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Die Erfindung bezieht sich auf eine Warnsignalanlage für öffentliche Verkehrsflächen zur
Sicherung von Streckenabschnitten z. B. nach Verkehrsunfällen, bei der entlang mindestens eines
Randes der Verkehrsflächen voneinander beabstandet im Bedarfsfall aktivierbare optische Signal- einrichtungen angeordnet sind und entlang des Strassenrandes eine seilartige Betätigungseinrichtung gespannt ist, wobei eine Änderung ihrer Spannung über ein bestimmtes Mass eine Aktivierung be- wirkt.
Eine derartige Warneinrichtung wurde z. B. durch die DE-PS Nr. 1197110 bekannt. Bei dieser bekannten Lösung ist die Betätigungseinrichtung durch ein über an leicht zerbrechlichen Trägern befestigten Stützrollen geführtes Seil gebildet, wobei durch Zerbrechen eines Trägers oder Abheben des Seiles von einer Stützrolle das Seil entspannt und dadurch ein Kontakt geschlossen wird, der die Stromversorgung für die optischen Signaleinrichtungen durchschaltet.
Der Nachteil dieser Lösung liegt darin, dass die Instandsetzung der Anlage nach einem Aus- lösen auf Grund einer Kollision sehr aufwendig ist und überdies eine entsprechende Vorratshaltung an Trägern erforderlich ist.
Weiters wurde durch die US-PS Nr. 2, 774, 325 auch schon vorgeschlagen, am Rand von Verkehrsflächen ein Rohr anzuordnen und in diesem ein Seil zu führen. Bei einer entsprechend weiten Ausbiegung des Rohres wird ein ein mechanisches Signal in seiner inaktiven Lage sichernder Bolzen entgegen der Kraft einer Feder durch den vom ausgelenkten Seil ausgeübten Zug verschoben und das Signal entriegelt.
Auch wurde schon vorgeschlagen, in einer Rille einer Leitschiene eine Reissleine zu führen, die bei einer entsprechend weiten Auslenkung ein Signal auslöst.
Bei allen diesen Ausführungen ergibt sich ebenfalls der Nachteil, dass nach jeder Auslösung umfangreiche Instandsetzungsarbeiten und der Austausch einer grösseren Anzahl von Teilen notwendig sind.
Ziel der Erfindung ist es eine Warneinrichtung der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei der nach einem Auslösefall nur kleine und rasch ausführbare Instandsetzungsarbeiten erforderlich sind. Insbesondere soll in der Regel nach einer Auslösung kein Ersatz von Teilen erforderlich sein.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die seilartige Betätigungseinrichtung durch ein Signalkabel gebildet ist, das sich aus relativ kurzen über Kupplungen elektrisch und mechanisch verbundenen Stücken zusammensetzt und elektrische Schalteinrichtungen vorgesehen sind, welche bei Trennen einer Kupplung die Signaleinrichtungen aktivieren. Auf diese Weise ist es möglich, die Warneinrichtung nach einer Auslösung durch einfaches Zusammenfügen der beiden Kupplungsteile wieder in einen betriebsbereiten Zustand zu bringen. Ausserdem ist es auch sehr einfach möglich, die Trennung des Signalkabels auch zum Auslösen einer Meldung, z. B. zur Strassenaufsicht oder Polizei, zu verwenden, wobei gleichzeitig auch der Ort der Unterbrechung einfach und sicher erfassbar ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das Signalkabel an einer Trageinrichtung befestigt ist, die durch an Kabelführungsstützpunkten vorzugsweise über Temperaturausgleichsfedern befestigten Tragseilstücken gebildet ist, die über Sollbruchfedern und Sollbruchstücke miteinander verbunden sind. Dadurch ergibt sich ein einfacher Aufbau der Warneinrichtung, in den auch die bereits vorhandenen üblichen Leiteinrichtungen integriert werden können.
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen : Fig. l schematisch die Anordnung einer erfindungsgemässen Warneinrichtung an einer Autobahn und Fig. 2 die Halterung des Signalkabels, wobei die verschiedenen Abstützungen gedrängt dargestellt sind.
Wie aus Fig. l ersichtlich, sind Warneinrichtungen --20-- zu beiden Seiten der Autobahn - angeordnet. Die Warneinrichtungen --1-- weisen je ein Signalkabel --4-- auf, das in einer geringen Höhe über dem Strassenniveau an Kabelführungsstützpunkten-l, 2, 3-- gehalten ist.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist das Signalkabel mittels eines Tragseiles bzw. Tragseilstücken
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-14--,- angeordnet sind, die lediglich zum Unterstützen des Tragseiles und des Signalkabels vorgesehen sind sowie zum Umlenken derselben in Kurven.
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z. B. in Abständen von 500 bis 2000 m aufgestellt.
An diesen sowie an den Kabelführungsstützpunkten --2-- sind die Tragseilstücke --14-- einerends fix und mit ihrem andern Ende über die Temperaturausgleichsfedern --6-- befestigt.
Weiters ist auch das Signalkabel an diesen Kabelführungsstützpunkten --1, 2-- befestigt.
Zwischen jedem Kabelführungsstützpunkt --1, 2, 3-- sind mittels Kerbverbinder --12-- Soll- bruchstücke --11-- und gegebenenfalls auch Sollbruchfedern --10-- in die Tragseilstücke einge- baut. Weiters ist auch das Signalkabel --4--, das z. B. aus einem selbsttragenden mehradrigen
Fernmeldekabel besteht, zwischen den einen Kabelführungsstützpunkten-l, 2, 3-- durch eine
Kupplung --9-- bzw. Steckverbindung unterteilt, wobei das Signalkabel zwischen den Fixpunk- ten 7 fest mit dem Tragseil verbunden ist.
Wird das Signalkabel --4-- von einem Fahrzeug ange- fahren und wird die nächst dieser Stelle befindliche Sollbruchfeder --10-- gedehnt und durch den dadurch auf das Signalkabel --4-- einwirkenden Zug die Kupplung --9-- geöffnet, so entsteht eine Unterbrechung des Signalkabels --4--. Dies führt zur Auslösung einer Warnung bzw. zum
Aufleuchten oder Blinken der Warnsignale 5, wobei es möglich ist, die der Unfallstelle näheren
Warnsignale 5 z. B. zum Leuchten und die sich in einem bestimmten Entfernungsbereich befindlichen
Warnsignale zum Blinken zu bringen, was durch eine entsprechende, die Entfernung bis zur Unter- brechungsstelle erfassende bekannte Schaltung leicht bewerkstelligt werden kann.
Die durchgehende Verbindung des Signalkabels --4-- kann in diesem Falle durch einfaches
Zusammenstecken der Kupplung --9-- wieder hergestellt werden.
Kommt es zu einem Durch- bzw. Überfahren des Signalkabels und des Tragseiles, so reisst das Sollbruchstück --11-- und unterbricht dadurch das gesamte Signalkabel --4--, wodurch das
Tragseil --14-- und die Sollbruchfedern --10-- vor Beschädigung geschützt werden. Das Einsetzen eines neuen Sollbruchstückes --11-- lässt sich ohne grossen Aufwand bewerkstelligen.
Jeweils bei den Kabelführungsstützpunkten --3-- ist am Signalkabel --4-- auf der fahrtrichtungsabgewendeten Seite eine leichte unzerbrechliche Plastikscheibe --13-- in geringem Abstand mit dem Tragseil fest verbunden, so dass bei einem Verkehrsunfall, wobei kein Fahrzeug das Signalkabel berührt, durch leichtes Anfahren an dem Kabelführungsstützpunkt das Signalkabel --4-zusätzlich gespannt und dadurch die Sollbruchkupplung --9-- getrennt werden kann, so dass eine sofortige Signalisierung gegenüber dem Nachfolgeverkehr erfolgen kann.
Die Warnsignalanlage gemäss der Erfindung kann auch dadurch ergänzt werden, dass die Anlage mit andern Streckensicherungs- und Signaleinrichtungen wie z. B. Glatteiswarnanlagen, Induktionsschleifenüberwachung oder einem Streckentelephon vereinigt ist und ferner eine zusätzliche Überwachungsschleife über den ganzen Verkehrsabschnitt geführt wird (bzw. diverse andere Infor- mationen).
Ferner ist eine Ausgestaltung dadurch möglich, dass das an der Verkehrsflächenbegrenzung laufende Kabel so ausgerüstet ist, dass es als Sendeantenne für Verkehrsdienste dient ; die Sendeinformationen können von KFZ in diesem Bereich aufgenommen, dekodiert und daher empfangen werden.
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