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Die Erfindung betrifft einen Heizkörper, insbesondere Flachheizkörper, der an bzw. bei einer
Wand befestigbar ist und mit mindestens zwei im Abstand voneinander angeordneten, von Heizme- dium durchströmten Heizkörperplatten versehen ist, die mit Konvektorteilen, vorzugsweise Konvektor- blechen, verbunden sind, die sich in den von der Luft durchströmten Zwischenraum zwischen den
Heizkörperplatten erstrecken.
Bei Heizkörpern besteht das Problem, dass in Zukunft bei gleichbleibender, wenn nicht grösse- rer Heizleistung der Heizkörper der Materialeinsatz zu verringern ist.
Es ist bekannt, dass zweilagige und dreilagige Plattenheizkörper bzw. Flachheizkörper vorwie- gend mit Konvektionsblechen ausgestattet werden. Diese Konvektionsbleche berühren die Heizplatten entweder auf den wasserführenden Kanälen der Heizplatten oder zwischen den wasserführenden Kanä- len oder auf und zwischen den wasserführenden Kanälen.
Diese Flachheizkörper werden zumeist an einer Wand befestigt. Durch die Montage der Heiz- körper ergibt sich jedoch das Problem, dass das raumseitige Konvektionsblech auf Grund der sich einstellenden Luftströmung zwischen den Heizkörperplatten schlechter von der zu erwärmenden Luft beaufschlagt wird als das wandseitige Konvektionsblech. Die Begrünung liegt darin, dass die zu- erst unter dem Heizkörper waagrecht einströmende Luft im Bereich unter den Konvektionsblechen in die vertikale Richtung umgelenkt wird. Damit ist auch die wärmetechnische Nutzung des raumsei- tigen Konvektionsbleches geringer.
Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu vermeiden und einen Heizkörper zu schaf- fen, der eine verbesserte Heizleistung aufweist bzw. bei gleicher Heizleistung wie die bekannten
Heizkörper einen geringeren Materialbedarf erfordert.
Dies wird gemäss der Erfindung bei einem Heizkörper der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass mindestens eine der Heizkörperplatten in ihrem unteren Bereich eine über die innere
Fläche der Heizkörperplatte vorstehende, in den Zwischenraum zwischen den Heizkörperplatten füh- rende, insbesondere schräg nach oben verlaufende, Luftleitfläche aufweist.
Durch diese Ausbildung wird die in den Heizkörper einströmende Luft stärker in Richtung des raumseitigen Konvektorteiles umgelenkt, wobei das Ergebnis eine gleichmässigere Luftströmungs- verteilung unter den wandseitigen als auch raumseitigen Konvektionsteilen ist. Diese gleichmässige- re Luftverteilung hat insgesamt bei gleichem Materialeinsatz eine höhere Heizkörperleistung zur
Folge.
Um den Materialeinsatz weiter zu senken, ist es vorteilhaft, dass die Luftleitfläche der Heiz- körperplatte von einer Seitenwand eines unteren Sammelkanals der Heizkörperplatte gebildet ist, wobei der Sammelkanal im Querschnitt insbesondere asymmetrisch ausgebildet ist.
Hiebei ist es zweckmässig, wenn die in den selben Zwischenraum ragenden Luftleitflächen zweier benachbarter Heizkörperplatten konvergierend verlaufen.
Um den Strömungswiderstand der Luft zu verringern, ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass der von der Wand entfernt liegende Konvektorteil eine geringere Höhe als der der Wand zunächst liegende Konvektorteil hat, wobei die Unterkanten der beiden Konvektorteile im wesentlichen gleichen Abstand von den Unterseiten der Heizkörperplatten aufweisen.
Durch diese Massnahme kann durch Reduktion des Luftströmungswiderstandes der raumseitigen Konvektionsblechkamine und als Folge davon dann besseren Durchströmung des raumseitigen Konvektionsbleches, trotz Materialreduktion eine kaum geringere Heizleistung erzielt werden als für den Heizkörper mit wandseitig und raumseitig gleich hohen Konvektorblechen. Es kann dadurch gleichzeitig eine Vergrösserung des gesamten Luftdurchsatzes zwischen den Heizkörperplatten erreicht werden. Das A H liegt im Bereich von 5 bis 50%, vorzugsweise 20% der Höhe des wandseitigen Konvek- torbleches.
Es ist vorteilhaft, dass bei mehr als zwei Heizkörperplatten die zugehörigen Konvektorteile in ihrer Höhe abgestuft ausgebildet sind, wobei der Konvektorteil mit der geringsten Höhe den grössten Abstand von der Wand besitzt.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen, in denen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt sind, näher beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 eine Ansicht eines erfindungsgemässen Heizkörpers, Fig. 2 eine teilweise Draufsicht auf Fig. 1, Fig. 3 eine Darstellung des oberen und unteren Bereiches der Heizkörperplatten im vergrösserten Massstab, Fig. 4 eine
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Ansicht eines andern erfindungsgemässen Heizkörpers, und Fig. 5 eine Ansicht eines erfindungsgemässen Heizkörpers mit drei Heizkörperplatten.
Zum besseren Verständnis sind die einander entsprechenden Bauteile in den Zeichnungen mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Der in Fig. 1 bis 3 dargestellte Heizkörper besteht aus zwei im Abstand voneinander angeordneten Heizkörperplatten --1, 2-- die von Heizmedium, z. B. Warmwasser oder Dampf, durchströmt sind. Jede der Heizkörperplatten --1, 2-- besitzt einen oberen Sammelkanal --3-- und einen unteren Sammelkanal --4--. Die oberen Sammelkanäle --3-- sind mit T-Stücken-5-- und die unteren Sammelkanäle --4-- sind mit T-Stücken-6-- miteinander verbunden. Der Heizkörper ist mit einer oberen Befestigungsvorrichtung --7-- und mit einer unteren Abstandsvorrichtung --8-- an einer Wand --9-- befestigt. Der Heizkörper könnte jedoch auch nahe der Wand-9-z. B. am Boden befestigt werden.
Die Heizkörperplatten --1, 2-- sind mit Konvektorteilen --11, 12-- versehen, die sich in den Zwischenraum zwischen den Heizkörperplatten --1, 2-- erstrecken.
Erfindungswesentlich ist, dass die inneren Seitenwände der im Querschnitt asymmetrisch ausgebildeten unteren Sammelkanäle --4-- der Herzkörperplatten --1, 2-- über die innere Oberfläche derselben vorstehen und in den Zwischenraum zwischen den Heizkörperplatten 2--führen.
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--14--Fig. 1 einströmende Luft. Die Luftleitflächen --14-- der einander benachbarten Sammelkanäle --4-- verlaufen jeweils schräg nach oben und konvergieren miteinander. Die Luftleitflächen --14-- er- strecken sich hiebei über die gesamte axiale Länge der unteren Sammelkanäle --4--.
Das Ausmass, um welches die Luftleitflächen --14-- in den Zwischenraum zwischen den Heizkörperplatten-l, 2-- ragen, ist hiebei grösser als jenes Ausmass, um welches die unteren Sammelkanäle --4-- über die Vorderseite der Heizkörperplatten --1, 2-- vorstehen.
Wie Fig. 1 zeigt, kann auch nur eine der Heizkörplatten --1, 2--, u.zw. die Platte --1--, mit der Luftleitfläche --14-- versehen sein. Die andere Platte, u. zw. die Platte --2--, ist ohne Luftleitfläche ausgebildet, d. h. der untere Sammelkanal --4-- ist im Querschnitt wie üblich ausgebildet. Dies ist in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien dargestellt.
Wie Fig. 3 zeigt, können die oberen Sammelkanäle --3-- gleichfalls ohne Luftleitflächen, d. h. mit üblichem Querschnitt ausgebildet sein. Dies ist in Fig. 3 mit strichpunktierten Linien dargestellt.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 1 bis 3 haben die beiden Konvektorteile --11, 12-- gleiche Höhe und die Unterkanten der Konvektorteile --11, 12-- haben im wesentlichen gleichen Abstand von der Unterseite der Heizkörperplatten --1, 2--.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 4 hat der von der Wand --9-- entfernt liegende Konvektorteil - eine geringere Höhe H2 als der der Wand --9-- zunächst liegende Konvektorteil-11-mit der Höhe Hl. Der Höhenunterschied ist in Fig. 4 mit AH bezeichnet. Die Unterkanten der beiden Konvektorteile --11, 12-- haben hiebei im wesentlichen den gleichen Abstand von den Unterseiten der Heizkörperplatten --1, 2--, d.h. die Unterkanten liegen im wesentlichen in einer gemeinsamen, zum Boden parallelen Ebene.
In weiterer Folge sind bei Heizkörpern mit drei Platten und drei Konvektionsblechen die Heizkörper so auszuführen, dass die Konvektorblechhöhe des am nächsten der Montagewand befindlichen Konvektorbleches am grössten auszuführen ist, und die Höhe jener Konvektorbleche, die sich weiter weg von der Montagewand befinden, niederer auszuführen ist, u. zw. gestuft entsprechend dem Abstand von der Montagewand.
Eine solche Ausführung ist in Fig. 5 dargestellt. Der dargestellte Heizkörper umfasst drei Heiz- körperplatten-l, 2, 2'--, die mit Konvektorteilen --11, 12, 12'-- versehen sind. Die Höhe dieser Konvektorteile-11, 12, 12'-- ist hiebei abgestuft ausgeführt, wobei die Höhenunterschiede
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hiebei die grösste Höhe, und der von der Wand --9-- am weitesten entfernt liegende Konvektor- teil --12'-- hat die geringste Höhe.
Gemäss Fig. 4 und 5 erfolgt somit eine Reduzierung des raumseitigen Konvektionsteiles gegen- über dem wandseitigen Konvektionsteil um AH, bzw. AH, und A Hz, wobei die Unterkanten der Konvektionsteile etwa gleiches Niveau besitzen sollen.
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Es ist zu bemerken, dass bei der Ausführung gemäss Fig. 4,5 die unteren Sammelkanäle --4-- nicht asymmetrisch ausgebildet sein brauchen, und die schräge Luftleitfläche nur um ein geringes
Ausmass in den Zwischenraum zwischen den Heizkörperplatten --1, 2-- ragt.
Die Heizkörperplatten --1, 2-- werden mit den unteren Sammelkanälen --4-- und den oberen Sammelkanälen --3-- im allgemeinen einstückig hergestellt. Diese Einheit wird als Heizkörper- paneel bezeichnet. Die üblicherweise eingesetzten symmetrischen Paneelformen haben den Nachteil, dass bei gegebener Konvektorblechform die Höhe H 1 durch die Formgebung der Sammelkanäle --3 und 4-- begrenzt ist.
Durch die Verwendung einer asymmetrischen Paneelform besteht nicht nur die Freiheit, bei gleichbleibender Aussenoptik der Sichtfläche F (Fig. l) die Innenform des Sammel- kanals so zu gestalten, dass sie luftströmungstechnisch optimiert wird, sondern vor allem der wand- seitige Konvektionsteil --11-- um B (Fig. 3) zu vergrössern, und somit die eventuell geringfügige
Leistungsreduktion auf Grund der Verringerung des raumseitigen Konvektionsteiles-12-um A H überzukompensieren.
Durch die unterschiedliche Höhe der Konvektorteile --11, 12--, die im allgemeinen als Konvek- tionsbleche ausgebildet sind, ergibt sich folgender Effekt :
Da die Höhe des raumseitigen Konvektorbleches geringer ausgeführt wird als jene des wand- seitigen, wird durch das niedere raumseitige Konvektorblech die Strömungsgeschwindigkeit in des- sen Konvektorblech erhöht, wodurch dieses von der Luft besser beaufschlagt wird. Durch die nun höhere Luftgeschwindigkeit im raumseitigen Konvektorblech entsteht eine starke Saugwirkung auf den in Richtung des Pfeiles 15 in Fig. l, 3 waagrecht eintretenden Luftstrom, wodurch dieser stär- ker in Richtung der Vertikalen abgelenkt wird als bei den bekannten Heizkörpern.
Es ergibt sich damit eine bessere Strömung des Zwischenraumes zwischen den Heizkörperplatten --1, 2--, wodurch nun auch das wandseitige Konvektionsblech des Heizkörpers besser von der Luft durchströmt wird (= bessere Wärmeabgabe des Konvektionsbleches).
Somit hat sich messtechnisch auch ergeben, dass die Heizleistung des Heizkörpers nach Fig. 4 gleich gross war wie jene des Heizkörpers nach Fig. l, obwohl die Konvektionsblechhöhe des raum- seitigen Konvektionsbleches des Heizkörpers gemäss Fig. 4 um AH geringer war als jene des Heiz- körpers nach Fig. 1.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Heizkörper, insbesondere Flachheizkörper, der an bzw. bei einer Wand befestigbar ist und mit mindestens zwei im Abstand voneinander angeordneten, von Heizmedium durchströmten Heizkörperplatten versehen ist, die mit Konvektorteilen, vorzugsweise Konvektorblechen, verbunden sind, die sich in den von der Luft durchströmten Zwischenraum zwischen den Heizkörperplatten erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Heizkörperplatten (1, 2) in ihrem unteren Bereich eine über die innere Fläche der Heizkörperplatte (1, 2) vorstehende, in den Zwischenraum zwischen den Heizkörperplatten (1, 2) führende, insbesondere schräg nach oben verlaufende, Luftleitfläche (14) aufweist.