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Die Erfindung bezieht sich auf eine Skitorlaufstange mit einem Bodenteil, einem Standteil und gegebenenfalls einer zwischen Bodenteil und Standteil angeordneten Kippzone, wobei am oder oberhalb des Bodenteiles eine Scheibe mit einem von einem Kreis abweichenden Umriss angeordnet ist.
Derartige Skitorlaufstangen sind beispielsweise aus AT-PS Nr. 272911 bekannt. Die in diesem Fall verwendete Schaumstoffscheibe weist in der Mitte ein Loch oder einen Kreuzschnitt auf, wodurch sie auf die Stange geschoben wird. Durch diese Art der Befestigung treten Probleme auf. Wenn die Skitorlaufstange herausgerissen wird und hangabwärts rutscht, kann die Schaum- stoffscheibe von der Stange heruntergezogen werden, wodurch sie ihre Funktion als Bremselement für die ausgerissene Skitorlaufstange verliert. Ausserdem wird eine Schaumstoffscheibe leicht auf Grund ihres weichen, porösen Materials von grobkörnigem Schnee beschädigt, was zur Verringerung ihrer Bremswirkung, bei starker Beschädigung sogar zum Ablösen der Schaumstoffscheibe führt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Skitorlaufstange zu schaffen, bei der ein Abrutschen der Scheibe ein Bremsen der ausgerissenen Stange wirksam verhindert wird. Dadurch kann die Scheibe auch die Funktion der Markierung der Setztiefe übernehmen. Weiters soll die Scheibe so beschaffen sein, dass auch beim Bremsen in grobkörnigem Schnee keine Beschädigung oder starke Abnutzung der Scheibe auftritt.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die die Setztiefe markierende Scheibe mit der Stange zumindest in der Stangenlängsrichtung unverschiebbar, vorzugsweise jedoch lösbar befestigt ist, und aus einem wenig kompressiblen elastisch deformierbaren Material-z. B. aus thermoplastischem Kunststoff - besteht.
Das entscheidende Merkmal ist hiebei die axiale Unverschiebbarkeit ; als"wenig kompressibel" ist jedes Material anzusehen, das sich in der Konsistenz von Schaumstoff grundlegend unterscheidet.
Die Scheibe kann mit dem Standteil einstückig ausgebildet sein, vorzugsweise wird jedoch die Scheibe als gesonderter Bauteil mit zentraler Bohrung ausgebildet, wobei die Scheibe mit dem Rand ihrer zentralen Bohrung in eine Ringnut der Stange eingrift. Dadurch wird auf einfache Weise erreicht, dass die Scheibe in der Stangenlängsrichtung unverschiebbar auf der Skitorlaufstange aufsitzt.
Für die optimale Funktion der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn die Ringnut zwischen Bodenteil und Standteil bzw. zwischen Bodenteil und Kippzone der Stangen ausgebildet ist. Dadurch wird genau jener Teil der Stange, der sich im Schnee befinden soll, abgegrenzt. Dies ist besonders bei den heute im modernen Rennsport fast ausschliesslich verwendeten Kippstangen von Bedeutung. Diese Stangen sind nur funktionstüchtig, wenn sich die gesamte Kippzone ausserhalb des Schnees befindet. Ausserdem wird durch die besagte Lage der Scheibe bei im Schnee ordnungsgemäss eingesetzten Skitorlaufstangen der Läufer durch die Scheibe in keiner Weise behindert, da diese das Pistenniveau nicht überragt, im Gegensatz zu andern bereits vorgeschlagenen Bremsvorrichtungen für die ausgerissene Stange, die am aufragenden Standrohr der Skitorlaufstange angebracht wird.
Weiters ist es vorteilhaft, wenn der von einer Kreisform abweichende Umriss der Scheibe abgerundete Ecken aufweist. Bei spitzen Ecken besteht die Gefahr, dass diese abbrechen und sich dadurch scharfe Kanten bilden, die ein erhöhtes Verletzungsrisiko darstellen. Auch die spitzen Ecken an sich gefährden bei einem Sturz des Skiläufers auf die Stange, insbesondere auf die besagte Scheibe, diesen auf unnötige Weise.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen durch Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1 zeigt schaubildlich einen Teil einer erfindungsgemässen Skitorlaufstange. Fig. 2 zeigt im Schnitt den Übergangsbereich zwischen Bodenteil und Stangenkippzone. Fig. 3 zeigt in Draufsicht ein Ausführungsbeispiel einer Scheibe. Fig. 4 ist ein Schnitt gemäss IV-IV der Fig. 5 und Fig. 5 zeigt einen Schnitt gemäss V-V der Fig. 3. In den Fig. 6 bis 9 sind diverse Ausführungsvarianten der Scheibe in Draufsicht dargestellt.
Die Skitorlaufstange-10--gemäss Fig. l, welche eine Kippstange ist, besteht aus einem
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einer zwischen Bodenteil --1-- und Standteil --2-- angeordneten Kippzone --3--, die beispielsweise aus mehreren ringförmigen Kippgliedern besteht, die im Inneren der Stange --10-- in der Stangenlängsrichtung durch eine Feder (nicht dargestellt) miteinander verspannt sind. Am oberen Rand des Bodenteiles --1-- ist eine Scheibe --4-- angeordnet, die einerseits zur Markierung und Begrenzung der Setztiefe der Stange --10-- dient und anderseits infolge ihres von einem Kreis abweichenden Grundrisses die erfindungsgemässe Funktion eines Bremselementes zum Abbremsen der ausgerissenen Skitorlaufstange ausübt.
Wie beispielsweise aus Fig. 3 ersichtlich ist, weist die Scheibe --4-- eine zentrale Bohrung --5-- auf und greift-wie aus Fig. 2 ersichtlich ist-mit dem Rand ihrer zentralen Bohrung --5-- in eine Ringnut --6-- der Stange ein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird diese Ringnut zwischen der Oberkante des rohrförmigen Bodenteiles-l-und einem einspringenden Absatz des untersten Kippgliedes --7-- gebildet, wobei das unterste Kippglied - mit dem rohrförmigen Bodenteil-l-an den schematisch dargestellten Stellen --8-verschraubt ist. Auf diese Weise ist die Scheibe --4-- auf der Kipptorlaufstange in der Stangenlängsrichtung unverschiebbar befestigt.
Die Scheibe --4-- aus elastisch deformierbarem Material, beispielsweise aus thermoplastischem Kunststoff, weist zweckmässig einen Innendurchmesser ihrer zentralen Bohrung --5-- auf, der etwas kleiner ist als der Aussendurchmesser der Ringnut --6--. Dadurch kommt es zu einer kraftschlüssigen Verspannung zwischen der Scheibe --4-- und dem untersten Kippglied --7-und damit auch zu einer Verdrehsicherung der Scheibe --4-- in bezug auf die Skitorlaufstange.
Neben der Unverschiebbarkeit in der Stangenlängsrichtung ist es nämlich auch-insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Rollbewegung ausgerissener Stangen - günstig, wenn die Scheibe - sich auch in Umfangsrichtung gegenüber der Stange möglichst nicht oder nur sehr schwer drehen lässt.
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chungen als Bremselement für die Skitorlaufstange standhält.
In den Fig. 6 bis 9 sind verschiedene Umrissformen der Scheibe --4-- dargestellt, woraus ersichtlich ist, dass die Abrundung der Ecken von Bedeutung ist, um eine Verletzungsgefahr durch die Scheibe --4-- zu verhindern.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Skitorlaufstange mit einem Bodenteil, einem Standteil und gegebenenfalls einer zwischen Bodenteil und Standteil angeordneten Kippzone, wobei am oder oberhalb des Bodenteiles eine Scheibe mit einem von einem Kreis abweichenden Umriss angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die die Setztiefe markierende Scheibe (4) mit der Stange (10) zumindest in der Stangenlängsrichtung unverschiebbar, vorzugsweise jedoch lösbar befestigt ist, und aus einem wenig kompressiblen elastisch deformierbaren Material-z. B. aus thermoplastischem Kunststoff-besteht.