AT384480B - Ofen zur verbrennung von tierkoerpern - Google Patents

Ofen zur verbrennung von tierkoerpern

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AT384480B
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Kainzbauer Franz Michael
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G1/00Furnaces for cremation of human or animal carcasses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft einen Ofen zur Verbrennung von Tierkörpern mit einer eine Verschluss- platte aufweisenden wärmeisolierten Feuerkammer mit darin angeordneten Gasbrennerdüsen und einem Abzugsstutzen. 



   Ein   Kremationsofen   dieser Art ist beispielsweise in der   CH-PS   Nr. 81580 beschrieben. Gemäss einer besonderen Ausführungsform des bekannten Ofens sind in den unbeweglichen Querteil der äusseren Ofenwand Brenner für das Gas- und Luftgemisch eingebaut und in der Mitte des Ofens ist eine Muffel angeordnet, deren Hohlraum den Sarg aufnimmt. Die Muffel ist jedoch gegenüber dem zwischen ihr und der Ofenaussenwand vorgesehenen Feuerraum nicht abgeschlossen, so dass auch in die Muffel Verbrennungsgase gelangen. 



   Bei der bisher angewendeten Art der Verbrennung von Tierkörpern werden diese also in einem Ofen mit zumindest zum Teil direkter Gasbefeuerung verbrannt. Begleiterscheinungen dieser
Verbrennungsart sind Rauchentwicklung, die Verbreitung unangenehmer Gerüche und die Bildung lästiger Gase. 



   Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Ofens zur rauch-und geruchlosen Einäscherung von Tierkörpern, insbesondere Heimtieren, z. B. Katzen und Hunden, bei dem die unangenehmen
Begleiterscheinungen der üblichen Verbrennung ausgeschaltet sind. 



   Dieses Ziel wird mit einem Ofen der eingangs genannten Art erreicht, bei dem erfindungsge- mäss in der Feuerkammer im Abstand von deren Wänden eine mit einer Verschlussplatte abschliessba- ren Einäscherungskammer mit Wänden aus wärmehaltendem Material, z. B. Schamotte-Ziegeln, und mit von der Feuerkammer getrennter Luftzuführung und getrenntem Abzug angeordnet ist. 



   Bei dem erfindungsgemässen Ofen wird der Tierkörper durch die aus dem Brenngas herstammen- de Flamme überhaupt nicht berührt, sondern nur mittels glühendheisser Luft von ungefähr   1000 C   verbrannt. In der Feuerkammer verbrennt das zugeführte Heizgas,   z. B.   unter Zuströmen von
Luft, und erhitzt das Ziegelmaterial der abgeschlossenen Einäscherungskammer auf Weissglut. Nach Einführung des Tierkörpers wird die Gaszufuhr gedrosselt oder abgesperrt. Nun wird in der Regel auf   600 C   vorerhitzte Luft in die angeschlossene Kammer geblasen und erhitzt sich sehr stark. Sie strömt auf den Tierkörper und dieser verbrennt bzw. verascht. Die Verbrennung verläuft ohne Bildung von Rauch und üblen Gerüchen, und es bleibt weisse Asche zurück.

   Die Dauer des Verbrennungsvorganges beträgt bei Katzen zirka 20 min und bei mittleren Hunden zirka 35 min. 



   Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist im Boden der Einäscherungskammer ein Laufschienenpaar angeordnet, das sich bis zur Verschlussplatte der Feuerkammer erstreckt und auf dem ein Paar Gleitstücke verschiebbar vorgesehen ist, wobei an den Gleitstücken die Verschlussplatte der Feuerkammer, die Verschlussplatte der Einäscherungskammer und eine weitere, bei eingeschobenen Gleitstücken an der Hinterwand der Einäscherungskammer anliegende und bei herausgezogenen Gleitstücken als Verschluss der Einäscherungskammer dienende Wand, vorzugsweise aus wärmeisolierendem Material befestigt sind. Auf diese Weise ist es möglich, in die auf die notwendige Temperatur aufgeheizte Einäscherungskammer den zu veraschenden Tierkörper ohne Schwierigkeiten einzubringen. 



   Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist zwischen der Verschlussplatte und der Feuerkammer und der Verschlussplatte der Einäscherungskammer eine weitere, heb- und senkbare Abschlussplatte, vorzugsweise aus wärmeisolierendem Material, für die Feuerkammer angeordnet. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, dass beim Aufheizen der Einäscherungskammer eine übermässige Erwärmung der Verschlussplatte der Feuerkammer vermieden ist. 



   Erfindungsgemäss ist im Abzugsstutzen der Einäscherungskammer eine Drossel angeordnet. 



  Durch Drosselung des Abzuges der Einäscherungskammer wird ein vorzeitiges Entweichen von Gasen aus dieser Kammer vermieden. Solche Gase könnten unter Umständen noch mit lästigen Gerüchen behaftet sein. 



   Die durch einen Seilzug heb- und senkbare Abschlussplatte kann erfindungsgemäss in einem Rahmen geführt sein, der bei abgesenkter Abschlussplatte umklappbar ist. Dies hat den Vorteil, dass beim Transport des erfindungsgemässen Ofens dessen Bauhöhe verhältnismässig niedrig bleibt. 



   Im folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen, in der ein Ausführungsbeispiel gezeigt ist, näher erläutert. 



   Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemässen Ofen und Fig. 2 einen Schnitt 

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 nach der Linie II-II in   Fig. 1.   



   Der erfindungsgemässe Ofen besteht aus der   Einäscherungskammer-l--und   der Feueroder   Brennkammer --2--.   Die   Wände --3-- der Feuerkammer --2-- bestehen   aus wärmeisolierendem Material, beispielsweise-von innen nach aussen gesehen-aus Ceraboard-Inorganic-Platten, anschliessend einer Matte aus Cerafiberfasern und zum Abschluss einer Lage aus Mineralwolle. 



  Ceraboard-Inorganic-Platten bestehen aus feuerfesten Fasern unter Zusatz verschiedener organischer und anorganischer Binder für den Mittel- und Hochtemperaturbereich bis zu 1260 C. Die Matte aus Cerafiberfasern enthält nur reine keramische Fasern, die durch ein Spezialverfahren genadelt sind, wodurch eine enge Verbindung der langen Fasern untereinander entsteht. In der ange- 
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 verschliessbar. Diese   Verschlussplatte --4-- ist   auf den Gleitstücken --5-- fix montiert bzw. verstellbar mit den Gleitstücken --5-- verschraubt. Die   Einäscherungskammer-l-ist   durch eine   Verschlussplatte --6-- verschliessbar,   die ebenfalls auf den   Gleitstücken --5-- fix   montiert ist.

   Auf den   Gleitstücken --5-- ist   eine weitere Wand --7-- fix montiert, die mit einer Ausneh-   mung --8-- für   die   Luftdüse --9-- versehen   ist. Zwischen den Verschlussplatten --4 und 6-ist eine weitere   Abschlussplatte --10-- in   einem   Rahmen --11-- durch   einen Seilzug --12-heb- und senkbar geführt. Die   Wände --13-- der Einäscherungskammer --1-- bestehen   aus verklebten Schammotte-Ziegeln ; die Wandstärke beträgt 10 bis 12 cm. Luft, beispielsweise auf   600 C   vorerhitzte Luft, wird durch die   Luftdüse --9-- der Einäscherungskammer --1-- zugeführt,   s. Pfeil 14. Die   Feuerkammer --2-- ist   mit einem Abzugsstutzen --15-- versehen.

   Im Abzugsstutzen --16-- der Einäscherungskammer --1-- ist eine Drossel --17-- vorgesehen. Für die Beheizung der   Feuerkammer --2-- sind Brennereinsätze --18-- mit   einer stufenlosen Druckregulierung und Handgriffen --20-- vorgesehen. Die Zufuhr von Brenngas erfolgt über einen Propan-Hochdruckschlauch-27-- mit Sicherheitsregler, Flaschenanschluss und Schlauchbruchsicherung. Im Boden der   Einäscherungskammer-l-ist   ein Laufschienenpaar --19-- angeordnet. Die Luftzufuhr zu den Brennern erfolgt gemäss den Pfeilen 21. Das   Einäscherungsgut --22-- steht   auf dem Rost --23--, der auf dem   Rollwagen --24-- höhenverstellbar   angeordnet ist. Unter dem Rost --23-- befindet sich die Aschesammelpfanne --25--. 



   Beim Einsatz des erfindungsgemässen, vorzugsweise transportablen Ofens wird zunächst der umklappbare Rahmen --11-- senkrecht gestellt und durch den Seilzug --12-- wird die Abschlussplatte --10-- hochgezogen. Auf die Abzugsstutzen --15 und   16-werden   Abzugsrohre angesetzt. Dadurch wird eine Höhe über Gelände von 3 m erreicht. Durch Ziehen am   Griff --26--   öffnet sich die   Verschluss-oder Frontplatte   Die   Verschlussplatte --4-- ist   durch vestellbare Schraubenkupplungen mit den   Gleitstücken --5-- verbunden.   Die   Gleitstücke --5-- laufen   auf zwei Laufschienen --19-- vor und zurück. Die   Gleitstücke --5-- werden   soweit herausgezogen, bis die Wand --7-- die Einäscherungskammer --1-- an der Vorderseite, abschliesst.

   Je nach Einäscherungsgut wird der Rost --23-- in der Höhe eingestellt. Der Abzugsstutzen --16-- wird mit der Drossel --17-- geschlossen. Der Rost --23-- montiert auf einem höhenverstellbaren Rollwagen --24--, wird bis zum Anschlag auf die   Verschlussplatte --6-- nach   vor gerollt. Nun ist die Einäscherungskammer --1-- leer und durch die nach vorne verschobene Wand-7abgeschlossen. Die   Abschlussplatte --10-- wird   gesenkt und verschliesst die Feuerkammer --2-erneut. Die   Brennereinsätze --18-- werden   nach der Seite bis zum Anschlag herausgezogen. Dazu verwendet man die beiden Griffe --20--. Die Luftzufuhr (Pfeile 21) wird geöffnet. Propangas wird zugeführt und die Zündung kann erfolgen.

   Hand-, Glühstrumpf- und Piezozündung ist möglich. Über eine eingebaute Messeinrichtung wird kontrolliert, ob die Temperatur von zirka 
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    --1-- erreichtRost --23-- gestellt.   Die Lage des Rostes --23-- in bezug auf die Höhe der Einäscherungskammer   --1-   wird kontrolliert. Ist die erforderliche Temperatur erreicht, so wird die Abschlussplatte -   -10-- hochgezogen   und die Gleitstücke --5-- werden zurückgeschoben. Nun befindet sich die 

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 Wand --7-- wieder hinten und die   Verschlussplatte --6-- schliesst   die Einäscherungskammer - ab.

   Die   Feuerkammer --2-- ist   durch die   Verschlussplatte --4-- verschlossen.   Sollte zu viel Temperatur beim Zurückschieben der Gleitstücke --5-- verloren gegangen sein,   z. B.   durch extrem niedrige Aussentemperatur, kann nachgeheizt werden. Normalerweise kann die Propan- 
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    oderrungsgut-22- (Tierkörper   samt Schrein) und bewirkt die Einäscherung. Zurück bleibt weisse Asche in der Aschensammelpfanne --25--. Nach der Einäscherung wird die   Abschlussplatte --10--   hochgezogen und die   Gleitstücke --5-- mit   dem Rollwagen --24-- werden herausgezogen. Nach Entfernung der Asche werden die   Gleitstücke --5-- nur   bis zur Hälfte eingeschoben. Auf diese Weise ist eine rasche Abkühlung gegeben. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Ofen zur Verbrennung von Tierkörpern mit einer eine Verschlussplatte aufweisenden wärmeisolierten Feuerkammer mit darin angeordneten Gasbrennerdüsen und einem Abzugsstutzen, dadurch gekennzeichnet, dass in der Feuerkammer (2) im Abstand von deren Wänden (3) eine mit einer Verschlussplatte (6) abschliessbare Einäscherungskammer   (1)   mit Wänden (13) aus wärmehaltendem Material, z. B. Schamotte-Ziegeln, und mit von der Feuerkammer (2) getrennter Luftzuführung (Luftdüse 9) und getrenntem Abzug (Abzugsstutzen 16) angeordnet ist.

Claims (1)

  1. 2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Boden der Einäscherungskammer (1) ein Laufschienenpaar (19) angeordnet ist, das sich bis zur Verschlussplatte (4) der Feuerkammer (2) erstreckt und auf dem ein Paar Gleitstücke (5) verschiebbar vorgesehen ist, wobei an den Gleitstücken (5) die Verschlussplatte (4) der Feuerkammer (2), die Verschlussplatte (6) der Einäscherungskammer (1) und eine weitere, bei eingeschobenen Gleitstücken (5) an der EMI3.2 dem Material befestigt sind.
    3. Ofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Verschlussplatte (4) der Feuerkammer (2) und der Verschlussplatte (6) der Einäscherungskammer (1) eine weitere, heb- und senkbare Abschlussplatte (10), vorzugsweise aus wärmeisolierendem Material, für die Feuerkammer (2) angeordnet ist.
    4 : Ofen nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Abzugsstutzen (16) der Einäscherungskammer (1) eine Drossel (17) angeordnet ist.
    5. Ofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die durch einen Seilzug (12) hebund senkbare Abschlussplatte (10) in einem Rahmen (11) geführt ist, der bei abgesenkter Abschlussplatte (10) umklappbar ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT396718B (de) * 1990-12-20 1993-11-25 Kainzbauer Franz Michael Transportabler ofen zur verbrennung von tierkörpern

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH81580A (de) * 1918-10-08 1919-11-17 Ludwig Heller Kremationsofen

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AT396718B (de) * 1990-12-20 1993-11-25 Kainzbauer Franz Michael Transportabler ofen zur verbrennung von tierkörpern

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