AT390713B - Gegenschneidenarretierung fuer einen haecksler od. dgl. zerkleinerungsmaschine - Google Patents

Gegenschneidenarretierung fuer einen haecksler od. dgl. zerkleinerungsmaschine Download PDF

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AT390713B
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Xaver Lenzer
Eberhard Wistuba
Martin Nusser
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Mengele & Soehne Masch Karl
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F29/00Cutting apparatus specially adapted for cutting hay, straw or the like
    • A01F29/09Details
    • A01F29/095Mounting or adjusting of knives

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Description

Nr. 390 713
Die Erfindung betrifft eine Gegenschneidenarretierung für einen Häcksler otLdgl. Zerkleinerungsmaschine mit wenigstens einem um die Drehachse einer Messerwelle rotierenden Messer, dessen Schneidkante mit der Rückhaltewand des Häckslergehäuses einen Umfangsspalt bildet und das an einer Gegenschneide vorbeistreicht, die auf einer zur Umlaufebene der Messerschneidkante parallelen Gegenschneideauflage mittels einer Verschiebevorrichtung nach Lösen einer Arretiervorrichtung einstellbar ist.
Derartige Gegenschneidenarretierungen sind beispielsweise aus der DE-OS 29 26 538, der DE-OS 33 02 861 und der DE-OS 33 45 749 bekannt.
Alle bekannten Arretierungen verwenden Klemmschrauben, die zum Verstellen der Gegenschneide nicht mehr gelöst werden müssen, wie dies früher der Fall war. Allen Vorrichtungen, die in den genannten Druckschriften geoffenbart sind, ist gemeinsam, daß die Gegenschneide unter weiterwirkender Klemmkraft bewegt wird, wozu jedoch aufwendige Hebelübersetzungen, wie bei der DE-OS 29 25 538 und der DE-OS 33 02 861 der Fall ist, oder Keilgetriebe, wie bei der DE-OS 33 45 749.
Die Verschiebeeinrichtungen, die mit Übersetzungen arbeiten, sind sehr aufwendig, da während des Betriebes die Klemmkräfte für die Gegenschneide den hohen Belastungen während des Schnitts entsprechen müssen, um eine stabile Lagerung zu erreichen. Da die Gegenschneidleiste auch nach längerem Betrieb und beispielsweise eingetretener Korrosion noch verschiebbar sein muß, sind die anwendbaren Spannkräfte begrenzt, wenn das Verschieben unter anliegenden Spannkräften erfolgt. Dies führt wiederum zu der Gefahr, daß beim Einklemmen von Fremdkörpern (Metallteile etc.) im Schneidspalt die Gegenschneide in die Umlaufbahn der Schneidtrommel kippt und einen Maschinenschaden verursacht.
Es besteht somit die erfindungsgemäße Aufgabe darin, eine Gegenschneidenarretierung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die einfach bedienbar ist und die die Voraussetzungen für eine leichte und unkomplizierte Verschiebevorrichtung erfüllt. Aus den oben genannten Gründen soll die Arretierung das Aufbringen von Klemmkräften gestatten, die nicht den oben genannten Grenzen unterworfen sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Airetiervoirichtung aus einer zu beiden Seiten der Gegenschneide unter der Spannkraft eines Arbeitsspeichers stehenden Klemmvorrichtung und einer der Spannkraft des Arbeitsspeichers entgegenwirkenden Auslösevorrichtung besteht und die Klemmvorrichtung die Gegenschneide durch die Kraft des Arbeitsspeichers gegen die Gegenschneideauflage drückt
Da durch den Arbeitsspeicher beliebig hohe Spannkräfte aufbringbar sind, ist eine sichere Arretierung der Gegenschneide auch bei schwerem Schnitt gewährleistet. Durch die erfindungsgemäß dem Arbeitsspeicher entgegenwirkende Lösevorrichtung kann die Spannkraft auf die Gegenschneide während deren Justierung völlig eliminiert werden, was es ermöglicht, die Verschiebeeinrichtung ohne aufwendige Übersetzungsgetriebe, wie Hebel oder Keile, leicht und einfach zu gestalten.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Klemmvorrichtung aus Klemmbacken tragenden Hebeln besteht, an deren Kraftarmen der Arbeitsspeicher sowie die Auslösevorrichtung angreift. Diese Maßnahme erlaubt es, die Auslösevorrichtung an einen leicht zugänglichen Ort zu legen und dabei zufolge der Hebelübersetzung zu einem in weiten Bereichen wählbaren Verhältnis der vom Arbeitsspeicher gelieferten Kraft zu der auf die Gegenschneide wirkenden Kraft zu kommen.
Vorteilhafterweise besteht der Arbeitsspeicher aus einer Druckfeder. Ein solcher Arbeitsspeicher ist robust, billig und leicht an die jeweiligen Einsatzbedingungen zu adaptiven.
Bevorzugt besteht die Auslösevorrichtung aus einem ölhydraulischen Zylinder. Durch diese Maßnahme ist es möglich, die Arretiervorrichtung mittels Betätigen eines an passender Stelle vorgesehenen Schalters zu lösen bzw. in Arretierlage zu bringen, wodurch eine weitergehende Freiheit in der Wahl des Anbringungsortes der Klemm- und Auslösevorrichtung erreicht wird.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Schneidspalt der Messer zur Gegenschneide durch ein Meßsystem z. B. durch eine optoelektronische Abtastung gemessen und sowohl die Auslöse- als auch die Verschiebevorrichtung in einer Folgesteuerung manuell oder durch eine Fernsteuerung oder Microprozessor betätigbar sind. Durch diese Maßnahme ist es möglich, den Schneidspalt einzustellen, ohne daß Demontagearbeiten vorgesehen werden. Durch die Automatisierung der Einstellung wird auch erreicht, daß der Schneidspalt mit größter und über die Zeit unveränderter Genauigkeit eingestellt wird. Durch diese Maßnahme wird nicht nur eine Verbesserung der Schneidqualität und der Schneidleistung erzielt, es wird auch die Verfügbarkeit des Häckslers verbessert, da die zum Justieren des Schneidspalts notwendige Zeit wesentlich verkürzt wird.
Vorteilhafterweise ist die Gegenschneide mit mindestens zwei Schrauben seitlich des Mundstücks mit Federn so vorgespannt, daß im gelösten Zustand der Klemmvorrichtung eine gegen das Kippen der Gegenschneide erforderliche Anpreßkraft auf die Gegenschneidenauflage vorhanden ist. Damit wird zuverlässig verhindert, daß während des Justierens des Schneidspaltes die Gegenschneide kippt und eine Demontage der Vorrichtung erforderlich wird.
Eine besonders einfache und robuste Anordnung erhält man, wenn sich die Vorspannschraube ortsfest in der Gegenschneideauflage befinden und sowohl die Gegenschneide und deren Spannplatte durch Langlöcher in Richtung der Schneidmesser verschiebbar sind.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispieles erläutert und beschrieben.
Es zeigen: Fig. 1 einen Teilschnitt eines Häckslers im Bereich des Häckslermundstücks; Fig. 2 eine -2-

Claims (7)

  1. Nr. 390 713 Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1. In der Zeichnung ist mit (1) eine an der Unterkante des Messermundstücks (18) angeordnete Gegenschneide, mit (20) die Messerwelle der mit (21) gekennzeichneten Messer bezeichnet. Die Messer (21) bilden mit der Rückhaltewand (22) des Häckslergehäuses (23) einen Spalt. Die Gegenschneide (1) ist an ihren Enden mittels Schrauben (17), unter deren Kopf z. B. Tellerfedem (19) und eine Spannplatte (14) angeordnet sind, gefedert an der Gegenschneidauflage (2) angeschraubt. Nicht dargestellte Langlöcher in der Gegenschneide (1) und in der Spannplatte (14) ermöglichen ein Verschieben der Gegenschneide radial zu den Messern (21). Zur Einstellung der Gegenschneide dient erfindungsgemäß eine Verschiebevorrichtung (3). Diese besteht aus einem in einem ortsfesten Gelenk (25) gelagerten Winkelhebel (11), dessen Lastarm (12) über ein Pleuel (13) und Spannplatte (14) mit der Gegenschneide (1) verbunden ist und dessen Kraftarm (15) über eine Spindel (16) betätigbar ist. An der Spannplatte (14) greift erfindungsgemäß die in Fig. 1 ersichtliche Arretiervorrichtung (4) mit Klemmbacken (7) an. Die Arretiervorrichtung (4) besteht aus der Auslösevorrichtung (6) und der Klemmvorrichtung (24), die aus den Klemmbacken (7), damit verbundenen Hebeln (8), (8a) und einem Arbeitsspeicher (5) besteht. Die Klemmbacken (7) sind Teil der Hebel (8), (8a), die in ortsfesten Lagern (26) gelagert sind. An den als Kraftarme wirkenden Hebeln (8), (8a) greift eine Druckfeder (9) als Arbeitsspeicher (5) an. Eine hydraulische Zylinderkolbeneinheit (10) wirkt der Spannkraft der Druckfeder (9) entgegen und bewirkt ein Lösen der Klemmbacken (7) zur Nachstellung des Abstandes zwischen der Gegenschneide (1) und der Schneidkante der Messer (21). PATENTANSPRÜCHE 1. Gegenschneidenarretierung für einen Häcksler od. dgl. Zerkleinerungsmaschine mit wenigstens einem um die Drehachse einer Messerwelle rotierenden Messer, dessen Schneidkante mit der Rückhaltewand des Häckslergehäuses einen Umfangsspalt bildet und das an einer Gegenschneide vorbeistreicht, die auf einer zur Umlaufebene der Messerschneidkante parallelen Gegenschneideauflage mittels einer Verschiebevorrichtung nach Lösen einer Arretiervomchtung einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretiervorrichtung (4) aus einer zu beiden Seiten der Gegenschneide (1), unter der Spannkraft eines Arbeitsspeichers (5) stehenden Kemmvorrichtung (24) und einer der Spannkraft des Arbeitsspeichers (5) entgegenwirkenden Auslösevorrichtung (6) besteht und die Klemmvorrichtung (24) die Gegenschneide (1) durch die Kraft des Arbeitsspeichers (5) gegen die Gegenschneideauflage (2) drückt.
  2. 2. Gegenschneidenarretierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung (24) aus Klemmbacken (7) tragenden Hebeln (8,8a) besteht, an deren Kraftarmen der Arbeitsspeicher (5) sowie die Auslösevorrichtung (6) angreifen.
  3. 3. Gegenschneidenarretierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsspeicher (5) aus einer Druckfeder (9) besteht.
  4. 4. Gegenschneidenarretierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösevorrichtung (6) aus einem ölhydraulischen Zylinder (10) besteht.
  5. 5. Gegenschneidenarretierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidspalt der Messer (21) zur Gegenschneide (1) durch ein Meßsystem, z. B. durch eine optoelektronische Abtastung, gemessen und sowohl die Auslöse- als auch die Verschiebevorrichtung (6 u. 3) in einer Folgesteuerung manuell oder durch eine Fernsteuerung oder Microprozessor betätigbar sind.
  6. 6. Gegenschneidenarretierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenschneide (1) mit mindestens zwei Schrauben (17) seitlich des Mundstücks (18) mit Federn (19) so vorgespannt wird, daß im gelösten Zustand der Klemmvorrichtung (4) eine gegen das Kippen der Gegenschneide (1) erforderliche Anpreßkraft auf die Gegenschneidenauflage (2) vorhanden ist. -3- Nr. 390 713
  7. 7. Gegenschneidenarretierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Vorspannschrauben (17) ortsfest in der Gegenschneideauflage (2) befinden und sowohl Gegenschneide (1) und dessen Spannplatte (14) durch Langlöcher in Richtung der Schneidmesser (21) verschiebbar sind. 5 Hiezu 2 Blatt Zeichnungen
AT0266086A 1985-10-08 1986-10-07 Gegenschneidenarretierung fuer einen haecksler od. dgl. zerkleinerungsmaschine AT390713B (de)

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