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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Luftreifen, bei dem aus einer Polymermischung ein Luftreifen geformt wird, in diesen eine Verstärkungseinlage, die aus
Fadenwindungen gebildet wird, eingebracht und der Reifen ausgehärtet wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann zur Herstellung von Luftreifen für Traktoren, Landma- schinen und Personenkraftwagen verwendet werden.
Bekannt ist ein Verfahren zur Luftreifenherstellung, bei dessen Durchführung ein Reifen aus einer flüssigen Polymermischung in einer Spritzgussform hergestellt wird. Hiebei wird eine im voraus gefertigte Verstärkungseinlage (Karkasse) in die Spritzgussform eingebracht, und darauf wird der Reifen zusammen mit der Verstärkungseinlage ausgehärtet.
Die Verstärkungseinlage wird auf der gesamten Umfangslänge des Reifens angeordnet. Sie wird durch Aufwicklung eines Einzelfadens auf eine zylinderförmige Schablone längs der Kreislinien erzeugt, die zur Längsachse derselben senkrecht stehen. Zum Festhalten und Ausrichten des Einzelfadens sind auf den erwähnten Kreislinien senkrecht zu ihnen Parallelleisten in einem bestimmten Abstand voneinander gleichmässig verteilt, von denen jede mehrere Stäbe trägt.
Zwischen den Stäben werden längs der erwähnten Kreislinien der zylinderförmigen Schablone Fäden in mehreren Windungen zwischen zwei Nachbarstäben aufgewickelt. Die Leisten mit den Stäben besitzen eine Breite, die der Breite der Luftreifenlauffläche gleich ist.
Wie bekannt, versteht man unter der Lauffläche meist einen Teil der Aussenfläche von Luftreifen längs der maximalen Kreislinie, die beim Betrieb mit der Strasse in Berührung kommt.
Die Leisten sind aus derselben Polymermischung wie der Luftreifen hergestellt.
Die auf die erwähnte Weise erzeugte Verstärkungseinlage wird zusammen mit den Leisten mit einer dünnen Schichte der Polymermischung überzogen, in diesem Fall mit Polyurethan, wodurch ein Oberflächenfilm entsteht. Danach wird die Verstärkungseinlage zusammen mit den Leisten in die Spritzgussform mit der zum Spritzguss bestimmten Polymermischung übertragen, worauf der Reifen ausgehärtet wird.
Zur Befestigung der Verstärkungseinlage in der Spritzgussform in deren Laufflächenteil, der der Luftreifenlauffläche entspricht, sind zylindrische Bohrungen vorgesehen, in die die Leistenstäbe eingesetzt sind.
Das bekannte Verfahren zur Luftreifenherstellung ist recht kompliziert.
Die Schwierigkeit besteht hiebei darin, dass die Verstärkungseinlage getrennt vom Luftreifen hergestellt wird, was entsprechende Produktionsflächen, Ausrüstungen und Zeitaufwand erfordert.
Darüber hinaus wird die Verstärkungseinlage mehrteilig, d. h. so ausgeführt, dass sie Leisten mit Stäben sowie zwischen den Stäben aufgewickelte Fäden enthält.
Hiebei werden die Leisten mit den Stäben im voraus vor der Aufwicklung der Verstärkungseinlage hergestellt, was den Herstellungsprozess des Luftreifens ebenfalls kompliziert macht.
Ferner wird zur Aufwicklung der Verstärkungseinlage eine zylindrische Schablone benutzt, es ist also eine zusätzliche Ausrüstung anzuwenden.
Bei diesem bekannten Verfahren erfolgt die Fixierung der Fäden der Verstärkungseinlage durch Anleimen der Fäden an die Leisten mit Hilfe einer Polymermischung. Danach wird die Verstärkungseinlage mit Hilfe ihrer Stäbe in die Spritzgussform eingesetzt und mittels der Stifte in den entsprechenden zylindrischen Bohrungen der Luftreifenlauffläche festgemacht.
Das Aufbringen der Polymermischung auf die fertige Verstärkungseinlage und das Einsetzen der Stäbe derselben in die zylindrischen Bohrungen der Luftreifenlauffläche ist ebenfalls zeitaufwendig.
Die Herstellung der Verstärkungseinlage getrennt vom Luftreifen und die nachfolgende Übertragung und Einsetzung der Verstärkungseinlage in die Spritzgussform mit der zum Spritzguss bestimmten Polymermischung schliesst eine Verlagerung der Fäden nicht aus, was die Erzielung einer hohen Qualität der Verstärkungseinlage verhindert, nämlich keine stabilen Konstruktionsparameter der Verstärkungseinlage garantiert.
Es ist weiters ein Verfahren (EP-PS 0 009 018) bekannt, bei dem zuerst ein Reifeninnenkörper hergestellt wird, dann eine Verstärkungseinlage durch Wickeln eines Fadens von einem Wulstkern zum gegenüberliegenden Wulstkern unter Bildung von Knoten gebildet wird, und abschliessend
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der Reifenaussenkörper (mit Lauffläche) aufgetragen wird. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass, um eine stabile Verstärkungseinlage zu erhalten, der Faden der Verstärkungseinlage um den
Wulstkern kompliziert nach Art des Häkelns geschlungen werden muss, wobei der Faden durch vor- her gebildete Schlingen hindurchgeführt werden muss.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein solches Verfahren zur Luftreifenherstellung zu entwickeln, das recht einfach sein und eine ausreichend hohe Qualität des Luftreifens gewähr- leisten soll.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei einem Verfahren zur Herstellung von Luftreifen, bei dem aus einer Polymermischung ein Luftreifen geformt wird, in diesen eine Verstärkungsein- lage, die aus Fadenwindungen gebildet wird, eingebracht und der Reifen ausgehärtet wird, wobei erfindungsgemäss der Reifen, wie an sich bekannt, mindestens in zwei Stufen hergestellt wird, und dass in der ersten Stufe ein Reifeninnenkörper aus einem oder mehreren Teilen gebildet wird, der bzw. die mit Stützelementen versehen ist bzw. sind, an denen Windungen der Verstärkungs- einlage befestigt werden, wonach in der zweiten Stufe der andere Teil des Reifens gebildet wird, der mit dem Reifeninnenkörper in an sich bekannter Weise während des Aushärtungsvorganges der Polymermischung verbunden wird.
Da der Reifen in zwei Etappen hergestellt wird, ist es bei diesem Verfahren zur Herstel- lung von Luftreifen möglich, die Verstärkungseinlage ins Innere des Reifens zwischen den zwei
Teilen derselben einzubringen, genauer gesagt, zu erreichen, dass die Verstärkungseinlage unmit- telbar während des Herstellens des Luftreifens selber am Reifeninnenkörper hergestellt wird.
Die Herstellung des Reifeninnenkörpers zusammen mit den Stützelementen gestattet es, die
Verstärkungseinlage unmittelbar am Reifeninnenkörper durch Aufwicklung und Befestigung eines
Einzelfadens ohne Anleimen desselben an den Stützelementen anzubringen.
Hiebei wird jede Windung an einem Stützelement befestigt.
Dabei ist die Lage der Verstärkungseinlage im Luftreifen im Sinne ihrer Höhe durch die
Dicke des Reifeninnenkörpers begrenzt, die variiert wird, u. zw. kann der Reifeninnenkörper aus aus verschiedenen Werkstoffen bestehenden Schichten hergestellt werden, ferner kann er verschiedene Verstärkungselemente einschliessen. In der Folge ist die Dicke des Reifeninnenkörpers in vielen
Fällen verschieden. Hiebei muss der Reifeninnenkörper aber unter allen Umständen Stützelemente auf seiner Oberfläche aufweisen.
Zweckmässigerweise werden die Stützelemente in Form von Stäben ausgebildet, die sich an der seitlichen Aussenfläche des Reifeninnenkörpers an beiden Seiten der Symmetrieebene des Reifenprofils befinden.
Die stabförmig ausgebildeten Stützelemente sind zur Erzeugung der Verstärkungseinlage um das gesamte Reifenprofil herum sowie auf der gesamten Umfangslänge des Luftreifens bestimmt.
Das Aufwickeln eines Einzelfadens auf die Stäbe gewährleistet eine gleichmässige Lage der Einzelfadenwindungen sowie eine feste, unverschiebbare Befestigung des Einzelfadens an jedem Stab ohne Anleimen, was eine hohe Stabilität von Konstruktionsparametern der Verstärkungseinlage, wie des Neigungswinkels eines Einzelfadens zum radialen Querschnitt des Luftreifens und der Breite der Verstärkungseinlage gewährleistet.
Die erwähnte Lage der Stäbe begrenzt die Breite der Verstärkungseinlage. Die Breite der Verstärkungseinlage ist dem Umfang des radialen Querschnittes des Luftreifens gleich. Die Breite der Verstärkungseinlage kann auch einem Teil des Umfanges des Luftreifenprofils gleich sein und davon abhängen, in welchem Teil des Profils des Luftreifens die Stäbe angeordnet sind.
Nach einer andern Ausführungsform der Erfindung werden die Stützelemente in Form von Rinnen ausgebildet, die sich über die gesamte Umfangslänge der Aussenfläche des Reifeninnenkörpers des Luftreifens erstrecken.
Die erwähnten Rinnen sind zur Erzeugung einer Umfangsverstärkungseinlage in der Lauffläche des Luftreifens, d. h. auf dem Umfang dieses Reifens in der Umfangsrichtung verlaufend, bestimmt.
Die Aufwicklung des Einzelfadens in der Umfangsrichtung und die Unterbringung desselben in den erwähnten Rinnen gewährleisten eine feste unverschiebbare Befestigung des Einzelfadens am Luftreifen ohne Anleimen, d. h. eine jede Umfangswindung des Einzelfadens liegt in einer Rinne, was zur hohen Stabilität der Konstruktionsparameter der Verstärkungseinlage, wie des Nei-
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gungswinkels des Einzelfadens zum radialen Querschnitt des Luftreifens und der Breite der Ver- stärkungseinlage führt.
Unter der Breite der Verstärkungseinlage wird die lineare Abmessung, die dem Teil des Umfanges des Luftreifenprofils unter der Lauffläche gleich ist, auf dem sich die Verstärkungseinlage befindet, verstanden.
Die Breite der Verstärkungseinlage ist durch die Anzahl und Grösse der Umfangsrinnen, die variiert werden können, genau begrenzt. Zur maximalen Verstärkung der Laufflächenzone wird die Breite der Verstärkungseinlage gleich der Breite der Luftreifenlauffläche angenommen, wobei dann die Rinnen über die gesamte Breite des Laufflächenteiles gehen.
In diesem Fall stellt die Verstärkungseinlage einen starren Umfangsgürtel dar, der von einer hohen Anzahl von Windungen gebildet ist. Die Verstärkungseinlage kann in einem andern Fall einen Ring darstellen, der im Zentrum der Lauffläche angeordnet wird. In weiteren Fällen wird der Ring aus einer bzw. zwei Windungen des Einzelfadens gebildet.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird in der ersten Stufe ein Dorn mit an diesem angeordneten Stützelementen in Form von Vorsprüngen verwendet, an denen Windungen der Verstärkungseinlage befestigt werden, wonach diese auf den ersten Teil des Reifens während der Herstellung desselben von dem Dorn übertragen werden.
Zur Bildung der Verstärkungseinlage durch Aufwickeln eines Einzelfadens wird ein Metalldorn in Gestalt eines Torus mit Stützelementen verwendet. Hiebei werden die Stützelemente in Form von Vorsprüngen zum Aufwickeln des Einzelfadens der Verstärkungseinlage ausgeführt. Da sich die Stützelemente dabei am Dorn selber befinden, kann das Aufwickeln der Verstärkungseinlage an diesem Dorn erfolgen, so dass die im voraus vorzunehmende Herstellung eines Teiles des Luftreifens mit Stützelementen zum Aufwickeln der Verstärkungseinlage nicht mehr notwendig ist.
Das Aufwickeln des Einzelfadens der Verstärkungseinlage unmittelbar auf einen Dorn mit Stützelementen geschieht dadurch, dass diese Stützelemente als Stäbe ausgebildet sind.
Die Windungen kommen in radialen Ebenen unter einem kleinen Winkel von bis zu 5 zu den radialen Querschnitten dieses Dornes zu liegen.
Die Stäbe, die am Dorn mit den Stützelementen angebracht sind und einen Fortsatz vom Dornkörper darstellen, sind zur Erzeugung einer Verstärkungseinlage auf dem gesamten Luftreifenprofil bestimmt.
Die Aufwicklung des Einzelfadens auf die Stäbe eines mit Stützelementen versehenen Dornes gewährleisten eine gleichmässige Lage der Einzelfadenwindungen sowie eine feste, unverschiebbare Befestigung des Einzelfadens an jedem Stab ohne Anleimen, was zur Erzielung einer hohen Stabilität der Konstruktionsparameter der Verstärkungseinlage, wie z. B. des Neigungswinkels eines Einzelfadens zum radialen Querschnitt des Luftreifens und der Breite der Verstärkungseinlage führt.
Die Anordnung der Stäbe auf dem Profil des mit den Stützelementen versehenen Dornes begrenzt die Breite der Verstärkungseinlage. Die Breite der Verstärkungseinlage ist dem Umfang des Profils des radialen Querschnittes des Luftreifens bzw. eines Teiles desselben gleich, u. zw. in Abhängigkeit davon, in welchem Teil des Profils des mit den Stützelementen versehenen Dornes die Stäbe angeordnet sind.
Somit ist das vorliegende Verfahren zur Luftreifenherstellung recht einfach, es erfordert keine vorherige Herstellung von einzelnen Teilen sowie keinen Aufwand an Produktionsflächen und Ausrüstungen.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Luftreifenherstellung gewährleistet eine hohe Qualität des Erzeugnisses im Sinne der Stabilität der Konstruktionsparameter der Verstärkungseinlage, also des Neigungswinkels des Einzelfadens zum radialen Querschnitt des Luftreifens und der Breite der Verstärkungseinlage.
Die erwähnten Besonderheiten und weiteren Vorteile der Erfindung werden an Hand der nachfolgenden Beschreibung von konkreten Ausführungsbeispielen derselben sowie der Zeichnungen näher erläutert : Es zeigen : Fig. 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäss hergestellten Luftreifens, wobei der Reifenaussenkörper nur teilweise dargestellt ist, u. zw. in der Ausführungsform, bei der die Stützelemente in Form von Stäben ausgebildet sind, an denen die Windungen
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der Verstärkungseinlage befestigt sind ;
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform, bei der die Stützelemente in Form von Rinnen ausgebildet sind, in denen die Windungen der Verstärkungseinlage untergebracht sind ; und Fig. 3 eine schematische Darstellung eines durch radiale Querschnitte begrenzten Teiles des Dornes mit den Stützelementen, an denen die Windungen der Verstärkungseinlage befestigt sind.
Das gemäss der Erfindung ausgeführte Verfahren sieht die Herstellung eines Luftreifens aus einer Polymermischung vor. In diesem Fall wird der Unterbau in einer Spritzgussform mit einem Dorn gegossen. Die Spritzgussform stellt die Aussenkontur des Luftreifens, der formende Dorn stellt die Innenkontur desselben her.
Zur Erhöhung der Festigkeitseigenschaften des Luftreifens wird eine Verstärkungseinlage eingeführt, die durch Aufwickeln eines aus Polyamid 6 bestehenden Einzelfadens gebildet wird.
Danach wird der Reifen ausgehärtet, was im nachstehenden eingehend beschrieben werden soll.
Im vorliegenden Verfahren zur Luftreifenherstellung wird der Reifen --1-- (Fig. 1) in zwei Stufen hergestellt, wobei zwei Teile--2 und 3-- des Reifens --1-- hergestellt werden, von denen der Reifeninnenkörper --2-- des Reifens --1-- in der ersten Stufe mit Befestigung der Windungen einer Verstärkungseinlage --4-- an demselben hergestellt wird.
In der zweiten Stufe wird der Reifenaussenkörper --3-- des Reifens --1-- hergestellt, der mit dem Reifeninnenkörper --2-- während des Aushärtungsvorganges vereinigt wird.
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Die Polymermischung auf der Olygomerenbasis wird in die Spritzgussform mit einem Formungsdorn (nicht abgebildet) eingefüllt.
In den Wänden der Spritzgussform ist, auf dem Umfang gleichmässig verteilt, eine Vielzahl von Bohrungen ausgeführt, in die die Polymermischung gelangt, wodurch die Stützelemente --5-in Gestalt von Stäben ausgeformt werden.
Der Reifeninnenkörper --2-- wird in der Spritzgussform bis zur Aushärtung des Polymerwerkstoffes verschlossen gehalten.
Danach wird die Spritzgussform mit dem Formungsdorn auseinandergenommen und der Reifeninnenkörper --2-- mit den fertigen Stützelementen --5-- in Form von an ihm vorhandenen Stäben auf eine beliebige bekannte Weise aus derselben entnommen.
Danach wird auf die Stäbe --5-- eine Verstärkungseinlage --4-- aus einem Einzelfaden aus Polyamid 6 aufgewickelt, der um jeden Stab --5-- dicht anliegend läuft, so dass er an ihm ohne Anleimen fixiert wird. In andern Fällen können zur Erzeugung der Verstärkungseinlage metallische oder andere Fäden aus Synthesefaser verwendet werden. Auf solche Weise wird der
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stabil sowohl während wie auch nach der Herstellung des Luftreifens.
Beim Aufwickeln des Einzelfadens unmittelbar auf den im voraus fertiggeformten Reifeninnen- körper --2-- sowie beim Befestigen des Einzelfadens an den Stützelementen --5-- wird die Übertragung und Einbringung der Verstärkungseinlage --4-- in die Spritzgussform nicht mehr notwendig, wodurch Zeit eingespart wird und die Bedingungen für die Verschiebung und ungleichmässige Spannung des Einzelfadens ausgeschlossen werden, die zur Verzerrung der Geometrie der Verstärkungseinlage --4-- führen könnten.
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Reifenprofils angeordnet.
Die vorhandenen Stützelemente --5-- ermöglichen es, das Aufwickeln des Einzelfadens der Verstärkungseinlage --4-- unter einem beliebigen erforderlichen Winkel von 5 bis 90 , im vorliegenden Fall aber von 5 zum radialen Querschnitt des Luftreifens unbegrenzt viele Male vorzunehmen.
Die Stützelemente --5-- zeichnen sich dadurch aus, dass die Stäbe aus dem Polymerwerkstoff des Reifeninnenkörpers --2-- bei dessen Herstellung in der Spritzgussform hergestellt werden und dass die Stäbe an der seitlichen Aussenfläche längs des Umfanges des Reifeninnenkörpers --2--
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in einem bestimmten Abstand und an beiden Seiten der Symmetrieebene des Reifenprofils angeordnet sind, wodurch sie die Breite der Verstärkungseinlage --4-- des Luftreifens festlegen.
Ausserdem beträgt der Neigungswinkel der Stäbe --5-- zur Luftreifenoberfläche in diesem Fall 900, er kann aber in andern Fällen einen Wert haben, der in einem Bereich von 5 bis 90 liegt.
Der Neigungswinkel eines jeden Stabes --5-- zur Luftreifenoberfläche von 5 ist der minimale Neigungsgrad, bei dem ein Einzelfaden zwischen dem jeweiligen Stab --5-- und der Luftreifenoberfläche untergebracht werden kann. Der Neigungswinkel von 900 ist der maximale Neigungswinkel, bei dem der Einzelfaden noch festgehalten wird, ohne an seinem Stab --5-- entlangzu- gleiten.
Der Abstand zwischen den Stäben beträgt 0,5 mm, in andern Fällen aber nicht weniger als 0, 5 mm, was die Aufwickelhäufigkeit des Einzelfadens begrenzt.
Zur Bildung einer Windung um jeden Stab --5-- werden zwischen zwei jeweiligen Stäben --5-- zwei Einzelfäden angeordnet. Der Abstand zwischen zwei Nachbarstäben --5-- von 0, 5 mm ist der minimale Abstand, bei dem zwei Einzelfäden in zusammengedrücktem Zustand zwischen zwei Nachbarstäben --5-- untergebracht werden können.
Die Stäbe --5-- besitzen einen runden Querschnitt. Sie können aber auch einen Querschnitt von einer beliebigen andern, geometrischen Form - rund, dreieckig, rechteckig usw. - besitzen.
Während der Herstellung von Luftreifen wird der Reifeninnenkörper --2-- mit der auf ihn aufgewickelten Verstärkungseinlage --4-- in die Spritzgussform mit einem Formungsdorn (nicht abgebildet) eingebracht, und die aufgewickelte Verstärkungseinlage --4-- wird von oben mit einer Polymermischung vergossen, die den Reifenaussenkörper --3-- bildet, wonach bis zur Ausbildung der Aussenkontur des Luftreifens ausgehärtet wird.
Die Ausbildung der Luftreifenaussenkontur kann in andern Fällen stufenweise erfolgen. Hiezu wird der Reifeninnenkörper --2-- mit der aufgewickelten Verstärkungseinlage --4-- in die Spritzgussform mit einem Formungsdorn eingebracht und von oben mit einer Polymermischung unter Bildung einer Zwischenschichte des jeweiligen Werkstoffes vergossen, wonach ausgehärtet wird. Es wird der Aussenteil der Spritzgussform ausgewechselt, und erneut wird die Polymermischung von oben eingefüllt und wieder ausgehärtet ; diese Schritte wiederholen sich bis zur Ausbildung der Luftreifenaussenkontur.
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h.Aufwicklung eines Einzelfadens auf Stützelemente --8-- gebildet, die sich in dieser Zone befinden.
In diesem Fall wird der Reifeninnenkörper --6-- mit den Stützelementen in der Spritzgussform mit einem Formungsdorn (nicht abgebildet) hergestellt. In die Spritzgussform wird eine Polymermischung, in diesem Fall eine Polyurethanmischung eingefüllt, und es wird bis zur Bildung des
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Nähe derselben erstrecken.
Die Rinnen --8-- stellen Umfangsnuten dar, die parallel zueinander längs der peripheren Aussenumfangsfläche des Reifeninnenkörpers --6-- des Luftreifens liegen. Die Rinnen --8-- wechseln mit Vorsprüngen --8a-- ab. Die Rinnen --8-- besitzen ein trapezförmiges Querschnittsprofil.
In den Rinnen --8-- werden die Einzelfadenwindungen untergebracht.
Die Rinnen --8-- zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Laufflächenzone des Luftreifens in der Umfangsrichtung verlaufen und dass das Querschnittsprofil der Rinnen --8-- in andern Fällen eine beliebige andere geometrische Form haben kann.
Der Reifeninnenkörper --6-- mit der aufgewickelten Verstärkungseinlage --7-- wird in die Spritzgussform mit einem Formungsdorn (nicht abgebildet) eingebracht, die Verstärkungseinlage --7-- wird von oben mit einer Polymermischung vergossen, die den Reifenaussenkörper --3-- bildet, wonach bis zur Ausbildung der Luftreifenaussenkontur ausgehärtet-wird.
Die Ausbildung der Luftreifenaussenkontur kann stufenweise erfolgen. Hiezu wird der Rei-
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feninnenkörper --6-- mit der aufgewickelten Verstärkungseinlage --7-- in eine zwischengeschaltete
Spritzgussform mit einem Formungsdorn (nicht abgebildet) eingebracht und von oben mit einer Poly- mermischung unter Bildung einer Zwischenschichte des Polymerwerkstoffes zwischen der Verstär- kungseinlage --7-- und der Spritzgussform vergossen, wonach die Aushärtung erfolgt. Es wird der Aussenteil der Spritzgussform durch einen andern ausgewechselt, von oben wird erneut die
Polymermischung eingefüllt und wieder ausgehärtet, wonach sich diese Prozesse bis zur Ausbildung der Luftreifenaussenkontur wiederholen.
Bei der Ausführungsform, bei welcher die Innenfläche des Luftreifens aus einer Polymermi- schung gefertigt wird, deren Eigenschaften von denen der Polymermischung des übrigen Teiles des Luftreifens verschieden sind, wird zweckmässigerweise zur Erzeugung der Verstärkungsein- lage des Luftreifens ein Metalldorn --9-- (Fig.3) von toroidaler Form mit Stützelementen --10-- verwendet, die in der Nähe des Innenkreises des Dornes --9-- liegen.
Eine Verstärkungseinlage--11-- (Fig. 3), die an der Oberfläche des Dornes --9-- ausge- bildet ist, ist zur Verstärkung des Luftreifens auf dem gesamten Umfang desselben bestimmt.
Bei dieser Ausführungsform stellt der Teil des Reifens --1--, der den Aussenteil des Luft- reifens bildet und am Dorn --9-- mit den Stützelementen --10-- bei gleichzeitiger Befestigung in diesem Teil, der auf diesen Dorn --9-- im voraus aufgewickelten Verstärkungseinlage --11-- hergestellt wird, den ersten Teil des Rohlings-l-des Luftreifens dar.
Bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens zur Luftreifenherstellung wird
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befestigt. Die Einzelfadenwindungen überziehen gleichmässig die gesamte Oberfläche des Dor- nes --9-- längs dessen radialer Querschnitte, in einem andern Fall aber unter einem Winkel von 5 zum radialen Querschnitt des Dornes --9--.
Der Dorn --9-- wird zusammen mit der aufgewickelten Verstärkungseinlage --11-- in die
Spritzgussform eingebracht. Die aufgewickelte Verstärkungseinlage --11-- wird von oben mit einer flüssigen Polymermischung auf Oligomerenbasis vergossen, wonach bis zur Ausbildung der Luft- reifenaussenkontur ausgehärtet wird.
Danach wird der Dorn --9-- aus der Spritzgussform entnommen, wogegen die aufgewickelte Verstärkungseinlage --11-- mit der darauf ausgehärteten Schichte des Polymerwerkstoffes in der Spritzgussform verbleibt. Der Dorn --9-- wird gegen einen andern (nicht abgebildeten) Formungs- dorn geringeren Umfanges ausgetauscht, wodurch zwischen dem Formungsdorn und der Verstär- kungseinlage d. h. eigentlich unter der Verstärkungseinlage --11--, ein Zwischenraum freibleibt, in den die Polymermischung eingefüllt und dann bis zur Ausbildung der Luftreifeninnenkontur, d. h. bis zum vollkommen fertigen Zustand, ausgehärtet wird.
Die Aussenkontur des Luftreifens kann stufenweise unter Bildung von Schichten hergestellt werden. Hiezu wird der obere Teil der Spritzgussform nach der Ausbildung der ersten Schichte oberhalb der aufgewickelten Verstärkungseinlage --11-- gegen einen andern ausgetauscht, in den auf die Verstärkungseinlage --11-- eine Spritzgussmischung eingefüllt und unter Bildung einer Oberflächenschichte ausgehärtet wird, danach wird der obere Teil der Spritzgussform erneut ausgewechselt, und diese Schritte wiederholen sich bis zur Ausbildung der Luftreifenaussenkontur.
Die Stützelemente --10-- in Form von Vorsprüngen, u. zw. von Stäben, an denen die Windungen der Verstärkungseinlage --11-- befestigt sind, zeichnen sich dadurch aus, dass die Stäbe einen Fortsatz des Körpers des Dornes --9-- darstellen.
Die Stäbe --10-- sind an der seitlichen Aussenfläche auf dem Umfang des torusförmigen Metalldornes --9-- in einem bestimmten Abstand sowie auf beiden Seiten der Symmetrieebene des Profils des radialen Querschnittes des Dornes --9-- angeordnet, wodurch die Breite der Verstärkungseinlage --11-- des Luftreifens festgelegt wird.
Ferner beträgt der Neigungswinkel der Stäbe --10-- zur Oberfläche des Dornes --9-- in diesem Fall 90 , aber er kann auch einen Wert besitzen, der im Bereich von 5 bis 900 liegt.
Der Neigungswinkel jedes Stabes --10-- zur Oberfläche des Dornes --9-- von 5 ist der minimale Neigungswinkel, bei dem zwischen dem Stab --10-- und der Oberfläche des Dornes --9-- ein Faden
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untergebracht werden kann. Der Neigungswinkel von 90 ist der maximale Neigungswinkel, bei dem der Faden festgehalten wird, ohne am jeweiligen Stab --10-- entlangzugleiten.
Der Abstand zwischen den Nachbarstäben --10-- beträgt etwa 0,5 mm, was die Aufwickelhäufigkeit des Einzelfadens begrenzt. Bei der Bildung einer Windung um jeden Stab --10-- werden zwischen zwei Nachbarstäben --10-- zwei Fäden untergebracht.
Der Abstand zwischen den Stäben von 0, 5 mm ist der minimale, bei dem zwei Fäden nur mit Mühe und im angedrückten Zustand zwischen zwei Nachbarstäben --10-- untergebracht werden können.
Die Stützelemente in Form von Stäben --10-- besitzen einen runden Querschnitt. In andern Fällen können die Stäbe eine andere, z. B. dreieckige, rechteckige usw. Querschnittsform haben.
Die Erfindung hat experimentelle Erprobung hinter sich. Es sind Luftreifenpartien für labormässige und beschleunigte Strassenprüfungen hergestellt und erprobt worden.
Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen bestätigen eine hohe Qualität der nach dem erfindungsgemäss vorgeschlagenen Verfahren hergestellten Luftreifen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Luftreifen, bei dem aus einer Polymermischung ein Luftreifen geformt wird, in diesen eine Verstärkungseinlage, die aus Fadenwindungen gebildet wird, eingebracht und der Reifen ausgehärtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Reifen, wie an sich bekannt, mindestens in zwei Stufen hergestellt wird, und dass in der ersten Stufe ein Reifeninnenkörper aus einem oder mehreren Teilen gebildet wird, der bzw. die mit Stützelementen versehen ist bzw. sind, an denen Windungen der Verstärkungseinlage befestigt werden, wonach in der zweiten Stufe der andere Teil des Reifens gebildet wird, der mit dem Reifeninnenkörper in an sich bekannter Weise während des Aushärtungsvorganges der Polymermischung verbunden wird.