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Die Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung mit an einem Verbindungsteil angeordneten
Klemmteilen zur Sicherung der Verbindung eines Schlauches, z. B. Katheter oder Infusionsleitung mit einem Kupplungsteil.
Bisher war es üblich, beispielsweise bei Blasenkathetern, die Kupplungsteile, die je nach
Hersteller verschieden hart bzw. weich sind, aber auch verschiedene Wandstärken aufweisen, über den andern Kupplungsteil, der mit dem Schlauch des Auffangbehälters verbunden ist, darüber- zuschieben. Dazu sind die beiden Kupplungsteile als Innenkonus und Aussenkonus gebildet, wobei der innere Kupplungsteil in kleine Stufen unterteilt sein kann. Die Befestigung und Dichtung der Schlauchverbindung erfolgt dann infolge der Elastizität des überzuschiebenden trichterförmi- gen Schlauchteiles.
Dazu ist jedoch ein relativ grosser Kraftaufwand erforderlich, der sich vor allem bei Trennung der beiden Kupplungsteile unangenehm, ja sogar schmerzhaft für den Patienten bemerkbar machen kann, da eine Dehnung des weichen Teiles erfolgt, bis dieser dann nachgibt und zurückschnellt, was meist mit einem plötzlichen Ruck verbunden ist. Da nun bei Dauerkathetern zumindest jeden Tag ein Wechsel des Auffangbehälters erfolgen soll, ergibt sich daraus eine recht unangenehme Belastung für den Patienten, aber auch für das Pflegepersonal, wobei auch das Kunststoffmaterial einer Abnutzung ausgesetzt ist. Vor allem bei alten Menschen, die einen Wechsel des Auffangbehälters selbst durchführen, ist dies nicht leicht und ohne Komplikationen zu bewerkstelligen, wobei es auch fraglich ist, ob sie immer die dazu nötige Kraft aufbringen.
Ausserdem muss der Träger eines Dauerkatheters andauernd befürchten, dass sich die Katheterteile voneinander lösen könnten. Dies ist vor allem, wenn man Besuche durchführt oder sich sonstwie in der Öffentlichkeit bewegt, mit einer grossen psychischen Belastung verbunden, da man fürchten muss, dass einem diese unzumutbare Unannehmlichkeit passiert.
Die FR-PS Nr. 2. 469. 642 zeigt einen einstückigen Drahtbügel mit klemmartig geformten Teilen, die auf die Kupplung aufgeschoben werden und sich am Kupplungsende in axialer Richtung abstützen, wobei in keiner Weise eine Abdichtung durch eine Einschnürung erfolgt, sondern nur die Bewegung in axialer Richtung fixiert wird.
Die US-PS Nr. 4,068, 870 offenbart eine Schlauchverbindung, die als Kupplungsstück, auf die der Schlauch aufgeschoben wird, ausgebildet ist. Dieser Kupplungsteil trägt einen schwenkbaren Verbindungsteil, der in eine nutartige Ausnehmung eines zweiten Kupplungsstückes eingreift.
Als Dichtung ist ein eigener O-Ring vorgesehen. Bei dieser Kupplung erfolgt ebenfalls keine Einschnürung zumindest eines Schlauchteiles.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Klemmvorrichtung zu schaffen, die für jede Art von Schlauchkupplungen im medizinischen Bereich tauglich ist, im nachhinein anbringbar oder gleich bei der Herstellung mit integrierter und bei voller Gewährleistung der Betriebsfunktion des jeweiligen Gerätes ohne Beeinträchtigung des Menschen oder Materials willentlich ohne Kraftanstrengung leicht lösbar und schliessbar ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass an einem Ende des Verbindungsteiles der einstückig ausgeführten Klemmvorrichtung ein Klemmteil als Abstützung auf den Kupplungsteil aufsteckbar bzw. in den Kupplungsteil einsteckbar ausgebildet ist, wobei ein zweiter an der dem Schlauch zugekehrten Seite ringförmig ausgebildeter Klemmteil dem ersten Klemmteil am Verbindungsteil gegenüberliegend angeordnet ist und den auf den Kupplungsteil aufgeschobenen Schlauchbereich im Verbindungsbereich zumindest zu 2/3 bis 3/4 seines Umfanges einschnürend umgreift, so dass der mit dem Kupplungsteil verbundene Schlauch dichtend und leicht lösbar in seiner Relativlage fixiert werden kann.
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einer Seite hin offen sind und dass die Öffnung V-förmig bzw. U-förmig ist ; ein Klemmteil ist erfindungsgemäss elastisch und der andere Klemmteil ist starr ausgebildet.
Die Klemmteile sind erfindungsgemäss wie an sich bekannt über den Verbindungsteil beweglich miteinander verbunden.
Erfindungsgemäss ist es auch möglich, dass die Klemmteile wie an sich bekannt, über den Verbindungsteil starr miteinander verbunden sind, dass die Klemmteile wie an sich bekannt, durch einen schwenkbaren Verbindungsteil miteinander verbunden sind, dass der Verbindungsteil austauschbar ist und dass ein Klemmteil mit dem Verbindungsteil wie an sich bekannt fest verbunden ist, und dass der Verbindungsteil im andern Klemmteil schwenkbar gelagert ist. Weiters
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ist erfindungsgemäss ein Klemmteil auf dem Verbindungsteil verschiebbar angeordnet ; der Verbindungsteil zwischen den Klemmteilen ist elastisch und die Öffnungen der Klemmteile sind schliessbar.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen an Hand einiger Ausführungsbeispiele näher veranschaulicht. Es zeigen die Fig. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung im abgenommenen Zustand mit den beiden Schlauchenden als unabhängige Teile des Katheters, Fig. 2 den montierten Zustand der Vorrichtung gemäss Fig. 1 in Seitenansicht und Fig. 3 eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung. Die Fig. 4 zeigt eine andere Variante des Erfindungsgegenstandes in der Perspektive, Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung mit elastischen Bändern und Ringverschluss und Fig. 6 die erfindungsgemässe Vorrichtung, integriert in einen Kupplungsteil, Fig. 7 den andern Kupplungsteil mit einer ebenfalls daran für die Dauer befestigten Klemmvorrichtung. Fig. 8 zeigt eine einstückige Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung mit nur einer Ringklemme.
Die erfindungsgemässe Klemmvorrichtung --1-- (Fig. 1, 2 und 3) besteht aus einer Ringplatte --4-- und einem in dieser gelagerten, schwenkbaren Bügel --5-- aus Stahldraht als Verbindungsteil, der auf der von der Ringplatte --4-- abgewendeten Seite in die elastische Ringklemme --6-- übergeht, die mit den Verbindungsteilen --5-- einen Winkel von etwa 90 einschliesst.
Die Ringplatte --4-- wird über den aus hartem Kunststoff bestehenden Kupplungsteil --2-- des Katheters --3-- geschoben, wobei der dafür bestimmte Ausschnitt U-förmig, aber auch ringförmig und mit einem nach aussen weisenden V-förmigen Ausschnitt versehen sein kann.
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--4-- stütztteiles --3-- bis zum Anschlag am Bund des Kupplungsteiles --2--, wozu kein grosser Kraftaufwand mehr notwendig ist, da der weiche Teil nicht mehr durch seine Eigenelastizität dichten muss, wird der Stahldrahtbügel --5-- mit der Ringklemme --6-- umgeklappt und über die Schlauchverbindung bis zum Einschnappen darübergedrückt. Dazu ist nur relativ geringer Druck mit einem Finger erforderlich.
Ebenso erfordert das Abnehmen der Klemmvorrichtung --1-- und Trennen der Schlauchverbindung nur noch eine Hand, und es können weder eine starke Dehnung des Schlauchmaterials, noch ein schmerzhafter Ruck auftreten.
Die um das konische Anschlussstück gelegte Ringklemme --6-- schnürt das weiche Kunststoffmaterial zumindest teilweise ein, wobei auch noch, wie in andern Ausführungsformen dargestellt, ein beispielsweise elastischer Verschluss der Ringklemme --6-- vorgesehen sein kann. Durch das Anpressen des einen Schlauchendes --13-- an den inneren Kupplungsteil --2-- erfolgt eine dichte und in ihrer Lage fixierte Verbindung des Schlauches --3-- und des Kupplungsteiles - -2--, die auch leicht trennbar bleibt.
Eine weitere Möglichkeit, die erfindungsgemässe Vorrichtung an verschiedene Katheteranschlüsse anzupassen, besteht gemäss Fig. 3 darin, dass der Verbindungsteil --5-- austauschbar ist und so verschiedenen Kupplungsteilen --2-- in Länge, Durchmesser, Materialstärke und Härte anpassbar ist. Gleiches gilt für die in Fig. 4 gezeigte Variante des Erfindungsgegenstandes.
Bei dieser sind Verbindungsteil --7-- und Ringklemme --9-- derart ausgebildet, dass bereits von Anfang an verschiedene Kupplungslängen und Durchmesser Berücksichtigung finden, da die Ringklemme --9-- durch Führungsösen --8-- auf dem in der Ringplatte --4-- schwenkbar befestigten als Bügel --7-- ausgebildeten Verbindungsteil verschiebbar gehalten ist.
Eine weitere ebenfalls variable Form des Erfindungsgegenstandes ist in Fig. 5 gezeigt.
Bei dieser sind zwei Klemmringe --10 und 11-- durch ein beispielsweise elastisches Band --13-als Verbindungsteil und dessen posen-14, 15-, die die Klemmringe --10 und 11-- umschliessen, verbunden. Es kann bei dieser Ausführungsform ein zusätzliches Band --12-- als weiterer Ver-
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an den Kupplungsteil --2-- durch verschieden grosse Dehnung der Bänder --12, 13--, wodurch bei einem abgestuften Kupplungsteil --2-- der für die Klemmvorrichtung --1-- entsprechende Durchmesser gewählt werden kann.
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Bei diesen Klemmvorrichtungen-l-muss der Kupplungsteil --2-- nicht aus konisch ineinandergreifenden Teilen bestehen. Sie kann ebenso aus zwei zylindrischen Teilen, die bajonettverschlussartig verbunden werden, gefertigt sein, wobei die erfindungsgemässe Klemmvorrichtung - dann als Verdrehsicherung gebraucht werden kann. Auch können die Klemmringöffnungen in voneinander verschiedene Richtungen weisen.
Weiters kann die erfindungsgemässe Klemmvorrichtung --1-- auch direkt in einem der Kupplungsteile integriert sein, wie Fig. 6 zeigt, wobei es am besten ist, jenen zu wählen, der weniger
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diese Bohrung --31-- als Durchgangsbohrung ebenso wie als Sackbohrung ausgebildet sein kann und der Verbindungsteil --29-- ebenso wie bei den vorhergehenden Ausführungsvarianten der
Erfindung austauschbar sein kann.
Weiters ist es möglich, anstatt eines starren Verbindungsteiles --29-- mit Ringklemme - elastische Bänder an einer den Kupplungsring durchsetzenden Welle anzuordnen, an deren Enden sich die Ringklemme --30-- befindet. Statt der Welle können aber auch zwei Zapfen vorgesehen sein, in die die Vorrichtung einhängbar ist, wobei die Zapfen an ihren Enden kugel- förmig angestaucht sein können und so einen besseren Halt in dem jeweiligen Kupplungsteil - bzw. in einer eigenen Lagerplatte gewährleisten.
Die Variante mit der am weichen Kunststoffteil befestigten Klemmvorrichtung besitzt, wie
Fig. 7 zeigt, einen Anpressring --33-- in geschlossener konischer Form, der nach Ineinanderfügen der Kupplungsteile --2 und 3-- und Verankerung der Ringklemme --35-- hinter dem andern
Kupplungsteil --2-- den weichen Kunststoffmantel an den Innenkonus anpresst, wobei der als Bügel --34-- ausgebildete Verbindungsteil aus starrem oder dehnbarem Material ausgebildet sein kann.
Eine weitere Erfindungsvariante gemäss der Fig. 8 besteht darin, dass nur eine Ringklemme - -41--, die einstückig mit einem Verbindungsteil --40-- verbunden ist und mit diesem einen Winkel von beispielsweise 900 einschliesst, vorgesehen ist und dass die Verbindungsteilenden - -38, 39-- in den Kupplungsteil --2-- in parallel zu einer ihrer Symmetrieachsen vorgesehene Bohrungen-36, 37- eingesteckt werden.
Wenn der als Bügel --40-- ausgebildete Verbindungsteil mit der Ringklemme --41-- aus einem sehr elastischen Material gefertigt ist, so braucht er beim Lösen der Kupplung nicht zur Gänze aus den Bohrungen im Kupplungsteil --2-- herausgezogen zu werden, sondern es genügt, wenn der Klemmring --41-- so weit angehoben wird, dass er den Schlauchteil --3-- freigibt, worauf er leicht abziehbar ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Klemmvorrichtung mit an einem Verbindungsteil angeordneten Klemmteilen zur Sicherung der Verbindung eines Schlauches, z. B. Katheter oder Infusionsleitung, mit einem Kupplungsteil, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Ende des Verbindungsteiles (5, 7, 13, 29, 34, 40) der einstückig ausgeführten Klemmvorrichtung (1) ein Klemmteil (4, 10, 32, 35, 38, 39) als Abstützung auf den Kupplungsteil (2) aufsteckbar bzw.
in den Kupplungsteil (2) einsteckbar ausgebildet ist, wobei ein zweiter an der dem Schlauch (3) zugekehrten Seite ringförmig ausgebildeter Klemmteil (6, 9, 11, 30, 33, 41) dem ersten Klemmteil (4, 10, 32, 35, 38, 39) am Verbindungsteil (5, 7, 13, 29, 34, 40) gegenüberliegend angeordnet ist und den auf den Kupplungsteil (2) aufgeschobenen Schlauchbereich im Verbindungbereich zumindest zu 2/3 bis 3/4 seines Umfanges einschnürend umgreift, so dass der mit dem Kupplungsteil (2) verbundene Schlauch (3) dichtend und leicht lösbar in seiner Relativlage fixiert werden kann.