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Die Erfindung bezieht sich auf einen Schwellenschuh zur elastischen Lagerung von Schwellen, welcher einen einwärts gerichteten Vorsprung an seinem oberen Rand aufweist, welcher die Obersei- te der Schwelle übergreift.
Ein derartiger Schwellenschuh ist beispielsweise der AT-PS Nr. 316607 zu entnehmen. Schwellen können in üblicherweise auf Schotterbetten verlegt werden. In Fällen, bei denen eine besonders niedrige Bauhöhe der Gleisbettung verlangt wird, wie beispielsweise im U-Bahnbau oder in
Tunnels, muss teilweise auf die übliche Schotterbettung von Schwellen verzichtet werden und in solchen Fällen wurde bereits vorgeschlagen, unterhalb von Betonschwellen Gummiplatten bzw.
Gummiummantelungen anzuordnen. Aus der AT-PS Nr. 316607 ist nun ein Schwellenschuh bekanntge- worden, welcher durch entsprechende Profilierung seiner Innenseite eine entsprechend nachgiebige elastische Lagerung von Schwellen ermöglicht.
Der bekannte Schwellenschuh übergreift hiebei mit seinem oberen Rand, welcher einen umlaufenden Vorsprung darstellt die Oberfläche der Schwel- le, wobei diese bekannte Ausbildung des Schwellenschuhes mit einem Vorsprung dazu dienen sollte, das Eindringen von Fremdkörpern während des Einbetonierens oder das Eindringen von Bremsstaub während des Betriebes in den Bereich zwischen Schwellenschuh und Schwelle zu verhindern.
Ein derartiges Eindringen von Staub könnte zur Auffüllung der Rillen bzw. der Profilierung an der Innenseite des Schwellenschuhes führen, wodurch die elastische Lagerung beeinträchtigt würde. Bei der Verwendung von Kunststoffschwellen besteht darüber hinaus der Nachteil, dass gegebenenfalls in den Schwellenschuh eindringender Staub zu einem entsprechend rascheren
Verschleiss der Schwellen selbst führt.
Bei elastischer Lagerung finden nun bei Befahren der Strecke vertikale Bewegungen der
Schwellen statt. Die bekannten Schwellenschuhe stellen nun bei derartiger vertikaler Belastung die Dichtung im belasteten Zustand keinesfalls sicher und gerade bei der Verwendung von Kunst- stoffschwellen besteht die erhöhte Gefahr eines vorzeitigen Verschleisses der Schwellen. Die Erfin- dung zielt nun darauf ab, einen Schwellenschuh der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher auch im Belastungsfall und bei Durchbiegung der Schwelle ein Abrieb, insbesondere zwischen den vertikalen Schwellenschuhteilen und den Schwellenteilen mit Sicherheit verhindert wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die erfindungsgemässen Ausbildung des Schwellenschuhes im wesentlichen darin, dass der einwärts gerichtete Vorsprung eine elastisch verformbare Dichtlippe aufweist, welche die Schwelle in unbelastetem Zustand unter elastischer Vorspannung übergreift. Eine derartige elastisch verformbare Dichtlippe muss hiebei mindestens über den im Belastungsfall auftretenden Hub der Schwelle eine sichere Dichtung gewährleisten und aus diesem Grunde ist in vorteilhafterweise die Ausbildung so getroffen, dass die elastisch verformbare Dichtlippe einen abgewinkelten abwärts in das Innere des Schwellenschuhes gerichteten Endbereich aufweist, welcher in unbelastetem Zustand in einem Abstand unterhalb der Innenfläche des nach aussen anschliessenden Randes des Schuhes endet,
welcher grösser ist als der maximale Hub einer in dem Schwellenschuh angeordneten Schwelle unter Belastung. Die Dichtlippe kann hiebei auf den einwärts gerichteten Vorsprung des Schwellenschuhes aufgeklebt sein oder einstückig mit dem einwärts gerichteten Vorsprung des Schwellenschuhes ausgebildet sein.
Eine besonders gute Dichtwirkung ergibt sich, wenn die Ausbildung so getroffen ist, dass der abgewinkelte Endbereich im Querschnitt spitzwinkelig nach aussen zuläuft, wodurch eine hinreichende Nachgiebigkeit der Dichtlippe und eine exakte Anpassung an Unregelmässigkeiten der Oberfläche der Schwelle gewährleistet ist. Die Abwinkelbarkeit der Dichtlippe und die elastische Verformbarkeit derselben kann hiebei dadurch sichergestellt sein, dass der abgewinkelte Endbereich über eine zur Aussenkante parallele Rille (n) oder Nut (en) in den anschliessenden, den Rand des Schwellenschuhes übergreifenden Teil übergeht.
Derartige Rillen oder Nuten stellen Sollbiegestellen dar und ermöglichen bei entsprechender elastischer Vorspannung ein sicheres Anpressen der Dichtlippe an die Oberfläche der Schwelle, wobei die spitzwinkelig zulaufenden Enden dieser Dichtlippe lediglich die Unregelmässigkeiten der Oberfläche der Schwelle ausgleichen müssen. Insbesondere bei Anordnung derartiger Rillen oder Nuten als Sollbiegestellen kann mit Vorteil die Dichtlippe einstückig mit dem die Schwelle übergreifenden Rand des Schwellenschuhes ausgebildet sein.
Mit Rücksicht auf die üblicherweise im Bereich von etwa 2 mm bei Nennbelastung liegende
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Verformung bzw. vertikalen Bewegung der Schwelle soll die Dichtlippe im Ruhezustand um wenig- stens 3 mm abwärts und einwärts in den Schwellenschuh ragen. Als Material für die Dichtlippe kommen elastomere Kunststoffe oder Gummi in Frage, wobei das gleiche Material wie für die
Herstellung des Schwellenschuhes gewählt werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungs- beispielen näher erläutert. Es zeigen Fig. l einen Querschnitt durch eine Schwelle mit einem
Schwellenschuh und Fig. 2 ein Detail einer Dichtlippe entsprechend der Erfindung.
In Fig. l ist eine Schwelle --1-- vorgesehen, welche von einem Schwellenschuh --2-- umgriffen wird. Die die Oberseite --3-- der Schwelle übergreifenden einwärtsspringenden Vorsprün- ge --4-- des Schwellenschuhes --2-- sind in der Regel für sich genommen nicht in der Lage, bei Kompression der Rippen --5-- an der Innenseite des Schwellenschuhes der Oberfläche --3-- der Schwellen --1-- zu folgen, so dass bei derartigen Kompressionen Staub in den Schwellenschuh eindringen kann. Mit den einwärtsspringenden Vorsprüngen --4-- des Schwellenschuhes sind daher Dichtlippen --6- verbunden, welche die einwärtsspringenden Vorsprünge --4-- des Schwellenschuhes übergreifen und unter elastischer Vorspannung an der Oberseite --3-- der Schwellen anliegen.
Bei der Ausbildung nach Fig. 2 ist eine Dichtlippe --7-- spitzwinkelig ausgebildet und über Rillen-8 bzw. 9-- unmittelbar mit dem Grundmaterial des Vorsprunges --4-- des Schwellen- schuhes verbunden. Die Rillen--8 und 9--stellten hiebei Sollbiegestellen dar, wobei das Aus- mass a, über welches der Dichtlippenvorsprung --7-- in unbelastetem Zustand nach unten vorragt, grösser ist als der maximale Weg in vertikaler Richtung, den die Schwelle --1-- bei Belastung im Fahrbetrieb zurücklegt. Durch eine derartige Dichtlippe wird somit auch im Belastungsfall eine sichere Dichtung gewährleistet und das Eindringen von Staub in das Innere des Schwellen- schuhes --2-- verhindert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schwellenschuh zur elastischen Lagerung von Schwellen, welcher einen einwärts gerichteten
Vorsprung an seinem oberen Rand aufweist, welcher die Oberseite der Schwelle übergreift, dadurch gekennzeichnet, dass der einwärts gerichtete Vorsprung eine elastisch verformbare Dichtlippe aufweist, welche die Schwelle in unbelastetem Zustand unter elastischer Vorspannung übergreift.