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Die Erfindung bezieht sich auf eine Beschattungsvorrichtung für Fenster od. dgl. Öffnungen eines Bauwerkes mit einer Aussenwand, die einen Wandkörper und eine diesem vorgelagerte Aussenverkleidung aufweist, bestehend aus einer aus einem vorzugsweise zwischen dem Wandkörper und der Aussenverkleidung vorgesehenen Aufnahmeraum in vertikaler Richtung vor das Fenster bewegbaren Abdeckung.
Beschattungsvorrichtungen für Fenster oder Türen, üblicherweise Jalousien oder Rolläden, werden im Sturzbereich der Fenster oder Türen angeordnet, wobei sich insbesondere bei Aussenwänden mit einer einem Wandkörper vorgelagerten Aussenverkleidung Schwierigkeiten ergeben, weil im tragenden Sturzbereich nicht nur die Aussenverkleidung abgestützt, sondern auch die Beschattungsvorrichtung befestigt werden muss. Abgesehen davon ergeben sich bei einer solchen Anordnung einer Beschattungsvorrichtung Gestaltungsprobleme, da der Aufnahmeraum für die vor das Fenster ziehbare Abdeckung im allgemeinen in einem Aufnahmekasten untergebracht wird.
Bei Aussenwänden mit einem Wandkörper und einer diesem vorgelagerten Aussenverkleidung ist es bereits bekannt (DE-OS 2039037,2244099), den Aufnahmeraum für die Abdeckung zwischen den Wandkörper und die Aussenverkleidung zu verlegen. Damit können zwar gesonderte Aufnahmekästen für die Abdeckung entfallen, doch bleiben die Schwierigkeiten der Anbringung im oberen Sturzbereich bestehen.
Schliesslich ist es bekannt (FR-PS Nr. 1. 500. 348), die beiden Teile eines horizontal geteilten, vertikal verstellbaren Schiebefensters gegengleich zu verstellen, wobei beim Öffnen des Schiebefensters die beiden Fensterteile in eine obere und eine untere Wandöffnung eingeschoben werden. Aus einem solchen Stand der Technik kann aber keine Lehre abgeleitet werden, wie der obere Sturzbereich eines Fensters trotz einer Beschattungsvorrichtung freien Raum für die Gestaltung der Bauwerksfassade bieten kann.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diese Mängel mit einfachen Mitteln zu vermeiden und eine Beschattungsvorrichtung für Fenster od. dgl. Öffnungen der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die den Sturzbereich des Fensters weigehend freilässt und Raum für eine freiere Gestaltungsmöglichkeit der Bauwerkfassade bietet.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Aufnahmeraum für die Abdeckung im Brüstungsbereich angeordnet ist und dass zum oberen Abschluss des Aufnahmeraumes eine gemeinsam mit der Abdeckung vertikal verschiebbar gelagerte, mit einer Antriebseinrichtung verbundene Fensterbank vorgesehen ist.
- Durch das Vorsehen des Aufnahmeraumes für die Abdeckung im Brüstungsbereich entfällt selbstverständlich die Notwendigkeit, die Beschattungsvorrichtung im Sturzbereich unterbringen zu müssen, wodurch die damit verbundenen Nachteile bereits vermieden werden. Diese Anordnung der Beschattungsvorrichtung gewährleistet dabei eine gleichwertige Bedienung, weil sowohl bei einer Anordnung im Sturzbereich als auch im Brüstungsbereich die Abdeckung mit ihrem Gewicht hochgezogen werden muss. Das Hochziehen erfolgt allerdings bei der erfindungsgemässen Vorrichtung beim Ausziehen aus dem Aufnahmeraum, während bei den bekannten Beschattungsvorrichtungen die Abdeckung zum Einbringen in den Aufnahmeraum hochgezogen werden muss.
Da im Brüstungsbereich eines Fensters durch das Vorsehen einer äusseren Fensterbank üblicherweise eine entsprechende Wandstärke vorhanden ist, kann der Aufnahmeraum für die Abdeckung meist problemlos innerhalb der Aussenbegrenzung der Wand untergebracht werden. Die Fensterbank bildet dabei einen Abschluss des Aufnahmeraumes nach oben und wird mit der Abdeckung durch eine Antriebseinrichtung verstellt, so dass sich zusätzlich Abschlusseinrichtungen für den Aufnahmeraum erübrigen.
Ist in weiterer Ausbildung der Erfindung der nach oben abschliessbare Aufnahmeraum zwischen dem Wandkörper und der Aussenverkleidung nach unten hin offen, so wird in besonders vorteilhafter Weise mit der Betätigung der Beschattungsvorrichtung die Aussenwand belüftet. Beim Hochziehen der Abdeckung aus dem Aufnahmeraum vor das Fenster wird nämlich der Aufnahmeraum durch das Abheben der Fensterbank nach oben geöffnet, so dass sich zwischen dem Wandkörper und der vorgelagerten Aussenverkleidung ein offener Belüftungskanal ergibt, durch den eine Luftströmung von unten nach oben streichen kann, die für eine Kühlung der Aussenwand sorgt. Da die Beschattungsvorrichtung nur bei vergleichsweise starker Sonneneinstrahlung benötigt wird,
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wird mit der Betätigung der Beschattungsvorrichtung eine unerwünschte Aufwärmung der Aussenwand verhindert.
Bei nicht benötigter Beschattungsvorrichtung wird dieser Strömungskanal verschlossen, so dass die Luftschicht zwischen dem Wandteil der Aussenverkleidung eine wärmedämmende Aufgabe übernimmt. Auf Grund dieser Steuerung der Luft zwischen dem Wandteil und der Aussenverkleidung kann auf einen Teil der sonst notwendigen Wärmedämmung der Aussenwand verzichtet werden.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen : Fig. l eine erfindungsgemässe Beschattungsvorrichtung für ein Fenster eines Bauwerkes in einem Vertikalschnitt durch die Aussenwand des Bauwerkes, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1.
Wie insbesondere Fig. 1 entnommen werden kann, weist die das Fenster-l-aufnehmende Aussenwand --2-- einen inneren Wandkörper --3-- und eine diesem Wandkörper --3-- vorgelagerte Aussenverkleidung --4-- auf. Der Wandkörper --3-- ist aussenseitig mit einer wärmedämmenden Schicht --5-- versehen, wobei sich zwischen der Schicht --5-- und dem Wandkörper --3-- eine Dampfsperre --6-- befindet.
Um das Fenster --1--, das aus einem Rahmen--7-- und'einer Mehrfachverglasung-8-- besteht, beschatten zu können, ist eine Beschattungsvorrichtung vorgesehen, die nicht wie üblich im Sturzbereich, sondern im Brüstungsbereich angeordnet ist. Dabei wird der Zwischenraum zwischen dem Wandkörper --3-- und der Aussenverkleidung --4-- als Aufnahmeraum --9-- für die vor der Verglasung --8-- vertikal hochziehbare Abdeckung --10-- ausgenutzt, die im Ausführungsbeispiel aus einer Jalousie besteht, deren Lamellen --11-- beidseits in vertikalen Schienen --12-geführt sind.
Abgedeckt wird dieser Aufnahmeraum --9-- durch eine Fensterbank --13--, die einerseits dicht an den Fensterrahmen --7-- und anderseits dicht an die Aussenverkleidung --4-- an- schliesst und zusammen mit der Abdeckung --10-- über eine übliche Betätigungseinrichtung hochgezogen werden kann, wie dies durch die Pfeile 14 in Fig. 1 angedeutet ist.
Auf Grund dieser Anordnung der Beschattungsvorrichtung ergibt sich eine unsichtbare, störungsfreie Unterbringung der Abdeckung --10--, wie dies der Fig. 1 deutlich entnommen werden kann. Zum Beschatten des Fensters-l-braucht diese Abdeckung --10-- lediglich mit der Fen- sterbank --13-- hochgezogen zu werden, wobei sich ein Belüftungskanal --15-- zwischen dem Wand- körper --3-- und der Aussenverkleidung --4-- öffnet, die im Ausführungsbeispiel durch abgesetzt angeordnete Platten gebildet wird, deren Ausbildung aber für die Erfindung völlig unerheblich ist.
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tung nach oben verschlossen, so dass der sich zwischen der Aussenverkleidung --4-- und dem Wand- körper --3-- befindende Luftpolster als zusätzliche Wärmeisolierung dient. Trotz der dünneren Schicht --5-- kann folglich eine ausreichende Wärmeisolierung sichergestellt werden, die sowohl die Temperaturverhältnisse im Sommer als auch im Winter berücksichtigt.
Obwohl in den Zeichnungen die Beschattungsvorrichtung für ein Fenster dargestellt ist, was in der überwiegenden Zahl der Fälle auch in der Praxis vorkommen wird, ist die Erfindung selbstverständlich nicht auf diese Anwendung beschränkt. Es könnte jede andere Wandöffnung mit einer Verglasung in gleicher Weise mit einer Beschattungsvorrichtung ausgerüstet werden. Die angegebenen Vorteile bleiben naturgemäss auch bei Türen od. dgl. erhalten.
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