumpe --22--) geschlossen.
Der Behälter --25-- steht über das Rückschlag- ventil --24-- mit einem weiteren Behälter --30-- in Verbindung, der einerseits über die Ab- leitung --8-- mit dem Wärmeumsetzer --11--, anderseits über eine Umgehungsleitung --29-mit dem zusätzlichen Behälter --23-- verbunden ist. Bei Beginn des Betriebes füllt die Pumpe - 22-- zunächst den unteren Teil der Leitung --15-- bis zur Abzweigung --26--, wobei der unter Atmosphärendruck stehende weitere Behälter --27-- als Ausgleichsgefäss dient.
Erst mit dem weiteren Ansteigen der Flüssigkeit in den oberen Teil der Leitung --15-- bis in den zusätzlichen Behälter --23-- wird der Unterdruck im Wärmeumsetzer --11-- aufgebaut, da dieser bis dahin über den oberen Teil der Leitung --15-- und den weiteren Behälter --27-- unter Atmosphärendruck stand. Die Umgehungsleitung --29-- bedingt dabei den gleichen geringen Unterdruck im Wärmeumsetzer --11-- und in den Behältern --23 und 30--. Das sich im Behälter --30-- sammelnde flüssige Wärmeträgermedium fliesst durch das offene Rückschlagventil --24-- in den Behälter --25-- ab und wird diesem über den Wärmetauscher --13-- durch die Umwälzpumpe --22-- wieder entnommen.
Mit strichlierten Linien ist ein Beispiel für die Flüssigkeitsstandhöhe in den Behältern --23, 25, 27-- bei laufender Umwälzpumpe --22-- eingezeichnet. Bei Abschalten der Umwälzpumpe --22- schliesst das Rückschlagventil --24--, der Wärmeumsetzer --11-- entleert sich in den Behälter --30--, das Ventil --19-- öffnet und der Inhalt des Behälters --27-- kann sich in den Behälter --25-- entleeren, worauf der in den Behältern --23 und 30--noch herrschende Unterdruck über die Leitung --15-- abgebaut und dadurch das Rückschlagventil --24-- geöffnet wird, was den Anfangszustand wieder herstellt.
Die gashaltige Umgehungsleitung --29-- kann gleichzeitig mit einem Teil ihres Querschnittes als Überlaufleitung für das Wärmeträgermedium zur Regelung des Flüssigkeitsspiegels im zusätzlichen Behälter --23-- dienen. Dadurch wird vermieden, dass der Durchsatz der Umwälzpumpe --22-- an den vom Wärmeumsetzer benötigten Durchsatz genau angepasst werden muss, was die Regelung der Umwälzpumpe --22-- erleichtert.
Wenngleich im vorstehenden die Erfindung in ihrer Anwendung auf Sonnenenergieabsorber beschrieben wurde, lässt sie sich ganz allgemein auf jedweden Wärmeumsetzer anwenden, der an seiner Oberfläche aufgenommene Wärmeenergie auf ein den Wärmeumsetzer durchströmendes Wärmeträgermedium (oder umgekehrt) übertragen kann, sowie auf dessen Betriebsanlagen. Dies gestattet den Bau von extrem billigen und leichten grossflächigen Heiz- und Kühlkörpern, sowie Wärmetauschern.
Als Wärmeträgermedium dient normalerweise eine Flüssigkeit, jedoch ist die Erfindung auch auf Anlagen anwendbar, bei denen der Wärmeumsetzer von einem Gas durchströmt wird, welches gegenüber der jeweils benachbarten Umgebung unter Unterdruck steht.
Als Material für die Bauteile, die die Strömungskanäle des Wärmeumsetzers begrenzen, eignen sich insbesondere Bleche, aber auch Metall- oder Kunststoffolien oder-platten, die in an sich bekannter Weise zugleich als Wärmeisolation verwendet werden können, z. B. als abstrahlungsarme Aluminium-Rückseite.
Schaumstoffplatten können z. B. bei einer Ausführungsform gemäss Fig. 3 als rückseitiger Bauteil --2-- bei Sonnenkollektoren mit Vorteil Anwendung finden. Es ist jedoch auch möglich, die beiden die Strömungskanäle begrenzenden Bauteile --2, 3-- in einem einzigen Stück auszubilden, z. B. in Form eines zusammengefalteten Bleches.
Ferner ist es möglich, für mehrere Wärmeumsetzer, die miteinander zusammengeschaltet sind, einen oder mehrere gemeinsame zusammengeschaltete Behälter für das Wärmeträgermedium vorzusehen.
Bei einer konkreten Ausführungsform ergaben sich im Vergleich zwischen einem käuflich erwerbbaren Rollbondabsorber und einem nach Fig. 1 ausgebildeten erfindungsgemässen Absorber folgende Vergleichswerte :
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<tb>
<tb> Rollbond- <SEP> Erfindungsgemässer <SEP>
<tb> - <SEP> Absorber <SEP> Absorber
<tb> Material <SEP> Aluminium <SEP> Aluminium
<tb> Blechstärke <SEP> 2 <SEP> x <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> mm <SEP> 2 <SEP> x <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> mm
<tb> Gewicht <SEP> leer <SEP> 4 <SEP> kg/m2 <SEP> 0, <SEP> 6 <SEP> kg/m2 <SEP>
<tb> Volumen <SEP> des <SEP> Kanalsystems <SEP> incl.
<SEP> Sammelkanäle <SEP> 400 <SEP> cm3 <SEP> 300 <SEP> cm3
<tb> Wärmekapazität <SEP> bei
<tb> Wasserfüllung <SEP> 5000 <SEP> Ws/m2 <SEP> K <SEP> 1800 <SEP> Ws/m2 <SEP> K <SEP>
<tb> Verbindung <SEP> zwischen
<tb> den <SEP> Blechen <SEP> grossflächig <SEP> nur <SEP> an <SEP> den <SEP> Rändern
<tb> Wärmekapazität <SEP> leer <SEP> 3800 <SEP> Ws/m2K <SEP> 540 <SEP> Ws/m2 <SEP> K <SEP>
<tb>
PATENTANSPRÜCHE :
1.
Wärmeumsetzer, insbesondere Sonnenenergieabsorber, der von Strömungskanälen durchsetzt, mit Zu- und Ableitungsanschlüssen versehen, nach aussen dicht abgeschlossen und von einem Wärmeträgermedium, vorzugsweise von einer Flüssigkeit, durchströmbar ist, wobei im stabilen Betriebszustand in den Strömungskanälen Unterdruck gegenüber der benachbarten äusseren Umgebung des Wärmeumsetzers herrscht, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanäle (1) begrenzende flächige, insbesondere in an sich bei Sonnenkollektoren bekannter Weise mit Profilierungen versehene Bauteile (2,3) an den Rändern (4,5) des Wärmeumsetzers miteinander verbunden sind und diese Bauteile sich unter der Wirkung des Unterdruckes aufeinander bzw.
auf weitere, im Abstand voneinander angeordnete Bauteile, die Abstandhalter (10) darstellen und einen Teil der Wandung des jeweiligen Strömungskanals (1) bilden, abstützen, wobei diese Abstandhalter (10) gemeinsam mit einem Teil der flächigen Bauteile (2,3) oder die Profilierungen der flächigen Bauteile (2,3) den Strömungskanalquerschnitt begrenzen und an die Strömungskanäle (1) eine Einrichtung zur Aufrechterhaltung bzw. Erzeugung des Unterdruckes anschliessbar ist, die einen tiefer als der Wärmeumsetzer angeordneten Behälter (17,25, 30) für das Wärmeträgermedium aufweist.