<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft einen Abstandhalter für Isolierverglasungen, bestehend aus einem hygroskopischen Material, wie Silicagel oder Molekularsiebe, aufnehmenden Hohlprofil.
Der Abstandhalter ist bei Isolierverglasungen nicht nur zur gegenseitigen Abstützung und Verbindung der Einzelscheiben erforderlich, sondern vor allem auch zum Erreichen eines wirklich luft- und dampfdichten Abschlusses des zwischen den Scheiben verbleibenden Zwischenraumes. Dabei soll das im Abstandhalter eingelagerte hygroskopische Material der eingeschlossenen Luft die Restfeuchtigkeit entziehen und ein Beschlagen der Scheiben sicher verhindern. Da demnach einer wirkungsgerechten Befüllung der Abstandhalter mit diesem hygroskopischen Material entscheidende Bedeutung zukommt, müssen geeignete, vom Inneren der Isoliergläser her luftzugängliche und entsprechend grossräumige Aufnahmen vorgesehen sein, so dass Abstandhalter in Form von Bändern mit aneinandergereihten gelochten Kammern, geschlitzten Hohlprofilen u. dgl. Verwendung finden.
Das Einfüllen des hygroskopischen Materials in diese Aufnahmen erfolgt unmittelbar vor dem Einlegen der Abstandhalter zwischen die Einzelscheiben der Isoliergläser und bereitet einerseits wegen der Rieselfähigkeit des Materials, anderseits wegen der Öffnungen der Hohlräume bzw. Kammern beträchtliche Schwierigkeiten, die vor allem einer rationellen Abstandhalterherstellung entgegenstehen. Ausserdem ist weder eine ordentliche Dosierung des hygroskopischen Materials zu erreichen, noch können beträchtliche Verluste an diesem hygroskopischen Material verhindert werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und einen Abstandhalter der eingangs geschilderten Art zu schaffen, der sich bei sparsamem, gut dosierbarem Verbrauch an hygroskopischem Material durch seine einfache, wirtschaftliche und auch vollautomatische Herstellungsmöglichkeit auszeichnet.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass das Hohlprofil mit einer Mischsubstanz aus dem hygroskopischen Material und einem Silicon, insbesondere einer kältehärtenden Einkomponenten- - Siliconkautschukmasse, gefüllt ist. Das hygroskopische Material lässt sich mit der Siliconträgermasse zu einer pastösen Mischsubstanz vermengen, die vollkommen problemlos in die Aufnahmen der Abstandhalter eingebracht werden kann. Es gibt keine Gefahr eines Materialverlustes durch ein Herausrieseln mehr, die Luftzutrittsöffnungen können beliebig gross gestaltet werden, ja es genügt sogar eine offene Nut als Aufnahme für diese Mischsubstanz.
Da das Silicon aushärtet und porös wird, kann das hygroskopische Material unbehindert zur Wirkung kommen und nimmt nicht nur die Luftfeuchtigkeit aus dem Scheibeninnenraum auf, sondern verhindert auch ein Freiwerden von Siliconbestandteilen, wie z. B. der zur Polymerisierung verwendeten Vernetzer, so dass auch durch das Silicon selbst kein Niederschlag an den Scheiben zu befürchten ist. Durch die Verwendung von Siliconmassen entsteht eine leicht zu verarbeitende Mischsubstanz, die das hygroskopische Material gut zur Wirkung bringt und die Möglichkeit einer einfacheren Formgebung der Abstandhalter bietet, wodurch nicht nur die Abstandhalterfertigung als solche, sondern auch die Isolierglasherstellung insgesamt rationeller und sogar automatisierbar wird.
Bandförmige Abstandhalter, bei denen das Hohlprofil aus zwei Metall- oder Kunststoffstreifen zusammengesetzt ist, von denen zumindest einer hintereinandergereihte Profilausformungen aufweist, haben sich bereits wegen ihrer guten Einlegbarkeit zwischen die Einzelscheiben einer Isolierverglasung bewährt, doch muss bisher zu deren Herstellung ein eigener Klebstoff zwischen die Streifen eingebracht werden, wozu dann die Schwierigkeit der Befüllung kommt. Durch die erfindungsgemässe Mischsubstanz ergibt sich hier eine wesentliche Vereinfachung der Herstellung, wenn einer der Streifen an seiner dem andern Streifen zugewendeten Seite kontinuierlich mit Mischsubstanz beschichtet wird und dann beide Streifen zusammengeführt und aneinandergedrückt werden.
Beim Aufeinanderdrücken der beiden Streifen wird durch die Ausbiegungen an den Berührungsstellen die Mischsubstanzschicht verdrängt und das Material in die zwischen den Berührungsstellen entstehenden Kammern gedrückt, wobei der verbleibende Rest als Klebemittel zum Verbinden der beiden Streifen ausgenutzt wird. Durch die Zwischenlage der Mischsubstanz zwischen die beiden Streifen kommt es also gleichzeitig zur Verbindung der beiden Streifen und zur Belüftung der entstehenden Kammern, wobei sich die gewünschte Füllmenge der einzelnen Kammern durch die gewählte Schichtstärke bestimmen lässt. Nach dem Zusammenfügen der beiden Streifen liegt bereits das fertiggefüllte Abstandhalterband vor, das dann sofort ohne weitere Massnahme zwischen die Scheiben eingelegt werden kann.
<Desc/Clms Page number 2>
In der Zeichnung ist die Fertigung eines erfindungsgemässen Abstandhalters an Hand eines Anlagenschemas veranschaulicht.
Zur Herstellung einer Isolierscheibe-l-werden zwei Einzelscheiben --la-- unter Zwischenlage eines Abstandhalters --2-- zusammengefügt, wobei der bandförmige Abstandhalter --2-- durch entsprechende Verschiebung und Verdrehung der Scheiben --la-- den Scheibenrändern entlang eingelegt und gleichzeitig auf Grund des durch die Düse --3-- aufgetragenen Klebstoffes mit den Scheiben --la-- dicht verbunden wird. Nach einem einzigen Umlauf der Scheiben --la-- ist daher das Abstandhalterband rundum eingebracht und die Isolierscheibe --1-- fertiggestellt, wobei eine Ab- längeinrichtung --4-- das entsprechende Abtrennen des eingelegten Bandes vom laufend zugeführten Band besorgt.
Das Abstandhalterband --2-- besteht aus zwei Streifen --2a, 2b-- vorzugsweise aus Aluminium, die zwischen sich Kammern --5-- zur Aufnahme einer Mischsubstanz --6-- aus hygroskopischen Material und einer Einkomponenten-Siliconkautschukmasse bilden. Jede Kammer --5-weist eine ins Scheibeninnere gerichtete Luftdurchtrittsöffnung --7-- auf, so dass das in der Mischsubstanz --6-- enthaltene hygroskopische Material die im Scheibeninneren noch vorhandene Luftfeuchtigkeit aufnehmen kann und ein Beschlagen der Isolierscheibe-l-verhindert.
Das Abstandhalterband --2-- wird in fortlaufender Folge gefertigt, indem der eine Streifen - durch eine Profilierungsstation --8-- und der andere Streifen --2b-- über eine Beschich- tungsstation --9-- laufen, bevor sie zusammengeführt und zusammengedrückt werden, wobei die Profilierungsstation --8-- in den Streifen --2a-- den Kammern --5-- entsprechende Ausformungen prägt und die Beschichtungsstation --9-- auf den Streifen --2b-- eine gleichmässige Schicht Misch- substanz --6-- aufträgt. Werden dann die beiden Bänder--2a, 2b-- mittels der Druckrolle --10-aneinandergepresst,
teilen die Ausformungen des Streifens --2a-- an den Berührungsstellen die Mischsubstanzschicht auf dem Streifen --2b-- und verdrängen diese Mischsubstanz in die durch beide Streifen gebildeten Kammern --5--, welche beiden Streifen --2a, 2b-- gleichzeitig durch die in der Mischsubstanz --6-- enthaltene Siliconkautschukmasse verklebt werden. Das Verkleben der beiden Streifen, --2a, 2b-- zum Abstandhalterband --2-- und das Befüllen der Kammern --5-mit hygroskopischen Material erfolgt somit in einem einzigen Arbeitsschritt mit Hilfe der Misch- substanz --6--, so dass das Abstandhalterband --2-- nach der Druckrolle --10-- sofort über die Ablängeinrichtung --4-- zum Einlegen zwischen die Scheiben --la-- der Isolierscheibe --1-- weitergeleitet werden kann.
Durch das Mischen des hygroskopischen Materials mit Siliconkautschuk ist nicht nur das Befüllen der Abstandhalter mit hygroskopischem Material vollkommen problemlos, sondern es kommt auch zu einer Vereinfachung der Abstandhalterherstellung selbst, wobei sich Siliconkautschuk und hygroskopisches Material bestens ergänzen, da einerseits der aushärtende Siliconkautschuk durch seine fehlende Diffusionsdichtheit das hygroskopische Material zur Wirkung kommen lässt, und anderseits das hygroskdpische Material das Freiwerden zu Niederschlägen führender Substanzen des Siliconkautschuks verhindert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abstandhalter für Isolierverglasungen, bestehend aus einem hygroskopischem Material, wie Silicagel oder Molekularsieb aufnehmenden Hohlprofil, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (2a, 2b) mit einer Mischsubstanz (6) aus dem hygroskopischen Material und einem Silicon, insbesondere einer kalthärtenden Einkomponenten-Siliconkautschukmasse, gefüllt ist.
<Desc / Clms Page number 1>
The invention relates to a spacer for insulating glazing, consisting of a hygroscopic material, such as silica gel or molecular sieves, receiving hollow profile.
With insulating glazing, the spacer is not only necessary for the mutual support and connection of the individual panes, but above all for achieving a really airtight and vapor-tight seal of the space remaining between the panes. The hygroscopic material stored in the spacer should remove the residual moisture from the enclosed air and reliably prevent the windows from fogging up. Since therefore an effective filling of the spacers with this hygroscopic material is of crucial importance, suitable, air-accessible and correspondingly spacious receptacles must be provided from the inside of the insulating glasses, so that spacers in the form of strips with rows of perforated chambers, slotted hollow profiles and the like. Like. Find use.
The filling of the hygroscopic material into these receptacles takes place immediately before the spacers are inserted between the individual panes of the insulating glass and, on the one hand, causes considerable difficulties due to the flowability of the material and, on the other hand, because of the openings in the cavities or chambers, which in particular prevent efficient spacer production. In addition, proper dosing of the hygroscopic material cannot be achieved, and considerable losses of this hygroscopic material cannot be prevented.
The invention is therefore based on the object of eliminating these deficiencies and creating a spacer of the type described which is characterized by its simple, economical and also fully automatic production possibility with economical, well-metered consumption of hygroscopic material.
The invention solves this problem in that the hollow profile is filled with a mixed substance of the hygroscopic material and a silicone, in particular a cold-curing one-component silicone rubber compound. The hygroscopic material can be mixed with the silicone carrier mass to form a paste-like mixed substance that can be easily inserted into the spacer mounts. There is no longer any risk of material being lost due to trickling out, the air inlet openings can be made to any size, in fact an open groove is sufficient to accommodate this mixed substance.
Since the silicone hardens and becomes porous, the hygroscopic material can have an unimpeded effect and not only absorbs the air moisture from the interior of the pane, but also prevents the release of silicone components, e.g. B. the crosslinking agent used for the polymerization, so that no precipitation on the panes is to be feared by the silicone itself. The use of silicone masses creates an easy-to-process mixed substance that brings the hygroscopic material to good effect and offers the possibility of simpler shaping of the spacers, which not only makes spacer manufacture as such, but also the production of insulating glass as a whole more efficient and even automatable.
Band-shaped spacers, in which the hollow profile is composed of two metal or plastic strips, at least one of which has profiled formations arranged in a row, have already proven themselves because of their ease of insertion between the individual panes of insulating glazing, but so far a separate adhesive between the strips has been required for their production be introduced, which then adds to the difficulty of filling. The mixed substance according to the invention substantially simplifies production here if one of the strips on its side facing the other strip is continuously coated with mixed substance and then both strips are brought together and pressed together.
When the two strips are pressed together, the bent substance at the points of contact displaces the mixed substance layer and the material is pressed into the chambers formed between the points of contact, the remainder being used as an adhesive for connecting the two strips. Due to the interposition of the mixed substance between the two strips, the two strips are simultaneously connected and the resulting chambers are ventilated, the desired filling quantity of the individual chambers being determined by the layer thickness selected. After the two strips have been joined together, the filled spacer tape is already available and can then be inserted between the panes without further measures.
<Desc / Clms Page number 2>
The drawing shows the manufacture of a spacer according to the invention using a system diagram.
To produce an insulating washer-l-two individual washers --la-- are put together with a spacer --2-- between them, the band-shaped spacer --2-- along the edges of the washer by appropriate displacement and rotation of the washers --la-- inserted and at the same time tightly connected to the washers --la-- due to the adhesive applied through the nozzle --3--. After a single revolution of the washers --la-- the spacer tape is therefore inserted all round and the insulating washer --1-- completed, with a lengthening device --4-- taking care of the appropriate separation of the inserted tape from the continuously fed tape.
The spacer tape --2-- consists of two strips --2a, 2b-- preferably made of aluminum, which form chambers --5-- between them to hold a mixed substance --6-- made of hygroscopic material and a one-component silicone rubber compound. Each chamber --5-has an air passage opening --7-- directed towards the inside of the pane, so that the hygroscopic material contained in the mixed substance --6-- can absorb the air moisture that is still inside the pane and prevents the insulating pane -l-from fogging up .
The spacer tape --2-- is manufactured in a continuous sequence by running one strip - through a profiling station --8-- and the other strip --2b-- over a coating station --9-- before they are brought together and pressed together, the profiling station --8-- in the strips --2a-- embossing the corresponding shapes in the chambers --5-- and the coating station --9-- on the strips --2b-- a uniform layer of mixing - Substance --6-- applies. If the two belts - 2a, 2b-- are pressed together --10 - using the pressure roller,
divide the shape of the strip --2a-- at the points of contact the mixed substance layer on the strip --2b-- and displace this mixed substance into the chambers --5-- formed by both strips, which two strips --2a, 2b-- are glued at the same time by the silicone rubber compound contained in the mixed substance --6--. The two strips, --2a, 2b-- are glued to the spacer tape --2-- and the chambers --5- are filled with hygroscopic material in a single step using the mixed substance --6--, so that the spacer tape --2-- after the pressure roller --10-- can be passed on immediately to the cutting device --4-- for insertion between the washers --la-- the insulating washer --1--.
Mixing the hygroscopic material with silicone rubber not only makes filling the spacers with hygroscopic material completely problem-free, it also simplifies the manufacture of the spacers themselves, with silicone rubber and hygroscopic material complementing each other perfectly, since on the one hand the curing silicone rubber due to its lack of diffusion tightness allows the hygroscopic material to take effect, and on the other hand the hygroscopic material prevents the release of substances of the silicone rubber that lead to precipitation.
PATENT CLAIMS:
1. Spacer for insulating glazing, consisting of a hygroscopic material, such as silica gel or molecular sieve-absorbing hollow profile, characterized in that the hollow profile (2a, 2b) with a mixed substance (6) made of the hygroscopic material and a silicone, in particular a cold-curing one-component silicone rubber compound , is filled.