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werden. Die im Ablaufbereich von den Bürstenborsten erfassten Faserenden werden mit den Bürsten- borsten vom Faserverband weggezogen und entsprechend aufgestellt, u. zw. im Sinne einer vor- teilhaften Erfassung durch das nachgeordnete Falschdraht-Drallorgan für die Umwindung der ab- stehenden Faserenden. Damit kann der Aufrauhvorgang auf das für das Umwinden der Faserlunte mit den beim Aufrauhen aus dem Faserverband herausgezogenen Faserenden erforderliche Aufrauh- mass abgestellt werden, was gleichmässige Garne hoher Qualität gewährleistet.
Weist die Bürste eine im Querschnitt V-förmige Umfangsnut auf, durch die die aufzurauhende
Faserlunte geführt wird, so wird ein grösserer Umfangsbereich von den Bürstenborsten erfasst und die Aufrauhung erleichtert. Die Wirkung der Bürstenabdeckung im Bereich der zulaufenden Bürsten- borsten bleibt von der Profilierung der Bürste selbstverständlich unberührt.
Eine besonders vorteilhafte Konstruktion wird in weiterer Ausbildung der Erfindung erreicht, wenn der Abstand der Bürstenabdeckung von der Drehachse der Bürste zumindest im Bereich des
Ablaufendes der Bürstenabdeckung kleiner als der Bürstenradius ist. Mit dieser Massnahme wird nämlich ein elastisches Umbiegen der Bürstenborsten an der Bürstenabdeckung erzielt, so dass die Bürstenborsten am Ablaufende der Bürstenabdeckung in Drehrichtung der Bürste vorschnellen und die Faserenden an der Luntenoberfläche sicher vom Faserverband ablösen. Die Verringerung des Abstandes der Bürstenabdeckung von der Drehachse der Bürste stellt ausserdem sicher, dass die Bürstenborsten im Ablaufbereich trotz der Bürstenabdeckung im Zulaufbereich in einem aus- reichenden Mass an der Faserlunte angreifen können.
Damit ein vergleichsweise grosser Umfangsbereich der Faserlunte zur Aufrauhung von der
Bürste erfasst werden kann, soll der Öffnungswinkel der im Querschnitt V-förmigen Umfangsnut der Bürste höchstens 30 , vorzugsweise 200, betragen. Wird der Öffnungswinkel grösser, so bleibt der erfasste Umfangsbereich naturgemäss klein, zumal bedacht werden muss, dass die Bürstenborsten auch bei einer zylindrischen Bürste auf Grund ihrer Elastizität einen gewissen Umfangsbereich bestreichen.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. l eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Herstellen eines Garnes in einer schematischen Seiten- ansicht, Fig. 2 diese Vorrichtung in einer Draufsicht, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 111-111 der Fig. 1, Fig. 4 einen Axialschnitt durch die Bürste im Umfangsbereich in einem grösseren Mass- stab und Fig. 5 die Bürste in einem Schnitt senkrecht zu ihrer Drehachse ebenfalls in einem grösseren Massstab.
Die dargestellte Vorrichtung zum Herstellen eines Garnes besteht im wesentlichen aus einem Streckwerk --1--, einer Eindreheinrichtung --2-- für die verstreckte Faserlunte --3--, einer Aufrauheinrichtung --4-- zum Herausziehen von Faserenden aus dem Faserverband und aus einem
Falschdraht-Drallorgan --5-- zwischen der Aufrauheinrichtung --4-- und einem Walzenabzug --6--.
Die Eindreheinrichtung --2-- weist dabei zwei gleichsinnig rotierende Saugtrommeln-2a-mit Saugeinsätzen --7-- auf, so dass im Zwickelbereich zwischen den Saugtrommeln-2a-Saugzonen gebildet werden, die die Faserlunte in den Zwickelbereich hineinziehen und gleichzeitig an beide Trommeloberflächen zur Drehungsmitnahme andrücken. Um einerseits ein grosses Eindrehmoment sicherstellen und anderseits die nachfolgende Aufrauhung unterstützen zu können, sind die Oberflächen der Saugtrommein --2a-- rauh ausgebildet. Die Rauhigkeit der Oberflächen der Saugtrom- mein --2a-- darf aber nicht zu einem Auflösen des Faserverbandes führen. Die Trommeloberflächen sind daher mit einer Feingestalt versehen, die einen Formschluss mit den einzelnen Luntenfasern verhindert.
Zum Aufrauhen der eingedrehten Faserlunte besteht die Aufrauheinrichtung --4-- aus einer rotierenden Bürste --8--, deren Borsten auf Grund ihrer Relativbewegung gegenüber der Faserlunte --3-- die an deren Oberfläche befindlichen Faserenden erfassen und aufstellen, Die aufgestellten, von der Faserlunte abstehenden Faserenden werden anschliessend gegensinnig zur Eindrehung der Faserlunte --3-- im Falschdraht-Drallorgan --5-- um die Faserlunte --3-- gewunden.
Damit die von den Bürstenborsten erfassten Faserenden im Sinne eines vorteilhaften Umwindens aus dem Faserverband herausgezogen und aufgestellt werden können, ist durch eine Bürstenabdeckung --9-- im Bereich der zulaufenden Bürstenborsten der Angriff der Bürstenborsten an der Faserlunte verhindert. Die Bürstenborsten können folglich erst im Anschluss an das Ablaufen-
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de --10-- der Bürstenabdeckung --9--, also im Ablaufbereich wirksam werden, in dem die Faserenden durch die Bürstenborsten eine axiale Bewegungskomponente und eine von der Faserlunte weggerichtete radiale Bewegungskomponente bezüglich der Faserlunte --3-- erhalten, wie dies in Fig. 5 deutlich erkennbar ist.
Ist dabei der Abstand der Bürstenabdeckung --9-- von der Dreh- achse der Bürste --8-- zumindest im Bereich des Ablaufendes --10-- kleiner als der Bürstenradius, so werden die Bürstenborsten an der Bürstenabdeckung --9-- umgebogen und schnellen auf Grund ihres elastischen Verhaltens vom Ablaufende --10-- in Bürstendrehrichtung nach vorne, wobei die Faserenden der Faserlunte --3-- an der Oberfläche erfasst und aufgestellt werden. Wie Fig. 5 zeigt, ist die Laufrichtung der Faserlunte --3-- in Übereinstimmung mit der Bewegungsrichtung der Bürstenborsten im Eingriffsbereich, so dass die von den Bürstenborsten aufgestellten Faserenden nicht durch die Bürstenabdeckung --9-- behindert werden, wie dies der Fall bei entgegengesetzter Laufrichtung wäre.
Gemäss Fig. 4 weist die Bürste --8--, deren Borsten durch seitliche Stirnplatten --11-gegen axiales Ausweichen zusammengehalten werden, eine im Querschnitt V-förmige Umfangsnut --12-- auf, in der die Faserlunte --3-- geführt ist. Die Bürstenborsten greifen daher über einen grösseren Umfangsbereich an der Faserlunte an, was das Aufrauhen der Faserlunte erleichtert. Der Öffnungswinkel a der im Querschnitt V-förmigen Umfangsnut --12-- beträgt vorzugsweise 20 und soll 300 nicht übersteigen, um die Eingriffszone nicht unnötig zu verkleinern.
Damit die beim Aufrauhen aus dem Faserverband herausgezogenen Faserenden, die wegen der Relativbewegung der Bürste --8-- gegenüber der Faserlunte --3-- vor dem Aufrauhen im wesentlichen entgegen der Abzugsrichtung der Faserlunte --3-- verlaufen, wirkungsvoll um die
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Ausführungsbeispiel als Saugtrommeln mit einem Saugeinsatz --13-- ausgebildet sind. Die aufgerauhte Faserlunte --3-- wird durch den Zwickelbereich zwischen den Saugtrommeln gezogen, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
Da sich die Eindrehkörper --5a-- entgegen dem Drehsinn der Saugtrommeln --2a-- drehen, werden die aus dem Faserverband abstehenden Faserenden im Zwickelbereich durch die drehende Faserlunte --3-- gegen den aus dem Zwickelbereich drehenden Ein- drehkörper --5a-- gedrückt, der die angedrückten Faserenden gegenüber der sich drehenden Faserlunte bremsend zurückhält, so dass die Faserenden unter einer entsprechenden Zugspannung gegensinnig zur Eindrehung der Faserlunte um diese gewunden werden. Die in dieser Weise umgebogenen Faserenden werden beim Vorbeiziehen an dem sich in den Zwickelbereich hineindrehenden
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ausgebildet, um die Eindrehung der Faserlunte nicht zu behindern.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Herstellen eines Garnes aus einer verstreckten Faserlunte mit einem Streckwerk, einer dem Streckwerk nachgeordneten Eindreheinrichtung für die Faserlunte, einer Aufrauheinrichtung und einer zwischen der Aufrauheinrichtung und einem Walzenabzug angeordneten Einrichtung zum Umwinden der Faserlunte mit den beim Aufrauhen aus dem Faserverband herausgezogenen Faserenden, wobei die Aufrauheinrichtung aus wenigstens einer rotierenden Bürste und die Einrichtung zum Umwinden der Faserlunte aus einem gegensinnig zur Eindreheinrichtung laufenden Falschdraht-Drallorgan mit zwei eng aneinanderliegenden Eindrehkörpern bestehen, die zwischen sich einen sich quer zur Durchlaufrichtung der Faserlunte zu einem engsten Spalt verjüngenden Zwickelbereich bilden, und wobei die Drehachse der Bürste quer zur Faserlunte verläuft,
nach Patent Nr. 381732 dadurch gekennzeichnet, dass die Bürste (8) im Zulaufbereich der Bürstenborsten gegenüber der Faserlunte (3) abgedeckt ist und vorzugsweise eine im Querschnitt V-förmige Umfangsnut (12) zur Aufnahme der Faserlunte (3) aufweist.