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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bohren, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohren, und Drainagieren von Löchern in Boden- oder Gesteinsmaterial, wobei eine an einem Bohrgestänge gelagerte Bohrkrone ein Bohrloch ausbildet und ein Hüllrohr mit dem Bohrgestänge oder der Bohrkrone gekoppelt ist, wobei das Hüllrohr in dem an die Bohrkrone anschliessenden Bereich mit wenigstens einer Durchtrittsöffnung ausgebildet ist, welche in einen zwischen dem Bohrgestänge und dem Hüllrohr ausgebildeten Ringraum mündet.
Eine Vorrichtung dieser Art ist beispielsweise der WO 98/21439 zu entnehmen, worin ein Verfahren und ein Einrichtung zum gleichzeitigen Bohren und Auskleiden von Löchern geoffenbart ist. Durch ein ein Bohrgestänge, welches eine Bohrkrone beaufschlagt, umgebendes Hüllrohr wird ein Ringraum zwischen dem Hüllrohr und dem Aussenumfang des Bohrgestänges zur Verfügung gestellt, wobei beispielsweise im unmittelbar an die Bohrkrone anschliessenden Bereich wenigstens eine Durchtrittsöffnung im Hüllrohr vorgesehen ist, über welche abgebautes Material in weiterer Folge aus dem herzustellenden Bohrloch ausgebracht werden kann. Weiters ist es naturgemäss möglich, durch diese Durchtrittsöffnung auch im Bereich der Bohrkrone befindliches Wasser aus dem Bohrloch auszubringen, sodass mit dieser bekannten Einrichtung eine Entwässerung bzw.
Drainagierung eines Bohrloches vorgenommen werden kann. Hiebei ist jedoch davon auszugehen, dass eine gezielte Entwässerung bzw. Drainagierung nicht zuletzt deshalb nicht ohne weiteres möglich ist, da die wenigstens eine Durchtrittsöffnung im unmittelbar an die Bohrkrone anschliessenden Bereich in erster Linie zu einer Entfernung des abgebauten Materials dienen soll und daher die Durchtrittsöffnung einen entsprechend grossen Querschnitt aufweisen muss, welcher eine entsprechende Filterwirkung bei einer Drainagierung naturgemäss nicht erfüllen kann.
Die vorliegende Erfindung zielt somit darauf ab, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, mit welcher nicht nur ein Bohren, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohren, eines Bohrloches möglich ist, sondern mit welcher gewünschtenfalls zusätzliche eine gezielte Entwässerung
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bzw. Drainagierung des die Bohrung umgebenden Gesteinsmaterials möglich wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Bohren, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohren, und Drainagieren von Löchern in Boden- oder Gesteinsmaterial ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs genannten Art im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass in dem an die Bohrkrone anschliessenden Endbereich das Hüllrohr von wenigstens einem Filterrohr umgeben ist, welches mit einer Vielzahl von insbesondere gleichmässig über den Umfang verteilt angeordneten Durchtrittsöffnungen oder-schlitzen ausgebildet ist. Dadurch, dass erfindungsgemäss neben dem Hüllrohr, welches mit wenigstens einer Durchtrittsöffnung im an die Bohrkrone anschliessenden Bereich ausgebildet ist, ein zusätzliches Filterrohr, welches das Hüllrohr umgibt, vorgesehen ist, kann anschliessend an die Ausbildung eines Bohrloches gezielt eine Drainagierung bzw.
Entwässerung von das Bohrloch umgebendem Boden- oder Gesteinsmaterial vorgenommen werden, da durch entsprechende Anordnung und Ausbildung bzw. Bemassung der Durchtrittsöffnungen bzw. Durchtrittsschlitze in dem wenigstens einen Filterrohr eine entsprechende Filterwirkung erzielbar ist und derart lediglich auszubringendes Fluid nach einer Filterung in dem durch das Hüllrohr und das Bohrgestänge definierten Ringraum bzw. Freiraum eingebracht wird und aus dem Bohrloch ausgetragen werden kann.
Um eine im wesentlichen gleichmässige Filterwirkung über den gesamten Umfang des Filterrohres sowie des vom Filterrohr umgebenen Hüllrohres zu ermöglichen, ist gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass das Filterrohr das Hüllrohr unter Ausbildung eines weiteren Ringraumes umgibt.
Für einen ordnungsgemässen Durchtritt der zu drainagierenden Flüssigkeit ist vorgesehen, dass der zwischen dem Aussenumfang des Hüllrohres und dem Innendurchmesser des Filterrohres ausgebildete Ringraum eine lichte Durchtrittsweite von wenigstens 1 mm, insbesondere etwa 1, 5 mm, aufweist, wie dies einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung entspricht.
Ein derartiger lichter Durchtrittsquerschnitt bzw. eine derartige Dimensionierung des Ringraumes zwischen dem Aussenumfang des Hüllrohres und dem Innenumfang des Filterrohres ist
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üblicherweise ausreichend, um eine ordnungsgemässe Ableitung des zu drainagierenden Fluids in das Innere des Hüllrohres zu ermöglichen, wobei gleichzeitig sichergestellt wird, dass bei Herstellung des Bohrloches keine übermässige bzw. überhaupt keine Vergrösserung des Bohrlochdurchmessers bzw. Bohrlochquerschnitts erforderlich wird, um den zusätzlichen Abmessungen des das Hüllrohr umgebenden, einzubringenden Filterrohres Rechnung zu tragen, sodass kein zusätzlicher Mehraufwand zur Herstellung der Bohrung anfällt.
Falls eine Anordnung eines bzw. mehrerer Filterrohre über eine grössere Längserstreckung des Hüllrohres in dem an die Bohrkrone anschliessenden Bereich gewünscht wird, ist darüberhinaus bevorzugt vorgesehen, dass der Ringraum von zwischen dem Hüllrohr und dem Filterrohr angeordneten Abstandhaltern bzw. insbesondere in den Endbereichen des Filterrohres vorgesehenen Muffenelementen definiert ist, sodass selbst über grössere Längen eines Filterabschnittes der für eine ordnungsgemässe Filterwirkung erforderliche Ringraum zwischen dem Hüllrohr und dem Filterrohr sicher aufrechterhalten wird.
Um ein verlegen des Ringraumes zwischen dem Filterrohr und dem Hüllrohr durch gegebenenfalls mit dem zu drainagierenden Fluid mitgenommenem, abgebautem Gestein zu vermeiden, wird darüberhinaus vorgeschlagen, dass das Filterrohr über seinen Umfang mit jeweils äquidistanten Durchtrittsschlitzen mit einer Breite von jeweils etwa 0, 5 mm bis etwa 1 mm ausgebildet ist, wie dies einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung entspricht.
Insbesondere bei Vorsehen eines eine grössere Längserstreckung aufweisenden Filterrohres bzw. bei Vorsehen von mehreren, aneinander anschliessenden Filterrohren, um eine entsprechend lange Drainagier- bzw. Entwässerungsstrecke zur Verfügung stellen zu können, wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass das Hüllrohr in dem durch das Filterrohr umgebenen Abschnitt mit einer Mehrzahl von am Umfang insbesondere gleichmässig verteilten Durchtrittsöffnungen versehen ist, deren lichte Weite die lichte Weite der im Filterrohr ausgebildeten Durchtrittsöffnungen bzw. -schlitze überschreitet, sodass ein entsprechend sicheres Ausbringen des Fluids durch den
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Ringraum zwischen dem Hüllrohr und dem Bohrgestänge möglich wird.
Durch entsprechend grössere Bemassung der Durchtrittsöff- nungen bzw. -schlitze am Umfang des Hüllrohres wird darüber-
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bei nicht zu befürchten, da das Filterrohr mit entsprechend kleineren Durchtrittsöffnungen bzw. -schlitzen ausgebildet ist, sodass ein Eindringen von grösseren Partikeln nicht befürchtet werden muss. Weiters kann auch durch eine entsprechende Verteilung der Durchtrittsöffnungen bzw. -schlitze in dem Hüllrohr die Ausbildung so getroffen werden, dass eine übermässige Schwächung der mechanischen Festigkeit bzw. Widerstandsfähigkeit des Hüllrohres nicht zu befürchten ist.
In diesem Zusammenhang wird gemäss einer bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass die Durchtrittsöffnungen des Hüllrohres längs von axialen Erzeugenden des Hüllrohres ausgebildet sind und in Umfangsrichtung jeweils im wesentlichen in einer Ebene normal auf die Längsachse des Hüllrohres verlaufen.
Dadurch verbleiben in axialer Richtung Bereiche am Umfang des Hüllrohres, in welchen keine Durchtrittsöffnungen vorgesehen sind, sodass das Hüllrohr sicher die darauf einwirkeneden Zugbeanspruchungen auch bei gegebenenfalls geringen Materialstärken aufnehmen kann.
Insbesondere für den Fall eines schräg verlaufenden Bohrloches kann bevorzugt vorgesehen sein, dass das Hüllrohr über einen Teilbereich, beispielsweise etwa ein Drittel, seines Umfanges frei von Durchtrittsöffnungen ist. Dadurch wird bei Anordnung des von Durchtrittsöffnungen freien Bereiches des Hüllrohres, welches lediglich einer Zugbeanspruchung und keiner Drehbenspruchung unterworfen ist, im unteren Bereich des Bohrloches verhindert, dass aufzunehmendes und zu entfernendes Fluid im oberen Bereich des Hüllrohres eintritt und im unteren Bereich wiederum aus dem Inneren des Hüllrohres austritt, sodass ein sicheres Ausbringen von im Inneren des Hüllrohres befindlichem Fluid auch bei schräg nach oben verlaufenden Bohrungen erzielbar ist.
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Gemäss einer weiteren abgewandelten Ausführungsform der Erfindung wird bevorzugt vorgeschlagen, dass das Hüllrohr an seiner zum Filterrohr gewandten Oberfläche gewellt bzw. mit rippenartigen Erhebungen ausgebildet ist, an welchen das Filterrohr über wenigstens einen Teil seines Umfanges abstützbar ist, sodass bei entsprechend steifer Ausbildung des Hüllrohres gleichzeitig eine sichere Abstützung des Filterrohres am Aussenumfang des Hüllrohres erzielbar ist.
Um ein gewünschtes Drainagieren zu unterstützen, wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass am von der Bohrkrone abgewandten Ende in Abstand von dem Filterrohr am Aussenumfang des Hüllrohres ein Abdichtelement vorgesehen ist und dass benachbart dem Abdichtelement am vom Filterrohr abgewandten Ende im Hüllrohr wenigstens eine Austrittsöffnung zum Ausbringen einer Verfüllmasse, insbesondere einer erhärtenden
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dere einer erhärtenden Suspension, wie beispielsweise Beton oder dgl., ein Abdichten des Bohrloches gegenüber umgebendem Gestein ermöglicht, wird nicht nur die für eine Drainagierung vorgesehene Strecke bzw.
Länge des Bohrloches exakt definiert, sondern es wird durch ein derartiges Abdichten auch verhindert, dass gegebenenfalls im Bereich der Bohrkrone befindliches Fluid entlang der Aussenseite des Hüllrohres sich im Bohrloch verbreitet und derart beispielsweise zu einem Ausspülen bzw. einer ungewünschten Vergrösserung der Abmessungen des Bohrloches führt, wie dies beispielsweise bei Auftreten von Wasser bei einem in eine Firste zu setzenden Anker zu befürchten wäre, bei welchen die Bohrlochmündung geneigt nach unten verläuft und somit im Gestein vorhandenes Fluid ausserhalb des Hüllrohres abströmen könnte.
Für eine entsprechend einfache Abdichtung ist die Ausbildung bevorzugt so getroffen, dass das Abdichtelement von einem das Hüllrohr ringförmig umgebenden, lippen-bzw. zungenartigen Kunststoffelement gebildet ist, welches unter Beaufschlagung mit der Verfüllmasse aufweitbar ist, wobei in diesem Zusammenhang weiters bevorzugt vorgeschlagen wird, dass das Abdichtelement mit einer Härte von 80 bis 100 Shore, insbesondere etwa 90 Shore, ausgebildet ist. Derart ergibt sich bei Aufrechterhaltung einer
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entsprechenden mechanischen Festigkeit bzw. Widerstandsfähigkeit des Abdichtelements auch eine entsprechende Elastizität, wodurch sich bei Einbringen einer Verfüllmasse ein ordnungsgemässes Aufweiten und dadurch Anliegen des Abdichtelements an der wand des hergestellten Bohrloches erzielen lässt.
Gemäss einer abgewandelten Ausführungsform wird erfindungsgemäss bevorzugt vorgeschlagen, dass das Abdichtelement im Bereich anschliessend an das Filterrohr vorgesehen ist, wodurch es durch das Abdichtelement und nachfolgendes Einbringen einer Verfüllmasse gelingt, anschliessend an das Filterrohr eine entsprechende Abdichtwirkung und Verankerung des eine Auskleidung bildenden Hüllrohres zu erzielen. Falls die Position der zu drainagierenden Boden- oder Gesteinsschicht nicht genau bekannt ist, kann ein entsprechend grösserer Abstand zwischen dem Ende des Filterrohres und dem Abdichtelement vorgesehen sein.
Zur weiteren Unterstützung der Abdichtfunktion, insbesondere des aufweitbaren Abdichtelements bzw. für ein gezieltes Aufweiten des Abdichtelements, ist vorgesehen, dass mit dem Abdichtelement ein das Hüllrohr umgebendes und vorzugsweise entlang dem Hüllrohr verschiebbares, ringförmiges Muffenelement zusammenwirkt, wie dies einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung entspricht.
Insbesondere bei Bohrungen in losem Gestein oder in Gesteinsschichten unterschiedlicher Zusammensetzung kann sich gegebenenfalls durch Abweichungen von der optimalen Bohrrichtung teilweise eine Vergrösserung des Bohrlochdurchmessers ergeben, welche unter Umständen nicht vollständig durch das Abdichtelement ausgeglichen bzw. zuverlässig abgedichtet werden kann.
In diesem Zusammenhang wird daher bevorzugt vorgeschlagen, dass dem Abdichtelement unmittelbar vorgeschaltet ein Packer, insbesondere ein durch Druckluft aufblasbarer Packer, das Hüllrohr umgibt. Durch einen derartigen Packer lassen sich zuverlässig auch grössere Abweichungen von einem optimalen Bohrlochquerschnitt zumindest vorsorglich abdichten, wodurch sich gemeinsam mit dem Abdichtelement und der einzubringenden Verfüllmasse in weiterer Folge eine vollständige Abdichtung für eine ordnungsgemässe Drainagierung erzielbar ist.
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Für den Fall, dass aufgrund eines Vorhandenseins geringerer Fluidmengen im Gesteinsmaterial ein selbständiges und insbesondere möglichst vollständiges Drainagieren selbst für den Fall von von der Horizontalen aufwärtsgerichteten Bohrungen nicht zu erwarten ist, wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass an das Hüllrohr am von der Bohrkrone abgewandten Ende eine Saugpumpe bzw. eine Unterdruckquelle anschliessbar ist, wodurch es nach Einbringen der Verfüllmasse unter Anliegen des Abdichtelements gelingt, durch eine entsprechende Saugpumpe bzw. Unterdruckquelle eine gezielte Entwässerung des Bohrloches und des umgebenden Gesteinsmaterials zu erzielen.
Um mit dünnwandigen Hüllrohren, welche keinen übermässigen Belastungen standhalten müssen und über welche insbesondere keine Antriebs- bzw. Schlagwirkung auf die Bohrkrone übertragen werden sollen, das Auslangen zu finden, wird vorgeschlagen, dass in an sich bekannter Weise das Hüllrohr unter Zugbeaufschlagung mit der Bohrkrone, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Kopplungselements, insbesondere eines auf die Bohrkrone einwirkenden Schlagschuhes, gekoppelt ist, wie dies einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung entspricht.
In diesem Zusammenhang ist darüberhinaus bevorzugt vorgesehen, dass das Hüllrohr aus Stahl und das Filterrohr, auf welches keinerlei Belastungen wirken, aus Kunststoff ausgebildet ist, wobei durch eine derartige Materialkombination für das Hüllrohr und das Filterrohr eine ausreichende Stabilität bzw.
Dauerhaftigkeit erzielbar ist und gleichzeitig mit dem aus Kunststoff bestehenden Filterrohr die zusätzliche Masse als auch erforderliche zusätzliche Vergrösserung des Aussenumfangs im unmittelbar an die Bohrkrone anschliessenden Bereich auf ein Mindestmass beschränkt wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der bei-
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Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Bohren und Drainagieren von Löchern in Bodenoder Gesteinsmaterial, teilweise im Schnitt ;
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Fig. 2 in vergrössertem Massstab teilweise im Schnitt den Teilbereich II von Fig. 1 ; Fig. 3 in ebenfalls vergrössertem Massstab wiederum teilweise im Schnitt den Teilbereich III der Fig. 1 ; Fig. 4 in einer zu Fig. 1 ähnlichen Darstellung eine abgewandelte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung ; und Fig. 5 in vergrössertem Massstab einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4.
In Fig. 1 ist allgemein mit 1 eine Vorrichtung zum Bohren, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohren, und Drainagieren von Löchern in Boden- oder Gesteinsmaterial dargestellt, wobei eine bespielsweise in radialer Richtung in eine Zentralbohrkrone 2 und eine Ringbohrkrone 3 geteilte Bohrkrone über ein schematisch mit 4 angedeutetes Bohrgestänge in bekannter Weise zu einem Schlag- oder Drehschlagbohren angetrieben wird. Die Bohrkrone wirkt darüberhinaus mit einem Schlagschuh 5 zusammen, wobei das Bohrgestänge 4 von einem aus mehreren Einzelteilen zusammengesetztes Hüllrohr 6 umgeben ist, wie dies aus den Fig. 2 und 3 noch deutlicher ersichtlich werden wird.
Im unmittelbar an die Bohrkrone 2,3 bzw. den Schlagschuh 5 anschliessenden Bereich ist ein das Hüllrohr 6 umgebendes, in der gezeigten Darstellung aus einer Mehrzahl von Einzelelementen zusammengesetztes Filterrohr 7 vorgesehen, welches eine Vielzahl von am Umfang insbesondere gleichmässig verteilten Durchtritts- öffnungen bzw. Durchtrittsschlitzen 8 aufweist.
Wie dies insbesondere aus der vergrösserten Darstellung gemäss Fig. 2 ersichtlich ist, gelangt abzuführendes Fluid über die Durchtrittsschlitze 8 im Filterrohr 7 in einen zwischen dem Aussenumfang des Hüllrohres 6 und dem Innenumfang des Filterrohres 7 ausgebildeten Ringraum bzw. Freiraum 9, worauf in weiterer Folge eintretendes Fluid bzw. zu drainagierendes Wasser über Durchtrittsöffnungen 10, welche am Hüllrohr 6 zumindest im Bereich des vom Filterrohr 7 umgebenen Abschnittes vorgesehen sind, in das Innere eines zwischen dem Aussendurchmesser des wiederum mit 4 bezeichneten Bohrgestänges und dem Innendurchmesser des Hüllrohres 6 definierten Ringraumes 11 gelangt.
Es wird somit durch die Durchtrittsschlitze 8, welche beispielsweise eine
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Breite von etwa 0, 5 mm bis etwa 1 mm aufweisen, eine entsprechende Filterwirkung durch das Filterrohr 7 erzielt, worauf in weiterer Folge durch die grössere Abmessungen bzw. lichte Durchtrittsweiten aufweisenden Durchtrittsöffnungen 10 im Hüllrohr 6 ein sicherer Abtransport von zu drainagierendem Fluid über den Ringraum 11 zwischen dem Bohrgestänge 4 und dem Hüllrohr 6 erfolgt.
In den Figuren ist hiebei mit 12 darüberhinaus die Mittelachse der Vorrichtung 1 angedeutet.
Um einen entsprechenden Ringraum bzw. Freiraum 9 zwischen dem Hüllrohr 6 und dem Filterrohr 7 aufrechtzuerhalten, sind weiteres Abstandhalter und insbesondere in den Endbereichen des Filterrohres bzw. der Filterrohrabschnitte Muffenelemente vorgesehen, welche in Fig. 1 schematisch mit 13 bezeichnet sind, wobei im unmittelbar an den Schlagschuh 5 anschliessenden Bereich darüberhinaus eine Führungsmuffe 14 vorgesehen ist, welche ebenfalls unter anderem zur Aufrechterhaltung eines entsprechenden Ring- bzw. Freiraumes 9 zwischen dem Filterrohr 7 und dem Hüllrohr 6 dient, wobie die zusätzliche Führungsmuffe in Fig. 2 nicht dargestellt ist.
Für eine entsprechende Abdichtung und eine dadurch mögliche, erhöhte Entwässerungs- und Drainagierwirkung ist darüberhinaus in Abstand vom Filterrohr 7 ein Abdichtelement 15 vorgesehen, welches das Hüllrohr 6 bzw. einen Hüllrohrabschnitt umgibt, wobei darüberhinaus mit dem Abdichtelement 15 ein ebenfalls das Hüllrohr 6 umgebendes Muffenelement 16 zusammenwirkt, wie dies im Detail in Fig. 3 noch näher dargestellt ist.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass das Abdichtelement 15 ein das Hüllrohr 6 umgebendes, wenigstens teilweise lippen-bzw. zungenförmiges Kunststoffelement ist, wobei beispielsweise durch ein Verschieben des Muffenelements 16 im Sinne des Doppelpfeiles 17 das Ausmass der Aufweitung des einen Schenkel bzw. eine Zunge 18 bildenden Teils des Abdichtelements 15 entsprechend gewählt werden kann.
Zur Durchführung der Bohrung ist hiebei wünschenswert, dass das freie Ende der Zunge bzw. Lippe 18 nicht an der schematisch mit 19 angedeuteten Bohrlochwandungen anliegt, sodass gegebenenfalls Bohrklein bzw. abgebautes Material an dem Abdichtelement
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15 vorbeigeführt werden kann. Falls eine Abdichtwirkung erzielt werden soll, kann ein Aufweiten der Zunge bzw. Lippe 18 einerseits durch ein Verschieben der Muffe 16 in Richtung zum Abdichtelement 15 erfolgen. Ein Aufweiten und endgültiges Anliegen des freien Endes der Lippe bzw.
Zunge 18 wird hiebei dadurch unterstützt, dass entsprechend dem Pfeil 20 über wenigstens eine Austrittsöffnung 21 eine erhärtende Suspension bzw. allgemein eine Verfüllmasse in den das Hüllrohr 6 umgebenden Freiraum zwischen dem Hüllrohr 6 und der Bohrlochwandung 19 eingebracht wird, wobei durch die Verfüllmasse unter Anliegen des freien Endes der Lippe bzw. Zunge 18 ein dichtender Abschluss im an das Abdichtelement 15 anliegenden Bereich erzielbar ist.
Nach Herstellung einer Abdichtung im Bereich des Abdichtelements 15 kann in weiterer Folge eine Unterdruckquelle bzw.
Saugpumpe, welche in Fig. 1 schematisch mit 22 angedeutet ist, an den zwischen dem Hüllrohr 6 und dem Bohrgestänge 4 definierten Ringraum 11 angelegt werden, sodass ein Absaugen bzw. Drainagieren von über das Filterrohr 7 und die Durchtrittsöffnungen 10 in das Innere des Freiraumes 11 gelangendem bzw. gesaugtem Fluid vorgenommen werden kann.
Die Positionierung des Abdichtelements 15 kann entsprechend den Gegebenheiten derart gewählt werden, dass beispielsweise eine Abdichtung anschliessend an die gewünschte Filterstrecke 7 vorgenommen wird.
Zur Erzielung einer entsprechenden mechanischen Festigkeit kann das Hüllrohr 6 aus Stahl ausgebildet sein, während das Filterrohr bzw. die Filterrohrabschnitte 7 aus einem Kunststoff gebildet sein können.
Bei der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform sind für gleiche Elemente die Bezugszeichen der vorangehenden Figuren beibehalten worden. Anschliessend an die Bohrkrone 2,3 bzw. den Schlagschuh 5 ist wiederum ein ein Hüllrohr 23 umgebendes Filterrohr 7 mit einer Vielzahl von Durchtrittsschlitzen 8 vorgesehen, wobei das Hüllrohr 23 mit einer gewellten bzw. gerippten Oberfläche versehen ist, welche eine Erhöhung der Steifigkeit und Widerstandsfähigkeit des Hüllrohres ermöglicht, wobei gleichzeitig eine Abstützung des Filterrohres 7 an den jeweiligen Erhebungen 24 erzielbar ist. In den Vertiefungen sind
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jeweils wiederum Durchtrittsöffnungen 10 vorgesehen, durch welche über das Filterrohr 7 eingebrachtes Fuid in das Innere der Hüllrohres 23 und in weiterer Folge aus dem Hüllrohr 23 ausbringbar ist.
Das Hüllrohr 23 ist weiters über einen das untere Drittel 25 erstreckenden Teilbereich frei von Durchtrittsöffnungen, sodass bei schräg verlaufenden Bohrungen ein sicheres Eintreten von Fluid über die Durchtrittsöffnungen 10 in das Innere des Hüllrohres 23 im oberen Bereich ermöglicht wird, während ein unerwünschter Austritt aus dem unteren Bereich 25, welcher wiederum ein Eindringen in umgebendes Gestein bewirken würde, vermieden wird. Durch Anordnen der Durchtrittsöffnung 10 längs von axialen Erzeugenden, wobei Umfangsbereiche frei von Durchtrittsöffnungen verbleiben, wird darüberhinaus eine entsprechend widerstandsfähige Struktur des Hüllrohres 23 aufrecht erhalten.
Selbstverständlich kann auch das Hüllrohr 6 der Fig. 1 bis 3 mit im wesentlichen glatter Aussenkontur mit lediglich längs von axialen Erzeugenden angeordneten Durchtrittsöffnungen 10 und beispielsweise in einem unteren Bereich frei von Öffnungen 10 ausgebildet sein.
Neben dem an den Filterbereich 7 anschliessenden Abdichtelement 15 ähnlich zu der vorangehenden Ausbildung ist in Fig. 4 weiters ein optional einsetzbarer Packer 26, welcher dem Abdichtelement 15 vorgeschaltet ist, angedeutet. Ein derartiger, beispielsweise durch Druckluft aufweitbarer Packer 26 kann eine zusätzliche, zumindest provisorische Abdichtung insbesondere in den Fällen ermöglichen, in welchen bei nicht vollständig genau zu führender Bohrung und gegebenenfalls erweiterten Bohrlochdurchmessern nicht allein mit dem Abdichtelement 15 das Auslangen gefunden werden kann. Eine erzielbare aufgeweitete Position des Packers ist in Fig. 4 mit 26'angedeutet.