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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung der in den zur Tonhöhenver- änderung eines Blasinstrumentes dienenden Klappen vorgesehenen Dichtungseinlagen, die beim
Schliessen der Klappen am Rand der die Tonhöhe bestimmenden Öffnungen des Instrumentes wahl- weise zum Anliegen kommen, wobei in diese Klappen zur Bildung von Dichtungseinlagen eine zu einem weichelastischen Kunststoff erstarrbare Kunststoffmasse eingebracht und zum Erstarren ge- bracht wird.
Blasinstrumente vorgenannter Art sind z. B. die Querflöte, das Saxophon, die Klarinette, die
Oboe, das Fagott, die Piccoloflöte. Bei diesen Blasinstrumenten werden als Dichtungseinlagen üblicherweise Filzscheiben verwendet, welche mit einem Überzug aus Darm versehen sind. Diese
Ausbildung der an den Klappen vorgesehenen Dichtungen erfordert bei deren Einbau viel Sach- kenntnis und Geschick, und es ist der Einbau dieser bekannten Dichtungen mit einem grossen Ar- beitsaufwand verbunden. Dies hat seine Ursache unter anderem darin, dass der Rand der zu ver- schliessenden Öffnungen an den Blasinstrumenten nicht exakt eben ist, dass die Klappen ex- zentrisch gelagert sind und dass die Bodenfläche der Klappen in der Regel Unebenheiten aufweist.
Anderseits ist aber für eine musikalisch einwandfreie Funktion der Instrumente ein dichtes
Schliessen der Klappen erforderlich. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, geht man bisher üblicherweise so vor, dass nach einer vorausgehenden Vornivellierung des Klappenbodens die Dichtungsseite der Dichtungseinlagen durch dünne Beilagen, welche zwischen die Dichtungseinlagen und den Klappenboden gelegt werden und z. B. aus Papier bestehen, der Form des Öffnungsrandes angepasst wird ; es ist klar, dass dies eine sehr umständliche und grosses Fingerspitzengefühl erfordernde Arbeit ist und dass demgemäss der Einbau von Dichtungseinlagen mit dieser bekannten Technik einen grossen Aufwand erfordert.
Dazu kommt, dass die Haltbarkeit dieser bekannten Dich- tungseinlagen verhältnismässig gering ist, so dass bei einem häufig gespielten Instrument etwa in Jahres- oder Zweijahresintervallen eine Erneuerung der Dichtungseinlagen erforderlich ist.
Auch der Einsatz von vorgefertigten Dichtungseinlagen aus Elastomermaterial (US-PS Nr. 4, 114, 500) vermag die vorerwähnten Schwierigkeiten, die sich aus der unregelmässigen Form der mit den Klappen zu verschliessenden Öffnungen ergeben, nicht ausreichend zu beheben.
Sieht man vor, eine flüssige oder pastenförmige Kunststoffmasse in die Klappen zu füllen und durch einen Härter zum Erstarren zu bringen und hiebei den Rand der Öffnungen in die Kunststoffmasse einzudrücken, können sich Probleme hinsichtlich der Form der solcherart in den Klappen entstehenden Dichtungseinlagen und auch hinsichtlich der Position, die die Klappen in ihrer Schliesslage einnehmen, ergeben ; beim einfachen Eindrücken des Randes der Öffnungen in die Kunststoffmasse wird nämlich die Schliesslage der Klappen in nicht hinreichend bestimmter Weise festgelegt. Die Form der Dichtungseinlagen beeinflusst aber den Klang des Instrumentes, und die Position, die die Klappen in ihrer Schliesslage einnehmen, beeinflusst die Spieleigenschaften des Instrumentes.
Es ist ein Ziel der Erfindung, ein Verfahren der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei dem eine den klanglichen Erfordernissen und den spieltechnischen Erfordernissen voll entsprechende Dichtung der Klappen auf einfache Weise erzielt werden kann, wobei auch die Möglichkeit bestehen soll, Instrumente in Rede stehender Art, bei denen die Klappen mit den bisher üblichen Dichtungseinlagen ausgestattet sind, auf erfindungsgemässe Weise umzuarbeiten.
Das erfindungsgemässe Verfahren eingangs erwähnter Art ist dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Kunststoffmasse gefüllten Klappen in die ihrer Schliesslage beim fertigen Instrument entsprechende Lage bewegt und in dieser Lage abgestützt werden, wobei der Rand der mit den Klappen abzuschliessenden Öffnungen in die Kunststoffmasse eingedrückt wird, und dass die die Klappen haltenden Abstützungen nach dem Erstarren der Kunststoffmasse entfernt werden.
Durch dieses Verfahren kann der vorstehend angeführten Zielsetzung gut entsprochen werden.
Es kann so ein exaktes, dichtes Aufliegen der Klappen auf den zu verschliessenden Öffnungen des Instrumentes auf einfache Weise mit verhältnismässig geringem Arbeitsaufwand erzielt werden, wobei eine exakte Positionierung der Klappen in der Schliesslage erhalten wird. Dies ist für die Spielbarkeit des Instrumentes von Vorteil. Als Kunststoffmaterial kann vorteilhaft Silikonkautschuk eingesetzt werden, der über lange Zeiträume eine weitgehend konstante elastische Nachgiebigkeit ergibt. Es sind aber auch andere zu einem weichelastischen Körper erstarrende Kunststoffe zur
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Bildung der Dichtungseinlage gut geeignet, wie z. B. Polyurethanelastomeren.
Man sieht vorteilhaft den Einsatz einer bei Umgebungstemperatur selbsterstarrenden Kunst- stoffmasse vor, so dass keinerlei zusätzliche Massnahmen zum Herbeiführen des Erstarrens der Kunst- stoffmasse notwendig sind. Man kann aber auch eine auf ein Erstarren bei einer über der Umge- bungstemperatur liegenden Temperatur eingestellte Kunststoffmasse einsetzen und die Klappen und/oder die Öffnungsbereiche des Instrumentes nach dem Auflegen. der Klappen auf die ihnen zu- geordneten Öffnungen zum Erstarren der Kunststoffmasse erwärmen. Ein solches Erwärmen kann z. B. durch Zufuhr von Warmluft ausgeführt werden.
Eine vorteilhafte Ausführungsform dieses Verfahrens, welche auf einfache Weise den aus klang- lichen Gründen vorteilhaften ebenen Verlauf des innerhalb des Randes der zu verschliessenden Öff- nung gelegenen Bereiches der Dichtungseinlage erzielen lässt und auch die Manipulation bei der
Bildung der Dichtungseinlage vereinfacht, ist dadurch gekennzeichnet, dass in die jeweils mit einer
Klappe abzuschliessende Öffnung, bevor diese Klappe in die ihrer Schliesslage beim ferti- gen Instrument entsprechende Lage geklappt und abgestützt wird, ein diese Öffnung ausfül- lender Füllkörper, der vom Rand überragt wird, eingesetzt wird, und dass dieser Füllkörper nach dem Erstarren der Kunststoffmasse wieder entfernt wird.
Es ist dabei, vom Ablauf des Formens der Dichtungseinlage her gesehen, weiters vorteilhaft, wenn die zur Bildung der Dichtungseinlage vorgesehene Kunststoffmasse in die Klappe in einer Menge eingefüllt wird, die das Volumen des von der in der Schliesslage beim fertigen Instrument entsprechenden Lage befindlichen Klappe und von dem in der Öffnung befindlichen Füllkörper umgrenzten Raumes übersteigt. Hiebei ist es günstig, wenn die überschüssige Kunststoffmasse durch eine im Füllkörper vorgesehene Abfluss- öffnung abfliessen gelassen wird.
Zum Erzielen eines ringsum gleichmässigen sauberen seitlichen Randes der Dichtungseinlage ist es günstig, wenn die Klappen in einer Lage abgestützt werden, in der in Richtung des
Schliessens der Klappen gesehen, die durch den Klappenrand verlaufende Ebene vor der durch den Öffnungsrand verlaufenden Ebene liegt. Man kann dabei gleich beim Erstarren der Kunststoffmas- se eine ringsum glatte Seitenfläche erhalten, wenn eine in der der Schliesslage beim fertigen
Instrument entsprechenden Lage der Klappe den Öffnungsrand umgebende und an den Klappenrand anschliessende Einfassung, bevor die Klappe in diese Lage geklappt wird, an der Aussenseite des Öffnungsrandes oder an der der Öffnung zugewandten Seite der Klappe angebracht wird und dass diese Einfassung nach dem Erstarren der Kunststoffmasse wieder abgenommen wird.
Eine in ihrer Manipulation einfache Ausführungsform des Verfahrens ergibt sich dabei, wenn rings um die mit der Klappe abzuschliessende Öffnung, unter Freilassung des Randes dieser Öffnung, eine plastische Masse, z. B. Wachs oder Kitt, aufgebracht wird und darauf eine Stützscheibe aufgedrückt wird, welche ihrerseits die Einfassung unterstützt und die Schliesslage der Klappe festlegt. Hiebei ist es weiter günstig, wenn die Stützscheibe und die Einfassung koaxial aufeinanderliegend miteinander verbunden werden, bevor die Klappe in die der Schliesslage beim fertigen Instrument entsprechende Lage geklappt wird.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf Beispiele, welche in den Zeichnungen schematisch dargestellt sind, weiter erläutert. In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 eine Ausführungsform eines unter Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens hergestellten Blasinstrumentes im Schnitt ; Fig. 2 ein erstes Stadium einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens an Hand einer zu Fig. 1 korrespondierenden Ansichts- und Schnittdarstellung eines Blasinstrumentes ; und Fig. 3 in einer zu Fig. 2 korrespondierenden Schnittdarstellung ein zweites Stadium dieses Verfahrens.
In Fig. 1 ist der Bereich einer durch eine Klappe verschliessbaren Öffnung eines Blasinstrumentes im Schnitt dargestellt. Ein solches Blasinstrument kann z. B. eine Querflöte oder ein Saxophon sein. Die am Rohr --2-- des Instrumentes vorgesehene Öffnung --3-- ist von einem Kamin --4--, der an das Rohr --2-- angeformt oder angelötet ist, umgeben. Das Blasinstrument hat mehrere
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Danach wird die Klappe --6-- wieder geöffnet, und es wird entweder in die Klappe --6-oder in den durch den Füllkörper --17-- und die Einfassung --16-- umgebenen Bereich die zur Bildung der Dichtungseinlage vorgesehene Kunststoffmasse --24-- eingebracht und danach die Klappe --6-- wieder geschlossen, wobei der Rand --5-- der mit der Klappe --6-- abzuschliessenden Öffnung --3-- in die Kunststoffmasse --24-- eingedrückt bzw. dieser Rand von der Kunststoffmasse --24-- angeformt wird. Dieses Stadium des Verfahrens ist in Fig. 3 dargestellt.
Es wird danach die Kunststoffmasse zur Bildung der Dichtungseinlage --7-- zum Erstarren gebracht.
Die zur Bildung der Dichtungseinlage --7-- vorgesehene Kunststoffmasse wird vorzugsweise in einer Menge in die betreffende Klappe gefüllt, die das Volumen des von der in der Schliesslage befindlichen Klappe --6-- und von dem in der Öffnung --3-- befindlichen Füllkörper --17-- umgrenzten Raumes übersteigt. So wird auf einfache Weise eine vollständige Füllung dieses Raumes und dabei insbesondere des den Rand Öffnung --3-- umgebenden Bereiches erzielt.
Um dabei Zwängungen, welche die Stützscheibe --15-- oder den Füllkörper --17-- nachteilig verschieben könnten, zu vermeiden, wird vorteilhaft ein mit einer Abflussöffnung --25-- versehener Füllkörper eingesetzt.
Nach dem Erstarren der Kunststoffmasse, welche die Dichtungseinlage bildet, wird die Klappe geöffnet und der Füllkörper --17-- aus der Öffnung --3-- entfernt sowie die Stützscheibe --15-- und die plastische Masse --14-- abgenommen; wurde der Einfassungsring --16-- nur leicht an der Stützscheibe --15-- fixiert, verbleibt er beim Öffnen der Klappe am Rand der Dichtungseinlage --7-- und wird danach vom Rand der Dichtungseinlage abgenommen. Der Einfassungsring --16-- ergibt ohne weitere Nacharbeit einen sauberen Verlauf des Randes der Dichtungseinlage.
Von der Abflussöffnung --25-- her verbleibt nach dem Öffnen der Klappe --6-- ein stiftartiger Ansatz an der Dichtungseinlage --7--, welcher ohne weiteres abgeschnitten werden kann.
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die Klappe --6-- vorschen, wodurch zwischen der Stützscheibe --15-- und dem Rand --22-- der Klappe --6-- ein Ringspalt verbleibt, der ein Austreten des Überschusses der zur Bildung der Dichtungseinlage vorgesehenen Kunststoffmasse erlaubt, ohne dass dafür eine Abflussöffnung im Füllkörper --17-- vorgesehen werden müsste. Es ergibt sich aber in diesem Fall eine unregelmässige Berandung der Dichtungseinlage, welche nach dem Erhärten derselben weggeschnitten bzw. zu einem glatten Randverlauf versäubert werden muss.
Das Erhärten der zur Bildung der Dichtungseinlage --7-- vorgesehenen Kunststoffmasse kann durch eine entsprechende Härtereinstellung bei Umgebungstemperatur vorgenommen werden. Man kann aber auch, um eine längere Stand- bzw. Topfzeit der Kunststoffmasse zu erzielen, die Zusammensetzung dieser Kunststoffmasse so wählen, dass sie erst bei erhöhter Temperatur ein hinreichend schnelles Härtungsverhalten zeigt und den Klappenbereich des Instrumentes nach dem Einbringen der Kunststoffmasse entsprechend erwärmen, was z. B. mittels Heissluft vorgenommen werden kann.
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