AT3800U1 - Verfahren zum spritzgiessen - Google Patents
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Abstract
Verfahren zum Spritzgießen, wobei Kunststoff plastifiziert und in einen Vorraum (1) überführt wird, aus dem er in mindestens einen Formhohlraum (3) gespritzt wird, wobei am Beginn des Einspritzvorganges das Volumen des Vorraumes (1) mindestens doppelt so groß ist wie das gemeinsame Volumen der Formhohlräume (3), und die Formhohlräume (3) mindestens zweimal hintereinander gefüllt werden, ohne daß dazwischen ein Dosieren erfolgt.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Spritzgiessen, wobei Kunststoff plastifiziert und in einen Vorraum überführt wird, aus dem er in mindestens einen Formhohlraum gespritzt wird. Das Plastifizieren von thermoplastischem Kunststoff erfolgt üblicherweise mittels einer Schnecke, wobei gleichzeitig das plastifizierte Material in den Raum vor der zurückwandernden Schnecke gefördert wird. An der Spitze der Schnecke befindet sich eine Rückströmsperre, welche es ermöglicht, die Plastifizier- bzw. Förderschnecke auch als Einspritzkolben zu verwenden. Das der Erfindung zugrundeliegende Problem tritt dann auf, wenn mit normalen Spritzgussmaschinen, deren Schneckendurchmesser nicht unter 25 mm herabzudrücken ist, auch kleine Teile gespritzt werden sollen, da viele Anwender für diesen Sonderfall nicht eine Spezialmaschine anschaffen wollen Von einem kleinen Spritzteil spricht man bei Schussgewichten unter 32 g, wobei die geringsten derzeit praktisch erreichbaren Werte bei 0, 8 g liegen. Solche kleine Teile sollen vielfach mit hoher Präzision gefertigt werden. Dabei hat sich als die Genauigkeit begrenzender Faktor die Schwierigkeit herausgestellt, derart kleine Mengen zu dosieren. Zwar lassen sich Drehung und Vorschub der Förderschnecke genau kontrollieren, die Rückströmsperre wird jedoch durch den Druck des anliegenden Kunststoffes gesteuert, was zur Folge hat, dass bei zu geringen Durchflussmengen das tatsächlich zugeführte Volumen nur durch einen Rückschluss aus der gemessenen Endstellung der Schnecke festgestellt werden kann. Stellt man fest, dass dieses Volumen zur Füllung der Formhohlräume zur Schaffung eines Materialpolsters für den Nachdruck nicht ausreicht, erfolgt ein Störungssignal. Aufgabe der Erfindung ist es, auch bei kleinen Schussgewichten die begrenzte Genauigkeit beim Zudosieren von Material weniger wirksam zu machen. Dies wird dadurch erreicht, dass am Beginn des Einspritzvorganges das Volumen des Vorraumes mindestens doppelt so gross ist wie das gemeinsame Volumen der Formhohlräume, und die Formhohlräume mindestens zweimal hintereinander gefüllt werden, ohne dass dazwischen ein Dosieren erfolgt. Das erfindungsgemässe Verfahren ist umso wirkungsvoller, je mehr die zwischen dem einmaligen Öffnen und Schliessen der Rückströmsperre zugeführte Menge das Schussgewicht <Desc/Clms Page number 2> übersteigt. Vorzugsweise ist also vorgesehen, dass jeweils ein Volumen, welches mindestens zehnmal so gross ist wie das gemeinsame Volumen der Formhohlräume, unter einem plastifiziert und in den Vorraum überführt wird. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass eine allzu lange Verweildauer des plastifizierten Kunststoffes diesen schädigen kann, sodass die Vervielfachung des Vorraumes gegenüber dem Formvolumen nicht beliebig weit getrieben werden kann. Das erfindungsgemässe Verfahren kann auf jeder herkömmlichen Spritzgiesseinrichtung durchgeführt werden. Es sind daher nur die verfahrenswesentlichen Teile einer Spritzgiesseinrichtung dargestellt und beschrieben. Bei der dargestellten Einrichtung wird thermoplastischer Kunststoff im Zylinder 8 durch eine Schnecke 5 plastifiziert und gelangt dabei in den Vorraum 1. Dieser reicht durch die Bohrungen 13 bis fast an die Form 7. Seine vordere Öffnung 14 ist zur Form 7 hin mittels einer Absperrung 2 verschliessbar, wogegen ein Rückströmen des Kunststoffes aus dem Vorraum 1 durch eine Rückstromsperre 6 an der Spitze der Schnecke 5 verhindert wird. Wesentlicher Funktionsteil der Absperrung 2 ist in an sich bekannter Weise eine Verschlussnadel 9, welche unter dem Druck des Kunststoffes im Vorraum 1 die Tendenz hat, sich nach rechts in der Zeichnung zu bewegen. In Verschlussrichtung wird die Nadel 9 von einem um den Bolzen 10 schwenkbaren Hebel 11 beaufschlagt, welcher unter der Wirkung einer steuerbaren Hydraulikeinheit 12 steht. Wesentlich für die Erfindung ist, dass zwischen dem Öffnen und Schliessen der Rückströmsperre 6 so viel Material in den Vorraum 1 gefördert wird, dass dieses für mindestens zwei, typischerweise für mindestens zehn Füllungen des Formhohlraumes 3 ausreicht. Ungenauigkeiten beim Zudosieren fallen daher kaum mehr ins Gewicht, da die Position der Schnecke insgesamt, und damit der Einspritzvorgang, nicht mit der dem Dosieren verbundenen Ungenauigkeit behaftet ist.
Claims (3)
- Ansprüche 1. Verfahren zum Spritzgiessen, wobei Kunststoff plastifiziert und in einen Vorraum überführt wird, aus dem er in mindestens einen Formhohlraum gespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass am Beginn des Einspritzvorganges das Volumen des Vorraumes (1) mindestens doppelt so gross ist wie das gemeinsame Volumen der Formhohlräume (3), und die Formhohlräume (3) mindestens zweimal hintereinander gefüllt werden, ohne dass dazwischen ein Dosieren erfolgt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Volumen, welches mindestens zehnmal so gross ist wie das gemeinsame Volumen der Formhohlräume (3), unter einem plastifiziert und in den Vorraum überführt (1) wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Vorraum (1) und Formhohlräumen (3) in an sich bekannter Weise eine steuerbare Absperrung (2) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0046799U AT3800U1 (de) | 1999-07-09 | 1999-07-09 | Verfahren zum spritzgiessen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0046799U AT3800U1 (de) | 1999-07-09 | 1999-07-09 | Verfahren zum spritzgiessen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT3800U1 true AT3800U1 (de) | 2000-08-25 |
Family
ID=3491397
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT0046799U AT3800U1 (de) | 1999-07-09 | 1999-07-09 | Verfahren zum spritzgiessen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT3800U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006018368B4 (de) * | 2005-04-27 | 2008-11-13 | Engel Austria Gmbh | Verfahren zum Spritzgießen |
| CN115697662A (zh) * | 2020-06-15 | 2023-02-03 | 艾姆弗勒克斯有限公司 | 具有可变体积恢复的注入模制 |
-
1999
- 1999-07-09 AT AT0046799U patent/AT3800U1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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