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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Schutze der Bedienungsperson von Schneidmaschinen, insbesondere für Entschwartungs- und Enthäutungsmaschinen für die Fleischerei, bei welchen wenigstens je ein Messer und eine angetriebene Transporteinrichtung sowie eine in dem Antriebsstromkreis der angetriebenen Teile der Schneidmaschine angeordnete Sicherheits-Schaltvorrichtung, die den Antriebsstromkreis nötigenfalls unterbricht, vorgesehen sind.
Es sind für solche Schneidmaschinen Schutzvorrichtungen bekannt, welche durch Klappen, Deckel usw. ein Greifen auf eine Transporteinrichtung, z. B. eine Transportwalze od. dgl., beispielsweise bei einer Entschwartungsmaschine, im Stillstand verhindern. Wird diese Maschine in Betrieb gesetzt, öffnet sich der Schutz automatisch und die Gefahr ist wieder gegeben.
Bei andern Schneidmaschinen wird der Einlaufspalt so klein gehalten, dass man zwar mit flacher Hand gefahrlos auf die laufende Maschine greifen kann, aber trotzdem die Fingerspitzen verletzen kann, wenn man diese in den Einlaufspalt drückt.
Bei einer weiteren bekannten Anordnung mit einer auf die Bewegung der Bedienungsperson ansprechenden Schutzvorrichtung liegen die Transportwalze und das Messer tiefer als der Auflagetisch. Ein Arbeiten mit dieser Anordnung ist aber in der Praxis nicht denkbar. Bei einer solchen Ausführung wird es schon schwierig sein, eine relativ dicke Schwarte vom Fleisch abzutrennen, da dieses Fleischstück über eine Kante schräg nach unten geführt werden muss. Nach dem Einführen der Schwarte ist es an sich kein Problem mehr, da durch die Transporteinrichtung das Fleischstück von selbst weitergezogen wird. Wenn aber Fleischstücke mit dünnen Schwarten entschwartet werden sollen oder Fleischstücke enthäutet werden sollen, liegen die Probleme ganz anders.
Dann muss nämlich die Bedienungsperson dieses Fleischstück direkt im Bereich des Messers und der Transportwalze andrücken, da ansonsten eine ordnungsgemässe Entschwartung bzw. Enthäutung nicht möglich ist. Wenn aber mit einer solchen bekannten Einrichtung die Bedienungsperson direkt im Bereich der Transportwalze bzw. des Messers auf das Fleischstück drücken muss, wird sich eine unkontrollierte Bewegung oder ein Ruck der Bedienungsperson erst dann ergeben, wenn diese Bedienungsperson die Finger bereits zwischen Messer und Walze hat. Dann ist aber der Einsatz einer solchen Sicherheitsvorrichtung bereits sinnlos oder zumindest zu spät. Bei dieser bekannten Anordnung wird praktisch ein Unfall vorausgesetzt, bevor es zu einem Abschalten der Maschine kommt.
Es musst also eine ungewöhnliche Bewegung der Bedienungsperson vorausgesetzt werden, um ein selbsttätiges Abschalten zu bewirken, wobei dies ausserdem noch mit einer entsprechenden Verzögerung zustandekommt.
Die Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, eine wirksame Schutzvorrichtung zu schaffen, mit der Verletzungen bei Arbeiten an solchen Schneidmaschinen praktisch ausgeschlossen werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Schaltvorrichtung über einen vom Antriebsstromkreis getrennten, zwei miteinander verbindbare Kontaktteile aufweisenden Schwachstromkreis betätigbar ist, der elektrisch leitende Handschuhe für die Bedienungsperson umfasst, wobei entweder das Messer und/oder die Transporteinrichtung den einen und die elektrisch leitenden Handschuhe jeweils einzeln den andern Kontaktteil bilden oder das Messer den einen und die Transporteinrichtung den andern Kontaktteil bilden und einer der elektrisch leitenden Handschuhe als Verbindungsbrücke dient.
Durch diese erfindungsgemässen Massnahmen wird erreicht, dass bei einer Kontaktgabe zwischen den Kontaktteilen die angetriebenen Teile der Schneidmaschine sofort zum Stillstand kommen. Dieser Stillstand wird aber erst dann hervorgerufen, wenn die beiden Kontaktteile kurzgeschlossen sind, also bei direkter Berührung der Transporteinrichtung und/oder des Messers durch den elektrisch leitenden Handschuh der Bedienungsperson. Solange noch Fleisch, Fett, Schwarte usw. zwischen dem Handschutz und der Schneidmaschine liegen, also noch entsprechender Widerstand vorhanden ist, arbeitet die Schneidvorrichtung. Erst bei Kurzschluss wird abgeschaltet, dann jedoch sofort.
Durch das unmittelbare Abschalten ohne Einbeziehung der menschlichen Reaktion ist es möglich, jeden Unfall auszuschliessen, solange die Bedienungsperson die elektrisch leitenden Handschuhe trägt.
Erst mit der erfindungsgemässen Vorrichtung besteht die Möglichkeit, dass die Bedienungsperson unmittelbar im Bereich der Transportwalze und des Messers das Fleischstück, sei es noch so
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dünn, anpressen kann. Sobald ein entsprechender Kontakt zwischen dem Messer und der Transport- einrichtung und/oder dem elektrisch leitenden Handschuh hergestellt wird, wird der Antrieb der angetriebenen Teile abgeschaltet, so dass es nicht einmal zu einem Einziehen des Handschuhes zwi- schen das Messer und die Transporteinrichtung kommen kann. Ein solches Einziehen muss ja auch von vornherein verhindert werden, da durch den elektrisch leitenden Handschuh unter Umständen das Messer beschädigt werden könnte.
Bei einer solchen Schaltvorrichtung kann nur mit Schwachstrom gearbeitet werden, wobei ausserdem zu bedenken ist, dass der Widerstand zwischen den einzelnen Kontaktteilen durch das aufgelegte (nasse) Fleisch sehr gering ist. Die Schaltvorrichtung muss daher so ausgelegt sein, dass es nur zu einem Abschalten der angetriebenen Teile kommt, wenn die Kontaktteile unmittelbar durch die elektrisch leitenden Handschuhe berührt werden.
Durch die Anwendung der Erfindung sind also nicht umfangreiche und komplizierte mechanische Teile erforderlich, die verschoben werden müssen und die nur dann eine Sicherheit mit sich bringen, wenn die Bedienungsperson gar nicht unmittelbar im Bereich des Messers bzw. im Bereich der Transporteinrichtung mit den Händen arbeitet. Durch die erfindungsgemässe Schutzvorrichtung ist die Arbeit an einem Entschwarter bzw. Enthäuter völlig ungefährlich geworden, da es ohne weiteres möglich ist, direkt auf die Walze bzw. das Messer zu greifen, was ja bei einer Unachtsamkeit auch vorkommen kann. Der Antrieb bleibt, wie bereits oben erwähnt, unverzüglich stehen, bevor noch Teile des Handschuhes von der Transporteinrichtung eingezogen werden können.
Auch durch Anwendung von Kettenhandschuhen, wie sie als Arbeitshandschuhe für Schlächter bekannt sind, kann die erfindungsgemässe Aufgabe nicht gelöst werden. Wenn ein solcher Kettenhandschuh ohne die erfindungsgemässe Schaltvorrichtung verwendet würde, wird ein solcher Kettenhandschuh ohne weiters zwischen das Transportorgan und das Messer hineingezogen, bis eventuell ein Steckenbleiben der Transportorgane bewirkt wird. Bei einem solchen Vorgang ist dann aber auch das Messer stark beschädigt. Ausserdem können nicht einfach solche Kettenhandschuhe mit einem elektrischen Anschluss versehen werden, da die Glieder dieser Kettenhandschuhe aus einem rostfreien Stahl bestehen, der einen hohen Innenwiderstand aufweist. Es könnte daher mit solchen Kettenhandschuhen gar nicht mit entsprechend niedriger Spannung und niederohmig gearbeitet werden.
Ausserdem ist eine leitende Verbindung innerhalb des Kettenhandschuhes nur dann gegeben, wenn die Glieder gegenseitig gespannt sind. Wenn sie nur lose aneinander anliegen, wie dies eben in der Regel der Fall ist, kann kaum eine ordnungsgemässe Übertragung einer so niedrigen Spannung erzielt werden.
Durch die erfindungsgemässe Schutzvorrichtung ist ein Schutz unabhängig vom Reaktionsvermögen der Bedienungsperson gegeben. Es wird einfach bei Berühren des Messers oder der Transporteinrichtung bzw. des das Messer und die Transporteinrichtung umgebenden Bereiches des Auflagetisches der Antrieb der angetriebenen Teile abgeschaltet.
Weitere erfindungsgemässe Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen Fig. l eine Schneidmaschine mit einer erfindungsgemässen Schutzvorrichtung und einer Bedienungsperon in Schrägsichtschematisch dargestellt ; die Fig. 2 und 3 schematische Seitenansichten der Schneidmaschine.
Durch eine solche Schneidmaschine-l-wird von einem Fleisch- oder Speck stück --2-- die einseitige Schwarte --3-- abgetrennt. Zu diesem Zweck ist ein bei der gezeigten Ausführung horizontal verlaufendes Messer --4-- vorgesehen, wobei knapp unterhalb der Schneide des Messers
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Das Wesentliche der Erfindung liegt nun darin, dass die Bedienungsperson elektrisch-leitende Handschuhe --6-- (Kettenhandschuhe oder ein sonstiger elektrisch-leitend gemachter Handschutz) trägt, welche beim gezeigten Beispiel über elektrische Leitungen --7-- mit einer speziellen elektrischen Schaltvorrichtung verbunden sind. Die Handschuhe --6-- bilden dabei den einen Kontaktteil und die ebenfalls leitenden Maschinenteile, wie ein Tisch --8--, die Transportwalze --5-- und das Messer --4-- den andern Kontaktteil. Werden nun diese beiden Pole kurzgeschlossen, wenn also die Bedienungsperson mit den Handschuhen --6-- die entsprechenden Kontaktteile berührt, wird die Schneidmaschine stillgesetzt und sofort abgebremst. Dieses Stillsetzen und Abbremsen erfolgt aber erst bei einem Kurzschluss.
Solange noch Fleisch, Fett, Schwarte usw. zwischen dem Hand-
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schuh --6-- und der Schneidmaschine --1-- liegt, also noch ein entsprechender Widerstand vorhanden ist, arbeitet die Schneidmaschine ohne Unterbrechung.
Als Handschutz kann jede Art von in Fleischereibetrieben gebräuchlichen Kettenhandschuhen dienen sowie jede Art von elektrisch-metallisch leitenden oder leitend gemachten (z. B. durch galvanische Behandlung) Handschuh-ähnlichen Schutzhüllen für die Hände der Bedienungsperson. Diese Handschuhe --6-- sind dann elektrisch leitend über isolierte Leitungen --7-- usw. mit der Schaltvorrichtung verbunden. Die Schaltvorrichtung wirkt auf den Antrieb der angetriebenen Teile der Schneidmaschine, so dass ein Abschalten der Schneidmaschine ohne Einbeziehung der menschlichen Reaktion möglich ist.
Um das Sicherheitsfeld auf die Gefahrenquelle selbst (Messer --4--, Walze --5-- sowie Einlaufspalt) zu konzentrieren, kann der schneidmaschinenseitige Kontaktteil auf den diese gefahrbringenden Teile umgebenden Bereich konzentriert werden. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die restlichen Abschnitte des Auflagetisches mit isolierenden Stoffen behandelt bzw. überzogen sind oder aus solchen isolierenden Stoffen gefertigt werden. Es wird also praktisch eine Maske im Bereich der Gefahrenzone gebildet, wobei die Schneidmaschine nur bei einer Berührung mit dem elektrisch leitenden Handschuh --6-- in diesem Bereich angeschaltet wird.
Die elektrische Versorgungsspannung für den "sensiblen" Handschutz ist aus Sicherheitsgründen Kleinspannung. Die Schaltung selbst erfolgt naturgemäss als Unterbrechung der Stromversorgung des Antriebsmotors. Diese kann beispielsweise durch Unterbrechung des Steuerstromkreises des Motorschützes erfolgen, wobei dies über ein Niederspannungsrelais (mit vorgeschaltetem Transformator) bewirkt werden kann.
Es bieten sich auch elektronische Steuerungen an, z. B. über eine wechselstromgespeiste Brükke. Diese Schaltungen haben den Zweck und die Aufgabe, die Schneidmaschine so lange in Betrieb zu lassen, bis entweder über den normalen Bedienungsschalter oder aber bei Gefahr über die Berührung mit dem Handschuh --6-- der elektrische Antrieb abgeschaltet wird. Dabei ist es wichtig, dass diese Abschaltung ohne menschliches Zutun, also ohne Reaktionsverzögerung, unmittelbar bei Gefahr automatisch erfolgt.
Die Leitungen --7-- zu den Handschuhen --6-- sind zweckmässig durch einen Stecker --10-- mit der Schaltvorrichtung der Schneidmaschine lösbar verbunden, wobei der Stecker --10-- derart ausgebildet ist, dass bei gezogenem Stecker --10--, also bei Arbeiten ohne wirksame Handschuhe - -6--, der Antriebsmotor gar nicht in Bewegung gesetzt werden kann.
Bei der in den Zeichnungen dargestellten Ausführung bilden jeweils ein Handschuh --6-den einen Kontaktteil und die Transporteinrichtung, also die Walze --5-- sowie das Messer-4den andern Kontaktteil, wobei diese beiden Kontaktteile bei Berührung eine Betätigung der Schaltvorrichtung bewirken.
Im Rahmen der Erfindung ist es auch möglich, dass der eine Kontaktteil von der Transporteinrichtung, also der Walze --5--, und von dem Messer --4-- gebildet werden. Es sind dadurch zwei mit geringem Abstand nebeneinander angeordnete Kontaktteile an der Schneidmaschine vorgesehen. Bei einer solchen Ausführung müssen an die Handschuhe --6-- keine elektrischen Verbindungsleitungen --7-- angeschlossen sein, da es durch die beiden direkt an der Schneidmaschine vorgesehenen Kontaktteile bei Berührung der beiden Kontaktteile durch den elektrisch leitenden Handschuh zu einem Kurzschluss und somit zum Auslösen der Schaltvorrichtung kommt.
Wie schon ausgeführt, können derartige Handschuhe --6-- zur Gänze aus elektrisch leitendem Material gefertigt sein, also aus sogenannten Kettenhandschuhen bestehen. Auch ist es denkbar, in das Material der Handschuhe --6- : - entsprechende leitende Materialien einzubringen, wobei es jedoch notwendig ist, dass diese elektrische Leitfähigkeit zumindest an der Oberfläche des Handschuhes gegeben sein muss. Es wäre auch möglich, lediglich die handinnenseitige Aussenfläche der Handschuhe --6-- aus einem elektrisch leitenden Material zu fertigen oder mit einem solchen Material zu beschichten.
Bei solchen Schneidmaschinen-l-ist in der Regel ein Hüftschalter --11-- vorgesehen, der von der Bedienungsperson durch den Körper betätigt werden kann. Bei einer derartigen Betätigung ist aber stets die menschliche Reaktion miteinzurechnen, so dass es bei einer drohenden Verletzung kaum zu einem schnellen Abschalten des Antriebes der Schneidmaschine kommt. Durch die
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erfindungsgemässen Massnahmen ist es jedoch ermöglicht worden, einen optimalen Schutz für die Bedienungsperson zu erreichen.
Die Schaltvorrichtung mit den entsprechenden Anschlussmöglichkeiten kann in einem geschlossenen Gehäuse untergebracht werden, so dass auch eine Verwendung bei bereits bestehenden Schneidmaschinen möglich ist. Es sind dann nur die Verbindungsleitungen zum Antrieb bzw. zur Antriebssteuerung der Schneidmaschine und zu den entsprechenden Kontaktteilen (Messer, Transporteinrichtung, Arbeitstisch usw.) herzustellen. Eine Steckvorrichtung zum Anschluss der elektrisch leitenden Handschuhe kann am geschlossenen Gehäuse vorgesehen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Schutze der Bedienungsperson von Schneidmaschinen, insbesondere Ent- schwartungs-und Enthäutungsmaschinen für die Fleischerei, bei welchen wenigstens je ein Messer und eine angetriebene Transporteinrichtung sowie eine in dem Antriebsstromkreis der angetriebenen Teile der Schneidmaschine angeordnete Sicherheits-Schaltvorrichtung, die den Antriebsstromkreis nötigenfalls unterbricht, vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung über einen vom Antriebsstromkreis getrennten, zwei miteinander verbindbare Kontaktteile aufweisenden Schwachstromkreis betätigbar ist, der elektrisch leitende Handschuhe (6) für die Bedienungsperson umfasst, wobei entweder das Messer (4) und/oder die Transporteinrichtung den einen und die elektrisch leitenden Handschuhe (6)
jeweils einzeln den andern Kontaktteil bilden oder das Messer (4) den einen und die Transporteinrichtung den andern Kontaktteil bilden und einer der elektrisch leitenden Handschuhe (6) als Verbindungsbrücke dient.