AT385962B - Einrichtung zum antrieb einer lokomotive - Google Patents

Einrichtung zum antrieb einer lokomotive

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AT385962B
AT385962B AT90286A AT90286A AT385962B AT 385962 B AT385962 B AT 385962B AT 90286 A AT90286 A AT 90286A AT 90286 A AT90286 A AT 90286A AT 385962 B AT385962 B AT 385962B
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AT90286A
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ATA90286A (de
Inventor
Alfred Ing Wittmann
Original Assignee
Jenbacher Werke Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C5/00Locomotives or motor railcars with IC engines or gas turbines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Antrieb einer Lokomotive, mit einer
Verbrennungskraftmaschine, welche durch Erdgas betreibbar ist, welches auf einem eigenen, mit der Lokomotive kuppelbaren Tender mitgeführt und vor der Einführung in die Verbrennungs- kraftmaschine teilweise entspannt wird. 



   Lokomotiven mit Antrieb durch Verbrennungskraftmaschinen haben sich seit langem gut bewährt. In zahlreichen Ländern ergeben sich jedoch wirtschaftliche Schwierigkeiten in Verbindung mit der Notwendigkeit, Erdöl importieren zu müssen, während Erdgas oft im eigenen Land vorhan- den ist oder zumindest wesentlich billiger ist. 



   Gasbetriebene Fahrzeuge sind an sich bekannt. Insbesondere werden Autos mit Propan oder
Butan betrieben, welches im Fahrzeug in flüssiger Form mitgeführt wird. Die Mitführung entspre- chender Mengen von verflüssigtem Erdgas in einem Eisenbahnzug würde ein erhebliches Risiko darstellen, da im Falle eines Lecks das Flüssiggas über den Boden verteilt wird, so dass eine
Entzündung üblicherweise katastrophale Folgen hat. In Form von reinem Propan oder Butan aufbereitetes Gas wäre überdies für den Einsatz bei Schienenfahrzeugen viel zu teuer. 



   Bisher wurde Erdgas zum Antrieb von Lokomotiven nur versuchsweise verwendet. Ein Auf- satz in der Zeitschrift "Schienenfahrzeuge" 6/1986 berichtet von der Umrüstung einer Verschub- lokomotive auf Gasbetrieb mit einem Tender mit einem 40 bar Druckbehälter. Dabei steht der
Verbindungsschlauch zur Lokomotive unter hohem Druck und die Druckreduzierung erfolgt auf der Lokomotive. Der Querschnitt der Verbindungsleitung zwischen Lok und Tender muss so dimen- sioniert sein, dass auch bei fast leeren Behältern ein ausreichender Gastransport erfolgt. Ander- seits muss diese Leitung für den höchsten vorkommenden Druck ausgelegt werden. Dadurch wird diese Leitung schwer und unhandlich beim Kuppeln. 



   Es würde nun nicht genügen, einfach die Entspannungseinrichtung auf den Tender zu verlegen, da die bei der Entspannung auftretende Abkühlung zu einer sofortigen Vereisung der Einrichtung führen würde. 



   Die Erfindung löst die aufgezeigten Probleme dadurch, dass auf dem Tender die Druckreduzierung erfolgt und die Verbindungsleitung zur Lokomotive nur unter niedrigem Druck steht, und dass zur Erwärmung des Gases an der zur Entspannung des Gases dienenden Einrichtung im Motorkühlwasser enthaltene Energie herangezogen wird, wozu der Tender über flexible Leitungen an den Kühlwasserkreislauf der Verbrennungskraftmaschine angeschlossen ist. 



   Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. 



   Die dargestellte Einrichtung besteht aus einer Lokomotive --1--, welche eine Verbrennungs-   kraftmaschine --8-- trägt,   und einen von der Lokomotive gezogenen Tender --2--, welcher unter einem Druck von 200 bis 250 bar einen Erdgasvorrat mitführt. Bevor das Erdgas über eine   Schlauchleitung --3-- der Verbrennungskraftmaschine --8-- zugeführt   wird, erfolgt in einer Entspannungseinrichtung --4-- eine Druckreduzierung auf etwa 3 bis 5 bar. 



   Es ist möglich, die zur Erwärmung des Gases bei der Druckreduzierung benötigte Energie aus dem Motorkühlwasser zu gewinnen, wozu der   Tender --2-- über Kühlwasserschläuche --5--   mit der   Lokomotive-l-verbunden   wird. Dadurch werden Vereisungen an der Reduzierstation vermieden und ein Teil der sonst durch den   Kühler --6-- abzuführenden   Wärmemenge kann nutzbringend verwendet werden. 



   In kalten Gebieten kann ein gasbeheiztes   Vorwärmgerät --7-- mit   einer eigenen Umwälzpumpe zur Kühlwasservorwärmung verwendet werden, um ein sicheres Starten zu ermöglichen. 



   Dabei ist selbst die im anfangs noch kalten Kühlwasser enthaltene Energie zur Entspannung der für das Vorwärmgerät benötigten geringen Gasmenge ausreichend. 



   In Hinblick darauf, dass das Gesamtgewicht von   Lokomotive   --1-- und Tender --2-- relativ hoch ist und die Leistung des eingesetzten Verbrennungsmotors vorzugsweise im Bereich von 1000 bis 3000 PS liegen wird, empfiehlt sich die Anwendung der Erfindung vor allem für Güterzüge, also für die Kombination von realtiv geringer Geschwindigkeit mit hohem Zuggewicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zum Antrieb einer Lokomotive, mit einer Verbrennungskraftmaschine, welche durch Erdgas betreibbar ist, welches auf einem eigenen, mit der Lokomotive kuppelbaren Tender mitgeführt und vor der Einführung in die Verbrennungskraftmaschine teilweise entspannt wird, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Tender (2) die Druckreduzierung erfolgt und die Verbindungsleitung (3) zur Lokomotive (1) nur unter niedrigem Druck steht, und dass zur Erwärmung des Gases an der zur Entspannung des Gases dienenden Einrichtung (4) im Motorkühlwasser enthaltene Energie herangezogen wird, wozu der Tender über flexible Leitungen an den Kühlwasserkreislauf der Verbrennungskraftmaschine (8) angeschlossen ist.
    2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vorwärmung der Verbrennungskraftmaschine (8) und der Einrichtung zur Druckreduzierung (4) ein mit Gas beheiztes, in den Kühlwasserkreislauf eingebundenes Vorwärmgerät (7) mit einer eigenen Umwälzpumpe vorgesehen ist.
AT90286A 1986-04-07 1986-04-07 Einrichtung zum antrieb einer lokomotive AT385962B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2424928C1 (ru) * 2009-11-16 2011-07-27 Общество с ограниченной ответственностью "Научно-исследовательский институт природных газов и газовых технологий - Газпром ВНИИГАЗ" (ООО "Газпром ВНИИГАЗ") Способ блок-модульной транспортировки, экипировки и потребления газа железнодорожными локомотивами
DE102011103396A1 (de) * 2011-06-04 2012-12-06 Nexans Anordnung fur einen Antrieb eines schienengebundenen Fahrzeugs

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH108840A (de) * 1924-03-31 1925-05-01 Sulzer Ag Motorlokomotive.
GB954321A (en) * 1962-01-18 1964-04-02 Rolls Royce Improvements relating to gas driven railway locomotive

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