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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entfernen fehlerhafter Teile einer einseitigen Wellpappe bei der Herstellung doppelseitiger Wellpappe, bei dem jeweils ein fehlerhafter Teil aus der Wellpappe durch zweimaliges Durchtrennen der Wellpappe herausgeschnitten wird und sodann die beim Herausschneiden entstehenden Ränder der Wellpappe verspleisst werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen fehlerhafter Teile einseitiger Wellpappebahnen bei der Herstellung doppelseitiger Wellpappebahnen.
Wenn bei der Herstellung doppelseitiger Wellpappebahnen auf einem Doppelseitenkaschierer eine der einseitigen Wellpappebahnen, die dem Doppelseitenkaschierer zuzuführen ist, irgendwelche fehlerhaften Teile aufweist, die von schlechter Verspleissung oder Verklebung z. B. mit den Kaschierpapieren herrühren, treten ernste Probleme auf, wie Brechen der Wellpappebahn, Stauungen, usw., wodurch es zu Ausschuss und zu einer merklichen Verringerung der Produktion kommt.
Wenn irgendwelche fehlerhaften Teile an einer der einseitigen Wellpappebahnen festgestellt werden, die aus einem Einseitenkaschierer auf eine Brücke gefördert wird, werden herkömmlicherweise der Vorschub dieser Wellpappebahn aus dem Einseitenkaschierer und die Zufuhr der Wellpappebahnen zum Doppelseitenkaschierer unterbrochen oder zumindest beträchtlich gesenkt, der fehlerhafte Teil von Hand abgeschnitten und von der Brücke entfernt. Weiters führt das Stoppen der oben erwähnten Arbeitsschritte oder die gesenkte Geschwindigkeit zu verschiedenen Nachteilen, wie Übertrocknen oder Verziehen, weil die dem Doppelseitenkaschierer zuzuführende einseitige Wellpappebahn für eine eine vorbestimmte Zeit übersteigende Zeitspanne auf der Heizplatte bleibt Ausserdem besteht der Nachteil, dass diese Vorgänge gefährliche Arbeiten für Bedienungspersonen darstellen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beseitigen und ein Verfahren zu schaffen, das für das Bedienungspersonal völlig ungefährlich ist.
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs angegebenen Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass ein Abschnitt der von einem Einseitenkaschierer zugeführten einseitigen Wellpappe in einer ersten Zone und ein weiterer Abschnitt der Wellpappe in einer räumlich über der ersten Zone liegenden zweiten Zone gespeichert wird und der beim erstmaligen Durchtrennen entstehende, in Zufuhrrichtung hintere Rand der Wellpappe festgehalten wird bis zum Verspleissen mit dem in Zufuhrrichtung vorderen Randes der Wellpappe nach dem zweiten Durchtrennen, wobei der fehlerhafte Teil abtransportiert wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert ; in dieser zeigen Fig. 1, 2 und 3 Teilseitenansichten, die jeweils den vorderen, mittleren bzw. hinteren Teil einer Anlage zur Durchführung des Verfahrens zeigen, und Fig. 4 eine Variante dieser Anlage.
Eine erste einseitige Wellpappebahn (a), die auf einem Einseitenkaschierer (SA) hergestellt wird, wird mit Hilfe eines Verdkalförderers (lA), der zwei angetriebene Endlosbandförderer (lia) und (12A) aufweist, auf einen Brückenförderer (2A) vorgeschoben, der einen langgestreckten, angetriebenen Endlosbandförderer (21A) aufweist und im unteren Bereich (1001) einer Brücke (100) angeordnet ist.
Nach dem Passieren eines Vorschubförderers (3A), der einen angetriebenen Endlosbandförderer (31A) aufweist, und einer Führungswalze (4), die Mitläuferwalzen (41) aufweist, wird die erste Wellpappebahn (a) weiter von einem Vertikalförderer (6), der zwei angetriebene Endlosbandförderer (61) und (62) aufweist, auf einen Brückenförderer (7) übergeben, der einen langgestreckten, angetriebenen Endlosbandförderer (71) aufweist und im oberen Bereich (1002) der Brücke (100) angeordnet ist. Dann wird die erste Wellpappebahn (a) über eine Pappenführungsvorrichtung (8), eine Zug ausübende Vorrichtung (101), einen Vorwärmer (102) und eine Anleimmaschine (103) zu einem Doppelseitenkaschierer (in der Zeichnung nicht dargestellt) gefördert.
Anderseits wird eine zweite einseitige Wellpappebahn (b), die auf einem Einseitenkaschierer (SB) hergestellt wird, mittels eines Vertikalförderers (IB), der zwei angetriebene Endlosbandförderer (11B) und (12B) aufweist, auf einen Brückenförderer (2B) vorgeschoben, der einen langgestreckten, angetriebenen Endlosbandförderer (21B) aufweist und im unteren Bereich (1001) der Brücke (100) angeordnet ist. Nach dem Passieren eines Vorschubförderers (3B), der angetriebene Endlosbandförderer (31B) und (32B) aufweist, der Führungswalze (4), der Mitläuferwalzen (41) und des Brückenförderers (7) wird die zweite Wellpappebahn (b) auf einem Weg zu dem Doppelseitenkaschierer gefördert, der dem Weg der ersten einseitigen Wellpappebahn (a) entspricht.
Der Brückenförderer (2A) (oder (2B) oder (7)) wird mit einer Geschwindigkeit betrieben, die von 1/8 bis
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reicht.(lA) (oder (1B)) wird mit einer Geschwindigkeit betrieben, die mit der Zufuhrgeschwindigkeit des Einseitenkaschierers (SA) (oder (SB)) für die einseitige Wellpappebahn (a) (oder (b)) synchron ist. Er wird ausserdem mit einer Geschwindigkeit betrieben, die beträchtlich höher ist als die des Vertikalförderers (6).
Ein auf dem Brückenförderer (7) in Form von Wellen gespeicherter Teil (a") (oder (b")) der einseitigen Wellpappebahn (a) (oder (b)) kann vergrössert werden, indem die Vorschubgeschwindigkeit des Vertikalförderers (6) für die einseitige Wellpappebahn (a) (oder (b)) grösser als die Klemmgeschwindigkeit des Doppelseitenkaschierers für die Wellpappebahn (a) (oder (b)) gemacht wird, und kann verringert werden, indem die Vorschubgeschwindigkeit niedriger als die Klemmgeschwindigkeit gemacht wird. Der gespeicherte Teil kann auf einer geeigneten Länge gehalten werden, indem beide Geschwindigkeiten einander gleich gemacht werden.
Ein gespeicherter Teil (a') (oder (b')) der einseitigen Wellpappebahn (a) (oder (b)), der sich in Form von Wellen auf dem Brückenförderer (2A) (oder (2B)) befindet, kann vergrössert, verkleinert oder auf einer geeigneten Länge gehalten werden, indem die Vorschubgeschwindigkeit des Vertikalförderers (lA) (oder (1B)) und des Einseitenkaschierers (SA) (oder
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gleich der Fördergeschwindigkeit des Vertikalförderers (6) gemacht wird, in derselben Weise wie in dem Fall des oben erwähnten gespeicherten Teils (a") (oder (b")).
Im folgenden wird erläutert, wie ein fehlerhafter Teil beseitigt wird, wenn ein solcher an der einseitigen Wellpappebahn (a) (oder (b)) festgestellt wird, die sich auf der Brücke (100) befindet. Ein Förderer (9) zum Entfernen des fehlerhaften Teils weist einen langgestreckten, angetriebenen Endlosbandförderer (91) und Mitläuferwalzen (92) auf (Fig. 1), die am Vorschubende des Förderers (9) so angeordnet sind, dass sie einen engen Spalt bilden, und die nahe der Transportebene des Endlosbandförderers (91) angeordnet sind. Anstelle der Walzen (92) kann auch ein Endlosförderband, das angetrieben oder nicht angetrieben wird, benutzt werden.
Wenn der Anfang eines fehlerhaften Teils der einseitigen Wellpappebahn (a) (oder (b)) den Werkzeugträger (51) zum Abschneiden erreicht, werden die Förderer (3A) (oder (3B)) und (6) gestoppt und die Wellpappebahn (a) (oder (b)) wird am Anfang des fehlerhaften Teils durchgeschnitten. Nach dem Durchschneiden wird der vordere Rand der Wellpappebahn (a) (oder (b)) durch den Förderer (9) eingeklemmt, so dass der fehlerhafte Teil aus der Brücke (100) hinausbefördert wird. Wenn das Ende des fehlerhaften Teils den Werkzeugträger (52) erreicht, wird die Wellpappebahn (a) (oder (b)) am Ende abgeschnitten, so dass der fehlerhafte Teil von der Brücke (100) abtransportiert wird. Beide Ränder der Wellpappebahn (a) (oder (b)) werden dann miteinander verspleisst, und beide Förderer (3A) (oder (3B)) und (6) wieder in Betrieb gesetzt.
Der Betrieb des Förderers (9) wird gestoppt, nachdem der fehlerhafte Teil von der Brücke (100) abtransportiert worden ist. Da sowohl das Entfernen des fehlerhaften Teils der einseitigen Wellpappebahn (a) (oder (b)) als auch das Verspleissen der Wellpappebahnränder, das nach dem Entfernen des fehlerhaften Teils erfolgt, zwischen dem ersten gespeicherten Teil (a') (oder (b')) und dem zweiten gespeicherten Teil (a") (oder (b")) ausgeführt werden, ist es nicht erforderlich, den Vorschub der Wellpappebahn (a) (oder (b)) in den Doppelseitenkaschierer und die Zufuhr der Wellpappebahn (a) (oder (b)) aus dem Einseitenkaschierer (SA) (oder (SB)) zu unterbrechen.
Ausserdem ist es nicht erforderlich, die Zufuhrgeschwindigkeit aus dem Einseitenkaschierer (SA) (oder (SB)) zum Doppelseitenkaschierer zu verringern, sodass die Wellpappemaschine kontinuierlich arbeiten kann. Das Entfernen des fehlerhaften Teils kann durch weniger Arbeiter in einfacher und sicherer Weise ausgeführt werden.