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Die Erfindung betrifft eine Kältemaschine zur Abkühlung bzw. Trocknung und Wiederaufwärmung der im Kreislauf geführten Trocknungsluft in einer Wasch/Trocknungsmaschine für Wäsche od. dgl.
Kältemaschinen sind weitgehendst bekannt und ihre Anwendungsbereiche sind so vielfältig, dass eine Aufzählung aller bekannten Anwendungsmöglichkeiten nicht im Rahmen dieser Abhandlung liegen kann, zumal ein konstruktiver Zusammenschluss einer Kältemaschine und einer Wasch/Trocknungsmaschine für Wäsche od. dgl., wie sie die Erfindung zum Zwecke der Trocknung der Luft vorsieht, aus der Literatur nicht bekannt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kältemaschine der eingangs genannten Art und eine Wasch/Trocknungsmaschine für Wäsche od. dgl. konstruktiv derart zu einer Einheit zusammenzuschliessen, dass einerseits die feuchte Luft durch den Kontakt mit einem Verdampfer der Kältemaschine getrocknet und anschliessend ins Freie geblasen, bevorzugt jedoch zur weiteren Trocknung der feuchten Wäsche verwendet wird, wobei sie nach Passieren des Verdampfers und vor neuerlicher Verwendung als Trocknungsluft für die feuchte Wäsche von der Abwärme der Kältemaschine vorgewärmt wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Kältemaschine und die Wasch/ Trocknungsmaschine konstruktiv zu einer Einheit zusammengeschlossen sind und dass die Trocknung der Wäsche in der Wäschetrommel mit von ausserhalb der Wäschetrommel angebrachten Wärmestrahlern eingestrahlter Wärme sowie mit von einem ebenfalls ausserhalb der Wäschetrommel angeordneten Gebläse durchgeblasener Warmluft erfolgt und dass die sich an der feuchten Wäsche in der Wäschetrommel mit Wasser sättigende Luft nach Verlassen der Wäschetrommel über die Oberfläche eines Verdampfers der Kältemaschine geführt wird und sich an dieser abkühlt, wobei die Luft Wasser abgibt bzw.
getrocknet wird und dass anschliessend diese abgekühlte trockene Luft vom Gebläse über die in einer Schacht- oder Rohranordnung befindlichen wärmeabgebenden Teile der Kältemaschine, wie Absorber, Verflüssiger, Lösungsmittelrohr und Kompressor gesaugt und die auf diese Weise erwärmte Luft durch das Gebläse im Kreislauf durch die Wäschetrommel gefördert wird und dass zum Schutze der Kältemaschine vor überhöhter Wärmeeinwirkung während der Waschphase entweder eine Abschirmung vor dem Verdampfer und/oder ein Kältemittelüberdruckbehälter zwischen dem Verflüssiger und dem Verdampfer angebracht sind.
Eine Kältemaschine, die solcherart mit einer Wasch/Trocknungsmaschine für Wäsche od. dgl. konstruktiv zu einer Einheit zusammengeschlossen ist, gewährleistet nicht nur, dass die von ihr getrocknete und die Wasch/Trocknungsmaschine verlassende Luft infolge ihres geringen Feuchtigkeitsgehaltes den Aufstellungsraum der Wasch/Trocknungsmaschine mit seinen Einrichtungen und eventuell auch seinen Bewohnern nicht schadet, wie das oft bei bekannten Trocknungsmaschinen anderer Bauart der Fall ist, die die mit Wasser gesättigte Luft in den Aufstellungsraum blasen, sondern dass auch ein Grossteil der Wärmeenergie, die für die Betreibung der Kältemaschine erforderlich ist, durch die Abwärme derselben, die zur Vorwärmung der vorzugsweise im Kreislauf geführten Luft herangezogen wird, wieder zurückgewonnen werden kann.
Weiters kann eine maximale Trocknung der von der Trommel kommenden und mit Wasser gesättigten Luft durch entsprechende Abkühlung am Verdampfer erreicht werden, so dass die Luft durch die anschliessende Aufwärmung einerseits durch die Abwärme der Kältemaschine selbst und anderseits durch den Heizkörper bzw. durch die Wärmestrahler, die letztlich die Trocknungsluft vor dem neuerlichen Eintreten derselben in die Trommel auf das gewünschte-vorzugsweise durch eine Programmschaltung vorgegebenes - Temperaturniveau bringen, auf eine sehr geringe relative Luftfeuchtigkeit gebracht, wodurch die Trocknung der Wäsche wesentlich beschleunigt wird, da bekanntlich mit abnehmender relativer Feuchte der Luft ihre Fähigkeit, Wasser aufzunehmen, zunimmt.
Dies bewirkt, dass das Wasser beschleunigt aus den tieferen Gewebeschichten diffundieren kann, wobei dieser Vorgang durch die Wirkung der Wärmestrahler wesentlich unterstützt wird, so dass bei der erfindungsgemässen Vorrichtung in der Regel das gesamte Waschgut nach dem Waschprozess in der Trommel zur anschliessenden Trocknung verbleiben kann und nicht ein Teil aus der Trommel herausgenommen werden muss, wie das bei bekannten Wasch/Trocknungsmaschinen der Fall ist.
Weitere Merkmale der Erfindung werden nachfolgend an Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert, wobei insbesondere auf die AT-PS Nr. 372418 hingewie-
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sen wird, welche eine "Vorrichtung zum Waschen und wahlweisen Trocknen von Wäsche od. dgl." behandelt und welche einen erweiterten Einblick zum Gesamtthema"Waschen und Trocknen von
Wäsche od. dgl." gewährt.
Da die erfindungsgemässe Vorrichtung und das oben erwähnte Patent "Vorrichtung zum Wa- schen und wahlweisen Trocknen von Wäsche od. dgl." sich konstruktiv und funktionsmässig ergän- zen, sind neben den Fig. 16 bis 20, die ausschliesslich die Kältemaschine betreffen, auch die Fig. 1 bis 15, die beide Erfindungen betreffen, dargestellt. Fig. l zeigt einen horizontalen Querschnitt durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung. Fig. 2 ist ein vertikaler Querschnitt nach der Linie
II-II in Fig. l. Die Fig. 3 und 4 sind spezielle Ausführungsformen von Leiteinrichtungen bzw.
Reflektorwänden. Fig. 5 ist ein horizontaler Querschnitt einer an einer erfindungsgemässen Vorrichtung angebrachten frontseitigen Beschickungstür, die als Träger für den oder für die Wärmestrahler sowie für eine Fördereinrichtung für die Wärmeträger ausgebildet ist. Fig. 6 ist ein Aufriss der in Fig. 5 dargestellten Beschickungstür mit den angrenzenden Wandbereichen der erfindungsgemässen Vorrichtung, wobei die vordere Wand der Beschickungstür abgenommen oder durchsichtig ist. Fig. 7 ist ein Verschluss für eine Beschickungstür einer erfindungsgemässen Vorrichtung mit gleichzeitiger Rohr-und/oder Wellenkupplung. Fig. 8 ist ein horizontaler Schnitt durch eine als Träger für einen glühlampenförmigen Wärmestrahler ausgebildete frontseitige Beschickungstür mit den angrenzenden Bereichen der erfindungsgemässen Vorrichtung.
Fig. 9 ist der horizontale Mittelschnitt des der Fig. 8 gegenüberliegenden hinteren Bereiches der erfindungsgemässen Vorrichtung mit einem Sauggebläse und einer darhinter liegenden Kühlfläche. Fig. 10 ist ein horizontaler Schnitt durch eine als Träger für einen ring- oder rohrförmigen Wärmestrahler ausgebildete frontseitige Beschickungstür mit Lüfter bzw. Gebläse und den angrenzenden Bereichen der Trommel, welche mit einer speziellen Fördereinrichtung für die Waschflüssigkeit ausgestattet ist. Fig. 11 ist ein vertikaler Schnitt nach der Linie XI-XI in Fig. 10. Fig. 12 ist ein vertikaler Mittelschnitt nach der Linie XII-XII in Fig. 10.
Fig. 13 ist ein vertikaler Mittelschnitt durch eine als Träger für einen ring- oder rohrförmigen Wärmestrahler ausgebildete frontseitige in einer horizontalen Ebene zu öffnende Beschickungstür, welche mit einem vertikalen verschiebbaren Belüftungsschieber und einer vom Wärmestrahler betreibbaren Heizfläche für den Austreiber einer Absorptionskältemaschine ausgestattet ist. Fig. 14 ist ein vertikaler Mittelschnitt einer erfindungsgemässen Vorrichtung, die von oben beschickbar ist und mit einem ortsfesten Träger für den Wärmestrahler und zwei gegenüberliegenden an Fördereinrichtungen anschliessbare Leiteinrichtungen und einer Absorptionskältemaschine ausgestattet ist.
Fig. 15 ist ein vertikaler Mittelschnitt durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung mit Blickrichtung vom Inneren der Vorrichtung zur mantelseitigen Trommelklappe bzw. zur frontseitigen Beschickungstür, wobei diese Vorrichtung mit einem ortsfesten Träger für den Wärmestrahler ausgestattet und mit einem angrenzenden Kühlapparat kombiniert ist. Fig. 16 stellt das Fliessbild einer internen Absorptionskältemaschine für eine erfindungsgemässe Vorrichtung dar. Fig. 17 ist das Fliessbild einer internen Verdichterkältemaschine für eine erfindungsgemässe Vorrichtung. Fig. 18 stellt das Fliessbild einer externen Absorptionskältemaschine für eine erfindungsgemässe Vorrichtung dar. Fig. 19 ist das Fliessbild einer externen Verdichterkältemaschine für eine erfindungsgemässe Vorrichtung.
Fig. 20 stellt zwei Schaltbilder im Zusammenhang mit einer externen Kältemaschine nach einer der Fig. 18 oder 19 für eine erfindungsgemässe Vorrichtung dar.
Die Trockenluft, die in einer Trommel --4 bzw. 5--, welche mit feuchter Wäsche beladen ist, Feuchtigkeit aufnimmt, verlässt eine Trommel --4 bzw. 5-- durch Belüftungsöffnungen --18--, die in der dem Träger --29-- gegenüberliegenden Stirnwand einer Trommel --4 bzw. 5-- ange- ordnet und/oder auch durch die Belüftungsöffnungen --18--, die im Mantel einer Trommel --4 bzw. 5-- angebracht sind und wird anschliessend über eine Kühlfläche--77-- (Fig. 1 und 9) bzw.
--78-- (Fig.14) oder --22'-- (Fig.15), wo sie mehr oder weniger der aufgenommenen Feuchtigkeit infolge Abkühlung abgibt, geführt, um dann entweder durch weiters nicht dargestellte Öffnungen in einer Gehäusewand --22-- einer erfindungsgemässen Vorrichtung dieselbe zu verlassen oder um dann innerhalb der Vorrichtung von jenem Gebläse bzw. Lüfter wieder angesaugt zu werden, der diese Trockenluft bereits vorher durch die feuchte Wäsche in einer Trommel --4 bzw. 5-- gefördert hat.
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stellt.
Im Verdampfer --87-- verdampfen die Kältemittel und führen die beim Kondensieren des von der Luft mitgeführten und von der feuchten zu trocknenden Wäsche stammenden Wasserdamp- fes freiwerdende Verdampfungswärme ab, wodurch die Luft getrocknet wird.
In den Fig. 16 bis 19 sind die Fliessbilder verschiedener Ausführungsformen der erfindungs- gemässen Kältemaschine dargestellt.
Der Verdampfer --87-- kann entweder einer Absorptionskältemaschine (Fig. 16 und 18) oder einer Verdichterkältemaschine (Fig. 17 und 19) angehören. Weiters kann entweder eine Kältema- schine in ihrer Gesamtheit einer erfindungsgemässen Vorrichtung angehören (Fig. 16 oder 17) oder es gehört nur ein Verdampfer-87- (Fig. 18 oder 19) einschliesslich der notwendigen Nebenein- richtungen einer erfindungsgemässen Vorrichtung an, während alle übrigen Einrichtungen einer
Kältemaschine nach den Fig. 18 oder 19 Bestandteile eines gesonderten Kühlapparates, beispiels- weise eines Kühlschrankes, der neben der erfindungsgemässen Vorrichtung aufgestellt ist, wie das auch schon in einer Ausführungsform nach Fig. 15 beschrieben wurde, sind.
Im Rahmen der Erfindung soll es gleichgültig sein, welche Art einer Kältemaschine zum
Einsatz kommt. Wesentlich ist immer nur die Abführung der beim Kondensieren des Wasserdampfes frei werdenden Wärme, damit eine optimale Trocknung der aus einer Trommel --4 oder 5-- kom- menden Feuchtluft erfolgen kann. Der Einsatz beliebiger Kältemaschinen soll daher durch die folgenden Ausführungen an Hand der einfachen Fliessbilder gemäss den Fig. 16 bis 19 nicht beeinträchtigt werden, sondern es sollen die folgenden Darstellungen nur dazu beitragen, die Funktionsweise der erfindungsgemässen Vorrichtungen weiter zu erläutern.
Zunächst soll der Einsatz von Absorptionskältemaschinen gemäss den Fliessbildern nach den Fig. 16 und 18 behandelt werden.
Das Kältemittel im Verdampfer --87-- (Fig.9, 14,16 und 18) verdampft bei Aufnahme von Wärmeenergie, die aus der warmen Feuchtluft herrührt, die über die den Verdampfer --87-- begrenzenden Kühlflächen --77 bzw. 78-- (Fig. l, 9 bzw. 14) geführt wird, wobei der Wasserdampf, den die Luft mitführt, kondensiert und somit die Luft getrocknet und abgekühlt wird. Das verdampfte Kältemittel wird im Absorber --88-- von der armen Lösung absorbiert, wobei die frei werdende Absorptionsenthalpie abgeführt werden muss. Da die Absorptionsfähigkeit mit sinkender Temperatur zunimmt, ist danach zu trachten, dass die Absorbertemperatur möglichst gering ist.
Mit Absorbierung des Kältemittels wird aus der armen Lösung die reiche Lösung, die entweder mittels einer Umwälzpumpe (nicht dargestellt) oder vorzugsweise durch die Thermosiphonwirkung- die dadurch zustandekommt, dass eine Heizung --89-- in einem Bereich der Rohrleitung --90-- in dieser Dampfblasen der Lösung erzeugt, die die reiche Lösung fördern - in den Austreiber - gefördert wird. Die Thermosiphonwirkung bringt den bekannten Vorteil mit sich, dass Absorptionskältemaschinen ohne mechanisch bewegte Teile arbeiten können. Im Austreiber --91-- wird durch eine Heizung der reichen Lösung Wärme zugeführt. Diese Heizung ist in der Regel bei Absorptionskältemaschinen eigens für den Austreiberzweck vorgesehen.
Dies ist auch bei Anwendung einer Absorptionskältemaschine nach Fig. 18 im Zusammenhang mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung der Fall. Dies muss jedoch nicht zwingend der Fall sein bei Anwendung einer Absorptionskältemaschine nach Fig. 16 auf eine erfindungsgemässe Vorrichtung, denn für diesen Fall kann die Beheizung des Austreibers --91-- auch durch einen Wärmestrahler --28-- erfolgen, wie dies aus den Fig. 13 und 14 ersichtlich ist.
Bei diesen beiden Ausführungsformen befindet sich der Austreiber --91-- oberhalb eines Wärmestrahlers --28--, der somit drei Funktionen erfüllt. Er trägt erstens während des Waschprozesses zur Aufheizung der Waschflüssigkeit bei. Er trägt zweitens während der Trocknungsphase zur Erwärmung der Trockenluft und des Trockengutes in einer Trommel --4 oder 5-- bei und derselbe Wärmestrahler --28-- trägt drittens erfindungsgemäss zur Trocknung der eine Trommel - 4 oder 5-- verlassenden Feuchtluft bei, indem eben, wie schon ausgeführt, dieser Wärmestrahler --28-- den Austreiber --91-- einer der erfindungsgemässen Vorrichtung eigenen Absorptionskältemaschine beheizt.
Die Wärmestrahler --28-- sind derart abisoliert, dass sie ihre Strahlen vorwiegend nur durch die Trommelöffnung --30-- in eine Trommel --4 oder 5-- einstrahlen können.
Für den Fall, dass ein Wärmestrahler --28-- aber auch für die Beheizung eines Austreibers - vorgesehen ist, ist diese Isolierung im Bereiche der Heizfläche --92-- (Fig. 13) eines Aus-
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treibers --91-- derart vermindert oder durch einen entsprechenden Wärmeleiter ersetzt, dass die Beheizung des Austreibers --91-- in optimaler Weise erfolgen kann. Ein Wärmestrahler --28-- kann aus einer Gruppe von Einzelstrahlern aufgebaut sein.
Da nun in der Endphase des Trocknungsprozesses aus qualitätsschonenden Gründen in der Regel die Trocknungstemperatur vermindert werden muss, was durch Ausschalten von Einzelstrahlern erzielt werden kann, ist es zweckmässig, den zuletzt auszuschaltenden Einzelstrahler für die Beheizung des Austreibers --91-- vorzusehen, damit bis zum Ende des Trocknungsprozesses die Funktionstätigkeit der Absorptionskältemaschine gewährleistet bleibt.
Sobald dem Austreiber Wärme zugeführt wird, nimmt das Lösungsvermögen des Lösungsmittels ab und es erfolgt einerseits die Austreibung des Kältemittels, welches nunmehr in den Ver- flüssiger --93-- gelangt. Anderseits verlässt auch das Lösungsmittel in Form einer armen heissen Lösung den Austreiber und fliesst durch ein Rohr --95-- und eine Drossel --96-- in den Absorber - zurück. Da, wie schon ausgeführt wurde, die Leistungsfähigkeit des Absorbers --88-- mit sinkender Temperatur zunimmt, ist es empfehlenswert, der armen heissen Lösung auf dem Weg vom Austreiber --91-- zum Absorber --88-- Wärme zu entziehen, was man in bekannter Weise dadurch
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heisse Lösung im Rohr --95-- an Wärme verliert und mit einer gemässigteren Temperatur in den Absorber --88-- zurückfliesst,
womit seine Leistungsfähigkeit erhöht wird.
Bei einer erfindungsgemässen Vorrichtung mit einer eigenen Absorptionskältemaschine nach Fig. 16 kann aber der armen heissen Lösung im Rohr --95-- zusätzlich oder ausschliesslich auch dadurch Wärme entzogen werden, dass man über den Wärmeaustauscher --95 I -- im Gebläserohr - Kaltluft führt, wobei unter dem Begriff Kaltluft entweder Luft zu verstehen ist, die gera-
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abgekühlt wurde und nun neuerlich für die Trocknung des feuchten in einer Trommel --4 oder 5-- befindlichen Waschgutes verwendet werden soll.
Ebenso kann zusätzlich oder ausschliesslich die vom Verflüssiger --93-- abgegebene Wärme zur Vorwärmung der Trocknungsluft verwendet werden. Dasselbe kann auch für die Abwärme des Absorbers --88-- gelten. Werden solcherart mehrere Wärmequellen in den Luftstrom eines Gebläses od. dgl. eingeschaltet, so sind die Wärmequellen in Strömungsrichtung nach steigendem Temperaturniveau zu ordnen, wobei es selbstverständlich ist, dass als letzte Wärmequelle ein Wärmestrahler --28-- angeordnet ist. Durch eine derartige Ausnutzung der Abwärme kann am Wärmestrahler-28-- Energie eingespart werden, was die Wirtschaftlichkeit der erfindungsgemässen Vorrichtung anhebt.
Wie nunmehr nach den Fliessbildern der Fig. 16 und 18 schon zu erkennen ist, nimmt das Lö- sungsmittel. den Weg in Pfeilrichtung 99, während das Kältemittel den Weg nach Pfeilrichtung 100 nimmt.
Nachdem das Kältemittel nach Austreibung im Austreiber --91-- im Verflüssiger --93-- ver- flüssigt wurde, fliesst es über eine Leitungsanordnung --101, 102--, in die eine Drossel --103--, durch welche das Kältemittel auf einen niederen Druck gedrosselt wird, eingebaut ist, in den Ver- dampfer --87-- zurück, wo es neuerlich verdampft, womit auch der Kreislauf geschlossen ist.
Weitere erfindungsgemässe Einrichtungen, wie sie in den Fig. 16 und 18 noch zu erkennen sind, werden später nach der allgemeinen Behandlung der Verdichtekältemaschine mit analogen Einrichtungen bei derselben behandelt.
Bei den in den Fig. 17 und 19 dargestellten Verdichterkältemaschinen kann der Verdampfer --87-- wieder identisch sein mit den von Kühlflächen --77 bzw. 78-- begrenzten Hohlkörpern --87-- (Fig. 1, 9 und 14), an denen sich die aus einer Trommel --4 oder 5-- kommende Feuchtluft unter Wasserabgabe abkühlt, wobei die abgegebene Wärme von sich im Verdampfer --87-bildendem Kältemitteldampf, der vom Kompressor --104-- über eine Rohranordnung --101, 102-angesaugt und verdichtet wird, abgeführt wird.
Der verdichtete Kältemitteldampf kondensiert
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--93--,Gebläserohr-98- (Fig. 17) über den Verflüssiger --93-- geführt wird, um dann an einem Wärmestrahler --28-- auf die Trocknungstemperatur gebracht und anschliessend in eine Trommel --4 oder 5-- zur Trocknung des Waschgutes eingeführt zu werden. Über eine Rohrleitung --101, 102-mit einer eingeschalteten Drossel --103-- gelangt das Kältemittel wieder in den Verdampfer - -87--, wo es unter Wärmeaufnahme neuerlich verdampft.
Gehört eine Kältemaschine gemäss Fig. 16 oder 17 in ihrer Gesamtheit einer erfindungsgemässen Vorrichtung an, so kann erfindungsgemäss in die Rohrleitung --101, 102-- zwischen dem Verflüssiger --93-- und dem Verdampfer --87-- und hier wieder vorzugsweise zwischen einem Ventil
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speichert wird, dass das übrige Kältemittel unter dem Einfluss der Waschtemperatur nicht druckgefährlich werden kann.
Wie schon früher ausgeführt wurde, gehören bei einer Kältemaschine nach einer Ausführungsform in Fig. 18 oder 19 nur der Verdampfer --87-- mit einigen notwendigen Nebeneinrichtungen, wie beispielsweise dem Ventil --107-- und dem Leitungszweig --102-- und wahlweise auch der Drossel --103-- (nur Fig. 18), zu einer erfindungsgemässen Vorrichtung, während alle andern Einrichtungen einer Kältemaschine gemäss Fig. 18 oder 19 zu einem eigenen Kühlapparat gehören, der vorzugsweise im Anschlussbereich der erfindungsgemässen Vorrichtung aufgestellt ist.
Wie also aus den Fig. 18 und 19 zu ersehen ist, hat jede dieser Kältemaschinen zwei Verdampfer, nämlich einen Verdampfer --87-- für eine erfindungsgemässe Vorrichtung und einen Ver- dampfer --108-- für den hauptzwecklichen Kühlapparat. Ist eine erfindungsgemässe Vorrichtung, die mit einem Kühlapparat kombiniert ist, der von einer Kältemaschine nach einer der Fig. 18 oder 19 angetrieben wird, nicht in der Trocknungsphase oder überhaupt ausser Betrieb, so ist das Ventil --107-- geschlossen und der Verdampfer --87-- somit ausser Betrieb, während der Verdampfer --108-- des Kühlapparates in Betrieb sein kann, wenn die Kältemaschine eingeschaltet ist.
Befindet sich aber die erfindungsgemässe Vorrichtung im Betrieb, so wird zu Beginn des Trocknungsprozesses vorzugsweise durch eine Programmschaltung der erfindungsgemässen Vorrichtung das Ventil --107--, welches - oder zumindest dessen Schalter oder dessen elektrische Anschlüsse - wenn die erfindungsgemässe Vorrichtung und der Kühlapparat nicht überhaupt zu einer festen Baueinheit verbunden sind, vorteilhafterweise an der Aussenwand des Kühlapparates angeordnet ist, damit Schaltung und Anschluss leicht hergestellt werden können, geöffnet und das Kältemittel kommt neben dem Verdampfer --108-- auch über den Verdampfer --87-- der erfindungsgemässen Vorrichtung in den Kreislauf der Kältemaschinen nach einer der Fig. 18 oder 19.
Da es bei einer kombinierten Einrichtung einer erfindungsgemässen Vorrichtung und einem herkömmlichen Kühlapparat mit einer Kältemaschine nach einer der beiden Fig. 18 oder 19 auch vorkommen kann, dass sowohl der Betrieb des der erfindungsgemässen Vorrichtung zugehörigen Verdampfers --87--, nicht aber der Betrieb des des Kühlapparates zugehörigen Verdampfers --108-- notwendig ist, ist ein Ventil - vorgesehen, das gegebenenfalls geschlossen wird, womit der Kältemittelzufluss zum Ver- dampfer-108-des Kühlapparates unterbrochen ist.
Erst wenn weder der Einsatz des Verdampfers --87-- noch der Einsatz des Verdampfers --108-- erforderlich ist, soll der Lösungsmittelfluss und/oder der Kältemittelfluss unterbunden, d. h., die Kältemaschine automatisch ausgeschaltet werden, oder anders mit Hilfe des einfachen Schaltbildes nach Fig. 20 ausgedrückt, soll sich eine Kältemaschine nach Fig. 18 oder 19 immer dann einschalten, sobald an eines der beiden Ventile - 107 oder 109-- Spannung angelegt wird, was eine Öffnung des jeweiligen Ventils zur Folge hat.
Leitet beispielsweise die Programmschaltung der erfindungsgemässen Vorrichtung die Trocknungsphase ein, so wird unter anderem auch an ein Ventil-107- (Fig. 18 oder 19) Spannung angelegt, was einerseits bewirkt, dass das unter Spannung stehende Ventil geöffnet wird und ander-
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--107-- zugeordnete Schalter --107'-- (Fig. 20a)Fig. 19 antreibt oder dieses Aggregat --110-- kann die Heizung für den Austreiber --91-- bzw. die Heizung --89-- für den Thermosiphon einer Absorptionskältemaschine nach Fig. 18 verkörpern oder dieses Aggregat --110-- kann sowohl eine Umwälzpumpe, die an Stelle des Thermosiphons
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ein Schalter-109'- (Fig.
20a) zugeordnet, der sich schliesst, wenn an das Ventil --109--, durch die Schaltung des Kühlapparates bewirkt, eine Spannung angelegt wird.
Wie also nach dem vereinfachten Schaltbild nach Fig. 20a ersichtlich ist, setzt sich einerseits das eine Kältemaschine nach einer der Fig. 18 oder 19 antreibende Aggregat --110-- immer dann in Betrieb, wenn wenigstens einer der beiden Schalter --107'oder 109'-- geschlossen, d. h., an wenigstens eines der Ventile --107 oder 109-- eine Spannung angelegt wird und anderseits ist das Aggregat --110-- erst dann ausgeschaltet, wenn beide Schalter --107'und 109'-- ge- öffnet sind (dargestellter Zustand), d. h., dass keines der beiden Ventile-107 oder 109-- unter Spannung steht und somit weder in der erfindungsgemässen Vorrichtung noch im Kühlapparat Kälte benötigt wird.
Gemäss einer Schaltung nach Fig. 20b wird dieselbe Wirkung erreicht wie mit einer Schaltung nach Fig. 20a. Der Unterschied liegt darin, dass die Schalter --107'und 109'-- nicht durch die Ventile --107 und 109-- betätigt werden, sondern dass der Schalter --107'-- ein Bestandteil der Programmschaltung der erfindungsgemässen Vorrichtung und der Schalter --109'-- ein Bestandteil der Schaltung der externen Kältemaschine ist und somit die Schalter --107'und 109'-- direkt von der jeweiligen Programmschaltung betätigt werden.
Die Drossel-103- (Fig. 18 und 19) kann den Ventilen --107 und 109-- vor- oder nachgeschaltet sein. Bei Nachschaltung ist, wie aus Fig. 18 zu erkennen ist, sowohl im Leitungsstrang --102-- als auch im Leitungsstrang-101-eine --101-- eine Drossel --103-- erforderlich, während bei Vorschaltung mit einer einzigen Drossel --103-- das Auslangen gefunden wird, wie das aus Fig. 19 hervorgeht.
Wie schon ausgeführt wurde, kann entweder die Trocknungsluft, nachdem sie am feuchten Wäschegut in einer Trommel --4 oder 5-Wasser aufgenommen hat und nachdem sie ausserhalb der Trommel zum Zwecke der Trocknung der Feuchtluft an Kühlflächen mehr oder weniger abgekühlt wurde, die erfindungsgemässe Vorrichtung durch weiters nicht dargestellte Öffnungen in derselben verlassen oder die Trocknungsluft wird im geschlossenen Kreislauf geführt.
Das Führen der Trocknungsluft im geschlossenen Kreislauf bringt einerseits den Vorteil mit sich, dass der Aufstellungsort der erfindungsgemässen Vorrichtung während der Trocknungsphase nicht einer ständigen Luftzirkulation unterliegt, die insbesondere dann unangenehm sein kann, wenn der Einsatzort der gegenständlichen Maschine mit einem Wohnraum ident ist und anderseits den Vorteil mit sich, dass an Einsatzorten mit grosser relativer Luftfeuchtigkeit mit einer geringeren Luftmenge zum Abtransport einer verdampften Wassereinheit das Auslangen gefunden wird, als wenn stets feuchte Raumluft vom Gebläse angesaugt werden müsste, denn aus qualitätsschonenden Gründen in bezug auf die Wäsche darf die Erwärmung der Luft ein bestimmtes Temperaturmass nicht überschreiten,
so dass die angesaugte feuchte Raumluft trotz Erwärmung immer mit einer grösseren relativen Luftfeuchtigkeit durch die Wäsche geschickt würde als eine im Kreislauf geführte Trockenluft, wobei natürlich vorausgesetzt ist, dass in diesen Kreislauf eine Kühlfläche eingeschaltet ist, an der sich ausreichend Wasser abscheiden kann.
Erfindungsgemäss wird dieser Kreislauf der Trocknungsluft gemäss den Fig. 14 und 15 dadurch bewerkstelligt, dass ein Lüfter oder ein Gebläse --36-- (nur in Fig. 15 dargestellt), welches auch ein Kolbengebläse sein kann, Luft über einen Trichter - -111-- (Fig. 14) bzw. über Öffnungen --6-- und dem Kühlschaeht-84- (Fig. 15) aus einer Trommel --4 oder 5-- ansaugt, wobei sie über eine Kühlfläche-78- (Fig. 14) bzw.-22'- (Fig. 15) geführt wird, an der sie Wärme und Wasser abgibt.
Diese angesaugte und an einer Kühlfläche an Feuchtigkeit arm gewordene Luft wird vom Gebläse od. dgl. verdichtet und wenn die erfindungsgemässe Vorrichtung an eine Kältemaschine angeschlossen ist, vor oder nach der Verdichtung durch das Rohr-98- (Fig. 16 und 17) geschickt, wo sie sich an der Abwärme der Einrichtun- gen --93 und/oder 95'und/oder 88-- der Kältemaschine erwärmt.
Anschliessend wird die vorzugsweise so vorgewärmte Luft auf der Druckseite des Gebläses
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über eines der Anschlussrohre --65 oder 66-- und der zugehörigen Ringdüse --67 oder 68-- (Fig. 14) bzw. über das Anschlussrohr --65'-- und den Verteiler --68'-- (Fig. 15) in den Trich- ter --32-- des Trägers --29--, der mit Wärmestrahlern --28-- bestückt ist, geblasen.
An den Wärmestrahlern --28-- erwärmt sich die Luft, womit sich auch ihre Fähigkeit, Wasser aufzunehmen, weiter erhöht und tritt anschliessend in eine Trommel --4 oder 5-- ein, wo sie zunächst das Oberflächenwasser und schliesslich auch das durch die Einwirkung der Wärmestrahlen aus den inneren Gewebeschichten des Waschgutes diffundierende Wasser aufnimmt. Dabei ist es vorzuziehen, während der gesamten Trocknungszeit die Trommel über kurze periodische Zeiten einmal im Uhrzeigersinn und dann wieder entgegen dem Uhrzeigersinn drehen zu lassen, da sich so die Wäsche in einer ständigen Bewegung befindet und so von der Trocknungsluft viel besser durchblasen werden kann, was einerseits eine rasche Trocknung und anderseits auch eine knitterarme Trockenwäsche zur Folge hat.
In einer Trommel --4 oder 5-- gelangt aber die sich mit Wasser sättigende Trockenluft bereits wieder in die Sogwirkung des Gebläses, welches die Feuchtluft zur Wasserabgabe bzw. Trocknung wieder über eine Kühlfläche-78- (Fig. 14) bzw.-22'- (Fig. 15) führt, womit der Kreislauf geschlossen ist.
Am Schluss der Ausführungen über die gegenständliche Vorrichtung sei noch vermerkt, dass zwischen den einzelnen beschriebenen Ausführungsformen jede beliebige Kombination im Rahmen der Erfindung angestellt werden kann, wenn sich dadurch weitere Vorzüge erzielen lassen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kältemaschine zur Abkühlung bzw. Trocknung und Wiederaufwärmung der im Kreislauf geführten Trocknungsluft in einer Wasch/Trocknungsmaschine für Wäsche od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Kältemaschine und die Wasch/Trocknungsmaschine konstruktiv zu einer Einheit zusammengeschlossen sind und dass die Trocknung der Wäsche in der Wäschetrommel mit von ausserhalb der Wäschetrommel (4 ; 5) angebrachten Wärmestrahlern (28) eingestrahlter Wärme sowie mit von einem ebenfalls ausserhalb der Wäschetrommel (4 ;
5) angeordneten Gebläse (36) durchgeblasener Warmluft erfolgt und dass die sich an der feuchten Wäsche in der Wäschetrommel mit Wasser sättigende Luft nach Verlassen der Wäschetrommel über die Oberfläche eines Verdampfers (87) der Kältemaschine geführt wird und sich an dieser abkühlt, wobei die Luft Wasser abgibt bzw. getrocknet wird und dass anschliessend diese abgekühlte trockene Luft vom Gebläse (36) über die in einer Schacht- oder Rohranordnung (98) befindlichen wärmeabgebenden Teile der Kältemaschine, wie Absorber (88), Verflüssiger (93), Lösungsmittelrohr (95) und Kompressor (104) gesaugt und die auf diese Weise erwärmte Luft durch das Gebläse (36) im Kreislauf durch die Wäschetrommel (4 ;
5) gefördert wird und dass zum Schutze der Kältemaschine vor überhöhter Wärmeeinwirkung während der Waschphase entweder eine Abschirmung vor dem Verdampfer (87) und/oder ein Kältemittelüberdruckbehälter (106) zwischen dem Verflüssiger (93) und dem Verdampfer (87) angebracht sind.
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