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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erfassen und Ausgeben technischer Informationen über das Fernseheinschaltverhalten und die Sehbeteiligung von Fernsehteilnehmern, bestehend aus einem Stromversorgungsteil und einem Datenerfassungsgerät mit einem elektronischen Datenspeicher, der mit einer Eingabe-Logik und einer Ausgabe-Logik verbunden ist, wobei die Eingabe-Logik mit einem Zeitgeber, mit einem Stationserfassungsteil und mit einem Zuschauer-Tastensatz in Verbindung steht, und wobei ferner ein elektronisches Steuerwerk für eine Regelung sämtlicher Verarbeitungsvorgänge vorgesehen ist.
Es sind Vorrichtungen der in Rede stehenden Art bekannt, die die Identität des Senders, auf den ein Fernsehgerät eingestellt ist, durch Frequenzmessung in der Abstimmeinheit des Fernsehgerätes oder durch Registrierung der Tasten- oder Schalterstellung feststellen. Bei derartigen Vorrichtungen sind für eine sichere Erfassung der aufzunehmenden Daten technische Eingriffe in die Fernsehgeräte unumgänglich notwendig, was einerseits die Montage der Vorrichtung im jeweiligen Haushalt erschwert, anderseits einen unerwünschten Eingriff in fremdes Eigentum darstellt.
Ohne solche Eingriffe wären nicht zu tolerierende Fehlerraten bisher unvermeidbar gewesen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der in Rede stehenden Art so auszugestalten, dass ohne jegliche Eingriffe am Fernsehgerät eine fehlerfreie Erfassung der Einschaltdaten unter Berücksichtigung aller Komfortansprüche der Fernsehteilnehmer möglich ist.
Die zuvor aufgezeigte Aufgabe wird gemäss der Erfindung in einer ersten Ausführungsform dadurch gelöst, dass der Stationserfassungsteil als eine vom Fernsehgerät räumlich unabhängige Einheit mit auf das gewählte Fernsehprogramm ansprechenden Sensoren ausgebildet ist und ein Mikrophon mit nachgeschaltetem Verstärker sowie einen Tuner mit einem Antenneneingang und einem an dem Tunerausgang angeschlossenen Ton-Demodulator aufweist, dass die Ausgänge des Verstärkers einerseits und des Ton-Demodulators anderseits an einen Vergleicher angeschlossen sind und dass der Ausgang des Vergleichers mit der Eingabe-Logik verbunden ist.
In einer zweiten Version ist die erfindungsgemässe Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass der Stationserfassungsteil als eine vom Fernsehgerät räumlich unabhängige Einheit mit auf das gewählte Fernsehprogramm ansprechenden Sensoren ausgebildet ist und einen auf die Ton-Zwischenfrequenz abgestimmten Schwingkreis, gebildet durch eine Spule und einen Kondensator, einen an den Ausgang des Schwingkreises angeschlossenen Verstärker für die von dem Schwingkreis kommenden Signale, ein an den Ausgang des Verstärkers angeschlossenes Speicherglied für die vom Verstärker verstärkten Signale und einen an den Ausgang des Speichergliedes angeschlossenen, seinerseits mit seinem Ausgang mit der Eingabe-Logik verbundenen elektronischen Schalter aufweist, dass ein Tuner mit einem Antenneneingang und einem an den Tunerausgang angeschlossenen Ton-Demodulator sowie ein weiterer,
an den Ausgang des Schwingkreises angeschlossener Ton-Demodulator vorgesehen sind, dass die Ausgänge beider Ton-Demodulatoren an einen Vergleicher angeschlossen sind und dass der Ausgang des Vergleichers mit der Eingabe-Logik verbunden ist.
In beiden Versionen werden alle Komfortansprüche der Fernsehteilnehmer, insbesondere unter Berücksichtigung der zunehmend Verbreitung findenden Fernbedienungen, berücksichtigt.
In beiden Versionen der Erfindung ist es zweckmässig, die vom Fernsehgerät räumlich unabhängige Einheit dadurch optimal als Stationserfassungsteil auszubilden, dass der Stationserfassungsteil eine eigene Abstimmeinheit, u. zw. einen Dioden-Tuner, mit einem Antenneneingang und einem Tastensatz zur Bedienung durch die Fernsehteilnehmer aufweist, dass der Tastensatz mit zusätzlichen Kontakten ausgestattet ist, die mit der Eingabe-Logik elektrisch verbunden sind, und dass zwischen der Abstimmeinheit und dem Fernsehgerät ein Konverter angeordnet ist, der die über die Abstimmeinheit empfangenen Antennensignale in einen bestimmten Fernsehkanal bzw. Fernsehfrequenzbereich umsetzt und die umgesetzten Signale über ein Kabel in die Antennenbuchse des Fernsehgerätes überträgt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Lehre der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Erfassen und Ausgeben technischer Informationen über das Fernseheinschaltverhalten von Fernsehzuschauern, Fig. 2 eine weitere Darstellung einer
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1Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Stationserfassungsteiles in Verbindung mit einem Tuner und weiteren Baugruppen und Fig. 5 in Fig. 4 entsprechender Darstellung die Einschaltkontrolle aus Fig. 3 in Verbindung mit einem Tuner und weiteren Baugruppen.
Das Blockschaltbild gemäss Fig. 1 zeigt die Baugruppen der Vorrichtung nach der Erfindung als Blöcke mit ihren elektrischen Verbindungen. Die Vorrichtung besitzt einen Stromversorgungsteil-l-, der an das Hausnetz bzw. an das öffentliche Stromnetz --2-- angeschlossen ist und sämtliche Baugruppen der Vorrichtung mit den zum Betrieb notwendigen Spannungen versorgt. Die hiefür notwendigen Leitungen sind der Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellt.
Wesentliche weitere Baugruppen der Vorrichtung sind eine Eingabe-Logik --3--, ein elektronischer Datenspeicher --4--, eine Ausgabe-Logik --5--, ein Zeitgeber --6--, beispielsweise eine Quarzuhr, ein zentrales Steuerwerk --7--, ein Zuschauertastensatz --8-- und ein Stationserfassungsteil-9--.
Die Eingabe-Logik --3-- besitzt Eingänge --10, 11, 12-- für den Zuschauertastensatz --8--, den Stationserfassungsteil --9-- und den Zeitgeber --6--, beispielsweise eine Quarzuhr. Sie erkennt Zustandsänderungen im Zuschauer-Tastensatz --8-- und beim Stationserfassungsteil --9-und übergibt die Informationen zusammen mit einer Zeitmarke, die von dem Zeitgeber --6-- geliefert wird, an den elektronischen Datenspeicher --4--.
Die in dem elektronischen Datenspeicher --4-- verarbeiteten Signale werden an die Ausgabe- -Logik Logik --5-- weitergegeben, die zusammen mit der Eingabe-Logik --3-- und dem elektronischen Datenspeicher --4-- an das zentrale Steuerwerk --7-- angeschlossen ist, das seinerseits mit dem Zeitgeber --6-- in Verbindung steht und den Ablauf sämtlicher Funktionen nach vom Zeitgeber - gelieferten Takten steuert. Die Ausgabe-Logik --5-- ist über ein Kabel --13-- mit einem Post-Modem verbunden und bewirkt bei einem Abrufbefehl die Ausgabe der gespeicherten Daten nach der Postnorm.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform des Stationserfassungsteiles --9-- besitzt eine eigene Abstimmeinheit-20-, u. zw. einen Dioden-Tuner, mit einem Tastensatz --21-- zur Bedienung durch die Fernsehteilnehmer. Der Tastensatz --21-- der Abstimmeinheit --20-- ist mit zusätzlichen Kontakten --23-- ausgestattet, die mit der Eingabe-Logik --3-- elektrisch verbunden sind. Die Abstimmeinheit --20-- wird über einen Antenneneingang --24-- an die Hausantenne angeschlossen und auf die im jeweiligen Sendegebiet einfallenden Sender eingestellt. Ein mit der Abstimmeinheit --20-- verbundener Konverter --25-- setzt die über die Abstimmeinheit --20-empfangenen Antennensignale in einen bestimmten Fernsehkanal bzw.
Fernsehfrequenzbereich um und überträgt diese umgesetzten Signale über ein Kabel --26-- in die Antennenbuchse des Fern- sehgerätes --27--, das auf die Ausgangsfrequenz des Konverters --25-- abgestimmt ist. Bei der Programmwahl geben nun die zusätzlichen Kontakte --23-- Signale an den elektronischen Daten- speicher --4--, die nach der Übermittlung über das Post-Modem in der nicht dargestellten Zentrale decodiert werden und damit den am Fernsehgerät --27-- eingestellten Sender identifizieren.
Um festzustellen, ob bei der vorstehend beschriebenen Vorrichtung das Fernsehgerät --27-- eingeschaltet ist, wurde eine besondere Einschaltkontrolle entwickelt, die im einzelnen in Fig. 3 dargestellt ist. Diese Einschaltkontrolle beruht darauf, dass die mit dem Betrieb eines Fernsehgerätes üblicherweise verbundene Ton-Zwischenfrequenz erfasst und als Information "Fernsehgerät eingestellt" codiert und gespeichert wird. Die Einschaltkontrolle ist folgendermassen ausgebildet :
Zusätzlich zu dem Stationserfassungsteil --9-- gemäss Fig. 1 und 2 ist ein auf die Ton- -Zwischenfrequenz des Fernsehgerätes abgestimmter Schwingkreis vorgesehen, der aus der Spule - und einem Kondensator --C1-- besteht.
Der Schwingkreis ist mit einem Operationsverstärker --OP1-- verbunden, dessen Verstärkung durch das Verhältnis --R2/R1-- zweier Widerstände --R1, R2-bestimmt wird. Auf den Operationsverstärker --OP1-- folgt ein Speicherglied mit einer Diode --D1--, einem Kondensator --C2-- und einem Widerstand --R3--. Dieses Speicherglied ist wieder mit einem elektronischen Schalter verbunden, der aus einem Widerstand --R4--, einem Transistor --T1-- und einem Widerstand --R5-- besteht. Eine Leitung führt von hier aus zu der Eingabe-Logik --3-- (Pfeil). Diese elektronische Schaltung wird als Funktionsteil --46-- bezeich- net.
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Die Einschaltkontrolle arbeitet folgendermassen :
Wird von der Spule --30--, die zusammen mit dem Kondensator-Cl-einen auf die Ton- - Zwischenfrequenz abgestimmten Schwingkreis darstellt, ein Signal empfangen, so wird dies dem Operationsverstärker --OP1-- zugeführt und im Verhältnis der Widerstände --R2/R1-- verstärkt.
Das verstärkte Signal wird von der Diode --D1-- des Speichergliedes gleichgerichtet und lädt den Kondensator --C2-- auf eine Spannung auf. Diese Spannung wird über den Widerstand --R4-- der Basis des Transistors --T1-- zugeführt und bewirkt, dass dieser leitend wird. Der nun durch den Transistor --T1-- fliessende Strom lässt die über den Widerstand --R5-- abfallende Spannung auf z. B. etwa 4 V ansteigen, was als "Fernsehgerät eingeschaltet" gewertet und gespeichert wird. Der Widerstand --R3-- entlädt den Kondensator --C2-- wieder, wenn die Spule --30-- nach Abschal-
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0 V, was nun als "Fernsehgerät ausgeschaltet" gewertet und gespeichert wird.
Die in Fig. 4 dargestellte abgewandelte Schaltung besteht aus einem Mikrophon --40-- mit Verstärker --41--, einem Tuner --42-- mit Antenneneingang --43--, einem Ton-Demodulator --44-und einem Vergleicher --45--. Der Verstärker --41-- und der Ton-Demodulator --44-- sind an den Vergleicher --45-- angeschlossen, der seinerseits mit der Eingabe-Logik --3-- der Vorrichtung gemäss Fig. 1 verbunden ist. Mit dieser Schaltung kann die Identität des über die serienmässige Fernbedienung des überwachten Fernsehgerätes eingestellten Senders durch eine akustische Methode festgestellt werden.
Der vom Fernsehgerät kommende Fernsehton wird über das Mikrophon - abgehört und über den Verstärker --41-- dem Vergleicher --45-- zugeführt. In dem Vergleicher --45-- werden die von dem Mikrophon --40-- aufgenommenen und verstärkten Tonsignale mit Tonsignalen verglichen, die von dem zusätzlichen Tuner --42-- empfangen werden, der das Fernsehfrequenzband periodisch abtastet und die empfangenen Signale über den Ton-Demodulator - ebenfalls an den Vergleicher --45-- weitergibt. Bei Übereinstimmung der Signale in dem Vergleicher --45-- wird mit Hilfe von eingegebenen Daten die Identität des Senders festgestellt, codiert und an die mit dem Vergleicher --45-- verbundene Eingabe-Logik --3-- weitergegeben.
Fig. 5 zeigt schliesslich eine Schaltung unter Verwendung der Einschaltkontrolle gemäss Fig. 3.
Der Funktionsteil --46-- enthält die elektronischen Bauelemente, die in Fig. 3 im einzelnen dargestellt sind. An Stelle des Verstärkers --41-- aus Fig.4 wird hier ein auf die Ton-Zwischenfrequenz abgestimmter Ton-Demodulator --47-- vorgesehen, der etwa mit dem Ton-Demodulator --44-aus Fig. 4 übereinstimmt. Ansonsten ist die Funktionsweise entsprechend.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Erfassen und Ausgeben technischer Informationen über das Fernseheinschaltverhalten und die Sehbeteiligung von Fernsehteilnehmern, bestehend aus einem Stromversorgungsteil und einem Datenerfassungsgerät mit einem elektronischen Datenspeicher, der mit einer Eingabe-Logik und mit einer Ausgabe-Logik verbunden ist, wobei die Eingabe-Logik mit einem Zeitgeber, mit einem Stationserfassungsteil und mit einem Zuschauer-Tastensatz in Verbindung steht, und wobei ferner ein elektronisches Steuerwerk für eine Regelung sämtlicher Verarbeitungsvorgänge vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Stationserfassungsteil (9) als eine vom Fernsehgerät (27) räumlich unabhängige Einheit mit auf das gewählte Fernsehprogramm ansprechenden Sensoren ausgebildet ist und ein Mikrophon (40) mit nachgeschaltetem Verstärker (41) sowie einen Tuner (42)
mit einem Antenneneingang (43) und einem an dem Tunerausgang angeschlossenen Ton-Demodulator (44) aufweist, dass die Ausgänge des Verstärkers (41) einerseits und des Ton- - Demodulators (44) anderseits an einen Vergleicher (45) angeschlossen sind und dass der Ausgang des Vergleichers (45) mit der Eingabe-Logik (3) verbunden ist.
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