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Die Erfindung bezieht sich auf ein Türblatt mit beidseitigen Längsfalzen, bestehend aus zwei durch Randprofilierungen miteinander verrasteten Deckblechen und vorzugsweise einer zwischen diesen Blechen angeordneten Isolierung, Füllung od. dgl., wobei das äussere Deckblech beidseitig um 900 abstehende Falzstege mit an deren Enden um 90 nach innen gebogenen Schenkeln aufweist und das innere Deckblech senkrecht abstehende Randstege besitzt, an die zunächst um 90 nach aussen gebogene Schenkel, darauf wieder in die Gegenrichtung gebogene innere Falzstege und an diese nach innen gebogene Endschenkel anschliessen und die innere Breite der Aussenfalze am äusseren Deckblech im wesentlichen der äusseren Breite der Innenfalze am inneren Deckblech entspricht.
Derartige Türblätter sind bekannt. Sie werden durch Zusammenschieben der beiden Deckbleche in Längsrichtung hergestellt, wobei der äussere Falz des äusseren Deckbleches mit seinen Falzstegen und Schenkeln den inneren Falz des inneren Deckbleches umgreift.
Auch aus der FR-OS 2317463 ist ein - allerdings falz loses - Türblatt bekanntgeworden, welches durch seitliches Ineinanderschieben der beiden Türblatthälften hergestellt wird. Hiebei greift jeweils ein Blechsteg an einer Türblatthälfte in eine durch Umbiegen des Bleches gebildete Nut der andern Türblatthälfte ein.
Es ist verständlich, dass beim Zusammenschieben der Deckbleche über ihre ganze Länge erhebliche Reibungskräfte wirken, welche diese Art der Türblattherstellung sehr erschweren. Hiezu kommt noch, dass zwischen den Blechen üblicherweise eine Isolierung angeordnet ist, die mit den Deckblechen verklebt werden soll. Dadurch treten zusätzliche Reibungskräfte auf und die Verwendung eines rasch abbindenden Klebers ist praktisch ausgeschlossen.
Ziel der Erfindung ist es, die Türblätter der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass sie bei sonst unveränderten Eigenschaften wesentlich einfacher herzustellen sind.
Dieses Ziel lässt sich dadurch erreichen, dass erfindungsgemäss zumindest an einer Seite des Türblattes der innere Falzsteg des inneren Deckbleches mit dem an den Randsteg anschliessenden Schenkel einen spitzen Winkel, z. B. 750 einschliesst.
Dank der Ausbildung des spitzen Winkels bilden der oder die inneren Falzstege eine Gleitfläche, längs welcher die Schenkel des äusseren Deckbleches beim Zusammenbau des Türblattes gleiten können, bis die Schenkel des äusseren Deckbleches hinter die an die Randstege des inneren Deckbleches anschliessenden Schenkel einschnappen. Der Zusammenbau des Türblattes erfolgt nicht wie bisher durch Zusammenschieben der Deckbleche, vielmehr wird das äussere Deckblech auf das innere Deckblech gelegt, worauf unter elastischer Verformung der Bleche in weiter unten noch näher beschriebener Weise eine Art Schnappverbindung hergestellt wird. Weder die Verwendung einer Isolierfüllung noch rasch aushärtender Klebstoffe wirken sich hiebei störend auf den Zusammenbau aus.
Zweckmässig ist es, wenn zumindest an einer Seite des Türblattes der Schenkel des äusseren Deckbleches mit seinem freien Ende an den Randsteg des inneren Deckbleches anstösst.
Der Zusammenbau des Türblattes wird weiters erleichtert, wenn an einer Seite des Türblattes die Länge des Schenkels des äusseren Deckbleches im wesentlichen der Versetzung des dem äusseren Deckblech zugewendeten Endes des inneren Falzsteges nach innen entspricht.
Die Erfindung samt ihren weiteren Vorteilen und Merkmalen ist im folgenden an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform näher erläutert, die in den Zeichnungen veranschaulicht ist. Es zeigen Fig. 1 in einem Querschnitt die beiden Deckbleche eines Türblattes vor dem Zusammenbau, Fig. 2 in gleicher Darstellung die beiden Deckbleche während des Zusammenbaues und Fig. 3 das fertig zusammengesetzte Türblatt.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht das Türblatt aus einem äusseren Deckblech --1-- und aus einem inneren Deckblech --2--. Zwischen den Blechen --1 und 2-- ist üblicherweise eine Isolierung --3-- angeordnet, die nur in Fig. 3, welche das fertige Türblatt zeigt, dargestellt ist.
Das äussere Deckblech --1-- ist so gebogen, dass es beidseitig um 900 abstehende Falzstege - aufweist, an deren Enden um 90 nach innen gebogene Schenkel --5-- abstehen. Auf diese Weise ist an jeder Seite des äusseren Deckbleches--1-ein Aussenfalz-6-gebildet.
Das innere Deckblech --2-- weist um 900 abstehende Randstege --7-- auf, welche die Türblattkanten bilden. An die Randstege --7-- schliessen zunächst um 90 nach aussen gebogene Schenkel --8-- an. Nun ist das Blech beidseitig um z. B. 1050 zurückgebogen, wobei innere Falzstege
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- entstehen, die mit den Schenkeln --8-- einen Innenwinkel a von z. B. 750 einschliessen.
Schliesslich ist das Blech unter Bildung von Endschenkeln --10--, die parallel zu den Schenkeln - verlaufen, wieder nach innen gebogen. Die Schenkel --8, 10-- und der Steg --9-- bilden an beiden Seiten des inneren Deckbleches --2-- einen Innenfalz --11--.
Wie in Fig. 10 gezeigt, entspricht die innere Breite b'des Aussenfalzes --6-- der äusseren Breite b des Innenfalzes --11--, so dass die Gesamtdicke des fertigen Türblattes eindeutig festgelegt ist.
Der Zusammenbau des Türblattes erfolgt wie in Fig. 2 dargestellt. Zunächst wird an einer Seite - in den Zeichnungen links - der Aussenfalz --6-- in den Innenfalz --11-- eingehängt, sodann wird der Aussenfalz --6-- an der andern Seite des Türblattes gegen den Innenfalz --11-- gedrückt, wobei das Ende des Schenkels --5-- des äusseren Deckbleches --1-- längs des inneren Falzsteges --9-- nach unten gleiten kann, bis der Schenkel --5-- hinter den Schenkel --8-- des inneren Deckbleches --2-- einschnappt, wie in Fig. 3 dargestellt.
Es versteht sich, dass die Bleche ausreichend elastisch verformbar sein müssen, um diese Art des Zusammenbaues zu ermöglichen. Um die erforderlichen Verformungen gering halten zu können, kann es zweckmässig sein, wenn an einer Seite des Türblattes die Länge des Schenkels --5-des äusseren Deckbleches --1-- im wesentlichen der Versetzung v des dem äusseren Deckblech zugewendeten Endes des inneren Falzsteges --9-- nach innen entspricht (nicht dargestellt). An der andern Seite sollte der Schenkel --5-- des äusseren Deckbleches --1-- jedoch mit seinem freien Ende an den Randsteg --7-- des inneren Deckbleches--2--anstossen. Diese Seite wird zweckmässigerweise für den Einbau des Schlosses vorgezogen werden.
Bei Behandlung der Zeichnungen und unter Berücksichtigung der obigen Erläuterungen ist es klar, dass es dem Wesen der Erfindung auch genügt, wenn der innere Falzsteg --9-- bloss an einer Seite einen spitzen Winkel mit dem Schenkel --8-- einschliesst. An der andern Seite kann der innere Falzsteg --9-- senkrecht auf den Schenkel --8-- stehen, wie es dem Stand der Technik entspricht. Allerdings wird man aus fertigungstechnischen Gründen oft eine symmetrische Ausführungs- form bevorzugen.
Im Gegensatz zu dem bekannten Herstellungsverfahren, bei dem die Deckbleche über ihre ganze Länge zusammengeschoben werden, was übrigens theoretisch auch bei der erfindungsgemässen Türausbildung möglich wäre, stört weder die Verwendung einer Isolierung noch eines Klebestoffes das Zusammensetzen der Deckbleche. Die Grösse des Winkels a hängt von der Art der verwendeten Bleche sowie von ihren geometrischen Abmessungen, insbesondere der Länge der Schenkel --5-- des Aussenbleches --1-- ab. Wenn von "Blechen" die Rede ist, schliesst das nicht die Verwendung nichtmetallischer Werkstoffe, insbesondere geeigneter Kunststoffe aus.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Türblatt mit beidseitigen Längsfalzen, bestehend aus zwei durch Randprofilierungen miteinander verrasteten Deckblechen und vorzugsweise einer zwischen diesen Blechen angeordneten Isolierung, Füllung od. dgl., wobei das äussere Deckblech beidseitig um 900 abstehende Falzstege mit an deren Enden um 90 nach innen gebogenen Schenkeln aufweist und das innere Deckblech senkrecht abstehende Randstege besitzt, an die zunächst um 90 nach aussen gebogene Schenkel, darauf wieder in die Gegenrichtung gebogene innere Falzstege und an diese nach innen gebogene Endschenkel anschliessen und die innere Breite der Aussenfalze am äusseren Deckblech im wesentlichen der äusseren Breite der Innenfalzen am inneren Deckblech entspricht, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest an einer Seite des Türblattes der innere Falzsteg (9) des inneren Deckbleches (2) mit dem an dem Randsteg (7) anschliessenden Schenkel (8) einen spitzen Winkel (a), z. B. 75 einschliesst.
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