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Die Erfindung bezieht sich auf ein Fundament, insbesondere für Zäune, Gewächshäuser, Wirtschaftshütten, Mistbeete od. dgl., mit einem im Erdboden versenkbaren Betonteil, an dessen Oberrand ein Holzteil mittels eines Stahlteiles befestigt ist.
Zäune, Gartenhäuser usw. erfordern in der Regel ein Fundament. Bei Zäunen werden zumeist Betonteile in die Erde versenkt, in welchen stählerne Steher eingegossen sind, an denen der Zaun befestigt wird, z. B. in Form eines Gitters. Für Wirtschaftshütten, Gewächshäuser, Garagen usw. werden an im Betonfundament verankerten Stahlteilen die Aufbauteile befestigt, zumeist angeschraubt.
Es ist auch bekannt (FR-A 2 330 818 und 2 058 807), an im Erdboden versenkte Betonoder Stahlteile die Aufbauten anzuschrauben. Aus der AT-PS Nr. 369464 ist es weiters bekannt, an im Erdboden versenkten Stahlbetonteilen herausragende Betoneisen vorzusehen, welche zur Verbindung mit aufgelegten weiteren Betonteilen dienen.
Schliesslich ist es bekannt (US-PS Nr. 3, 727, 358), auf einen im Erdboden versenkten Betonsockel einen Holzteil anzuschrauben, an dem die Aufbauten mittels stählerner Beschläge befestigt werden.
Alle beschrieben Vorgangsweisen erfordern eine erhebliche Arbeit an Ort und Stelle, sind nicht genügend vielseitig verwendbar und kompliziert in der Handhabung. In den meisten Fällen ist es auch nicht möglich, bei einem eventuellen Austausch der Aufbauten deren Lage zu verändern, denn es müssen zumeist die Bohrlöcher bzw. Dübel von früher gefunden werden.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, ein Fundament der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern, dass die beschriebenen Nachteile vermieden sind und das Fundament universell verwendbar, leicht vorfertigbar und problemlos zu handhaben ist, wobei ein Austausch der Aufbauten leicht möglich sein soll. Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass der Holzteil an der Deckfläche des Betonteiles eingegossen ist und zwei horizontale Bohrungen hat, durch welche die Stahlteile bildende Betoneisen hindurchgesteckt sind, deren freie Enden nach unten abgebogen sind und in den Betonteil eingegossen sind. Ein solches Fundament lässt sich leicht vorfertigen und an dem Holzteil lassen sich beliebige Aufbauten in beliebiger Anordnung befestigen, insbesondere mit Holzschrauben, wobei die gesamte Oberfläche des Holzteiles für die Anschraubung zur Verfügung steht.
Ein eventueller Austausch der Aufbauten bzw. die dafür notwendige Erneuerung der Schrauben kann problemlos erfolgen und es müssen nicht mehr die Schraubenlöcher von früher gefunden werden, sondern es kann neu verschraubt werden. Dadurch, dass der Holzteil im Betonteil eingegossen ist, wird der Holzteil durch den Beton geschützt und fest gehalten, wobei die Betoneisen einerseits ein Ausziehen des Holzteiles aus dem Beton verhindern, anderseits den Betonteil nach Art einer Bewehrung verstärken. Da die Betoneisen durch Bohrungen des Holzteiles hindurchgehen, sind die Betoneisen auch nach oben vom Holz umgeben, können daher mit der Atmosphäre nicht in Berührung gelangen und rosten daher nicht, so dass die Befestigung des Holzteiles verlässlich wird.
Da hohe Ausziehfestigkeiten für den Holzteil erzielbar sind, können auch schwere Aufbauten an den Holzteilen befestigt werden.
Die Eingiessung des Holzteiles an der Deckfläche des Betonteiles gewährleistet auch, dass der Holzteil oberhalb der Frostgrenze liegt und daher eine hohe Lebensdauer hat. Der den Holzteil umgebende Beton verhindert bei der Schraubenbefestigung auch ein Sprengen des Holzes, wie es beim Dübeln immer wieder vorkommt, insbesondere wenn gemäss einer Weiterbildung der Erfindung der Holzteil, vorzugsweise aus imprägnierter Eiche, mit dem Betonteil oberflächengleich abschliesst, so dass der Holzteil zur Gänze im Beton versenkt ist. Letztere Anordnung verhindert auch, dass der Holzteil durch seitlich angreifende Kräfte beschädigt werden kann.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung kann der Betonteil beiderseits des Holzteiles seitliche Ausnehmungen für Durchzugsbretter od. dgl. haben, was es ermöglicht, diese Durchzugsbretter od. dgl. mit dem Betonteil innen fluchtend anzuordnen, was die Arbeiten innerhalb des Fundamentes, z. B. Mähen, Graben, Kehren usw. problemlos macht. Analoge Ausbildungen können auch bei den Eckverbindungen getroffen werden.
Die Verwendung eines erfindungsgemässen Fundamentes ist unter anderem für Zäune, Gewächshäuser, Glashäuser, Gartenhäuser, sowie für Garagen, Wirtschaftshütten, Plakatwände, Mistbeete usw. geeignet.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt das Fundament in Vorderansicht, Fig. 2 in Seitenansicht, teilweise im Schnitt. Fig. 3 ist eine Draufsicht zu Fig. 1.
Das Fundament hat einen vorgefertigten, nach Art eines Stehers ausgebildeten Betonteil an dessen Deckfläche --5-- ein Holzteil --2-- so eingegossen ist, dass die Deckfläche --6-- des Holzteiles --2-- mit der Deckfläche --5-- des Betonteiles bündig abschliesst.
Der Holzteil --2-- wird im Betonteil-l-durch zwei von Bewehrungstorstahl gebildete Beton-
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nach unten abgebogen sind und in den Betonteil --1-- eingegossen sind. Die Bohrungen--4-sind so angebracht, dass die Betoneisen --3-- nicht mit der Atmosphäre in Berührung gelangen können, so dass ein Rosten verhindert wird. Der Holzteil, vorzugsweise aus imprägnierter Eiche, der oberflächengleich mit dem Betonteil-l-abschliesst, ist so mit einer hohen Ausziehfestigkeit befestigt und befindet sich oberhalb der Frostgrenze und erreicht damit eine hohe Lebensdauer.
Da der Beton den Holzteil --2-- unten und an den vier Seitenflächen umgibt, kann der Holzteil bei der Befestigung von Schrauben bzw. beim Dübeln nicht gesprengt werden. Die gesamte Deckfläche --6-- des Holzteiles --2-- steht für die Befestigung der Schrauben zur Verfügung, mit denen die Aufbauten am Fundament befestigt werden. Bei einem eventuellen Austausch der Aufbauten können die Schrauben neu gesetzt werden, es müssen nicht mehr die Schraubenlöcher von früher gefunden werden, ebenso beim Dübeln.
Der Betonteil --1-- hat ferner seitliche Ausnehmungen --7--, die mit Verlängerungen --8-- bis unterhalb einer Kante --9-- reichen, mit der der Betonteil --1-- im Querschnitt verbreitert ist. In diese Ausnehmungen --7-- können Bretter oder Pfosten eingelegt werden, z. B. Durchzugsbretter od. dgl., zur Bildung eines Zaunes, Mistbeetes, Gewächshauses od. dgl. Durch variable Breite der Aussparungen --7-- können verschieden breite Bretter oder Pfosten eingesetzt werden.
Hiebei wird der Betonteil --1-- vorzugsweise nur bis zur Kante --9-- eingegraben, so dass die Unterkante der Durchzugsbretter od. dgl. satt auf der Erde aufliegt bzw. in diese noch eingreift, so dass unterhalb kein Spalt entsteht. Die Verlängerungen --8-- der Ausnehmungen --7-- gewährleisten, dass vorne an der Kante --9-- Nasen verbleiben, welche die eingesetzten Durchzugsbretter od. dgl. halten. Bei entsprechender Breite der Durchzugsbretter od. dgl. schliessen diese innig bündig mit dem Betonteil-l-ab, was die Arbeiten innerhalb des Fundamentes erleichtert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fundament, insbesondere für Zäune, Gewächshäuser, Wirtschaftshütten, Mistbeete od. dgl., mit einem im Erdboden versenkbaren Betonteil, an dessen Oberrand ein Holzteil mittels eines Stahlteiles befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Holzteil (2) an der Deckfläche (5) des Betonteiles (1) eingegossen ist und zwei horizontale Bohrungen (4) hat, durch welche die Stahlteile bildende Betoneisen (3) hindurchgesteckt sind, deren freie Enden nach unten abgebogen sind und in den Betonteil (1) eingegossen sind.
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