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Die Erfindung bezieht sich auf einen Skischuh gemäss dem Oberbegriff des Anspru- ches 1.
Ein derartiger Skischuh ist bereits in der EP-A1 95400 beschrieben. Bei diesem Skischuh ist der die Einhakleiste tragende Bereich des Skischuhs starr ausgebildet. Um eine Schwenkbewe- gung des Skischuhs gegenüber der Skioberseite zu ermöglichen, muss daher der Aufnahmeteil der Skibindung gegenüber einem Lagerbock schwenkbar gelagert sein, was die Herstellung der
Skibindung kompliziert und teuer macht.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, diese Nachteile der bekannten Ausführung zu beseiti- gen und einen Skischuh zu schaffen, der ein Verschwenken der Sohlenverlängerung gegenüber der restlichen Schuhsohle zulässt.
Ausgehend von einem Skischuh gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1 wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils dieses Anspruches gelöst. Dabei machen die beiden
Stege eine derartige Verformung der Verlängerung möglich, dass die Abbiegung der Verlängerung während eines Langlaufschrittes nicht beeinträchtigt wird.
An sich ist der Gedanke, die Verlängerung eines für den Langlauf bestimmten Skischuhs biegsam auszubilden, bereits bekannt, wie die DE-OS 2633373 zeigt. Doch ist eine derartige Verlängerung nicht in der Lage, eine Einhakleiste während des Einsteigvorganges in einer Vertikalebene zu halten. Vielmehr wird bei einem unachtsamen Aufsetzen der Einhakleiste ein Verbiegen der Verlängerung stattfinden, welches das Einschieben der Einhakleiste in die nach innen vorragenden Führungsleisten der Skibindung unmöglich macht.
Durch die Massnahme des Anspruches 2 wird die Richtung der Verformung bei einem Langlaufschritt vorgegeben.
Schliesslich wird durch den Gegenstand des Anspruches 3 die Herstellung des Skischuhs vereinfacht.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines erfindungsgemässen Skischuhs im Längsmittelschnitt dargestellt.
Mit der Ziffer-l-ist ein Ski bezeichnet, an dem ein Skischuh --2-- schwenkbar gelagert werden soll. Der Skischuh --2-- besitzt eine Sohle --2a-- und eine Spitze --2b--. Mit der Ziffer --3-- ist ein Einhakelement bezeichnet, das in Seitenansicht etwa 0-förmig ist. Die Einhak- leiste --3a-- dieses Einhakelementes --3-- verläuft in der Normalstellung zumindest angenähert senkrecht zur Oberseite des Ski --1--. Der untere Steg --3b-- des Einhakelementes --3-- besteht aus elastischem Material, wie Gummi, Kunststoff od. dgl., und ist mit der Schuhsohle --2a-verbunden. Weiters ist das Einhakelement --3-- durch einen oberen Steg --3d--, der ebenfalls aus elastischem Material besteht, an die Schuhspitze --2b-- angeschlossen.
Die Skibindung selbst besteht aus zwei Teilen, nämlich aus einem Lagerbock --4-- mit einem Aufnahmeteil für das Einhakelement --3-- und aus einem Verriegelungselement --5--. Der Lagerbock --4-- ist mittels nicht dargestellter Schrauben an der Oberseite des Ski-l-- angeschraubt und in Draufsicht etwa gabelförmig ausgebildet. In einer Bohrung des Lagerbokkes --4-- ist eine Druckfeder --6-- verankert, deren anderes Ende am einen Schenkel --5a-- des Verriegelungselementes --5-- anliegt. Letzteres ist auf einer Achse --7-- im Lagerbock - schwenkbar gelagert. Der Aufnahmeteil des Lagerbockes --4-- besitzt zwei Seitenwände --4c--, welche an ihren Innenseiten Führungsleisten-4d , 4d -für die Einhakleiste --3a-- tragen.
Beim dargetellten Ausführungsbeispiel ist das Verriegelungselement --5-- als dreiarmiger Hebel ausgebildet, von dem der eine Schenkel --5a--, wie bereits dargelegt wurde, zum Angriff der Druckfeder --6-- bzw. zum Lösen der Skibindung dient und eine Mulde --5e-- aufweist, die zum Einsetzen der Spitze eines Skistockes bestimmt ist. Der zweite Schenkel --5b-- trägt die Rastnase --5c--, und der dritte Schenkel --5g-- ist als Sporn ausgebildet, welcher die Schuhsohle --2a-- untergreift.
In der Gleitstellung nimmt der Skischuh --2-- die in der Zeichnung dargestellte Lage ein.
Wird nun vom Skiläufer ein Langlaufschritt durchgeführt, so wird die Schuhspitze --2b-und mit ihr der Ski schuh --2-- entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Die Einhakleiste --3a--
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wird durch die Führungsleisten--4d., 4d --des Aufnahmeteils im Lagerbock --4-- mit Hilfe der Rastnase --5c-- des Verriegelungselementes festgehalten. Die beiden Stege --3b und 3d-- des Einhakelementes --3-- werden durch das Schwenken des Fusses entgegen dem Uhrzeigersinn elastisch verformt. Das Verschwenken des Schuhs --2-- kann bis zur Anlage der Schuhspit- ze--2b--an den hinteren Führungsleisten --4d2 -- erfolgen. Nach Beendigung des Langlaufschrit- tes kehrt der Skischuh --2-- wieder in die dargestellte Lage zurück.
Soll zum Entfernen des eingesetzten Skischuhes --2-- die Skibindung geöffnet werden, so wird die Spitze eines Skistockes in die Mulde --5e-- des Verriegelungselementes --5-- einge- setzt, so dass das Verriegelungselement entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Dabei wird die Druckfeder --6-- etwas zusammengedrückt, und die Rastnase --5c-- wird aus der
Ausnehmung der Einhakleiste --3a-- herausgezogen. Der Skischuh --2-- kann nun zusammen mit dem Einhakelement --3-- nach oben vom Lagerbock --4-- entfernt werden. Da beim Verschwen- ken des Verriegelungselementes --5-- auch der Sporn --5g-- nach oben verschwenkt wird, ist der Aussteigvorgang verhältnismässig einfach.
Beim Einstieg mit dem Skischuh --2-- wird die Einhakleiste --3a-- in vertikaler Richtung zwischen die Führungsleisten --4dl'4d2 -- des Verriegelungselementes --5-- eingeführt. Gleichzeitig wird mit der Spitze des Skistockes das Verriegelungselement --5-- entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Sobald der Steg --3b-- des Einhakelementes --3-- auf dem Sporn--5g--zur Auflage gekommen ist, wird das Verriegelungselement --5-- im Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei die Nase --5c-- in der Ausnehmung der Einhakleiste --3a-- einrastet.
Die Erfindung ist keineswegs an das in der Zeichnung dargestellte und im vorstehenden beschriebene Ausführungsbeispiel gebunden. Vielmehr sind verschiedene Abänderungen desselben möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise muss das Einhakelement des Skischuhs keineswegs 0-förmig ausgebildet sein. Vielmehr ist seine Ausbildung als-in Seitenansicht gesehen-rechteckiger Rahmen durchaus möglich.
Der erfindungsgemässe Skischuh kann nicht nur beim Langlauf, sondern auch beim sogenannten Tourengehen Verwendung finden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Skischuh, insbesondere für den Langlauf, bestehend aus einem im Spitzenbereich des Skischuhs angeordneten Einhakelement, welches eine in der Gleitstellung zumindest angenähert senkrecht auf die Oberseite des Skis verlaufende, mit seitlich über die Befestigungsstelle am Skischuh vorstehenden Enden versehene Einhakleiste aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einhakleiste (3a) an ihrem unteren und an ihrem oberen Bereich mittels zweier Stege (3b, 3d) aus elastischem Material, wie Gummi, Kunststoff od. dgl., mit dem Schuhspitzenbereich (2b) verbunden ist.